Archiv für den Monat: April 2019

Danke für den Osterstrauch,

euren Besuch und den Rotkäppchenkorb.
Es ist immer wieder eine wohltuende, verbindende und vergnügliche Begegnung.
Auf bald.

Es hat schon was, das mit dem Kinderwagen

Ich hab sie noch nicht zusammengezählt, die Kinder und ihre Kinderwägen, die ich im Laufe meines Lebens durch die Lande geschoben habe.
Aber im ersten Nachsinnieren kommt da schon einiges zusammen.
Einer meiner ersten war wohl der Cadillac mit dem ich durch die Vogelweide gegondelt bin.
Auf alle Fälle ist es immer wieder ein großes Vergnügen, den Jüngsten einer Generation ein Stück Welt zu zeigen.

Meine Pflanzsäcke werden auftoupiert

Ich habe mir wieder Pflanzsäcke aus Jute bestellt, da ich von denen im letzten Jahr derart begeistert war.
Sie sind sehr robust und haben eine hohe Tragkraft.
Bis sie ihren Weg auf die obere Terrasse finden, um Tomatenpflanzen zu beherbergen, hängen sie vor der Türe.
Seit Wochen fliegt eine Meise her und nimmt sich mit Inbrunst das Baumaterial für ihr Nest.
Irgendwo in der Gegend gibt es ein Jutenest.
Wie auftoupiert- ich glaube, das macht man heute gar nicht mehr beim Friseur- schauen die Pflanzsäcke aus.
Den Meisen gebe ich noch zwei Wochen, dann gehören die Säcke wieder mir.

Unser Osterwunder Fany

Sie kämpft, lässt nicht nach und gibt nicht auf.
Geballte Lebenskraft auf zwei Beinen.

Maxi war im Spital

Unser Kater hat sich am Hinterlauf derart verletzt, dass er nur mehr auf drei Beinen gehen konnte.
Bei der anschließenden Untersuchung hat sich herausgestellt, dass er sowohl am Gelenk als auch im Gelenk verletzt ist.
Um jede Bewegung zu vermeiden musste er für 5 Tage in der Tierklinik bleiben.
Wir haben ihn besucht und am Freitag unter strengen Auflagen des Tierarztes wieder mit nach Hause genommen.
Jetzt residiert er in einem eigenen Zimmer- auf dem Bett- wo sonst.
Die äußere Wunde heilt gut, sodass es den Anschein hat, dass er am Dienstag geschient werden kann.
Er ist als Patient genauso brav und unkompliziert wie im Alltag.

Ciabatta aus Dinkel mit Pasta Madre (Sauerteig)

Dass ciabatta unser Schlapfen ist, hab ich erst beim Lesen dieses Rezept nachgeschlagen — eine Bezeichnung für die Form des Brots — ich hab mich für Dinkel und Sauerteig entschieden. Das Original ist hier zu finden.

Für den Vorteig 40 g Sauerteig (vom Dinkel) mit 160 g Wasser und 200 g Mehl und einer Messerspitze Zucker vermischen. 12 Stunden gehen lassen. Mit 200 ml Wasser und etwas Zucker gut vermischen (am besten mit der Hand), dann nach und nach 400 g Dinkelmehl zugeben. Wenn das gut vermischt ist, 15-20 g Salz und 50-80 ml Wasser (je nach Konsistenz) zugeben und verkneten, bis ein glatter, homogener Teig entstanden ist. Mit etwas Öl in eine Schüssel geben und mit Folie abdecken. Nach 4-5 Stunden auf einer mit Hartweizengries bemehlten Fläche quadratisch ausziehen und gedrittelt von oben und unten in die Mitte falten, sodass ein langes, schmales Rechteck entsteht, wieder eine Stunde ruhen lassen, dann in 5 – 6 schmale “Schlapfen” trennen, auf einem bemehlten Geschirrtuch weitere 2 Stunden ruhen lassen. Etwa 20 Minuten bei 200 °C backen.

Alle haben sie mitgeholfen

Bei solchen Umbauarbeiten kommt immer auch allerhand Getier und Gewürm zutage.
Ein Festessen für das Gefieder.

Umbau im Gehege

Um auch genügend Platz im neuen Entengehege zu haben, bedurfte es einiger Umbauarbeiten.
Das Reserveholz haben wir ins Schupfele gebracht.
Gutes Brennholz für den Winter.

Der neue Entenstall ist fertig

Am Palmsonntag haben wir das schlechte Wetter genutzt, um den neuen Entenstall zusammenbauen.
Innerhalb kürzester Zeit war dieses ausgetüftelte Teil einsatzbereit.

Zurück ins Leben finden- Ostersonntag auf Ö1

In den GEDANKEN, die um 9.00 Uhr gesendet werden, war heute Roswitha Zink zu Gast und hat über ihre Therapieeinrichtungen namens LICHTBLICK erzählt.
Es hat nicht lange gedauert bis der Tränenkanal so voll war, dass er übergelaufen ist.
All die Gedanken, die Worte, die Musik haben meiner Seele wohlgetan, aus ihr gesprochen und sie gestreichelt.
Berührend.
Balsam.
Gefüllt mit Mut, Kraft, Demut und Würde.
Ostern in wahrsten Sinne des Wortes.

Palmsonntag 2019

Erholsame Osterferien

Nach 40 Tagen Wüste und Tod gehen wir der Auferstehung entgegen.
Wie treffend und wie passend.

Unsere Alderman-Erbsen vom letzten Jahr

haben wir heute gegessen. Dass Einweichen über Nacht und längeres Kochen trotzdem immer noch zu recht knackigem Bisserlebnis führt, liegt an der Art: das ist bei Markerbsen so (hat mich die Wikipedia gerade gelehrt 🙂 — da wäre Einfrieren sinnvoll). Allerdings ist der Geschmack sehr gut: sehr charaktervoll und aromatisch, ganz fein.
Als Beilage zu Polpette perfekt, der Höhepunkt aber war die Soße, die mit einem Rinderjus (ein Weihnachtsgeschenk von Gabi — Danke!) geschmacklich umwerfend war.

Gefüllte Frittata (Tiroler Variante)

Bei Marcella Hazan findet sich diese Idee für eine Frittata, bei der zwischen zwei Lagen einer Spaghetti-Frittata eine Füllung gegeben wird: Tomaten mit Mozarella und Kochschinken — als Tiroler natürlich Bergkäse und Speck. Da muss man mit dem Salz dann a bissl aufpassen, aber es schmeckt genauso! Bei uns gibt’s dieses Essen als Resteverwertung, wenn Spaghetti übriggeblieben sind — die Mengen sind daher nicht immer so ernst zu nehmen, auch weit mehr Eier als angegeben ergeben dann eben eine etwas dickere Frittata.
Für 2 Personen nehme ich höchstens ¼kg Spaghetti, die mit 1 EL Butter, 1 EL Petersil und 1 EL geriebenem Parmesan vermischt werden und abkühlen können. In der Zwischenzeit für die Fülle 1 kleine gehackte Zwiebel in 1 EL Olivenöl goldbraun anrösten, ½ Dose abgetropfte, in Stücke geschnittene Dosentomaten dazugeben, salzen und auf kleiner Hitze 20 Minuten garen. Mit Käsewürfeln und Speckstreifen (jeweils 1 EL) vermischen und auskühlen lassen. Die ausgekühlten Nudeln unter die Eier (das Originalrezept enthält 1½, ich würd eher 5-6 kleine nehmen) mischen, die Hälfte in 1 EL Butter schonend anbraten, dann die Füllung auftragen (am Rand frei lassen) und die zweite Hälfte der Ei-Nudel-Mischung einfüllen. Ich drehe die Frittata nach einer gewissen Zeit um, die Unterseite sollte goldbraun geworden sein (in vier große Stücke geteilt), was nicht sooo schön aussieht, aber bestens funktioniert. Marcella backt sie im Rohr auf der Grillstufe, bis sie goldbraun ist.
PS: Die Bilder sind für die dreifache Menge, unsere Fani isst da fleißig mit!

Wenn Bügeln Generationen verbindet

Ob sich das Hemd von selber bügelt, habe ich mich in den letzten Tagen oft gefragt.
Wir leben in einer Zeit, in der viele der Textilien pflegeleicht und bügelfrei geworden sind.
Aber ab und an gibt es diese festlichen Anlässe, bei denen das schöne Hemd getragen wird.
Mit Manschettenknöpfen.
Das Hemd wird gewaschen und dann hängt es da und wartet darauf, gebügelt zu werden.

Allzuoft fallen mir die Bügelkörbe meiner Jugend ein, gefüllt mit Bettwäsche, Geschirrtücher, Handtücher und und und…
Und es war nie nur EIN Korb.
Und er sollte vor dem FORTGEHEN gebügelt sein.
Seit dem Sommer fällt mir auch immer ein Gespräch mit Herlinde ein- sie liebt Bügeln.
Das hat sie vielleicht von ihrer Mutter, meiner Oma geerbt.
Sie fällt mir bei jedem Bügeln ein, weil es dazu eine Geschichte gibt, die mich seit ich sie das erste Mal gehört habe, beeindruckt und berührt.

Darum findet sich in diesem Beitrag auch ein Bild meiner Oma- mit mir und meiner Schwester Gabi.
Es ist eines meiner Lieblingsbilder von ihr und allein über die Küche hätte ich einiges zu erzählen.
Ich weiß noch, dass die rote Schüssel in der Kredenz weiße Herzen als Muster hatte. Sie war aus Plastik und am Rand gab es die klassische Verschmarglstelle.

Während der französischen Besatzung in Imst hat meine Großmutter den Soldaten Hemden gebügelt.
Am Rücken mit einer kunstvollen Dreierfalte, was dazu geführt hat, dass die anderen Soldaten auch von ihr die Hemden gebügelt haben wollten, weil diese Falten so fesch ausgesehen haben.
Diese Erzählung fällt mir bei jedem Bügeln ein und bringt mich rasch in den Zustand, dass es eine recht beschauliche Tätigkeit ist, wenn alles wieder glatt und faltenfrei ist- bereit für den nächsten festlichen Anlass.
Alltagsgeschichten, die Generationen verbinden.