Wuchteln mit ålter Marmelad

Ja, ich habe vorher noch nie Wuchteln (so sagt man bei uns zu Buchteln) gemacht. Da hatte ich Respekt davor, weil erstens: Germteig und zweitens: Füllen. Ersteres sowieso schwierig bzw. aufwendig (Dampfl oder nicht Dampfl?) und zweitens weil: was rinnen kann das rinnt — nämlich raus (Murphys Gesetz). Dass das eigentlich ein Projekt zum Aufbrauchen alter Marmelade war hat mich zuversichtlich gemacht, weil die ist eher gummiartig und verhüpft höchstens irgendwohin, zumindest die eine Sorte, mit der wollte ich beginnen.

Dann aber gleich gscheit mutig und das Brutal-Rezept mit dem Backautomaten auf die Spitze getrieben: nicht einmal darüber nachgedacht, was denn jetzt vielleicht sinnvollerweise als erstes reinkommt sondern einfach: alles rein in den Topf (nämlich für die Mohnbuchteln: 100 ml Milch, 15 g Germ, 320 g Mehl, 70 g gequetschter Mohn, 130 g Zucker, 120 g Butter, 2 Eidotter, 1 Ei, 1 EL Rum, 1 Prise Salz; für die “normalen” Buchteln: 300 g Mehl, 20 g Germ, 40 g Zucker, 200 ml Milch, 1 KL Salz, 2 Dotter, 40 g Butter) und das Germteigprogramm mit 15 Minuten vorwärmen und dann Kneten laufen lassen. Tatsächlich wurden das schöne Kugeln, die ich in einer zugedeckten Schüssel dann gemütlich gehen lassen konnte. Nach gut einer Stunde dann daraus  eine Rolle formen, Stücke schneiden, breitdrücken und mit einem Marmeladehäuferl besetzen. Dann zu einem Stück schließen — das ist das eigentlich schwierige aber auch da bin ich recht wild gewesen – irgendwie halt, wird sich schon ausgehen. In zerlassener Butter rundherum wälzen und auf Blech oder in Auflaufform einordnen. Bei 200°C waren die bei mir schon nach 25 Minuten so braun, dass ich sie aus dem Rohr nahm.

Und es ist sich ausgegangen, gerade die mir bis dahin unbekannten Mohnbuchteln (mit Powidl) waren besonders gut, auch die normalen (mit grandiosem Scharzribiselgummgelee) waren herrlich, hielten gut zwei Tage frisch und waren auch danach noch ein Eintunkfreude (in den Kaffee) bzw. eine feine Ergänzung zum Rotwein (ja!).

 

Germgebäck und Schokoladekuchen

Eva hat die ersten Tage der Osterferien bei uns verbracht und sich AUSGIEBIG an der Reslverwertung- diesmal im süßen Bereich- beteiligt. Nussschnecken mit Vollkornmehl, Osttiroler Nüssen und Dörrobst des letzten Jahres. Immer wieder bin ich erstaunt, wie ergiebig Dörrfrüchte und Onkel Anders Walnüsse sind. Wir können noch ein paar Kochereien damit gestalten. Es sind so schöne Nüsse – jede Kaliforniafrucht erblasst dagegen.

Kartoffelbrot vom FEINSTEN.

Diese Waben bergen einen sehr speziellen Honig in sich. Immer noch stärke ich mein Immunsystem mit dem Erzeugnis der Lechtaler Bienen vom Kusses Karl.

Schokoreste verschiedenster Sorten haben den Weg in diesen Kuchen im Glas genommen. Den gibt es auf Grund der Mischung nur einmal. Herrlicher Geschmack.Ein Glas davon erreicht gerade Orvieto und wird die Kinder zu animali werden lassen- so nennt das Ines immer, wenn sie über Lebensmittel herfallen.