Sauerhonig aus Hagebutte und Schafgarbe

Sauerhonig ist eine Art Auszug, um aus Heilkräutern und Früchten die Essenz herauszuholen.
Im letzten Herbst habe ich Hagebutten angesetzt.
Ja, sie konnten weit länger als einen Monat ziehen.
Das hat der Tinktur nicht geschadet.
Jetzt war die Zeit reif, um die Extraktion abzufüllen und weil sie so gut schmeckt, habe ich gleich noch meine geschätzte Schafgarbe( Schutzpflanze) angesetzt.
Ich hoffe, die braucht nicht so lange warten.

Windgebäck und Quittengold

All die Ansätze und Versuche, die wir über den Winter angesetzt und ausprobiert haben, werden abgefüllt und eingesackelt. Viele Köstlichkeiten warten jetzt wieder darauf, verbraucht oder verschenkt zu werden. Vom Windgebäck über den Quittenessig bis hin zum 3 Jahre gereiften Quittenansatz. Wohl bekomms.

Von meinem iPad gesendet

Josefine hat Hautschorf

Erstens kommt es anders, als man zweitens meistens denkt…
Wieder einmal hatten wir den Punkt erreicht: So, alles ist getan, wir haben Feierabend.
NEIN, doch nicht.
Josefine ist mir aufgefallen, weil ihr Gang nicht ganz so flott war, wie gewohnt.
Also gut, ich schaue nach.
Dazu muß ich allerdings bis zum Abend warten- so leicht lassen sich meine Mädels nicht fangen und stressen will ich sie auch nicht.
Im Dunkeln hole ich sie aus ihrem Nest und spüre in einer Handfläche etwas, das sich wie Plastik anfühlt.
Das will ich mir näher anschauen.
Um Gottes Willen, was ist denn das?
Da traue ich mich jetzt mit Bäder oder Salben nicht mehr drüber, was bedeutet: Hermann fährt zum Tierarzt.
Nach einiger Zeit kommt er mit Diagnose und Medikationen zurück.
Um wieder einmal Eva zu zitieren: Mann, da liegt noch ein Stück Arbeit vor euch…
Das kann dauern, bis sich all die Hautzellen wieder erholt haben und Josefine ihren Schorf los ist.
Und das im Winter und bei der Kälte.
Aber sie ist eine ganz tapfere Kämpferin, dafür wird sie bei jeder Behandlung auch entsprechend belohnt.
Gute Genesung Mädel- wir schaffen das.

Hagebutten-Sauerhonig

Ganz was Neues und Spezielles habe ich noch ausprobiert.
Anscheinend wirken da doch ein paar Gene mit.
Eine Heiltinktur zur Stärkung des Immunsystems soll das nach einem Monat Ruhezeit werden.
Wir haben soviel Hagebutten, dass ich zumindest irgendetwas damit tun wollte.
Vielleicht habe ich irgendwann die Zeit, meine heißgeliebte Marmelade zu machen.
Einstweilen übe ich mich mit der Herstellung von Heilmitteln.

Hollerbeerchen

Es war der Zufall und ein Holundergelee, das ich mit Zellophan verschlossen hatte, das den letzten Nachtisch bei all unseren Einladungen und Besuchen abgegeben hat. Hollerbeerchen, in Anlehnung an Gummibärchen, die geschmackvollsten und gesündesten ihrer Art. So bekommt man auch Kinder dazu, Heilmittel zu sich zu nehmen.
Aus diesem Kübel Holunderbeeren habe ich Gelee gemacht, um zu einem späteren Zeitpunkt die BEERCHEN daraus werden zu lassen. Sehr gut, sehr gesund, sehr gschmackig.

HEILkräuter, HEILöle und HEILschnäpse

haben in der Zwischenzeit vor sich hin reifen können und haben viel Sonne in sich aufgesogen. Jetzt kommt dann die Zeit der Abfüllung und somit auch das Ende dieser herrlichen Farbenspiele.

Kompott fertig und Beinwell ausgegraben

Diesmal ist es Vega, der das Beinwellöl zugedacht ist. Sie leidet an ihrem Hintergstell.

Rezeptur:

Eine Wurzel ausgraben, waschen und in kleine Scheiben schneiden. Ein Glas zu gut einem Drittel füllen und mit gutem Öl aufgießen. Anschließend wird das Glas in ein Wasserbad gestellt und langsam erhitzt. Das Wasser ein paar Minuten köcheln lassen und dann den Topf zum auskühlen zur Seite stellen. Für drei Tage an einen warmen Ort stellen und anschließend durch einen Kaffeefilter abseihen. Wiederum für einige Zeit in die Sonne stellen (bei mir sind das mindestens 3-6 Wochen) und abschließend in braunen Flaschen aufbewahren.

Rhabarber, Stachelbeere und Ribisel sind heuer zu einem Kompott verarbeitet worden. Zu einem guten Teil in Halblitergläsern. Das ist die Portion, die man für die meisten Kuchen braucht. Der Rest ist für die Kompottschale.

Mohnblütenöl

So viel Mohn hatten wir heuer und jetzt habe ich durch Zufall erfahren, dass man damit Mohnblütenöl ansetzen kann. Ein altbewährtes Mittel, das den Gelenken hilft mit allen den Ablagerungen und Zerfallserscheinungen umzugehen. Sprich Gicht, Arthrose, Arthritis,Schmerzen und Verspannungen. Aber einen Versuch gibt es, den Spätblühern kurz vor dem Regen die Blütenblätter zu nehmen, um das Öl anzusetzen. Für einen halben Liter Öl braucht man eine gute Handvoll Mohnblüten. Einige Wochen in der Sonne stehen lassen, abseihen und bei Bedarf verwenden oder verschenken.

Blütenessenzen, die Zweite

Jetzt bin ich beim Schreiben des letzten Beitrags so bei den Blüten und den Bienen versunken, dass ich den zweiten Teil doch glatt vergessen habe. Der folgt an dieser Stelle. Wenn sich die Blüten dann und auch das passiert bei einigen wie den Stockrosen auf eine ausgetüftelte Art und Weise dem Verblühen hingeben, dann werden sie von mir eingesammelt und zu einem Tee oder einem Öl verarbeitet. So bereiten sie mit ihrem Geschmack, ihrem Wohlgeruch und ihrer Heilkraft noch einmal Freude über all das.

Bienen und Blütenessenzen

Ob die Blüte weiß, wie vielen anderen Lebewesen sie während ihres doch recht kurzen Daseins Freude bereitet? Allein ihr Anblick versetzt mich jedes Mal aufs Neue in diesen Staunen über die Natur. Wenn ich mir die Zeit nehme, nein eigentlich brauche ich mir die Zeit nicht nehmen. Kaum sitze ich auf unserer Veranda verfängt sich mein Blick an einer Blüte und noch einer und noch einer und schon versinke ich in all den Farb- und Formspielereien der Natur.

Ähnlich ergeht es mir mit jeder Biene, wenn sie sich in den Staubgefäßen baden. Ganz unterschiedliche Arten sind heuer am Weg. Mir gefallen die Bummelen(sehen aus wie kleine Hummeln) am besten, bei denen hängen die Pollen auch noch am Hinterteil.

Johanniskraut

Der Legende nach ist dieses Heilkraut damals unter dem Kreuz Jesu gestanden und hat jeden Blutstropfen mit seinen Blütenblättern aufgefangen. Den Namen hat es Johannes dem Täufer zu verdanken, der am 24. Juni gefeiert wird. Um diese Zeit herum blüht dieses Geschenk der Mutter Natur. Da ich noch reichlich an Johannisöl habe, setze ich heuer eine Tinktur an.

Ich lasse den Ansatz 6 Wochen an einem warmen Ort ziehen. Dann wird abgefiltert und in dunklen Flaschen aufbewahrt.

3x täglich 20-30 Tropfen bei Nervosität, Verdauungsbeschwerden, Schlaflosigkeit, Angstzuständen, Kopfschmerzen und Migräne.
Dieser Vorgang fasziniert mich jedes Mal aufs Neue – egal ob im Öl und im Korn. Innerhalb kürzester Zeit lösen sich all die roten Punkte in den Blütenblättern und den Staubgefäßen auf und färben die Flüssigkeit ein.

Bertramwein

Da dieser Kräuterwein den Beinamen Stärkungswein hat, war das ausschlaggebend dafür, dass auch er mein Begleiter bis Pfingsten sein wird.

Wermutwein nach Hildegard von Bingen

Es sind die klassischen Kräuter, die Hildegard von Bingen oft und gerne verwendet hat, mit der auch diese Kräuterweine angesetzt werden. Die Rezepte habe ich von meiner Mutter, die immer wieder einmal Kräuter- und Heilseminare besucht. Für die Zeit bis Pfingsten habe ich mich für zwei dieser Kräuterweine entschieden.

Altbewährte Frühjahrskur

Wieder einmal in der Lehranstalt in Imst einzukaufen, war der Auslöser für diese belebende Kur während der Fastenzeit. Als ich noch regelmäßig nach Imst gefahren bin, hatte ich immer eine Bestellliste für diesen Apfelessig mit. Er ist etwas ganz Besonderes und ich kenne keinen Vergleichbaren. Ja und Honig haben wir sowieso reichlich im Haus, also auf gehts in die Kur mit diesen beiden Wundermitteln. Prost!

Heilmittel häufen sich

Einen ganzen Stapel an Kopien hat mir meine Mutter in die Hand gedrückt. Viel Vertrautes war darin zu finden, viele Ideen, die wir gerade wieder als Stärkung in der Fastenzeit verwenden. Es tut immer wieder gut, an Heilmittel erinnert zu werden.

Aber auch einige neue Anregungen sind dabei. Ich freue mich schon sehr, bin quasi schon am Scharren in den Startlöchern, wenn einige der großen Einweckgläser mit den Helfern des Alltags gefüllt sind. Ich sehe es schon vor mir, das Apothekerregal in der Klockerei.

Und wenn schon von Heilmitteln die Rede ist, soll der Humor nicht unerwähnt bleiben. Auch, oder gerade wenn das behandelte Thema kein leicht verdauliches ist.

Naja und der Grünkraft der Natur bin ich sowieso hoffnungslos ausgeliefert. Wenn dann die Spitzen der Blätter in ihrem unerschütterlichen Mut wieder durch die Erde in Richtung Luft und Sonnenlicht wachsen, dann zeigt das Leben alljährlich: ICH BIN WIEDER DA.