Männer unter sich

Der Anteil der männlichen Wesen in der Klockerei beträgt genau ein Zehntel. 30 Weiberleit und drei Männer. Ohne Mäuse, da wissen wir nicht genau wie die Verteilung ausschaut.

Cipollino, der Stammesälteste findet immer mehr Gefallen daran, wenn die Männer unter sich sind. Er ist inzwischen ein alter Herr (in Menschenjahren 100), ich hatte noch nie ein Tier, das so alt geworden ist.

Wann immer Hermann in der Küche ist, geht er ihm so lange auf Schritt und Tritt nach, bis sich Hermann an den Tisch sitzt. Nicht wirklich elegant versucht er dann auf den Stuhl (manchmal erwischt er auch den Oberschenkel) und dann auf seinen Lieblingsplatz zu kommen. Dem Schnurren nach zu urteilen, singt er dort ganze Arien voller Lebensweisheit. Jeden Tag auf Neue ein sehr berührendes Bild. Ein Herz und eine Seele?

Vom Handwerk und von den Künsten

Ich mag und kann nicht auf alle Herzlichkeiten, die zu Weihnachten bei uns gelandet sind, eingehen. Aber einige davon will ich benennen, da sie unsere Lebenseinstellung symbolisieren und zu den Werten unseres Hausbuchs passen. In Bild und Wort wurde die Kunst zu leben und die Kunst des Lebens benannt. Olivenöl aus Casanova und aus Orvieto bereichern unsere Sammlung und unser Lager. Licht in verschiedenen Varianten werden uns die dunklen Abende erhellen.

Seit vielen Jahren, es wird wohl schon über ein Jahrzehnt sein, bekomme ich selbergschtrickte Socken zur Weihnacht. Inzwischen ist die Strickerin über 90 Jahre alt und ihre Socken erhalten mehr und mehr Wert- es könnten ja die letzten sein-….

Die zweiten Handschuhe, die wir zu unserem Hochzeitsdoppelhandschuh dazu bekommen haben, machen unsere Hochzeit lebendig und das Spazieren gehen im Winter wärmer.

Die Zitronen der Amalfiküste( nahe Casanova) erfrischen bei jedem Schluck Limoncello, den Zia Caterina für uns bereitet hat. Ein Traum.

Auf die Frage, ob wir wirklich sooooo brav waren, hat Hermann immer nur SI, SI, Si, Si geantwortet.