Kardamon und Garam Masala

Ein Christkind war der Meinung, dass es an der Zeit ist, mich in die Heilkunst der Gewürze einzuführen. Und ein anderes Christkind hat uns mit hochwertigen Gewürzen aus dem Orient beschenkt. Was für ein Zufall.

Bisher war ich immer eine Vertreterin der heimischen Gewürze und der heimischen Heil- und Küchenkräuter. Seit ich allerdings am Morgen einen Kardamonkaffee trinke und dessen wohltuende Wirkung spüre, wird dieses Neue Jahr wohl ein Experimentierjahr zum Thema: Die Heilkraft der Gewürze.

Vom Geschmack bin ich seit meinem ersten Tee mit Kardamon in der Wüste des Oman angetan. Dass sie, die Kardamonkapsel, die Königin der Gewürze genannt wird, weiß ich erst seit Weihnachten.
Und bei dem Gedanken an Linsen mit Garam Masala wird mir jetzt schon ganz warm ums Herz und der Mund recht wässrig. Ich sage ja, das wird ein gutes Jahr. Ein sehr gutes.

Zeit für die Muße

Am Ende des Gartenjahres waren wir zufrieden und müde zugleich. Wie so oft hat es uns die Wetterunbill dieser Region recht erschwert, den Garten in Ruhe winterfest zu machen. Aber- wir habenn es geschafft. Damit ist jetzt Zeit für Mußestunden- nicht nur für Cipollino und mich. Für alle in der Klockerei beginnt jetzt die gemütliche Zeit.

Meinen eigenen Unkenrufen zum Trotz

haben die 10 Blüten, die den Frost im Mai diesen Jahres überlebt haben, Früchte hervorgebracht. Große, schöne Früchte.

Die erste Quitte hat sich auch schon vom Baum gelöst. Passend zur Lieferung dieses Buches. Jene Pasta Madre, die wir mit einer unserer Quitten hergestellt haben, hat überlebt und ist seither Triebkraft und Geschmacksverstärker in allen Broten der Klockerei. Mit diesem Büchlein tut sich, wie hinter so vielem, ein neues Universum auf. So viel steht fest: die heurigen Quitten haben einen besonderen Wert und auf all die neuen Brotvarianten und Kreationen kann ich mich jetzt schon freuen.

Habt Mut! zum Frieden

war die Botschaft, die sich im rituellen Ablauf de Hl. Abends ergab.
Hermann hat das Friedenslicht geholt, in der Laterne, die uns das Jahr über Licht auf der Terrasse schenkt.

Das Buch von Erwin Kräutler dahinter.

Manchmal braucht es eine gehörige Portion Mut zum Frieden, manchmal Menschen guten Willens.

Not macht erfinderisch… Nein, das mit dem Christbaum schaffe ich heuer nicht. Aber so ganz ohne Baum… Der Olivenbaum, der sich mit dem Oleander den Topf teilt, hat heuer einen anderen Platz zum Überwintern. Stück für Stück an Schleifen, Sternen, Engelen und Maschen, die in den Tagen vor Weihnachten ins Haus geflattert sind, habe ich an den Olivenbaum und den Oleander gehängt. Unser Christbaum 2016.

Mario Giordano

kann und mag ich nur empfehlen. Ob eines seiner Kinderbücher oder seine Tante Poldi- die am besten als Hörbuch( Philipp Moog als Sprecher- genial). HERZERWÄRMEND.

Bücher aus Papier für Hand, Herz und Seele

Ebooks mag ich schon lange, auf dem iPad liest sich’s nicht schlecht und so komm ich auch an die Bibliothek Wien – und hab die Bücher sofort. Aber gestern konnte ich nicht widerstehen: wie so oft kommen die Bücher, Zeitschriften oder Artikel wie zufällig immer genau zum rechten Zeitpunkt. Sie liegen einfach da, hingelegt genau für Dich – genau jetzt.

Zwei solcher Bücher fanden den Weg zu uns: eines über’s Tagebuchschreiben, mit 26 Ideen, wie man’s machen könnte. Will ich schon lange (wieder) machen. Jetzt hab ich keine Ausrede mehr.

Und ein Buch über unsere Sehnsuchtsgegend #2: Apulien und Basilikata, ein mit kleinen Aufsätzen und wunderschönen Bildern aufgelockerte Sammlung von 50 Rezepten (aus dem Silberlöffel!). Ein einziger Genuss beim Lesen und Schmökern. Da schaut einfach alles gschmackig aus!

Canto General- Der Große Gesang

lautet der Titel jenes Werkes für das Pablo Neruda im Jahre 1971 den Nobelpreis für Literatur erhalten hat. Dieses Buch und auch seine Liebesgedichte habe ich erstanden nachdem ich damals den Film “Il Postino” gesehen habe.

Seine Biografie ist berührend und dem Dichter hatte er folgende Rolle zugedacht: Er steht auf der Seite der Menschen ohne Schuhe und Schule.

Wann immer die Ereignisse um mich herum( Zäune, Obergrenzen, Folter,…) ein Maß an Grausamkeit übersteigen, fällt mir einer der Sätze aus dem Canto General ein: SIE KÖNNEN WOHL ALLE BLUMEN ABSCHNEIDEN, ABER SIE KÖNNEN DEN FRÜHLING NICHT VERHINDERN.
Aja, und Mikis Theodorakis hat dieses Versepos vertont. Zwei ganz große Humanisten, denen die Menschen nicht egal waren. Es ist wohltuend und heilsam, wenn mir unser Garten die Bilder dazu liefert.

Von guter Energie

So schaut der Tisch nach der Fasnacht aus. Ich erfreue mich an den Geschichten in der ROFNKATHL, freue mich über das Foto von Björn auf der Titelseite, den begeisteren Zeilen von Hubert Daum und all den Brezen, die es nur bei der Fasnacht gibt. DANKE MARKUS. Obwohl er gar nicht gewußt hat, dass es damit heuer eine ganz eigene Bewandtnis hat, hat er einige der Brezen, die er als ehemaliger Roller bekommen hat, direkt an mich weitergegeben.

Von meinen Eltern haben wir dieses Kochbuch, das von Suppen, Eiern und allerlei Philosophischem rund ums Essen handelt, bekommen. Ich als Suppenburgerin habe mir sofort meine Suppen ausgesucht und bin dabei auch auf einige Brotsuppenrezepte gestoßen. Geschmunzelt habe ich über das Bedauern des Autors, dass die Brezensuppe ausgestorben ist, weil es keine Weißbrotbrezen mehr gibt. Der sollte vielleicht einmal zu den heiligen Zeiten nach Imst kommen.

Die Apothekerflascheln

Ganz abgesehen davon, dass ich derartige Gegenstände sehr mag, weil sie mich an diese wunderbaren und alten Räume erinnern, in denen man allerhand Heilsames erstehen konnte, sind sie mir oft die richtigen Behälter für besondere Kräuter, Ansätze oder Heilwässer.

Schon des ö(!)fteren bin ich durch Gespräche mit Freundinnen und Verwandten darauf aufmerksam gemacht worden, dass es SILBERWASSER gibt, das gerne auch bei Tieren verwendet wird.

Bei unserem letzten Besuch in Wels habe ich mir beim Biohof Achleitner wieder ein Sprühfläschchen mit Beschreibung mitgenommen. Bei Emma, Vega und ein paar Hennen habe ich es dann auch eingesetzt und war begeistert.
Zwei Telefonate und eine Recherche später war klar, wir bestellen ein Gerät, um dieses Mittel selber herzustellen.
Zum Namenstag habe ich dann auch noch ein passendes Buch mit vielen praktischen Hinweisen erhalten. Jetzt brodelt es ab und zu in der Hexenküche.
Das Heilwasser wird in seinen verschieden Konzentrationen in den Apothekerfläschchen aufbewahrt. Bei den angeschlagen Hennen wirkt es wahre Wunder.

Das DOLCE FAR NIENTE

So heißt eines unserer Zimmer seit Kurzem.
Die Familien unserer Freunde, die uns immer wieder besuchen, werden mehr und größe. Da ist einiges an Nachwuchs dazugekommen, Eva geht auf die 16 zu und auch andere Menschen, die bei uns übernachten wollen, werden immer mehr. All diese Tatsachen haben uns zu dazu verleitet, ein weiteres Kartonbett zu kaufen. Die Paletten wurden zur Lese- und Lümmelecke umgebaut. Eine spezielle Auswahl an Büchern, die auf die eine oder andere Art zum Träumen verleiten, sind griffbereit einsortiert. Noch fehlen die Palmen, die erst in den nächsten Tagen in ihr Winterquartier übersiedelt werden, dann steht dem SÜßEN NICHTSTUN nur mehr das eigene Wünschen oder Wollen im Wege.

Brachzeit

Ich darf versuchen
die Knoten in meinem Leben
zu entwirren
aber ich muss nicht-
es ist Brachzeit.

Ich darf hinsehen
auf Geglücktes und Verdrehtes
aber ich muss nicht-
es ist Brachzeit.

Ich darf mich bemühen
um einen feinfühligen Umgang
um eine differenzierte
Wahrnehmung
um die Achtung meiner Grenzen
aber ich muss nicht-
es ist Brachzeit.

Ich könnte einfach mal
bei mir bleiben
Knoten, Geglücktes und
Verdrehtes liebhaben
und mein Leben nehmen
wie es ist.

Magdalena Froschauer- Schwarz
aus: Zeit für mich- Zeit mit Gott
Tyrolia- Verlag 2014

Bei diesem Wetter

ist der Tag geprägt, von då a bisele und det a bisele. Urlaubspläne schmieden, in alte Bücher blättern, das Lebensregal sortieren und neu ordnen und immer wieder staunen, was sich denn so im Laufe eines Jahres, im Laufe vieler Jahre, im Laufe eines Lebens alles tut.
In den Regenpausen schnell in den Garten gehen und meine Rose mit dem Rosenkranzl bewundern.

Es gibt einen Spruch

der lautet sinngemäß so: Es fallen einem immer die Bücher und die Menschen zu, die man gerade braucht. An unserem Tisch liegen und stehen seit ein paar Tagen solche Bücher. TRATTORIE DEL CHIANTI haben wir von meinen Eltern an Weihnachten erhalten. In den Weihnachtsferien haben wir es gelesen und darin geblättert. Und dann ins Regal gestellt. NACH unserer Reise haben wir es wiederentdeckt und festgestellt: Wir haben darin beschriebene Lokale besucht. Und wir haben mit diesem Buch eine weitere, herrliche Erinnerung an unseren Osterurlaub.
Auch das zweite Buch hat indirekt mit unserem Urlaub im Chianti zu tun. Geschenkt bekommen habe ich es von Sabine, einer Mitbewohnerin unserer StudentenWG zu meinem 18. Geburtstag. Wissende ahnen, wie lange das her ist. Wer immer ein herzerfrischendes Buch über Gott und die Welt sucht, ist damit gut bedient. Selten hat mich ein Buch derart berührt.
Ja und jetzt kommen die verschlungenen Zufälle des Lebens zum Tragen. In den 8. Klassen habe ich heuer erstmals wieder EXERZITIEN gemacht. Nach der Einübung haben die Schülerinnen und Schüler übernommen und ihre Ideen und Gedanken eingebracht. Die letzte Einheit vor den Osterferien haben Anja und Juliana gehalten. Mit Zitaten aus diesem Buch, von dem ich bis jetzt den Titel verschwiegen habe. HALLO, MISTER GOTT, HIER SPRICHT ANNA(von Fynn). Alle Erinnerungen daran wurden in dieser Schulstunde sofort aufgesperrt und die Rührungen waren da. SCHÖN,wenn man von den eigenen Schülerinnen erinnert und überholt wird. Als Abschluss dieser Stunde haben die beiden dann einen Text vorgelesen. DAS LEBEN. Anja hat ihn aus 1000 Spruchkarten zu einem Gesamtkunstwerk komponiert. Diesen Text haben wir dann in unserem Urlaub, der ja in der Karwoche war, Tag für Tag vorgelesen und zu unserem Begleiter gemacht. NOCH SCHÖNER!!!!

Veganes Kochbuch für Anfänger

Die Blogger von wir-essen-gesund.de haben uns ihr neues Kochbuch einfach mal vegan kochen zukommen lassen – ihre Sammlung der besten Rezepte aus zwei Jahren.

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Wir haben es uns angeschaut und haben uns gleich über einiges gefreut:

  • die Rezepte sind einfach (heißt ja auch so ;-). In den letzten Wochen haben wir öfter mit Jugendlichen über veganes Essen gesprochen – und da ist die erste Frage immer: wo bekomm ich da einfache Anleitungen. Im Internet wird man ja fast erschlagen, da ist diese Zusammenstellung sehr praktisch! Und für Anfänger sind die einfachen Rezepte auch leicht nachkochbar.

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  • Die Rezepte sind sehr vielfältig: es ist für jeden Geschmack etwas dabei, Rezepte aus allen möglichen Weltgegenden sind enthalten.
  • Das Büchlein enthält sehr viel Hintergrundinformationen, wenn man’s genauer wissen will. Über Ernährung, über Nahrungsmittel, über Glutamat, … So verlockt vielerlei Wissenswertes, Amüsantes oder auch Überraschendes  zwischendurch zum Lesen!
  • Vieles, was uns sehr wichtig ist (z.B. “Der Traum vom Selbstversorger”) und von den Werten, die uns wichtig sind, handelt, wird angesprochen und unkompliziert erklärt und diskutiert.

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Was will man noch mehr? Eigentlich nur noch wissen, ob die Rezepte auch funktionieren, ob sie schmecken.

Als Vegetarier im mehr als zweijährigen Selbstversuch (nach jahrzehntelanger “normaler Ernährung) und nunmehrige Heilige-Zeiten-Flexitarier (wie es wohl in unseren Gegenden jahrhundertelang gang und gäbe war) ist die Erwartung hoch. Daher: wir werden ein paar ausprobieren und wieder berichten!

Die Propyläen Kunstgeschichte

war für mich immer schon ein legendäres Sehnsuchtsobjekt. Eigentlich nirgends in meinem Bekanntenkreis vorhanden, aber manchmal kam ich doch an einer vorbei. Als Lexikonleser (ich gestehe!) war die Aussicht, auch die Neugier in diesen Bereich stillen (oder eigentlich dann ja anstacheln) zu können, sehr verlockend.
Die Ausgabe von 1966 (-83) war damals nicht billig: 140,- DM Subskription je Band (18 Stück), 265,- für jeden Supplementband (5 Bände) und dann noch die Sonderausgabe “Geist der Kunst” von André Malraux (750,-DM)! Heute werden die Bände auf ebay um einen Bruchteil verramscht; wer es damals kaufte, für den musste das einen hohen Wert haben.
Und so hab ich mich in den ersten erschienenen Band – “Die Kunst des 19. Jahrhunderts” vertieft und zuerst einmal nur die Abbildungen genossen; fallweise die zugehörigen Erläuterungen im Anhang gelesen.
Dabei bin ich dann gleich über zwei besondere Bilder gestolpert: den “Kuss”, den wir vor einem Monat in der Brera im Original gesehen haben, und das “letzte Aufgebot”, das aus zwei Gründen besonders ist: erstens soll ich mit Franz von Defregger verwandt sein (meine Urgroßmutter väterlicherseits direkt), andererseits ist die Vorlage für den Ort Villnöss – und da kommen wiederum die Klocker her. Das alles hat mit mein Vater erzählt.
Aus solchen Büchern muss man erst einmal wieder herausfinden, da drin könnte man sich jahrelang verkriechen…

Herzlichsten Dank an Maria, wir halten sie in Ehren!