Rund um den Stall

Auch heuer musste ich wieder auf den Boden, der Länge nach, um unter den Stall zu robben. Josefine hatte sich ihren Brutplatz diesmal unter dem mittleren Träger des Stalls eingerichtet. Um an das Nest zu kommen, musste ich zuerst das Schutzgitter, das aus den Zeiten des alten Zauns stammt, entfernen. Mit Zange und Schraubenzieher. Dann vorsichtig alle Eier herausnehmen und Josefine dabei gut zureden, dass das kein sicherer Brutplatz ist. An dem Gelege waren vor allem zwei Mädels beteiligt. Vivienne und Josefine. Gott sei Dank hat sie jetzt ihre Brut beendet und ist in die sicheren Gefilde zurückgekehrt.

Dieses Foto zeigt jetzt endlich, wie schön die Lockenweide aus Johannas Garten in Mattsee geworden ist. Sie, die auf dem Grabl von Marilyn gepflanzt wurde, ist wahrlich unsere Stallwächterin. Ganz in seinem Sinne.

Josefine

Gott sei Dank habe ich inzwischen schon einige Jahre Hennenerfahrung, ansonsten könnte ich im Moment wohl nicht mehr wirklich gut schlafen. Josefine, die Strupphenne der letzten Brut hat sich nämlich entschieden UNTER dem Stall zu brüten. Bäuchlings liege ich der Länge nach da um durch den schmalen Spalt zu schauen, ob sie noch lebt. Gartengeräte habe ich mir zur Hilfe geholt, um sie anzustupsen. Wir haben keine Ahnung, wieviel Eier drunter liegen. Jeden Morgen erscheint sie pünktlich,, während die anderen noch im Stall schlafen, zum Trinken und zum Essen. Dabei wird sie sehr verwöhnt und erhält besondere Kraftnahrung. Auf der einen Seite bin ich glücklich, dass wir unseren Hennen so eine Haltung ermöglichen können, dass sie der Natur entsprechend brüten können, auf der anderen Seite hätte ich sie lieber im Stall, dort ist es einfach sicherer. Hoffentlich geht die Brut gut vorbei.