Archiv für den Monat: April 2016

Grande Amore

Guat zuareden

Die nächsten Blüher nach Schlehe und Dirndl haben viele und pralle Knospen angesetzt. Jeden Tag kann der Moment da sein, an dem sie ihre herrlichen Farben und ihre zarten Blütenblätter zeigen: die Kirsche, die Quitte, die Apfelbeere und die Mispel. Egal, wie verschoben die Blühzeiten sind, jährlich ist zeitgleich Kälte, Schnee oder gar Frost Teil der Wetterprognose. Heute Abend bin ich noch eine Runde gegangen, habe allen Sträuchern und Bäumen gut zugeredet und sie gebeten, sich ihr Blühen gut einzuteilen, damit der Frost ihnen nichts anhaben kann. Jetzt kann ich nur noch warten, zuschauen und hoffen.

Frühling, Fortsetzung

Wieder bin ich auf dem Moosberg bei Weißenbach (ein Naturschutzgebiet mit  Vogelbrutplätzen und reizender Landschaft) mit unseren Hunden gewesen, wieder hat der beginnende Frühling mit bunten Farbtupfern auf sich aufmerksam gemacht: vor allem das Blau der Enziane, die vereinzelt dastehen, ist eine Augenweide!

Fahr mit im knallroten Auto – Wuff!

Angelika hatte wieder einmal eine gute Idee, wie unser Reisen mit den Hunden in unserem roten Volvo für alle Beteiligten angenehmer werden könnte: Hundeboxen, aber luftige! Und sie mussten groß genug sein und eigentlich bei Bedarf (bei der Rückfahrt, wenn wir was eingekauft haben 🙂 ) auch weggepackt werden können. Und tatsächlich wurde sie fündig.

Zuerst haben wir sie im Wohnraum aufgebaut, immer wieder Gutis drin versteckt und sie wurden auch schnell beschnüffelt und bespielt. Aber so richtig probeliegen musste als erstes natürlich unser Kater! Vielleicht wollte er uns auch mitteilen, dass er auch mitfahren will…

Jedenfalls sind die Boxen jetzt auf unseren kurzen Fahrten schon fest im Einsatz und nach anfänglichem Drehen und Wenden fühlen sich unsere beiden sehr wohl drin, auch als kühler Liegeplatz im Schatten wunderbar!

ein lauer Aprilabend

So oft träume ich davon, dass alles getan ist und ich auf der Terrasse sitze und das Hausbuch schreiben kann. Heute ist der Abend da. Lau ist er, ich lausche den Vogelstimmen, die sich alle noch ihre Tagesereignisse zuzwitschern. Mir gegenüber sitzt der VEREHRER, so wie er mich jeden Morgen bei meinem ersten Frühstück in den Tag begleitet. Noch so eine treue Seele. Mein Blick schweift über den Garten und bleibt bei Johannas Trauerweide hängen. So schön ist sie gewachsen, die Hüterin des Stalls. Die Hennen sitzen alle schon auf ihren Schlafplätzen, satt von der Wärme der vergangen Tage und warten auf unser GUTE NACHT. Emma und Vega liegen zufrieden nach ihrem Spaziergang neben mir.

Der Regen, die Kälte und der Schnee kommen zurück, wie jedes Jahr um diese Zeit. Gerade deshalb koste ich diesen lauen Aprilabend umso mehr aus.

Rhabarber-Tarte

In Claudios Blog ist von einer Rhabarber-Tarte die Rede, die so verlockend beschrieben wird, dass ich sie schon lange nachkochen wollte (Nein: nicht wegen der Nachbarinnen, die angeblich in Scharen angelaufen kommen). Also: Rezept von dort.

Weil 1. Ich Rhabarber mag, 2. wir von der Waltraud Rhabarber bekommen haben, 3. Bei den Wörtern Tarte und Mürbteig bei mir sofort Wasser-im-Mund-Zusammenlaufen angesagt ist, beim Wort Biskuit eher Sahara, 4. Eva grad wieder einmal bei uns war und sich dem Wagnis gestellt hat, 5. meine Gelüste grad immer wieder zum Süßen zielen (ist das der Frühling??).

Bevor jetzt jemand die Fotos anschaut und auch nur auf die Idee kommt, da herumzumäkeln: “you can’t judge apple pie looking at a tree“ (Bo Diddley) und „don’t judge a book by its cover“ (Frank N. Furter). Ja bei der Optik ist noch Luft nach oben.

Aber der Geschmack! Der Geschmack!! Oder besser gesagt: diese Geschmäcker!!! Der Tarte-Boden (mit Vollmehl und Almbutter), die Löffelbiskuits (selbst gemacht nach einem Rezept vom Zauner). Die Kombination mit Rhabarber, dem Guss und dem Schnee.

Also: gehört zum Besten, was ich je als Torte gegessen hab! Der Aufwand lohnt sich nicht nur, sondern ist geradezu lächerlich im Vergleich zum Ergebnis.

Bierempfehlung dazu: ein IPA, z.B. das Max Glaser’s von Stiegl mit seinen fruchtigen Aromen (Ja das ist wirklich gut! Ja, der Name ist saublöd).

Morele am Monte Nero

Ob das das Platzl für die Rondevouzs ist, oder ob sie einen Startplatz zum Fliegen sucht, da bin ich mir noch nicht sicher. Sicher ist nur, sie ist die einzige unserer Hühner, die den Erdhügel, den der benachbarte Bauherr auf diesem Feld zwischengelagert hat, erklettert und erkundet.