Wenn der Sommer wahre Wunder wirkt

Mit diesen Worten hat mich zu Schulbeginn eine Kollegin in ihrer gewohnt herzlichen Manier begrüßt.
Ja, dieser Sommer hat wahre Wunder bereitet.
Jetzt ist es an der Zeit- bevor der Herbst ins Land zieht- Revue passieren zu lassen.
Als passendes Symbolbild habe ich mir die Königskerze ausgesucht, über all die Wochen hat sie mich in ihrem Wachstum beeindruckt.
Wir haben gestern noch einmal nachgemessen.
Die Pflanze hat stattliche 3,50 m erreicht.
Allein die Blüte misst 2 m.
Zwei Meter Blütenpracht, die zudem noch mit Heilkraft gefüllt ist.
So ungefähr war unser Sommer, prächtig, warm, unzählige Sonnenstunden und eine reiche Ernte.
Begegnungen, getragen von Herzenswärme, Fröhlichkeit und das Wissen umeinander.
Zahlreiche Knoten haben wir in unser tragendes Netzwerk MENSCHEN geknüpft und geknotet.
Altvertrautes aufgefrischt und neue Fäden dazugelegt.
Gestärkt, bestärkt, gesättigt und ausgestattet mit zahlreichen Erinnerungen gehen wir in dieses neue Arbeitsjahr.
ANDIAMO.

Die Blühkraft der dunkelsten Tage

In den letzten Dezembertagen erscheint die Sonne um kurz nach 10.00 Uhr. Ruhe und Stille liegt in der Luft und über dem Land.

Mein Gott, wieviel Kraft ist noch in diesen letzten Tagen des Jahres !?

Wieviel Blühkraft !?

Wieviel Lebenskraft !?

Ein Wunder- ein jährliches Wunder dieser heiligen und heilenden Tage und Nächte- dieser Rauhnächte.

Blütenmeer

Sie gehört zu den blühenden Sträuchern, auf die ich mich am meisten freue.Die Schlehen. Wenn sie blühen ist es Frühling. Verschwenderisch, wie es die Natur so hält, bringen diese Sträucher tausende Knospen hervor. Wenn sie dann wie Stecknadelköpfe an den Ästen hängen, traue ich mich fast gar nicht mehr vorbeigehen, weil sie derart prall ausschauen, dass ich das Gefühl habe, jede Erschütterung lässt sie aufspringen. Und dann ist er da der Tag und die strahlend weißen Blüten zeigen all ihre Schönheit. Soviel Heilkraft an einem Strauch.

Der Wildgarten

im Garten war heute bei der morgendlichen Runde in meinem Blickfeld. Manche der Blumen kenne ich gar nicht, aber ihre Farben erinnern mich an die Ohrscheiben der Seidenhühner.

Die Taubnessel, die Schafgarbe( Madame Hundert kleine Blüten)und der Beinwell,alle drei sind eingeflogen,sind heuer ganz besonders schön. Da bekommt man einfach Heilkraft in den Garten geschenkt. Augenweide und Wohlergehen in einem!

Die Quitte-kostbare und köstliche Heilerin

Ein Teil unserer Birnen war reif zum Verarbeiten. Nach ausgiebiger Suche haben wir zwei Rezepte gefunden, die wir ausprobieren wollten. Ich habe mich an den Birnensenf gewagt. Hält sich einige Monate. Vom Kosten her würde ich sagen, dass es eher mein Senf ist. Sehr mild und gehaltvoll- wie süß- saure Marmelade!!

Es war gar nicht leicht würdige Rezepte für unsere Quitte zu finden. Gelee, Marmelade, Quittenkäse haben wir schon. Beim Stöbern ist mir wieder in Erinnerung gebracht worden, welch Heilkraft die Quitte in sich birgt. Und so habe ich mich für einen Ansatz entschieden.

Der braucht viel Zeit und Wärme und ist laut Beschreibung in zwei Jahren besser als in einem Jahr!

Und dieser süßen Versuchung, die zudem Stärkung und Linderung bei Husten ist, kann ich altes Schleckermaul nicht widerstehen: Quitten in Honig eingelegt!!

Besondere Wirkkraft haben die Quittenkerne. Sie helfen in Tees und bei Hautentzündungen.

Verwendet werden dürfen nur die ganzen Kerne. Die aufgeschnittenen gehören in den Giftschrank.

Quellwasser und Kaltansätze

Um die Heilkraft und die Heilwirkung von Kräutern anzuwenden, gibt es verschiedene Möglichkeiten.Tee, Tinkturen,Salben…..

Da ich sie aber auch für unsere Tiere verwenden will, habe ich lange nach einer Variante zur Tinktur gesucht(Alkohol). Am stimmigsten erschien mir der KALTAUSZUG. Dabei verwenden viele Heilkundige Quellwasser.

Also blieb meinen Zwei- und Vierbeinern nichts anderen übrig als eine Sonntagswanderung zur nahe gelegenen Heilquelle zu machen und dort einige Liter zu fassen. In Glasflaschen versteht sich- und auf Vorrat!

Heute habe ich die Sonne und die Wärme genutzt um sowohl eine Salbeitinktur als auch einen Kaltauszug vom Salbei anzusetzen. Eine Flasche Quellwasser habe ich für “Notfälle” aufbewahrt.

Jetzt werde ich schauen und kosten, wie denn das mit dem Kaltauszug ist!!