Agnessa Principessa

Agnes, unsere orange Zwergcochin, residiert seit April in ihrem eigenen Domizil.
Von einem Tag auf den anderen sind drei bis vier der großen Hühner über sie hergefallen und haben ihr den Kopf und den Kamm blutig gepickt.
Das geht gar nicht in der Klockerei.

Zuerst dachte ich an eine Krankheit, da reagieren Hühner dann so, um das kranke Tier aus der Schar zu bringen und sich selbst dadurch zu schützen.
Aber Agnes war und ist nicht krank.

Nach einem Versuch, sie wieder in die Schar zu bringen, begann das Spiel von vorne.
Und so residiert sie immer noch in ihrem Domizil, der ganze Garten gehört ihr und sie wird, einer Prinzessin gleich, aufgepäppelt.

Ob ich die je wieder in die Schar bringe?
Einen Versuch gibt es noch- inzwischen hat sich ja in der Schar einiges geändert.

Meins, ganz meins

Wenn das Verreckerle an Orangenbaum mit seiner Blütenpracht wieder den Raum mit diesem Duft erfüllt-

die Bouganvillea sich nach wiederholter Ermahnung doch entscheidet, wieder auszutreiben und zu blühen-

Hilde mit einer Selbstverständlichkeit in den Wohnraum spaziert, um etwas zu ergattern-

dann ist das schon MEINS, ganz MEINS.

Hilde ist da

Hilde ist eine Sulmtalerin und drei Jahre alt.
Sie lebte bis vor einigen Tagen in einer Schar mit 4 Hühnern.
Dann kam der Fuchs, nur sie überlebte.

„Ob wir sie nicht aufnehmen können?“ lautete die Anfrage.
Zuerst einmal schlucken und dann eine Nacht drüber schlafen.
Dann war die Antwort klar und klar war uns auch, dass das in diese eingeschworene Schar Unruhe bringen wird.

Nein, diesmal war das nicht so.
Schauen, sich ein wenig aus dem Weg gehen, neugieriges, gegenseitiges Erkunden, das war alles, was da passierte.
Nicht einmal das mit den Enten war ein Thema, obwohl Frida schon recht aufgeregt gemeldet hat, dass da eine Neue in ihrer Nähe schläft.
Aber Valentin konnte sie recht schnell beruhigen.

Hilde ist ein stattliches Weib und erinnert mich sehr an Fany.
Es weht wieder ein Hauch von Fany durch die Klockerei.
Und ich bin sehr stolz auf unsere wunderbare Schar, die das derart souverän gemeistert hat.

Gartengenuss

Vor einigen Tagen war es wieder einmal so weit: im Frühling, an, zumindest für die Hennen, gezählten, Tagen, dürfen alle raus. Das ganze junge (erst einmal gemähte) Gras ist Genuss für die Hennen, sie probieren schon einiges andere auch aus. Von den Enten aber sieht man meistens nur mehr die Hinterteile, derart viel gibt es hier zu erschnabeln.

Unsere Wesen scheinen manchmal nicht zu wissen, wo sie zuerst hinpicken sollen, so viel Prächtiges und Köstliches bietet sich ihnen. Uns geht es beim Zuschauen genauso.

Osterputz im Stall

Das hatten unsere Hennen schon lange verdient: dass ihr Sitzgestell wieder einmal gründlich gereinigt, ein kaputter Ast ersetzt und das ganze überhaupt geschrumpft wurde: schließlich haben wir nur mehr zwei Handvoll!

Im Frühling wird gflickt

was Herbst und Winter angerichtet haben. Holz zeigt da genau, wie rau die Witterung war und so war heuer die Tür zum Gehege für unsere Hennen und Enten dringend reparaturbedürftig: der obere Teil wurde durch eine wesentlich leichtere Konstruktion ersetzt — vergittert mit Hasengitter, obwohl wir genau wissen, dass gerade unsere weißen Hennen da aus dem Stand drüberfliegen können. Ein Zeichen ist es allemal!

Februar 2020

So hat er begonnen, der Februar.
Herrliches Winterwetter lässt die Eiszapfen wachsen, der Frühling kommt via Blumenstrauß ins Haus und s`Mädele, eine unserer Welsumerinnen entscheidet sich nicht mehr zu essen und dann zu gehen. Wieder eines dieser freundlichen, liebevollen Wesen weniger in der Klockerei.
Ich habe sie zur Fany gebettet, jetzt ist die nicht mehr ganz alleine in ihrem Grabl.

Von meinem iPad gesendet

Manchmal ist das Herz schneller

als der Verstand.
Aber wer kann diesem Blick widerstehen?

Obwohl ich im Herbst ausgesäet habe, der Rasen schon richtig gut wächst, habe ich meine Gefiederschar heute in den Garten gelassen. Das war ein Gepicke und ein Gescharre. Noch immer laufen sie herum und vertikutieren mir den Rasen und holen allerlei Ungeziefer aus dem Boden.

Von meinem iPad gesendet

Gaudetesonntag fürs Federvieh

Die Tür aufmachen und Würmer ausstreuen und dann nichts wie ab in die Sonne und ins grüne Gras.

Eine kleine, aber feine Schar

Schon viel zu lange habe ich nichts mehr über unsere gefiederte Schar berichtet.
Klein ist sie geworden in den letzten Monaten, die meisten von ihnen sind nicht mehr die Jüngsten.
Seit August haben wir noch 11 Hennen und zwei Enten.
In guter alter Tradition und in Erinnerung an Sternenstaub gibt es zur Zeit wieder Mehlwürmer um Kraft für den Winter zu bekommen.
Wohl bekomms.

Walnussblätter

können nicht nur für Tee oder Ansätze verwendet werden.
Sie eignen sich besonders, um lästige Ungeziefer von den Stallungen fernzuhalten.
Es gibt sogar Walnussblätter- Einstreu für den Hennenstall.
Da wir in der nächsten Zeit die unteren Äste des Nussbaums entfernen, werde ich das ausprobieren.
Allemal ergibt es einen herrlichen Duft im Stall.

Alle haben sie mitgeholfen

Bei solchen Umbauarbeiten kommt immer auch allerhand Getier und Gewürm zutage.
Ein Festessen für das Gefieder.

Umbau im Gehege

Um auch genügend Platz im neuen Entengehege zu haben, bedurfte es einiger Umbauarbeiten.
Das Reserveholz haben wir ins Schupfele gebracht.
Gutes Brennholz für den Winter.

Eva, Hühner und Enten

The poultry yard , Melchior d’HONDECOETER, National Gallery of Victoria, Melbourne

Dieses Bild aus dem späten 17. Jh. ist eines (von den vielen), das Eva bei ihren zahlreichen Museumsbesuchen in Australien gefunden und uns geschickt hat. Danke!!
Ein solches Bild bekommt eine ganz andere Bedeutung, wenn Erinnerungen lebendig werden: wir haben damals mit und für Eva Hühner zu uns gebracht (Miss Daisy, Berta, Fräulein Agathe und Salvatore), einen ganz speziellen Hühnerstall gemeinsam gebaut (ein Schloss!), Hähne waren immer Evas Lieblinge, das Aufziehen der Küken ist für uns alle unvergesslich.
Dass wir jetzt auch noch Enten haben schlägt die Brücke in die Gegenwart.

Die Unerschütterliche

Gretl, die Eminenz unserer Schar, satt an Lebensjahren, lässt sich von Nichts und Niemandem beeindrucken.
Sie hat ihren eigenen Tagesablauf und geht ihren Weg- unerschütterlich.
A schneidigs Weiberleit.