Blütezeit 2018

Nachzügler

Unter den Tulpen gibt es immer die eine oder andere Nachzüglerin, die dann mit dem Mohn oder den ersten Rosen um die Wette blüht.

Der orange Mohn gibt mir jedes Frühjahr das Gefühl, noch NIE SO schön geblüht zu haben.

Die Tulpen

sehe ich heuer fast nur geschlossen und mit Regentropfen drauf und dran, was ihrer Schönheit nichts anhaben kann.

Heuer habe ich

die Tulpenzwiebel an Allerseelen eingesetzt.
Es gibt eine Geschichte, in der ein Mann gefragt wird, warum seine Blumen so besonders schön sind. Darauf hin antwortet er: “Ich nehme immer all meinen Kummer und all meine Sorgen und vergrabe sie mit den Zwiebeln und mit dem Saatgut.”
So habe ich es heuer auch gemacht, ganz nach dem Motto von Pablo Neruda: “Alle Gräueltaten der Menschen und alle Kriege der Welt können nicht verhindern, dass es wieder Frühling wird!!” Gott sei Dank war ich dabei nicht alleine. Meine treuen Gartlerinnen haben fleißig mitgeholfen, all die Frühlingsblumen in gute Erde zu bringen. Und aller vertrauten Seelen wurde gedacht und erinnert. Jeder Seele ein Zwiebele.

Christl

Anna

Alberta

Nach dem Frühstück

eine Gartenrunde gehen, die Schönheit der zweiten Tulpensorte beim Berta/ Salvatore Grabl betrachten. Immer stecken zwei Tulpen ihre Köpfe zusammen. Immer zwei und zwei. So wie sie immer die Köpfe zusammen gesteckt haben, die zwei.

Allerlei

passiert im Garten so ganz nebenbei und im Vorbeigehen. Hege nennt man das wohl, das Hermann mit seinem Nussbaum betreibt. Der Osttiroler Setzling, der ein bedeutsames Verbindungselement der Patenschaft darstellt, ist angewachsen. Und er traut den Hennen nicht, daher ist jetzt ein Maschendrahtring( nein kein Maschendrahtzaun) um den Nussbaum gezogen worden. Da hat der gute Baum drei Jahre Platz. Hege ist Hege!!

Und wieder blüht eine neue Tulpensorte auf.

Den Hopfen, ja der, aus dem wir unser Bier brauen, haben wir im Herbst zum Spalier versetzt. Gut ist er angewachsen und er rankt sich der Höhe entgegen.

Wie jedes Jahr gibt es ein Kräutlein, das vermehrt im Garten auftritt. Heuer ist es dieser zarte, in allen Blautönen gehaltene Bodendecker. Ich weiß, dass ich um den Namen weiß. ABER er fällt mir gerade nicht mehr ein:-))

Sonnenliebhaberinnen

Je wärmer es ist, desto mehr spannen sie ihre Flügel aus.

Die Regenbogenbrücke

Wenn am Ende eines Gartenjahres die Sehnsucht nach Erde, Blumen, Obst und Gemüse, das gerade verkostet oder eingelagert wurde, gestillt ist, gibt es IMMER diesen einen Sack an Zwiebeln, meist sind es Tulpenzwiebeln, den ich doch noch kaufen muss!

Die Zwiebeln, die ich im letzten Herbst erstanden habe, habe ich an den Gräbern unserer Hühner gesetzt. Berta, Salvatore und Donatello. Wenn sie dann jetzt erblühen erscheint es mir immer wie ein Gruß vom anderen Ende der Regenbogenbrücke.

Sei getrost, wir warten auf dich!

Alles zu einer anderen Zeit

Heuer ist das Blühen und das Austreiben der Pflanzen sehr zeitversetzt, zum Teil überschneiden sich die einzelnen Perioden. Die erste Tulpe ist aufgeblüht, genauso wie fast alle Schlehenstauden.

Aber auch die Rohnen, die im Hochbeet überwintert haben, der Salat und sogar schon die Tomaten( im sicheren Haus) wachsen kraftvoll vor sich hin.

Auf Erkundungstour

Jetzt schauen sie schon wieder überall raus, die Triebe und Spitzen. Die Farben übernehmen das Kommando. Grün, Violett, Rot und Grau sind von einem Tag auf den anderen da und verjagen das Braun.

Ich kann es nicht lassen

Vor einiger Zeit haben wir uns entschieden, dass es im nächsten Jahr ein BRACHJAHR gibt. Zum einen, damit sich die Beete, die uns über einige Jahre reiche Ernte geschenkt haben, erholen können. Zum zweiten brauchen wir mindestens zwei Jahre, um unsere Vorräte zu verkochen. Und zum dritten freue ich mich auf weniger Arbeit und mehr Zeit, um die Welt weiter zu erkunden. Von dort werden wir dann wieder gute Lebensmittel mitnehmen- hålt åndere.

Aber ich kann es noch nicht ganz lassen. An den Blumenzwiebeln bin ich nicht vorbeigekommen. Das Blau erinnert mich an die Ohrscheiben unserer Seidis und unserer Mischlinge. Die rosaroten Tulpen machen sich sicher wunderbar neben der Lienzrose.

Naja, und da die Zwiebel nicht wirklich viel Arbeit ergeben, zumal sie in ein Hochbeet kommen, habe ich die auch noch mitgenommen.

Das Blau macht sich sicher gut mit dem Rosa der Quittenblüte- wie immer mit hennensicherem Verbau!
Als die Arbeit dann getan war, hat die Sonne noch einmal alles zum Strahlen gebracht.

Es grünt so grün

Bisher habe ich neue Beete immer mit Erdäpfel bepflanzt, um dann im Jahr darauf Gemüse zu setzen. Heuer probiere ich das erste Mal Gründüngung aus. Einmal mit Senf- der schaut schon ganz neugierig hervor. Im zweiten Beet habe ich heute  Buchweizen gesäet. Der braucht wärmere Temperaturen um zu keimen.
Foto 1
Bei all den Blumentöpfen, in denen unsere verstorbenen Hennen und Hähne liegen habe ich im Herbst Tulpenknollen zwischen die ausgesuchten Pflanzen gesetzt. Für jedes Wesen haben wir uns dem Charakter entsprechend Pflanzen überlegt.
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Es ist tröstlich und berührend jetzt die Erinnerung zu erleben.
Foto 3

Es erfreut das Herz und die Seele all die kräftigen, bunten und ausgefallenen Blüten zu sehen.

So bleiben wir in Verbindung!

Foto 5

Wer ist die schönste im ganzen Land?

Alma, Rho und Tau waren sich nach langer Beratung einig:

Diese gefällt ihnen heute am besten!

Neugierig sein

Mit dieser Freude am Ausprobieren bin ich gleich von zwei Seiten reich beschenkt. Zum einen von meiner Mutter, die, obwohl sie seit über 50 Jahren täglich kocht, sich immer auf die Suche nach neuen Rezepten macht und diese auch ausprobiert.

Und zum anderen ist da Hermann, der sich durch alle Details und Feinheiten der Kochkunst versucht. So werden die dunklen Herbstabende genützt, um auf die Suche nach geeigneten Rezepten zu “Was können wir daraus machen?” und “Das haben wir auch noch im Depot.” bis zu “Das ist ein gutes Stärkungsmittel” zu gehen. Wahre Fundgruben sind all unsere Bücher, die sich so im Laufe der Zeit angesammelt haben. Die Freude an der Neugierde, am Versuchen und Probieren belebt und beleibt!!!!!

Mit der Erfahrung meiner Urgroßmutter und der meines Vaters probieren wir gleich noch eine sehr alte Tradition unter Hennenhaltern aus: Mehlwürmer züchten!! Man nehme alte Lodenfetzen und alte Regendächer, beträufle diese regelmäßig mit Wasser, verteile darin zerbröselte MEAHLKLUMPEN und wartet bis es krabbelt. Nach der ersten Verkostung bei den Hennen wurden wir mit einer “Haube” belohnt.

Der Garten ist in seiner verdienten Ruhezeit. Für den Neubeginn haben wir heute noch Tulpenzwiebeln und Johannas Korkenzieherweide gesetzt. Im Eingangsbereich zum Hennenstall. Wir hoffen auf ein gutes Anwachsen.

Jede Blüte ist ein Wunder

Unsere Kirsche,umrahmt von den Himbeeren hinterm Stall.

Tulpen in allen Farben