Aus Vegas Fotoalbum

Auch auf Vega haben auch ganz besondere Erlebnisse gewartet: schon zu Beginn in der L’aia der Langzeit- und Unermüdlich-Verehrer Tross, der Geschmack des Meeres bei Santa Margherita, die Freiheit der Hügel um Orvieto und die unglaubliche Vielfalt Roms — es war eine pralle Vielfalt von Eindrücken, Gerüchen, Bildern und Situationen (und immer wieder auch Geschmäckern!). Wenn die Erinnerung wieder einmal auflebt, ist alles wieder da und hält die Sehnsucht am Leben.

Beim Heimfahren dann eine kurze Rast im Bregenzer Wald  beim “Palast der Unabhängigkeit” und eine Passfahrt durch Schnee in einen gerade ausgeaperten Garten.

 

Orta San Giulio: Leon d’oro

Es ging sich gemütlich aus noch einmal in Orta essen zu gehen: im Leon d’oro waren wir noch nicht, die Lage direkt am See ist verlockend genug, die Küche in unseren Führern hochgelobt: also — natürlich waren Hunde kein Problem — wurden wir an einen gemütlichen Tisch gesetzt, studierten die Karte und genossen den letzten Abend: als Vorspeise ein Tris von Seefischen bzw. eine unglaubliche Zwiebelsuppe, als zweiten Gang Ravioli mit Fisch gefüllt und ein Topinambur-Flan. Wir wollten zwei Gläser Franciacorta dazu trinken, der freundliche Kellner überzeugte uns zu einer Flasche (die praktisch gleich viel kostete) und servierte die Tragtasche zum Mit-nach-Hause-nehmen gleich mit. Ach!

Und das ist auch Rom

So im flanieren und strawanzen: “Komm, da schauen wir jetzt einen Sprung rein.” Aus dem Sprung wurde dann ganz schnell ein Staunen und Schauen und wieder Staunen und wieder Schauen.

Filippo Neri, der Apostel von Rom

Wir haben sie tatsächlich gefunden, diese Kirche in der dieser Heilige begraben ist. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich das erste Mal von ihm gelesen, um ihn anschließend in meiner Bibelrunde vorzustellen. Der Heilige mit den rosa Filzpatschen und anderen humorigen Geschichten. In diese Kirche habe ich meine Queen nicht mitgenommen, ich wollte sie für mich alleine. Dann doch zumindest ein paar Bilder mit dem Handy, zumindest vom Plan der Kirche- so zur Erinnerung. Dass in dieser Kirche an den Wänden und der Decke auch Rubens und Caravaggio zu finden sind, ist auch Rom. Wie Ines gesagt hat, soviele Kirchen, soviel weltberühmte Künstler- ohne Eintritt zu bezahlen. For free.

Trastevere

ist eine meiner Lieblingsecken in Rom. Ursprünglich, gemütlich, gefüllt mit viel Kreativität und berührenden Ideen wie die TRATTORIA DE GLI AMICI oder der obdachlose Jesus von Sant Egidio.

Wir haben uns das Kochbuch “Eating in Trastevere” mitgenommen, auch um beim nächsten Mal zu wissen, wo wir noch hinwollen!

Entlang des Tibers bis zur Tiberinsel

Flanieren und strawanzen in Rom

Drei Tage Rom- ohne Programm- nur ein paar Ideen.

Von den Tischgemeinschaften

Ein neuer Eintrag in der langen Liste der Tische, die wir mit unserer Grande Famiglia schon geteilt haben. Miteinander gegessen, erzählt, gelacht, ausgetauscht, getrunken und auch getrauert haben. Dieser Tisch steht jetzt in Rom, in einer sehr schönen, sehr großen Wohnung. Und allen Terminplanungen zum Trotz haben wir es geschafft, uns zumindest für einen Tag zu treffen und den Karfreitag miteinander zu verbringen. Inklusive einem Besuch bei Zia Caterina, Nonno Vito und den Jesuiten. Massimo und ich haben uns 22 Jahre nach unserem Albanienaufenthalt wieder gesehen. Wiedersehensfreude auf beiden Seiten.

Dieser Tisch steht in Mühl. Nach jedem Urlaub, nach jeder Begegnung mit unseren Freunden wird er zum Gabentisch und flüstert uns eine zeitlang all die Erinnerungen der gemeinsamen Tage zu.

Campo de’ Fiori

Das war unser erstes Ziel am Samstag: ein berühmter, relativ kleiner Markt, auf dem vor allem frische Lebensmittel von Bauern angeboten werden, in der Mitte des Platzes steht die große Statue von Giordano Bruno, der hier 1600 als Ketzer hingerichtet wurde.

Wir aber haben uns gleich ein feines Platzerl am Rand gesucht und verkostet und gerastet, ein bisserl gschaut und die Atmosphäre genossen. Der Negroamaro del Salento “12 e mezzo” der Cantina Varvaglione südlich von Tarent, den wir getrunken haben, war so gut, dass wir gleich eine Flasche mitgenommen haben — die haben wir leider auch schon getrunken!

Taralli mit Pasta madre

Begonnen hat alles mit den Tarallini, die wir geschenkt bekommen haben:
wir konnten gar nicht so schnell schauen, wie die weg waren: herrlichst! Als ich dann im Kochbuch von Antonella Scialdone ein Rezept fand (allerdings: mit Fenchel) war klar: die müssen wir probieren!

Ich hab dann aber ein Rezept verwendet, von dem ich mir erhofft habe, dass es näher an denen war, die wir gegessen haben — auf einem beeindruckenden Blog: Cappucino e Cornetto! Hier das Rezept von dort, so wie ich es gebacken habe (das hatte ich zuhause):

½ kg Weizenmehl (Type “0”), 12 dag Olivenöl, ⅛ Weißwein (Prosecco 😉 ), 20 dag Pasta Madre (150g Weizen, 50 g Hartweizen) — nicht aufgefrischt! 10g Salz. Die PM mit dem Wein und dem Öl, in dem das Salz eingerührt wurde, mischen und zu dem Mehl geben, alles sehr gut verkneten. Einige Stunden rasten lassen, zu einem langen Laib formen und wieder eine Stunde rasten lassen. Schmale Streifen abschneiden, zu dünnen Nudeln ausarbeiten und in ein paar cm lange Stücke teilen, Ringeln formen. In kochendes ungesalzenes Wasser geben und nach dem Aufsteigen auf einem Geschirrtuch trocknen lassen, im Rohr bei 200°C 25-40(*) Minuten backen.

Bei meinem ersten Versuch sind sie recht knusprig geworden — aber vom Geschmack her unwiderstehlich, genauso wie ihre Vorbilder. Zum Rotwein oder einfach zwischendurch!

(*) Ich hab sie gerade zum zweiten Mal gemacht (die Hälfte davon mit einem gehäuften Teelöffel gequetschtem Fenchel) und dabei offensichtlich etwas dünnere gemacht: nach 25 Minuten (Umluft) waren die schon recht braun an den Enden! Beim letzten Mal waren aber 40 Minuten (Ober- und Unterhitze) nötig…

 

GiaNdo — pizza e cucina

Wir haben es mit unserer Unterbringung in Rom wirklich gut getroffen: die Pizzeria GiaNdo mit Tischen im Freien an der sehr ruhigen Straße — nur ein paar Schritte entfernt, was vor allem nach dem Essen sehr angenehm war. Eine riesige Auswahl, eine gute Pizza, vor allem aber eine gemütliche, ruhige Atmosphäre. Zweimal waren wir dort, in Erinnerung geblieben sind neben der freundlichen sehr aufmerksamen Bedienung vor allem eine Nachspeise: der beste affogato unseres Lebens!

1000 und eine Blüte

In der Mathematik gibt es die sogenannten Fermi- Aufgaben, die darin bestehen, welche Fragen soll ich stellen um zu einer entsprechenden Lösung zu kommen. Zum Beispiel: Wieviele Blüten hat unser Quittenbaum heuer?

1001 lautet die Lösung. Die 1000 sind die “errechneten” von Hermann, die eine von mir, weil 1001 so romantisch klingt wie mir der Baum heuer erscheint. Noch nie hatte er in all den Jahren eine derartige Blütenpracht. Ich kann und mag mich gar nicht satt sehen daran. Fermi hin oder her.

Ristorante Passetto bei der Piazza Navona

Das Ristorante Passetto hat eine lange Vergangenheit:  es wurde 1860 gegründet, wurde von Berühmtheiten wie Liz Taylor und Richard Burton besucht, und hat eine bewegte Gegenwart: im Moment ist die Webseite im Aufbau, als wir dort waren, war sie noch aktiv — und hat auch damals auf ein anderes Angebot verwiesen, das ungemein verlockend war: Kochkurse im Herzen von Rom: die gibt’s auf jeden Fall.

In einem Regenguss, der uns für die charmanten Versprechungen eines singenden Kellners, der uns einen warmen und trockenen Platz versprach, empfänglich machte, wurden wir nicht enttäuscht: das Ristorante servierte hervorragende Getränke (ein birra artigianale, darunter auch ein Weihenstephaner Vitus!) und sehr gutes Essen — die Spaghetti vongole blieben noch lange in Erinnerung …

Am sympathischsten waren aber das Team des Restaurants: inmitten der immer wieder auffrischenden Böen waren sowohl (gefühlte) Chef als auch Chefin — die Geschwister Marilena e Salvatore Barberi — tatkräftig am Werk und schauten auf ihr Restaurant und ihre Gäste: wir wurden freundlich bis zum Schluss bewirtet und genossen jede Minute!

 

Die alten Hochbeete

haben wir freigeschaufelt und mit gut abgelegenem Kompost vermischt in die neuen Hochbeete eingefüllt. Die leeren Kompostbehälter mit Kartonagen ausgelegt und Restmaterial als Bodensatz gefüllt. Die Bretter von all den Schrauben befreit, damit wir sie zu Brennholz verarbeiten können.

Dabei sind einige Fundstücke von früheren Osterfeuern aufgetaucht. Meine alte Filmrolle und ein Magnet dessen Botschaft die Jahre überdauert hat. Nicht nur meine Mädels hatten damit ihre Freude.

Die neuen Hochbeete sind gefüllt

Und, um wieder einmal Eva zu zitieren: MANN, DAS WAR EIN HARTES STÜCK ARBEIT.
So ganz nebenbei hat Hermann auch für die Wärmepumpe eine neue Verkleidung gefertigt.

Zum Abnehmen für alle etwaigen Reparaturarbeiten, mit integrierter Tischplatte. Sehr praktisch.