Wähe Grundrezept und Zucchini-Tomaten-Tarte

Wähen und Tartes bin ich ausgeliefert – ich kann einfach nicht widerstehen. Und ich wurde noch nie enttäuscht, ganz besonders nicht bei diesem Rezept. Aus meinem (nicht süßen)

Grundrezept Teig 1-1-1: 1 Teil Butter, 1 Teil Weißmehl, 1 Teil Vollmehl und etwas Wasser, eine Prise Salz. Grundrezept Guss 1-1-1: 1 Ei auf 1 dl Süßrahm, 1 TL Maizena

hatte ich schon vor einiger Zeit eine Obstwähe zubereitet (Guss ungesüßt, lieber später Zucker). Der Rest des Teigs wanderte in den Kühlschrank (also: immer gleich doppelt so viel machen – jeweils ¼ kg in meinem Fall). Nun holte ich ihn heraus, um, angeregt durch das herrliche Wachsen unserer Zucchini, einem Rezept von La Mia Cucina folgend, diese Gemüsewähe=Tarte zuzubereiten.

Wie so oft beim Kochen hat man nicht immer alles so, wie es im Rezept steht, daher habe ich den Kochschinken durch hauchdünnen Parmaschinken ersetzt und den Käse (weder Parmesan und schon gar nicht Sbrinz hatte ich) durch einen würzigen Bergkäse; für die Tomaten hatte ich gar nur welche aus der Dose. Das Ergebnis war trotzdem: umwerfend!

Also: mit dem Teig z.B. eine Springform auskleiden, Blech geht genauso, nicht vergessen, den Boden mit der Gabel einzustechen  Bergkäse auflegen, mit Schinken abdecken, dann Zucchini und Tomaten abwechselnd einlegen (ruhig sehr schrägstehend) und dann mit dem Guss (doppelte Menge, Salz, Pfeffer, Muskat) ausgießen. Bei 220° ½ Stunde backen.

Mit Salat servieren. Wahnsinnig gut! Unbedingt nachmachen!

Grüne Tarte á la Angelika

Wer heuer Kräuter gesetzt hat und vielleicht auch Lieb”stöckl”, weiß, wovon ich rede: mannshoch ist das Liebs-“bäuml” nun und es besteht Handlungsbedarf: denn das man das als Maggikraut verunglimpfte Gewächs (einfach pur essen – dann kann man das gar nicht mehr behaupten) auch herrlich als Gemüse machen kann, haben wir schon getestet. Und da ist Angelika wieder einmal zur Hochform aufgelaufen: die Augen schließen sich, da wird in der Phantasie geschmeckt und kombiniert – und dann sind wir ernten gegangen und ich hab gekocht: eine Tarte mit Liebstöckl, Brennnesseln und Taubnesseln: zu gleichen Teilen und in rauen Mengen. Blanchieren (die Hälfte dann als Vorrat einfrieren!), mit angeschwitzten Zwiebeln kurz dünsten und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Den Vollkorn-Mürbteigboden (von hier) (10 dag Vollkornweizen, 10 ml Milch, 1 Eidotter, 4 dag Butter verkneten und im Kühlschrank rasten lassen). Die Form auskleiden, 15′ vorbacken (mit Gabel löchern!), dann die Fülle drauf, Ziegenkäse drüberbröseln, Walnüsse,  und mit Milch-Sahne-Ei (100ml, 25ml, 1) Guss, der mit Thymian gewürzt ist, abschließen. Etwa 25 Minuten fertigbacken.