Sehr gut vorbereitet und noch besser gelaufen

Vortag, 10:30: die Zeiten für alle Zwischenstopps werden fixiert.
Vortag, 11:00: alle verfügbaren Kühlakkus sind eingefroren.
Vortag, 19:00: der Hänger vom Ritschi geholt. Test, alle Liachtln tun was sie sollen. Er gibt mir auch zwei robuste Gurten mit, meine kleinen schauen dagegen aus wie aus einem Überraschungsei. Übungskurven am Plansee-Parkplatz. Läuft perfekt nach. Wenn ich überhaupt was davon sehe.
Vortag, 20:30: der Hänger ist beladen. Fast alles, bis auf zwei Kleinteile hat Platz. Die Expertin, Angelika Frächterstochter, nimmt den Hänger anstandslos ab.
06:00: Getränke (Tee, Zitronenwasser, Kaffee-Limonade) werden zubereitet.
07:00: Abfahrt, es wird der heißeste Tag Tirols werden: 37°C.
07:15: Eva abgeholt.
08:30: Pakete in Imst abgegeben.
08:50: Beim Glatzl in Haiming einen 25 kg-Sack Roggen abgeholt.  
09:30: Ankunft in der Studenten-WG in Innsbruck. Schmal und steil, verwinkelt. Immer mehr Vertrauen zum Fahren mit Hänger. Mit vereinten Kräften Ausladen. Wohnungsbesichtigung — sehr schön! Weiter nach Telfs.
11:30: Ankunft in Telfs, Hänger ab, Eltern rein, Fahrt zur Ropferstub’m vorbei an persönlich-historischen Orten.
11:45: Platzerl mit Talblick ausgesucht (sehr kleiner Tisch :-), Essen ausgesucht und sehr genossen. Beide Fische sehr empfehlenswert, der Affogato traumhaft, insgesamt wird mit a bissl Herumtauschen jeder satt.
14:50: Aufbruch, die Hitze ist brütend. In Telfs wieder den Hänger dran und mit 6 Kanthölzern aus Lärche, die Papa besorgt hat, beladen. Damit werden die Schäden an der Terrasse nächste Woche repariert werden. Feine, gemütliche Heimfahrt, die Klimaanlage ist zum Küssen.
15:50: Wieder zuhause, Ausschnaufen, Ankommen.
17:00: Ich bringe den Hänger zurück, gemeinsam mit einem Sackl Schlipfkrapfen (noch unbekannt!).
19:00: Ursprünglicher Essenplan beim Anblick der Kaspressknödel, die wir von Mutti bekommen haben, sofort verworfen. Natürlich diese Knödel, zu Hühnersuppe-Wasser und mit Lollo-Rosso zu Land!
??:??: Nur mehr liegen, glücklich und zufrieden.

Der Löwenhof in Schongau

Wenn man nach einer Gaststätte Ausschau hält, ist der Name Löwenhof nicht unbedingt vertrauenserweckend: umso größer ist dann die Überraschung: ein kleiner, romantischer Innenhof, gepflastert, mit Efeu und Wein bewachsene Mauern, kleine Tische, ein Brunnen. Sofort fühlt man sich wohl, freundlichst wird man empfangen und die Zeit bleibt stehen. Verweilen, den Ort genießen (eine ehemalige Apotheke) und auch noch bekocht werden, ein kleines Paradies.
Eine kleine Speisekarte (warum mehr: das Gebotene ist sensationell; der Teil mit den Getränken ist beachtlich) bietet genug Anreiz, dass die Wahl schwer fällt: die Rohnen-Ravioli auf der Tageskarte werden von den Burgern knapp überboten, ein Kichererbsen-Gemüse-Frischkäse-Burger und ein Angus-Rind-Burger mit Spargel-Hollandaise sind dermaßen fein, dass eine Zeit lang nur mehr wenig gesprochen wird, der dazu servierte Salat ist gefühlvoll gewürzt. Urlaub. Dass es dann noch eine große Auswahl an guten Geistern und hierzulande kaum zu findende Mischungen (Whisky sour) gibt, ist eine Draufgabe.

Orta San Giulio: Leon d’oro

Es ging sich gemütlich aus noch einmal in Orta essen zu gehen: im Leon d’oro waren wir noch nicht, die Lage direkt am See ist verlockend genug, die Küche in unseren Führern hochgelobt: also — natürlich waren Hunde kein Problem — wurden wir an einen gemütlichen Tisch gesetzt, studierten die Karte und genossen den letzten Abend: als Vorspeise ein Tris von Seefischen bzw. eine unglaubliche Zwiebelsuppe, als zweiten Gang Ravioli mit Fisch gefüllt und ein Topinambur-Flan. Wir wollten zwei Gläser Franciacorta dazu trinken, der freundliche Kellner überzeugte uns zu einer Flasche (die praktisch gleich viel kostete) und servierte die Tragtasche zum Mit-nach-Hause-nehmen gleich mit. Ach!

Campo de’ Fiori

Das war unser erstes Ziel am Samstag: ein berühmter, relativ kleiner Markt, auf dem vor allem frische Lebensmittel von Bauern angeboten werden, in der Mitte des Platzes steht die große Statue von Giordano Bruno, der hier 1600 als Ketzer hingerichtet wurde.

Wir aber haben uns gleich ein feines Platzerl am Rand gesucht und verkostet und gerastet, ein bisserl gschaut und die Atmosphäre genossen. Der Negroamaro del Salento “12 e mezzo” der Cantina Varvaglione südlich von Tarent, den wir getrunken haben, war so gut, dass wir gleich eine Flasche mitgenommen haben — die haben wir leider auch schon getrunken!

GiaNdo — pizza e cucina

Wir haben es mit unserer Unterbringung in Rom wirklich gut getroffen: die Pizzeria GiaNdo mit Tischen im Freien an der sehr ruhigen Straße — nur ein paar Schritte entfernt, was vor allem nach dem Essen sehr angenehm war. Eine riesige Auswahl, eine gute Pizza, vor allem aber eine gemütliche, ruhige Atmosphäre. Zweimal waren wir dort, in Erinnerung geblieben sind neben der freundlichen sehr aufmerksamen Bedienung vor allem eine Nachspeise: der beste affogato unseres Lebens!

Ristorante Passetto bei der Piazza Navona

Das Ristorante Passetto hat eine lange Vergangenheit:  es wurde 1860 gegründet, wurde von Berühmtheiten wie Liz Taylor und Richard Burton besucht, und hat eine bewegte Gegenwart: im Moment ist die Webseite im Aufbau, als wir dort waren, war sie noch aktiv — und hat auch damals auf ein anderes Angebot verwiesen, das ungemein verlockend war: Kochkurse im Herzen von Rom: die gibt’s auf jeden Fall.

In einem Regenguss, der uns für die charmanten Versprechungen eines singenden Kellners, der uns einen warmen und trockenen Platz versprach, empfänglich machte, wurden wir nicht enttäuscht: das Ristorante servierte hervorragende Getränke (ein birra artigianale, darunter auch ein Weihenstephaner Vitus!) und sehr gutes Essen — die Spaghetti vongole blieben noch lange in Erinnerung …

Am sympathischsten waren aber das Team des Restaurants: inmitten der immer wieder auffrischenden Böen waren sowohl (gefühlte) Chef als auch Chefin — die Geschwister Marilena e Salvatore Barberi — tatkräftig am Werk und schauten auf ihr Restaurant und ihre Gäste: wir wurden freundlich bis zum Schluss bewirtet und genossen jede Minute!

 

Essen in der Trattoria Vinosus

Die letzten Male in Orvieto gehörte ein Besuch im Vinosus, wo wir unser Hochzeitsmahl hatten, einfach dazu.

Es war Mittag, für draußen zu kühl, daher das erste Mal innen, wo in einem kleinen Raum vielleicht acht Tische Platz finden. Wir waren die ersten, mit der Zeit kamen noch ein paar Gruppen dazu. Die Karte überschaubar, die Bedienung wie immer angenehm und kundig — die Weinempfehlung wunderbar.

Worauf wir Lust hatten und ein bisschen Neugier bestimmten die Auswahl: Angelika ein Kichererbsenpürree mit Garnele (sehr fein und zart), ich Sardellen, um Brotstäbe gewickelt, mit Broccoli (eine perfekte Kombination).

Danach nahm Angelika eine Bohnensuppe (drei verschiedene Bohnensorten, zum Niederknien) und als Hauptgang Cacio e Pepe (sehr gut, schafften wir auch zu zweit nicht mehr ganz; als Einstimmung auf Rom!). Ich traute mich über eine Taube — piccione all’orvietana, ein traditionelles Osteressen. Sehr intensiv, das Fleisch fast wie Wild, auch sehr dicht im Geschmack. Eine Nachspeise (Vin Santo mit einer herrlichen Creme und hausgemachten Keksen) war der krönende Abschluss.

11 Trappistenbiere

gibts weltweit (mit strengen Regeln für diese Bezeichnung). Vier davon haben schon den Weg in die Klockerei gefunden, das Quadrupel ist unser aktueller Favorit: das kleine Bier zum Tagesabschluss, zum Feiern des Gelungenen, zum Auslassen und Einstimmen: auf den Schlaf!

Faschings-Krapfen

Es gibt noch (mindestens) eine Bäckerei, die die Faschingskrapfen ernst nimmt: es gibt sie nur im Fasching, sonst nie. Als ob das nicht Grund genug wäre, die Vorfreude darauf zu genießen, sind sie auch noch ganz und gar nach allen Regeln der Kunst zubereitet.

Da ist jeder Bissen ein Genuss, die Marillenmarmelade schon fast zuviel des Guten! Wir brauchen da immer gleich eine ganze Lage (oder ein paar halbe Meter) weil die fanatischsten Faschings-Feierer bei uns sind Kater, Hennen und Hunde — ganz narrisch werden sie, wenn sie Faschingskrapfen auch nur riechen!

Gasthof Kronburg

Falls wir irgendwohin fahren, wo wir noch nicht gegessen haben, schaue ich immer zuerst, ob es dort ein Tiroler Wirtshaus gibt. Rund um Imst war da der Gasthof Kronburg nicht nur sehr naheliegend, sondern auch (persönlich) geschichtsträchtig. Und, obwohl ich fast 10 Jahre in Landeck gewohnt habe, war ich vorher noch nie dort!

Da waren dann natürlich die Speisen besonders interessant, die dieser Idee verpflichtet sind: Graukasnocken mit brauner Butter und Creme-Spinat, Krapfen mit Stanzer Zwetschken. Außerdem: Cordon bleu mit Speck und Graukäse und Salat mit gegrilltem Schafkäse in Parmaschinken und Mango-Chutney.

Ich mag Graukäse, insbesondere wenn er sehr intensiv schmeckt, und war sehr neugierig: das hat sich gelohnt, die Nocken haben kräftig danach geschmeckt und der feine Spinat war dazu die ideale Ergänzung. Beim Cordon bleu war ich noch gespannter — und vollkommen zufrieden: diese Kombination ist eher so intensiv wie Saltimbocca — und genauso herrlich! Der Schafkäse im Schinken wunderbar und das Dessert ein wunderbarer Abschluss. All das war fein angerichtet und das Starkenberger Bier dazu die perfekte Ergänzung.

Sehr empfehlenswert!

Bioküche Tafernwirtschaft Hörger

Wenn ich ganz schnell aufzählen müsste, was für mich ein sehr gutes Gasthaus ausmacht, fielen mir ungeordnet ein paar Schlagworte ein: Bio-Lebensmittel, Slow-Food-Philosophie, wenn Fleisch dann aus Freilandhaltung, eigener Obst- und Gemüseanbau, alles selbst verarbeitend, beim Kochen Verzicht auf alles Künstliche. Träum weiter, hätt ich bei einer solchen Aufzählung gedacht, das gibt’s vielleicht ein paar Mal, irgendwo oder nur in der Hauben-/Sterneküche.

Wir sind am langen Wochenende fast zufällig zu einem solchen Gasthaus gekommen: wir haben eine Unterkunft gesucht, die möglichst in der Nähe von Freising sein sollte. Als wir dann in die dazugehörende Tafernwirtschaft Hörger gingen, um zu essen, war es fast wie im Märchen — alles war wahr geworden: ein Bio-Gärtnerei, eine Bio-Metzgerei und eine Bio-Küche, in die man gleich beim Hereinkommen offen hineinsehen kann. Ein Blick auf die zweiseitige Speisekarte (gerade richtig klein) machte dann klar, dass hier sehr viele traditionelle Speisen gekocht werden: das Credo, wenn schon, dann das ganze Tier zu verarbeiten, wird ernst genommen: Saure Niere oder Sauers Lüngerl sind Spezialitäten, für die es viele Stammgäste gibt.

Wir haben einiges gekostet – Angelika auch Vegetarisches – unvergesslich etwa die Saure Leber, die zwar schnörkellos daherkommt – ein paar Scheiben gebratener Schweinsleber, es aber in sich hat, nämlich in der Soße. Einerseits merkt man die Qualität des Fleisches – unglaublich zart und geschmackvoll und andererseits zaubern die Köche intensivste Geschmacksbomben. Der überaus freundliche Kellner meinte, man könne da mit der Küche auch über Rezepte reden. Was ich auch einmal – zu dieser Leber – probierte: das sein ein bisschen komplizierter, meinte er, in der Soße steckten drei einzeln zubereitete Zutaten, eine Gewürzsoße in der neben Zwiebeln auch Pilze enthalten seinen, Soße vom (ebenso herrlichen) Schweinsbraten und dann noch etwas vom Rösten der Leber selbst, richtig gemischt, einreduziert usw. – für mich hörte sich das zwar ungemein spannend, aber auch unmachbar an (ich bekam dann noch hausmannstaugliche Tipps – Super!). Und diese Köstlichkeit gibts dann um etwa 11 Euro.

Tja, hinfahren und sich bekochen lassen, ist eh viel gscheiter. Unglaublich. Aber wahr!

 

Das Kaffee

Das Kaffee ist uns vor einiger Zeit empfohlen worden, heute waren wir dort: die herrliche Herbstsonne ließ die liebevoll hergerichteten Tischchen bunt erstrahlen, das kleine Platzerl unter dem Baum mit den goldenen Blättern war unwiderstehlich einladend.

Das Angebot in der Getränke-/Speisekarte ist überschaubar und sehr speziell, die aktuellen Spezialitäten auf Tafeln ausgeschildert, das Motto auf jeden Fall: “Biologisch und Regionalität ist uns wichtig”. All das wird von der freundlichen Bedienung liebevoll erklärt, man merkt direkt die Freude, so gute Sachen anbieten zu können.

Wie es sich für ein Kaffeehaus gehört, ist hier Kaffeekultur groß geschrieben: von der Reuttener Kaffeerösterei gibts einen “Sortenrein” – einen sehr ausgewogenen, feinen Arabica – und eine “Mischung” (Arabica/Robusta), der etwas kräftiger schmeckt. Beide sind direkt gehandelt.

Eine feine Auswahl an besonderen Getränken, etwa ein sehr fruchtig-mild erfrischender “hasenfit” Apfel-Orange-Karotten-Saft, die Starkenberger Bioperle (recht außergewöhnlich, mild-hopfig) und das Augsburger “Blümchen“, ein unfiltriertes, naturtrübes Kellerbier (mit einer Geschichte der Augsburgblume, die als kleines Gedicht aufgedruckt ist).

Als Begleitung haben wir uns eine kleine Auswahl des pikanten Angebots gewünscht – das umfangreiche süße Angebot und die Möglichkeit, aus drei frisch gekochten warmen Speisen auszuwählen, müssen wir auf das nächste Mal verschieben (so wie das Sitzen im ebenfalls toll gestalteten Innenbereich – auf schlechtes Wetter). Das Brot kommt von einem der besten Bäcker ringsum (direkt von nebenan),  Ziegenkäse aus Ehrwald, Bergkäse vom Plansee, Speck und Wurst aus Reutte  — alles aus der direkten Umgebung und wunderbar.

Daneben eine Auswahl von Aufstrichen, hier vor allem Veganes — auch das sehr gut. Zwei kleine Wachteleier waren eine reizvolle Ergänzung.

Wie im Flug waren zwei Stunden genüsslich und erholsam vergangen. Als Abschluss einen Waldhimbeerbrand aus Stanz und einen Tresterbrand aus Haiming: beide zum Niederknien!

Steiners Hofladen

Nico ist Tierarzt und sieht viele Höfe im Allgäu. Er hat uns erzählt, dass er, wenn er überhaupt etwas Fleisch isst, zum Hofladen der Steiners in Nesselwang geht: dort werden die Tiere so gehalten, wie er es sich für alle wünschen würde.

Also sind wir hin und haben uns Kostproben von fast allem, was da war, mitgenommen (der Winter ist lang!): verschiedene Käse, Schinken, Würste, Leberkäse, Leberwurst und einige schöne Fleischstücke.

Das erste, was wir verkostet haben, waren Wildknacker, Rinderschinken, Lachsschinken vom Schwein und natürlich die Leberwurst. Alles war außerordentlich zart, von intensivem Geschmack und doch sehr behutsam gewürzt — wunderbar! Das meiste liegt nun in unserem Keller zum Weiterreifen und Vor-Freuen.

just4wurscht: Echte Leidenschaft

Didi Schatz kocht mit Leidenschaft. Gern. Und sehr gut. Fast wäre er an den Bedingungen, unter denen ein Koch oft arbeiten muss, verzweifelt. “Dir wird vorgeschrieben, was Du kochst und wie Du kochen sollst”. Die Arbeitszeiten sind ein Wahnsinn, der Druck und der Stress haben mit dem, warum man Koch werden wollte, wenig zu tun. Nur wenige können bestimmen, wie sie kochen, was, wie schnell.

Jetzt hat er sich selbständig gemacht, “just 4 wurscht” beim Schwarzkopfdenkmal in Mühl. Jetzt kocht er nur so, wie er es haben möchte. Und alles selbst: alles ist echt,  selbstgemacht, vom Senf bis zur “Wurscht” — darauf legt er großen Wert: die ist selber hergestellt, eine feine Bratwurst, sehr fein gewürzt, nur vorsichtig gesalzen — einzigartig. Sie gibt’s nur mit Brot oder als “Tiroler Bosna” mit einer Speckzubereitung im Weißbrot (das einzige, was er nicht selbst macht). Und ein paar Burger, vom “DS” bis zum vegetarischen “Knödlinger”, einen speziellen vegetarischen, diese Woche den “Italy”, gibt’s zusätzlich saisonal. Alles wird frisch gebraten und zubereitet, man kann beim Braten zuschauen. Und gemütlich ratschen währenddessen, weil stressig geht’s nicht zu. Wunderbar.

Ein solches Standl (ein ganz besonderes – “Street Food” heißt das neumodisch) vor der Haustür zu haben ist ein großes Glück. Um neun abends ist Schluss, Sonntag und Montag Ruhetag. Da passt alles zusammen und saugut schmecken tuts auch noch!

WAS cooking in Biberwier

Zu den Vernissagen von Claus Koch-Tomelic hatten wir in den letzten Jahren nie die Zeit gefunden. Bei der letzten hieß es, sie wäre in seinem Stammlokal, dem was cooking in Biberwier. Das hat uns natürlich neugierig gemacht, nicht nur auf seine Bilder…

Das Restaurant macht seinem Namen alle Ehre (das “W” im Namen kommt von wood – und das ist hier wohltuend überall, auch und gerade im Freien) — cooking wird hier mit einer Leidenschaft betrieben, die man schmeckt: als erstes haben wir den American-Burger und den Bauernsalat gekostet: der Burger sehr gut, der Salat ein unglaublich pralles Fest an Genüssen und  Geschmäckern — und zum Sattessen (fast schon für zwei)! Beim zweiten Besuch dann ein Pulled-Pork-“Burger” (das “Burger” ist halt ein Laugenstangerl, das eingebaut ist) und ein Lachs-Wrap. Bist du deppert! Ein Wahnsinn: ein lange gegarter Schweinsbraten bis er in Fasern zerfällt, mit beherztem Knoblaucheinsatz — wie ich ihn selbst noch nie besser hinbekommen hab. Zum Niederknien. Der Lachs, frisch gebraten, mit einer Mischung aus Soßen und Gemüsen und dem Weizenfladen luftig und gschmackig zusammengebaut — ebenfalls ein Genuss bis zum letzten Bissen. Die Getränkeauswahl ist ganz fein, der Service professionell und angenehm — so ein Stammlokal werden nicht viele haben. Neid!

Die Bilder von Claus sind dort in Dauerausstellung und haben einen sehr guten Platz: die Wände scheinen für die großen Stücke wie gemacht, an ein paar Stellen gibt’s auch Kleineres.

So sind wir im Schlendern durch das Lokal aus dem Schauen und Freuen nicht mehr herausgekommen. Nach der Heimkehr haben wir die Erinnerung wiederaufleben lassen, da waren gleich ein paar Bilder, die uns besonders angesprochen haben. Noch einmal drüber geschlafen und dann war der zweite Besuch nicht nur wegen des Essens fällig.