Am Ende der Gartensaison 2018

Nur zu gut erinnere ich mich an den Herbst 2017, von September an kalt und regnerisch.
Welch eine Wonne, im Vergleich dazu, der heurige Herbst.
Am Ende- nein, nicht des Tages- sondern der Gartensaison- gibt es Himbeeren, die zum zweiten Mal geblüht haben, zum Naschen.

Kann man immer noch draußen essen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

Das blieb vom Rohnenkraut…

Ich flaniere noch einmal durch den Garten und erfreue mich an den Hochzeitsrosen, die immer noch blühen.

Und als Schlussakt des Jahres haben wir unser organisches Hochbeet mit dem ersten Weidenschnitt neu bestückt.
Der Winter kann kommen.

Die hölzerne Hochzeit

Haben wir zwar beide vergessen, aber Gott sei Dank hat Herlinde uns daran erinnert und so haben wir diesen speziellen Anlass zumindest mit einem Tag Verspätung gebührend begangen.

Orvieto, am Gründonnerstag 2018

So war der Plan: den Gründonnerstag wollten wir in Orvieto verbringen. Jener Tag, den ich liturgisch bis heute nicht aushalte.

Diese Verlassenheit von allen Menschen und Weggefährten und dieses Ausgeliefertsein im Garten der Todesangst.

Welcher Ort ist in der Lage, all diesen Schmerz aufzufangen? Orvieto.

Genau.

Anfänglich war es schon ein recht eigenartiges Gefühl nicht in die Stadt hineinzufahren, doch dann, beim Anblick dieses auf Fels gebauten Ortes- direkt vis-a-vis: wohltuend und beeindruckend wie immer.

Bei Nacht genauso anmutig wie bei Tag.

Der Besuch im Vinosus war dann doch sehr berührend.

Der inzwischen verstorbene Besitzer Luca, von dem es bis heute zahlreiche Erzählungen und wohl auch Legenden gibt, mitten in dem Gemälde vom letzten Abendmahl.

Die Worte von Fede, der uns damals bei der Wahl des Lokals für unsere Hochzeit behilflich war, klingen mir noch heute im Ohr.

Es ist ein ausgezeichnetes Lokal, aber der Besitzer ist verrückt.

So liebenswert können Verrückte sein.

Und so schön die Stadt, in der wir uns nach italienischem Recht das JA-Wort gegeben haben.

Hochzeitstag 2017

Holersekt am Hochzeitstag

Dem Stundenplan und dem Wetter sei Dank haben wir den heurigen Hochzeitstag auf der Terrasse beim Fischer am See gefeiert. Sehr herzlich wurden wir empfangen und dem Anlass entsprechend bedient. Nachher war wieder einmal die tägliche Holerernte angesagt. Ich im unteren Bereich, Hermann in der Höhe. Da war dann die Idee da, das heurige Houlerkracherle an unserem Ehrentag anzusetzen. Das schaut ja nach einem romantischen Jahr aus.

In und mit Liebe

weil Pfingsten ist und weil auf diese RUACH, diese wohlwollende Geistin Verlass ist. Sie weht einfach wo sie will…auch in meinem Rollatorjahr.

Wir besitzen ein Stück Land in Schottland

Zu unserer Hochzeit haben wir eine Flasche ganz besonderen Whisky bekommen. Über die Jahre und die Feste hat er sich zu Ende geneigt. Zu bestimmten Zeiten braucht es aber dieses rauchige Maischegetränk. Wir haben es einige Gehaltsstufen billiger gegeben und uns eine Flasche LAPHROAIG gekauft und wir haben, wie sich herausstellte gut daran getan.
Seit dem Kauf der Flasche und der Registrierung auf der Homepage besitzen wir ein Stück Land in Schottland. Mit Urkunde. Dieser ist zu entnehmen, dass unser Grundstück ein”QUADRATFUß” groß ist.
Als jährlichen Pachtzins erhalten wir ein Glas Whisky. Außerdem steht für jeden Grundbesitzer ein Kasten bereit, der folgendes enthält: Ein Paar Wellingtons( siehe Foto unten) und für den Weg zum Grundstück: Kopfschutz gegen Gänse, die zu niedrig fliegen, einen dicken Mantel für das schottische Wetter, einen Retungsring und einen Anker, falls man ins Meer geblasen wird, eine Schnur, um sich vor neugierigen Wiesel zu schützen. Und zu guter Letzt ein Handtuch, um sich von eventuellen Begegnungen mit Ottern zu reinigen. Selten so eine nette Urkunde erhalten und eine derart unterhaltsame dazu.

Italienisch-burgenländisches Menü zum Hochzeitstag

Nach einem Urlaub ist unser Depot immer gefüllt mit den mitgebrachten Köstlichkeiten. So war es ein Leichtes, daraus ein kleines Abendmenü zur Feier der Jahre zusammenzustellen:

Dazu als Aperitif den ersten Hollersekt, den wir heuer gemacht haben (sehr gelungen und sehr sprudelnd). Und dann den Lieblingswein von Angelika vom Umathum. Das Leben kann schon auch sehr schön sein!

Ehrentage

Die Schuladministration hat es nicht wirklich gut gemeint, mit dem Geburtstagskind. Bis 20.00 Uhr hat er die Eltern informiert. Aber dann waren da doch noch ein paar Stunden, um ihn zu feiern, den Herrn des Hauses. Vor einem Jahr hat er von Eva diese Sparhenne für Reisen geschenkt bekommen. Wir haben sie das Jahr über mit Kupfer gefüttert und ab und zu sind noch Bonusmünzen darin verschwunden. Zum Geburtstag wurde sie geleert und der Ertrag in die Reisekassa gegeben.

Der Wunsch, viele besondere Momente, auf die es sich lohnt, ein Glas zu erheben, ist in Form verschiedener Spezialgetränke ins Haus gelangt. Dass eines davon DIE PERFEKTE HOCHZEIT heißt, hat ihn recht erfreut.

Und an diesem Getränk konnte ich nicht vorbei. Erstens verschönert uns ein Vogelpärchen dieser Art gerade jeden Morgen. So nette Pommelen. Ja, zweitens kaufe ich meist nach Gefallen am Etikett ein.-))

Trüb und grauslig

hat sich das Wetter über einige Tage gezeigt, so richtig nass und gatschig. An solchen Tagen brauche ich spezielle Energielieferanten und die hat uns der Zufall und Bianca vorbeigebracht.

Süßigkeiten aus der großen Vielfalt der österreichischen Tradition.ZAUNERSTOLLEN aus Bad Ischl und Baumkuchen( mit Almbutter über Buchenholz gebacken, von Hand gedreht) vom Kaiserhaus im Unterinntal.

Da wird der Nachmittagskaffee zum Hochgenuss.

Und am Abend hilft ein Teller dampfender Nudeln. Diesmal habe ich Hermann überreden können die italienischen Hochzeitsnudeln zu nehmen. Hochzeitsgeschenke haben immer diese guten Wünsche dabei. Als Pesto haben wir das letzte Glas der Brennnessel/ Taubnesselkreation genommen. Eine duftende Kräuterorgie für die Sinne. Wenn die Sonne schon nicht vom Himmel erwärmt, dann eben von innen.

Zum Jahresende

haben wir noch einmal eine Runde gedreht. Zeitig am Morgen sind wir zum Hochzeitsplatzl spaziert. Es war herrlich- auch fraulich, belebend und erfrischend auch weil sonst niemand am Weg war. Erst beim Elferlen in der Sonne sind wir neben den Enten auch anderen Spaziergängern, Joggern und Fotografen begegnet.

Winterquartier

Jetzt sind sie alle wieder in ihrem Winterquartier und verleihen den Räumen einen Hauch von Sonne und Süden.

Lange hat es gedauert,

bis wir endlich die Zeit gefunden haben, ein paar Bilder von unserer Hochzeit auszusuchen, um sie dann in einem entsprechenden Format in unserem Schlafzimmer anzubringen. Gut Ding braucht Weil- und diese Weile hat sich gelohnt. Ein gutes Aufstehen und ein gutes Einschlafen wird mit Blick auf diese Momente, an die wir uns immer wieder voller Freude erinnern, leicht gemacht. Maxi mag es auch.

Tiefrot

dominiert im Moment den Garten. Von der Dirndl angefangen bis zu den fast purpurnen Gladiolen erfreut diese Farbe Auge und Herz. Aja, und die Rosen zum Hochzeitstag erfüllen den Innenraum mit dieser Farbe.

Die Lienzrose,

ein Hochzeitsgeschenk vom Klockervåter hat sich heuer für 438( geschätzte) Blüten entschieden. Sie gibt mir nicht das Gefühl, dass sie damit so schnell aufhören wird.