Frida liebt die Freiheit

und den Regen. Seit geraumer Zeit ist sie in aller Frühe, allein, im Garten — wir hören sie quaken und Valentin quengeln. Wir wissen bis jetzt nicht, wie sie da hin kommt, immerhin gibt es da einen Zaun zwischen Garten und Gehege: fliegen? Drunter durch?? Valentin weiß es auch nicht und rennt halt auf der anderen Seite auf und ab.

Aber Frida genießt jede Sekunde: da gehört alles ihr, sie hat alle Zeit der Welt. Da geht sie dann in Ruhe legen (inzwischen hat sie zwei sehr gemütliche Legestellen gescharrt). Dann ein bisschen schnabulieren und wandeln. Erst nach einer guten Stunde will sie dann zurück ins Gehege. Oder holt den ihrigen. Manchmal.

Emma muss, wenn sie das mitbekommt, immer ganz dringend raus. Unbedingt!! Und klappert die Legestellen ab und die paar anderen möglichen Orte. Nicht selten sieht man sie dann zufrieden irgendwo im Garten liegen. Genüsslich, fast zärtlich, das grüne Ei zerdrückend und schlürfend.

Mmmmmmelone!

Emma ist eine Feinschmeckerin! Das wissen wir schon lange: sie schätzt auch Obst und Gemüse (davon gibt’s keine Fotos, da schleicht sie heimlich Richtung Hochbeet und stibitzt einen besonders knackigen Salat!). Dass sie das Ei, das Frida neuerdings unter unseren Hopfen legt, ganz vorsichtig aus dem Nest holt, ist weniger überraschend, genüsslich verzehrt sie es dann irgendwo im Garten.

In diesen heißen Tagen aber mag sie, wie wir auch, eine Scheibe von der gekühlten Melone!

Johanna und Alex (und Valentin und Valentin)

haben ein paar Urlaubstage mit uns verbracht! Dabei kamen dann — aus purem Zufall — gleich zwei Geschichten zusammen. Unsere Laufenten, die uns seit zwei Jahren begleiten, haben wir Johanna zu verdanken. Den Transport damals von Mattsee zu uns hat Valentin übernommen, deshalb heißt unser Erpel auch so. Dass Valentin mit Hannah dann auch gleich am Mittwoch ankamen und wir alle miteinander einen Abend verbringen konnten, kann nur Fügung sein. Eine glückliche!

Unser Abschiedsessen war dann beim Fischer am Heiterwangersee. Eine dritte Geschichte. Mindestens.

Quarantänegeschichten aus der Klockerei

Es stellt sich die Frage, wer hat jetzt was wie verstanden?
Und wie ist das mit richtig und falsch?
Martha ist eine jener Hennen, die einige Meter hoch fliegen können und im Frühjahr wird das auch entsprechend eingesetzt.
Sie hat sich entschieden, sich in Selbstisolation zu begeben- allerdings im Kindergarten. Kein Kind weit und breit und GRAS soweit das Auge reicht.
Sehr klug kann ich da nur sagen, Martha weiß wie Quarantäne geht.

Frida hat wohl ähnliches im Sinn.
Wenn sie so weiter grundelt, dann ist der Tunnel in den Garten bald geschafft. Oder hat sie sich für “Ich gehe in den Untergrund” entschieden?
Egal! Bei all den Geschichten haben wir immer eine Unterhaltung und eines soll an dieser Stelle schon erwähnt werden: Valentin ist schon ein prächtiger Erpel.

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Nie war mir Pablo Neruda so gegenwärtig

Langjährigen Bloglesern ist dieser Text schon lange vertraut. Manchmal habe ich das Gefühl, ich erwähne ihn jedes Jahr um diese Zeit.

Die Grundaussage lautet in etwa so: Alle Kriege der Welt können nicht verhindern, dass der Frühling kommt (Pablo Neruda).
Wir erleben gerade eine- nicht nur für mich als Historikerin- sehr spannende Zeit.

Und trotz all den Absurditäten, die die Welt gerade zu bieten hat, wird es FRÜHLING. Es riecht danach, es blüht, wächst und gedeiht.
Es erfreut und erwärmt die Herzen.

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Der Schwimmteich für die Enten wurde geliefert

Ohne Bestellung.
Das Federvieh zeigt sich erfreut und unerschütterlich.

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Die ersten Enteneier aus der Klockerei

Über viele Jahre habe ich jetzt mit Hennen und Eiern zu tun, aber eines hat bis heute nicht aufgehört: Dieses Gefühl, das beim Anblick von einem Ei aufkommt.
Jedes dieser Wunder der Natur sind Botschaft es Lebens.
Und so ergeht es mir gerade mit den Enteneiern auch.
Da gehst du in den Stall und es liegt vor dir, dieses Meisterwerk der Schöpfung.
Es beinhaltet alles, was neues Leben braucht.
Wie gesagt, ein Wunder.

Erster Entenwinter

Valentin und seine Mädels erleben ihren ersten Winter.
Von dem werden sie wohl noch Jahre zu erzählen haben.
Ihnen scheint es nicht das Geringste auszumachen mit ihren hübschen Füßen durch den Schnee zu watscheln.
Sie wirken immer fröhlich und neugierig und freuen sich über das Futter, das sie vorfinden.

Valentin und seine Mädels im Schnee

Es ist unser erster Winter, den wir mit Enten verbringen.
Wir waren recht gespannt, zum Teil auch besorgt, wie das wohl werden wird.
Womit wir nicht gerechnet haben ist, dass sie sich derart am Schnee erfreuen, dass man manchmal gar nicht mehr weiß, wo der Kopf ist.
Ein herrliches Schauspiel.

Valentin, Frida und Sternenstaub

haben heute ihren ersten Schnee erlebt. Ganz geheuer war ihnen diese Art von Untergrund nicht.
Aber so schnell lassen sich unsere drei Laufenten nicht entmutigen.

Als Betthupferl gibt es Mehlwürmer

Einer guten alten Tradition in der Klockerei folgend haben wir immer irgendwelche Gutelen für unsere Mitbewohner im Haus.
Es gibt viele Gründe zu belohnen oder aufzumuntern.
So habe ich eines Abends einige Mehlwürmer für die Enten ausgestreut.
Seither kommen sie jeden Abend zur Türe, picken gegen das Fenster und schauen ganz arm- nein, richtig arm, dem Verhungern nahe- und warten auf ihre Ration.
Ein Abendritual, das uns täglich mit einem Lächeln hinterlässt.

Wenn unsere Enten ein Bad nehmen

haben wir immer was zum Schauen. Mit welcher Freude sie sich den „Fluten“ hingeben, um dann mit ihren Flügelschlägen die ganze Umgebung zu berieseln.
Und dann wird geputzt und geschrubbt, um kurz darauf zur Entspannung ein kleines Nickerchen zu machen( Enten schlafen weit mehr als Hühner).

Valentin, Frida und Sternenstaub

lauten die Namen, die wir uns für unsere Enten ausgedacht haben.
Valentin, ein ruhiger, besonnener Erpel, der seinen Damen ein guter Beschützer ist, wurde nach dem jungen Mann benannt, der uns die Entenschar ins Haus gebracht hat.
Frida, die schwarze Dame, macht ihrer Namenspatronin Frida Kahlo alle Ehre.
Und Sternenstaub ist wie der Name schon erahnen lässt etwas ganz Besonderes und trägt immer einen Hauch von Magie mit sich herum.
Leibspeise der Drei: NUDELN im Gras.

Erinnerungen wecken

Was mich an den italienischen Köchinnen( von denen wir bekocht wurden) fasziniert, ist die Einfachheit mit der sie die köstlichen Produkte zu einem Essen machen. Die meisten Essen kann man warm und kalt genießen, zum Frühstück oder zum Abendessen und sie halten sich über mehrere Tage. Daheim angekommen haben wir es gleich ausprobiert. Wir haben ja all die guten Gemüse mitbekommen. Herrlich!! Wenn die Geschmäcker von Paprika, Tomaten und Fisolen derart intensiv da sind.

Neben all den essbaren Sachen haben wir von Frieda und Ander wieder einiges für den Garten bekommen. Sommerflieder, Goldmelisse, eine Haselnussstaude und einen Nektarinenbaum. Ob der bei uns auch trägt, wird sich weisen. Ganz besonders gefreut habe ich mich über das SPAZIERRGANGSTRÄUßL vom Ander. Von jedem seiner Spaziergänge nimmt er einen kleinen Strauß mit. Am Samstag waren sie auf einer Alm und er hat uns einen in Moos gewickelten Strauß mitgegeben. Seit über einer Woche erfreut er uns beim Essen!!

What often was really fascinating with the Italian cooks which cooked for us was the simplicity with which they make the delicious products for a meal. Most food you can enjoy hot and cold, for breakfast or dinner and they keep for several days. Arrived home we tried the same. We got so many of these good vegetables given to us. Wonderful !! If the tastes of peppers, tomatoes and green beans are so intense there.

Besides all the edible stuff we get some for the garden of Frieda and Ander again. Buddleia, Bergamot, a hazelnut tree and a nectarine. If these get fruits at our location? I am very much pleased about the bunch of flowers brought by Ander. From each of his walks he takes a small bouquet to bring it as a present. On Saturday he and Frieda took a walk on a mountain and he gave us this wrapped bouquet in moss. For over a week, it’s a delight at our dining table !!

Speziell

Es passiert uns immer wieder, dass wir in unserer Hühnerschar ganz besondere Exemplare haben. Sie entwickeln Fähigkeiten und Eigenheiten, die uns immer wieder erfreuen und unterhalten.

So wie die ausgewählten Schlafplätze von Ander, Frieda und Franzl. Im Heuschober, im hintersten Eck.

Frieda wird, nachdem sie meine Schmusestunde überlebt hat ( beim Fangen schreien sie immer um ihr Leben) immer zutraulicher. Sie war der Meinung, dass der Kakao vom Sonntagsfrühstück nicht nur für die Eva sein kann.
Oder Lisl, die anfangs sehr schüchterne Zwergcochin, die, wann immer die Türe offen ist, eine Runde durch die Küche geht, und alle Brösel aufpickt.