Der Brockhaus hat ausgedient-LEIDER

Auf dem Müll sollte er landen, dieser wunderschöne Brockhaus!! Gott sei Dank hat das Hermann rechtzeitig mitbekommen und ihn zu uns gebracht. Wir tun uns beide schwer damit, wenn Bücher im Müll landen. Noch schwerer mit einer Sammlung an Welt- und Generationenwissen.
Das ist die eine Geschichte. Die andere Geschichte ist, dass es in unserem Wohnraum eine recht schmächtige Säule gibt, die uns schon lange nicht sonderlich gefällt. Bei einem meiner Berlinaufenthalte habe ich dem MUSEUM AM CHECKPOINT CHARLIE einen Besuch abgestattet. Dort steht eine Säule aus Büchern, die sich mit MENSCHENRECHTEN und HUMANITÄT beschäftigen. Das hat mich sehr beeindruckt. Eine tragende Säule an Menschenrechten und humanen Gedanken.

Also haben wir die Geschichten miteinander verbunden. Wir wickeln den Brockhaus um unsere Säule. Aus der schmächtigen Säule soll ein tragendes Element des Wissens werden.

Um die einzelnen Bände doch auch wieder öffnen zu können- falls wir was nachschlagen wollen- hat sich Hermann ein raffiniertes Konzept einfallen lassen. Lochbandklammern!!!

Die Vorbereitungen sind getan. Jetzt brauchen wir nur noch die zwei Stunden an Zeit, um die einzelnen Bände an der Säule zu fixieren.

Aufblühen mitten im Winter

Much I like at Advent, the peace and quiet that we have arranged. The fragrances, which only go through the house once a year. Preparing, decorating and looking forward to the special feast. Crackling and comfort. Letters, and pacts – in the modern era, also write and send mail.

But one of the most special moods is to experience that all our animals give themselves to the cozy atmosphere. All day long they lay around as if they were aware of the fallow of the earth. They are peaceful and calm, and they are a great respite. Even our temperament bundle Emma costs the rest together. Still, there are some flowers that have just chosen to blossom. A RED Amaryllis I bought myself – she decided then for white. And in the barbarian we can find green buds.

Blooming in the darkest days of the year, what a comforting message !!!

Die Schrift an der Wand

ist für uns kein Menetekel – im Gegenteil – sie ist eines der großen Zeichen für unseren Neubeginn. Und doch begann alles schon vor langer, langer Zeit.
Schriften haben mich schon immer fasziniert. Eigentlich Bücher. Aber meine erste Begegnung mit Büchern hatte ich in der Bibliothek meiner Großmutter. Fraktur im Bleisatz. Wenn man mit den Fingern über das wellige Papier streicht, sind die Buchstaben immer noch als Vertiefungen spürbar. Und die Details der Buchstaben, die Serifen, Ligaturen (wie ich später lernte), die Ober- und Unterlängen begeisterten mich wie wohl jede Geheimschrift einen Buben begeistert. Das waren Kunstwerke, jeder Buchstabe. Als ich dann Kurrent lernte und die Briefe meiner Großeltern lesen konnte, war mir, als ob sich eine Welt öffnen würde, durch die man nur durch die Geheimtür der Schrift eintreten könnte.

Die Begeisterung ist geblieben, der Computersatz war zunächst eine Enttäuschung: die PC-Schriften waren eigentlich ein Verbrechen, die Mac-Computer, bei denen Steve Jobs von Beginn an Wert auf Typographie legte, unerreichbar, aber irgendwann hat dann Windows ja auch das kopiert und da waren sie: Times (naja, „New“, also eine Kopie), Arial (naja, „Helvetica“ wär das Original) usw. – serifenlose und Serifenschriften und das bisserl Gespür und gelesenes Know-How über Schriften (Ach! die Bodoni!).

Und jetzt, angeregt durch die letzte Zeit-Beilage „Wien essentiell“, in der Danielle Spera einen ihrer Tage in Wien schilderte, landeten wir an unserem ersten Tag, nach einem gemütlichen Raster im Cafe Alt Wien im „Duft & Kultur“, wo wir eher an der Kultur hängenblieben: Buchstaben und Ziffern aus verschiedensten Materialien (der 9er ist aus alten Bootsplanken!), in verschiedensten Schriften.

Und so hängt jetzt unsere Schrift an der Wand, die Times-ähnlichen großen „H“ und „A“, das „km“ im Rahmen und die die restlichen Buchstaben – in einer außergewöhnlichen, 50-er Jahre Schrift, bei der auch das „f“ eine Schleife in der Unterlänge hat. Die Freude an den Buchstaben, die da so sinnlich greifbar hängen, die Freude an der Symbolik und das Aneinanderschmiegen und neckische Beisammensein der einzelnen Zeichen zaubert immer wieder ein Lächeln auf unsere Gesichter.

A Platzl hat mer

für die Geburt in der HEILIGEN NACHT.

Und deis Engele hat nou Zeit, bis es den Hirterbua augweckt hat. Wir haben sie aufgestellt, die Figuren in unserer Herberge. Nach langem Abwägen und Hin und Her haben wir uns für KASTLUNGER Figuren entschieden. Ihre Eigenheiten, aber besonders die vielen Tierfiguren haben es uns angetan.

Da gibt es einen älteren Mann, der in seiner Kraxe zwei Hennen hat und eine ältere Frau, die in ihrem Ruckkorb köstliches Selbergmachtes und in ihrem Korb ein Henne trägt. Sie wissen es schon und haben sich rechtzeitig auf den Weg gemacht!

Ein Kater, der gerade sein Schlafl auf dem Ofendach gemacht hat und sich jetzt buggelt, schaut sich die Besucher genau an.

Vor dem Stall laufen Henne und Hahn herum und das Braunele brütet im Stalleingang,

indem eine Muttersau mit ihren Ferkeln liegt. Wie oben bereits geschrieben: DER PLATZ IST DA.

Wir haben mit unserer Krippe und den Figuren große Freude und warten gespannt auf die HEILIGE NACHT!!!!

Eine der Krippen steht schon

Ich bin in eine Krippelerfamilie geboren worden. Mein Huamhaus ist in der Advents- und Weihnachtzeit eine einzige Krippenausstellung. Und mein Vater besitzt wohl eine der schönsten Tiroler Krippen weit und breit. Von ihm habe ich auch meine Weihnachtskrippe, die viele Erzählungen aus meinem Leben beinhaltet. Dass er (mein Papa) über Jahrzehnte Krippenkurse abgehalten hat, war für uns Kinder der normale Advent. Pia nimmt seit einigen Jahren an diesen Kursen teil und hat inzwischen schon eine stattliche Anzahl an Krippen gebaut. Letzte Weihnacht haben WIR eine geschenkt bekommen. Ein Jahr lang habe ich überlegt und gegrübelt, welche Figuren wohl in diese UNSERE Krippe kommen. Mit einem Kratzler “Krippenfiguren”auf der Ideenliste sind wir dann nach Wien gefahren.

Gestern haben wir die Krippe hervorgeholt und aufgestellt. Noch ohne Figuren. Noch liegen da einige Paktln am Boden, die wir erst auspacken. Es ist und wird eine sehr spezielle Krippe, es wird UNSERE, mit den Werten, die wir leben und die für uns wichtig sind. Ich freue mich schon aufs Auspacken und Aufstellen UNSERER Herberge!!

Zufall und Glücksfall

Der Zufall hat bei den Begegnungen mit unseren Trauzeugen Regie geführt. Immer wieder haben wir Spuren unserer Werte angetroffen.

Das Philosophieren- nicht nur über Eier- hatte genauso seinen Platz, wie das Herzeigen und Durchkosten der Genussregion Österreichs.

Da wir für unsere Freude an LEBENSmitteln und unsere Vorliebe fürs Essen bekannt sind, wurden wir auch diesmal reich beschenkt. Ganz spezielle Mehle aus Umbrien stellen uns gerade vor die Herausforderung, was wir damit wohl zubereiten. Alexandra, die Frau von Emanuele( unser Ziegenkäselieferant aus Orvieto), hat begonnen Dinkelmehl herzustellen. Ich freue mich jetzt schon auf ein passendes Rezept.

Der Besuch am Naschmarkt darf natürlich für an karge, spärliche Tiroler Einkaufsmöglichkeiten gewohnte Gewürzfreunde wie wir nicht fehlen. DAS PARADIES!!!!!!

Nicht ohne Stolz haben wir den Prunksaal der Nationalbibliothek gezeigt. Dort ist gerade eine Sonderausstellung mit diesem Titel. So viele Bilder erinnern an die eigene Kindheit und bringen zahlreiche Geschichten hervor. Eine herrliche zeitgeschichtliche Lektüre.

Ein Glücksfall sind unsere Trauzeugen, die neben all dem Liebenswürdigen auch die Gabe haben, Taschen “gfiarig” zu machen, so dass man getragen und getröstet in den Alltag gehen kann.

Mit Rauch

wird Paprika und Salz veredelt um den Geschmack ins Essen zu bringen, der für viele Speisen nicht wegzudenken ist.

Inzwischen bin ich nicht nur sicher, sondern habe mich in mannigfachen Selbstversuchen selbst davon überzeugen können, dass das, was wir für den tollen Geschmack am Fleisch, an Würsten halten, eigentlich nur die speziellen Würzungen sind, während der eigentliche Geschmack von Fleisch sehr, sehr zart ist und zu etwas ganz anderem gehört….

Diesen typischen Geschmack kriegt man in die Würste, die wir machen (Chorizo, Bratwurst) und andere Speisen nur über das Räuchern der Zutaten, also geräucherten Paprika oder geräuchertes Salz rein. Und das funktioniert prächtig!!!

Wo ist der denn, mein Guter?

Manchmal braucht es einen Beistand, der das Gute vom Bösen trennt: der dies irae tut das, das gleichnamige Bier vom Gusswerk wird es hoffentlich tun. Mozarts Entstehungsjahr seines Requiems gibt dem Bier das Logo, die Vertonung ist ein wuchtiger Chor, der die Ankunft des Allmächtigen beschreibt.  Wir sind gespannt, ob das Bier den Verheißungen standhält, es lagert jedenfalls schon bei etwas 12°C in unserem Depot (sicher aber nicht bis 2020!).

Es steht auf der Einsatzliste ganz oben!
 

Manchmal geht die Kraft aus

Oder, wie es die Petra einmal ausgedrückt hat: Manchmal bringt das Leben etwas vorbei, wofür man noch keine Tasche bereit hat! Für den Abschied und die Trennung habe ich selten die richtigen Taschen bereit. Meist sind sie “ungfiarig” ( nicht handzuhaben)!!
Den Wesen in meinem Leben wünsche ich aus ganzem Herzen immer ein langes,reiches und erfülltes Leben. Meine Wünsche gehen nicht immer in Erfüllung und die Seelen treffen manchmal andere Entscheidungen. Gundl ist die Kraft ausgegangen. Die Kraft, sich gegen diese bittere Kälte zu stellen. Die Kraft, sich von innen her zu wärmen. Sie hat sich für wärmere Gefilde entschieden. Sie hat sich nicht locken und nicht überreden lassen, hier zu bleiben. Und wie zum Hohn wird es jetzt wärmer- viel wärmer!

Meine liebe Gundl Gaukeley, aus ganzem Herzen wünsche ich dir jetzt viel Sonne, Wärme und einen guten Platz in der drübigen Schar!! Danke für dein Fliegen und dein Flöten!!

Er ist da! Der Meister ist da!

Unsere liebe Margit, die mit zu operierendem Fuß ein bisserl außer Gefecht ist, hat schon lang den Ottolenghi, „Plenty“ = „Genussvoll vegetarisch“ zuhause.
Nach einem Besuch bei uns hat sie ihn sich zugelegt und einiges daraus probiert. Nun hat sie den Entschluss gefasst, ihn „mit blutendem Herzen“ zum erfolgreichen Kochen als „Leihgeschenk“ an uns zu übergeben. Nachdem er bis jetzt nur als ebook bei uns war ist er jetzt leibhaftig zu uns gekommen.

Wer seine Kochbücher kennt, weiß, dass er kein Vegetarier ist; umso angenehmer ist es, seine Einleitung zu lesen, die von Respekt vor „echten” Lebensmitteln geprägt ist.
Er sagt, er betrachte es nicht als “[…] lästige Pflicht, vegetarisch zu kochen. Ich esse gern Fleisch und Fisch, aber mir fehlt nichts, wenn ich es weglasse.“

Ich mag ihn schon lange und verehre seine Art zu kochen sehr. Schon an früherer Stelle (einfach Suchen!) bin ich darauf schon eingegangen. Dabei ist es immer dasselbe: die Vielfalt und Komplexität der Geschmäcker geht über diejenige von Fleischgerichten weit hinaus. Oder einfacher gesagt: Fleisch ist dagegen direkt langweilig!

So schön, schön war die Zeit

mit unseren Trauzeugen ratschen, lachen, essen, gustieren, kulturen, schauen, staunen, erfreuen, ermuntern…..

 

Barbaratag

Das beruhigende Licht der ersten Kerze genießen.

Bei einem Rundgang durchs Haus entdecke ich, dass die Amarylis schon recht ausgetrieben hat.

Zu meiner Überraschung und zu meiner großen Freude hat die Feige (Hochzeitsgeschenk von Mazi und Andi), die wir zum Überwintern ins Haus gebracht haben, nicht nur neue Blätter angesetzt, sie hat auch einen neuen FRUCHTANSATZ!!!!

Bisher war immer der Hermann zuständig, um Barbarazweige ins Haus zu holen. Heuer bin ich an der Reihe (als Ehefrau!!??!!). Drei Zweige von unserem eigenen Kirschbäumchen habe ich heute geholt. Ich bin gespannt!!

Ein köstliches Missgeschick

Schon einmal war die Rede vom Roquefort-Birnen-Kuchen, und weil er so gut war, haben wir beschlossen, ihn noch einmal zu machen. Die Birnen sind inzwischen noch reifer geworden, alle Käsesorten waren getestet, die in Frage kamen und der fast freie Vormittag schien ideal. Bei der dreifachen Menge des Zeit-Rezepts hat man genug zu tun: 9 Birnen sind zu schälen, zu entkernen und zu schneiden, fast ein halbes Kilo Käse, und dann das Öl, die Milch, und das Backpulver und das Mehl und das alles untereinander mischen und – endlich: in die Backform!
Und dann, zwanzig Minuten später die Erkenntnis: ich hab die Nüsse vergessen! Zu Beginn noch im Kopf, mit jeder Birne etwas weniger bewusst, „die hol ich nachher“ und „das war ja ein ganz einfacher Kuchen“ waren entspannte Erinnerungen und vollkommen gelassen hab ich sie weggelassen…
Trotzdem war das Ergebnis außerordentlich köstlich: viel saftiger als beim ersten Mal, recht rund und weich, die Birnen inzwischen mit guter Süße – das war wieder ein etwas anderer Kuchen vom gleichen Rezept und die Mühe wert. Weniger war in diesem Fall nicht mehr, aber eigentlich auch kaum weniger sondern nur anders!

Die Rezeptur des Sommers

So einen Tee, wie ihn uns der heurige Sommer geschenkt hat, gibt es wohl nur alle 10 Jahre.

Das ist der Zeitabstand, wo es auch im Außerfern einen “RICHTIGEN SOMMER” gibt.

Damit ich mich im nächsten Jahr noch an die Rezeptur erinnern kann, wird sie hier festgehalten:

Malvenblüten, Rosenblätter, Ringelblume, Johanniskraut, Mädesüß, Borretschblüten, Hopfenblüten, Ysop und getrocknete Apfelschale. Von den Wirkstoffen her ein “von Kopf bis Fuß Tee”.

Um die Verpackung dem Inhalt entsprechend zu gestalten, haben wir wieder einmal unsere kleine Druckerei hervorgeholt und den Stempel neu “gesetzt”. Der Namen des Tees soll an den Lobgesang der heiligen Nacht erinnern.Im Rückblick ist es ein Lobgesang auf die Ernte des heurigen Sommers. Wir haben uns für “GLORIA, DEO, PAX, TERRA” (Ehre,Gott, Frieden, Erde)entschieden.

Auf braunes Packpapier gestempelt und dann noch an das Teesackl binden. Fertig ist ein Mitbringsel oder ein Geschenk.

Beim Drucken auf das Packpapier ist uns aufgefallen, dass man auf diese Art auch Geschenkspapier gestalten könnte.

Irgendwie weihnachtet es an allen Ecken und Enden. So fein und gmiatlich!!!

Sonne tanken

Auch all den anderen Hühner haben wir heute die Wärme und das Licht des ersten Adventsonntags zukommen lassen. Helle Aufregung darüber, dass da (Dank Hermann) noch soviel knackiges Gras ist und Schnee(schmeckt viel besser als Wasser) und Körner und Streu und überhaupt hat heute alles viel besser geschmeckt!

Jota kann sich sofort bei der TRICOLORI melden. Sie fliegt vom Stall aufs Tomatenhaus, selbst da war klar, dass sie abbremsen muss, um nicht auf Nachbars Grund zu landen! Das ist eine Distanz von 15m !!!!!!

Während Aladin, der alte Charmeur, seiner Jule all die kleinen Wege im “Gehegetal” zeigt,

erkundet Omega in seinem jugendlichen Übermut die Pfade, die sonst keiner geht!

Der Chef( nein, nicht Bruce Springsteen) DONATELLO(ganz rechts) war nach seiner Inspektion sichtlich sehr zufrieden!!

Falls der Wetterbericht stimmt, kann sich unsere Schar über ein paar feine Sonnentage freuen.