Archiv des Autors: Angelika

Palmsonntag 2019

Erholsame Osterferien

Nach 40 Tagen Wüste und Tod gehen wir der Auferstehung entgegen.
Wie treffend und wie passend.

Wenn Bügeln Generationen verbindet

Ob sich das Hemd von selber bügelt, habe ich mich in den letzten Tagen oft gefragt.
Wir leben in einer Zeit, in der viele der Textilien pflegeleicht und bügelfrei geworden sind.
Aber ab und an gibt es diese festlichen Anlässe, bei denen das schöne Hemd getragen wird.
Mit Manschettenknöpfen.
Das Hemd wird gewaschen und dann hängt es da und wartet darauf, gebügelt zu werden.

Allzuoft fallen mir die Bügelkörbe meiner Jugend ein, gefüllt mit Bettwäsche, Geschirrtücher, Handtücher und und und…
Und es war nie nur EIN Korb.
Und er sollte vor dem FORTGEHEN gebügelt sein.
Seit dem Sommer fällt mir auch immer ein Gespräch mit Herlinde ein- sie liebt Bügeln.
Das hat sie vielleicht von ihrer Mutter, meiner Oma geerbt.
Sie fällt mir bei jedem Bügeln ein, weil es dazu eine Geschichte gibt, die mich seit ich sie das erste Mal gehört habe, beeindruckt und berührt.

Darum findet sich in diesem Beitrag auch ein Bild meiner Oma- mit mir und meiner Schwester Gabi.
Es ist eines meiner Lieblingsbilder von ihr und allein über die Küche hätte ich einiges zu erzählen.
Ich weiß noch, dass die rote Schüssel in der Kredenz weiße Herzen als Muster hatte. Sie war aus Plastik und am Rand gab es die klassische Verschmarglstelle.

Während der französischen Besatzung in Imst hat meine Großmutter den Soldaten Hemden gebügelt.
Am Rücken mit einer kunstvollen Dreierfalte, was dazu geführt hat, dass die anderen Soldaten auch von ihr die Hemden gebügelt haben wollten, weil diese Falten so fesch ausgesehen haben.
Diese Erzählung fällt mir bei jedem Bügeln ein und bringt mich rasch in den Zustand, dass es eine recht beschauliche Tätigkeit ist, wenn alles wieder glatt und faltenfrei ist- bereit für den nächsten festlichen Anlass.
Alltagsgeschichten, die Generationen verbinden.

Die Rufe ist abgefallen

Bevor Hermann all die Ergebnisse seiner „Kocherei“ verbloggt- was er schon wieder alles probiert und gewerkelt hat- mag ich noch diesen Beitrag verfassen, erinnert er mich an eine Lebenskraft, die ich bisher bei einer Henne noch nie erlebt habe.
So groß war die Eiterkruste, die Fany gestern von ihrer Wunde gekratzt hat.
Dementsprechend war das Loch, wo vorher das Auge war.
Sie gibt nicht auf, sie kämpft sich ins Leben zurück.
Mit Kamillentee, Silberwasser und Bepanthen.
Mit gutem Essen und Streicheleinheiten.
Und mit ihrer unbändigen Kraft.
Ich wünsche ihr so sehr, dass es sich ausgeht.

Sie strafen mich Lügen

Valentin, unser junger Erpel hat Frühlingsgefühle, die er nicht immer unter Kontrolle hat.
Statt seine beiden Damen zu beglücken hat er es auf Gretl, unser letztes Seidenhuhn abgesehen.
Abgesehen hat er es im Moment eh auf alle, aber Gretl kann nicht fliegen und sich somit nicht in Sicherheit bringen.
Nein, nein- so nicht.
Diese, meine älteste Dame, die schon soviel mitgemacht hat, wird auf ihre alten Tage nicht den Hormonen eines jungen Erpels ausgesetzt.
Also, nachlesen und nachfragen.
Ach so, das ist bei Erpeln im Frühjahr so.
Wir entscheiden uns, Valentin einstweilen vom Rest der Schar zu trennen.
Natürlich nur Valentin, denn wie kommen Frida und Sternenstaub dazu, auch weggesperrt zu werden.
Gesagt, getan.
Am nächsten Tag traue ich meinen Augen nicht.
Sternenstaub und Frida, deren schlanke Körper leicht durch die Öffnungen im Zaun schlüpfen, sitzen bei ihrem Erpel im Gehege.
Damit nicht genug- Gretl leistet ihm außerhalb des Zauns Gesellschaft.
Da soll sich noch einer auskennen- oder, was die Menschen immer so meinen.

DER Urisee

Er kann es immer noch und er hat es immer noch.
Diese Ausstrahlung, diese Kraft, diese Ruhe, diese Magie.
Auch wenn rundherum sich so einiges geändert hat und es sogar schon eine Urisee.com gibt, hat er nichts von seiner speziellen Eigenart eingebüßt.
Mein Gott, wieviele Decken und Handtücher, wieviel Proviant und Marend und wieviel Kind und Kegel habe ich an diesen See gebracht.
So viele Stunden dort verbracht, so viel geredet und gelacht. Nicht selten auch geweint.
Vielen der Besucher ist er ein kleines Stück Daheim geworden- ich habe so manchen Sommer über dort oben gelebt.
Jede Begegnung mit ihm ist aufs Neue eine Wohltat.
Auf eine neue Saison am Urisee.

Die Fritillaria

oder auch Schachbrettblume genannt, hat mir in der Gärtnerei schon von weitem entgegen gewunken.
Sie ist jetzt jene Blume, die bei der Eingangstüre die Menschen willkommen heißt.
Soll recht robust sein, wurde mir gesagt.
Ich finde sie vor allem sehr schön.

Der Cruiser ist fahrbereit

Allerlei Gegebenheiten haben in mir den Plan reifen lassen, dass ich jetzt wirklich ein paar Frühlingsboten brauche.
Beim Tschippograbl ist nur Erde und Restlaub.
Margit hat nichts Blühendes am Grab.
Die Petersilie hat den Winter nicht überlebt.
Und beim Türeingang sieht es noch recht grau aus.
Eigentlich wollte ich gehen und den Einkauf im Auto verladen, da kam Hermann mit der Idee mit dem Rad.
Genau, das Rad wird ausgepackt- aus dem Winterschlaf geholt.
Und wenn ich schon nicht mit Fany im Korb durch den Markt radeln kann( einer meiner Träume, den ich ihr im Moment nicht zumuten möchte), dann wenigstens mit Blumen.
Ein guter Plan, beinhaltet er doch, dass ich nicht mehr einkaufen kann, als im Korb Platz hat.
In Gärtnereien geht es um diese Jahreszeit immer durch mit mir.
Es sind dann doch zwei Töpfe mehr geworden, aber zum Glück habe ich ja dafür, die für alle Zwecke ausgestatteten Taschen von Petra.
Und so bin ich sehr glücklich und zufrieden nicht über Land gefahren aber durch den Ort gecruist.
Fein wars und wohl hat es getan, wie die Blumen im Fahrtwind mit der Sonne um die Wette gestrahlt haben.
ES IST FRÜHJAHR.
HALLELUJA.

Geteilte Freude

Wir haben uns sehr über diese doch sehr speziellen Biere gefreut. Hofbräu Kaltenhausen haben wir schon vor einigen Jahren durch einen ehemaligen Schüler kennengelernt. Jetzt haben wir Nachschub bekommen, einen Teil der 200 Jahre Stille Nacht Kollektion. Auf der Rückseite sind auf den Etiketten die einzelnen Strophen abgedruckt. Jene aus der Urfassung, die uns so gut gefallen haben, sind mit dabei.
Und wenn der Winter sich weiterhin so zeigt, haben wir fast ein stimmiges Ambiente, um eines davon zu verkosten.

Von meinem iPad gesendet

Winter ade

Das war die ursprüngliche Überschrift für den Rest des Schneehaufens vor unserer Türe.

Denkste, der schaut alle paar Tage wieder vorbei.
Aufgenommen heute morgen.

Und Schnee schaufeln ist immer noch aktuell.

Von meinem iPad gesendet

Saatteppich und Samenkugeln

Ich kann es kaum erwarten, dieses Saatgut in die Erde zu bringen. Aber als erfahrene Außerfernerin weiß ich, dass ich mich da noch einige Wochen in Geduld üben muß. Aber ich sehe sie schon vor mir, all die Blütenpracht und all das keimende Grün. Es wird kommen, das Frühjahr. Es wird kommen, wie jedes Jahr. Und ich werde mich an der neuen Blütenpracht erfreuen. Wie jedes Jahr.

Von meinem iPad gesendet

Von meinem iPad gesendet

Windgebäck und Quittengold

All die Ansätze und Versuche, die wir über den Winter angesetzt und ausprobiert haben, werden abgefüllt und eingesackelt. Viele Köstlichkeiten warten jetzt wieder darauf, verbraucht oder verschenkt zu werden. Vom Windgebäck über den Quittenessig bis hin zum 3 Jahre gereiften Quittenansatz. Wohl bekomms.

Von meinem iPad gesendet

Das Gehege apert aus

und unser Gefieder erfreut sich an all den Schätzen, die die Erde jetzt wieder freigibt. Einträchtig picken und schnäbeln sie auf der Suche nach nahrhaftem Futter.
Auch unser Reserveholz hat der Schnee wieder freigegeben, das kommt beizeiten ins Schupfele, für alle Fälle.

Von meinem iPad gesendet

Winterernte

Am Ende des Winters hat die Sonne auch den Sprossenkohl wieder freigelegt. Über viele Wochen war er unter einer meterdicken Schneedecke.
Mit der Baumschere musste ich die Stiele abschneiden, um sie aus dem Hochbeet zu bekommen.
Und dann kamen die guten ins Töpfchen und der Rest zu den Hennen, die dieses Gemüse sehr schätzen. Unglaublich wie zart so ein winterhartes Gemüse schmecken kann.

Von meinem iPad gesendet

Pralinen von Venchi

Begonnen hat alles mit der Erinnerung an das Zitat aus Forrest Gump ” Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was drin ist.”
Und dann kamen all die Erinnerungen an frühere Zeiten, wo eine Flasche Wein und eine Schachtel Pralinen das klassische Geschenk bei Einladungen und Besuchen war. Ob es das noch gibt- so Pralinenschachteln?
Vielleicht sogar von Venchi- einer Schokoladenfirma, die für unseren Geschmack die beste Schokolade, die wir kennen produziert. Seit über 20 Jahren ist sie eine unserer Lebensbegleiter.
Und ob die welche haben, eine mit dem Namen DOLCE VITA.
Die nehmen wir.
Und dann kam das Paket, mit viel Geschmack und Stil verpackt. Ein Staunen und Raunen war beim Auspacken zu hören.
Seither gibt’s jeden Abend ein BETTHUPFERLE.
Eine Praline, zerteilt in vier gleiche Teile, für jeden von uns zwei.
Dann hört man lange nichts, bis dieser wunderbare Geschmack am Gaumen und auf der Zunge verflogen ist. Und das kann bei einer Venchi dauern.
Man merkt einfach das Wissen und die Erfahrung von 140 Jahren Genußhandwerk.

Von meinem iPad gesendet