La Molisana

Vor ein paar Wochen haben wir das erste Mal den Lieferservice vom il Centro ausprobiert — Enzo Cervello, einer der Inhaber, kam persönlich vorbei, hatte aber kein Wechselgeld. “Kommst einfach irgendwann vorbei”, lachte er und war schon wieder weg.

Das haben wir dann gleich am Abend als kleinen Spaziergang gemacht: und, wie schon beim letzten Mal, kam es zu ein paar Plaudereien. Enzo kam mit einem Eisbehälter prachtvoller kleiner frischer Calamari vorbei und erzählte vom neuen Fischangebot. Später dann durften wir vom selbstgemachten Limoncello kosten: fantastisch! Beim nächsten Mal hatte er eine Packung De-Cecco-Nudeln dabei und ich meinte begeistert, das seien meine Lieblingsnudeln. Nun, meinte er, wenn wir Linguine mögen, hätte er da was ganz besonderes und brachte uns eine Packung “Molisana” vorbei — als Geschenk.

Die Nudeln kommen (wie der Name schon sagt) aus Molise, sie werden dort seit über 100 Jahren erzeugt. Das Getreide und das Wasser kommen aus den Bergen, eine eigene Mühle verarbeitet den Hartweizen besonders schonend. Neben der Qualität der Nudeln erzeugen sie auch bemerkenswerte Sonderformen, wie etwa Spaghetti mit quadratischem Querschnitt.

Letztendlich geht es ja um den Geschmack — und der war umwerfend. Wir haben die Nudeln absichtlich nur mit etwas Olivenöl und ein wenig Parmesan gekostet: der getreidige Geruch, der Biss, das Gefühl der leicht rauen Oberfläche im Mund: ein Genuss!!

Das Kreuz in Rieden

ist schon seit Ewigkeiten fester Stern am Außerferner Gasthaushimmel. Dieses Mal waren wir mit unseren Freisinger Freunden dort, es gab zu meiner Überraschung eine Fisch(= Muschel) Suppe, herrlich, und das beste Kalbsrückensteak meines Lebens. Muss ich (als Schonauchsehrgut-Vegetarier) leider zugeben.
Und halt sonst alles, was dort zu Recht gepriesen wird. Ich sag nur Steirischer Kartoffelsalat, Backhendl und so.

Wochenmarkt in Füssen

Füssen liegt “vor unserer Haustür” — 12 km oder 20 Minuten Fahrzeit. Da wir jetzt zwei Wochen jeden Werktag dort waren, haben wir manches (wieder-)entdeckt.

Den Markt hab ich vor zwei Wochen besucht, einiges mitgenommen und letzten Donnerstag die zwei Stände besucht, die besonders beeindruckend waren. Der eine, aus Seeg, hat ein auffälliges Schild vor seinem Stand — “BIO — aktiver Tier- und Umweltschutz”. Seine Rindfleischwurst (mit und ohne Paprika) schmeckt wirklich sehr gut! Daneben gleich ein Jäger aus Marktoberdorf (er ist auch Koch), der zu seinen Waren gleich Kochtipps und Rezepte mitliefert — ich hab Rehragout erstanden, Rezept und ein Gläschen Jus gab es dazu.

Und dann die Babelskiste, ein mobiler Dorfladen, der nicht nur hier sondern 20 km im Umkreis von Lechbruck Halt macht. Da hab ich mich mit der Inhaberin, sie und ihr Mann sind in Lechbruck zuhause, am längsten unterhalten, einerseits wegen der Produkte, die sie anbietet und andererseits über die Philosophie, die dahintersteckt. Eine Chorizo aus Rind gibt es, die wir inzwischen schon probiert haben. Herrlich! Das würzige Fett aus der Wurst verbindet sich wunderbar mit der Beilage, hier ein Kartoffelpüree.

Die Herstellung der Würste erfolgt in Zusammenarbeit mit einem Metzger, es werden die eigenen Vorstellungen realisiert. Das Fleisch für die Würste — dieses Mal hab ich noch zum Kennenlernen Salsicce mitgenommen — stammt aus artgerechter Tierhaltung. Das ist bei weitem nicht dasselbe wie “Bio”, wie wir ja aus den jüngsten Diskussionen in Österreich leider wissen: “Bio” erlaubt ja sogar Massentierhaltung. Die beiden haben sich aber trotzdem zusätzlich für die Bio-Zertifizierung entschieden, die ist noch nicht durch, im Gange — der Markt verlangt das.

Die artgerechte Haltung ist ihnen aber viel wichtiger, die ändert wirklich das Leben der Tiere!

Brauerei und Schloss-Stuben Starkenberg

Anlässlich des 80ers von der Waltraud waren wir wieder einmal bei der Brauerei Schloss Starkenberg. Der Platz vor der Schloss-Stuben ist in diesem Sommer herrlich, wir sind mit Herlinde und Familie dort gesessen, haben geratscht. Das “Heimat-Bier” (trotzdem trinken!) ist wirklich gut!

Auf der Tagesempfehlung waren Tagliatelle mit einer Soße aus Pilzen und Salsiccia. Eh schon jedes von beiden anziehend, die Kombination unwiderstehlich. Die flotte Kellnerin hat bei meiner Bestellung wissend gelächelt.

Und: es schmeckte tatsächlich sagenhaft! Schon wieder: ein kleiner Urlaub, so hab ich das bis jetzt nur in Italien gegessen…

Caffé Lucca in Füssen

In diesen Zeiten ist jeder kleinste Urlaub ein Genuss. Füssen, gut 20 Fahrminuten von uns entfernt, hat viele Kostbarkeiten zu bieten, die Fußgängerzone mit unzähligen Cafés, kleinen Läden entlang der Reichenstraße und seiner Nebengässchen ist leicht zu finden.

Zweimal war ich nun im “Caffé Lucca” — und begeistert. Zuallererst vom Kaffee — der doppio ist unangefochten der beste Kaffee im Umkreis (der cappuccino ist weniger überzeugend), das Lokal selbst ist klein und sehr ansprechend eingerichtet. Die vier Tische im Freien, direkt davor und die zwei etwas entfernteren Tische sind immer umkämpft: aber es lohnt sich! Zusätzlich zu den Kaffeeköstlichkeiten kann man auch Süßigkeiten — heute war es torta della nonna — bekommen: ich war hingerissen: gefühlsmäßig saß ich bei Montanucci in Orvieto.

Ein Urlaub mit kürzester Anreise!

Wieder einmal um die Wurscht

ging’s uns am Mittwoch: heute wird nicht mehr gekocht. Und weil der Didi wieder offen hat an seinem Platz beim Achleitner haben wir uns nach einem Tag mit viel, viel Erledigtem das Abendessen dort geholt. Gemeinsam, ein Mikro-Urlaub, mit einem feinen Ratscher. Angelika hat sich für die legendäre Tiroler Bosna entschieden. Und weil er grad Eierschwammerln da gehabt hat, gab’s für mich einen Spezialburger. (“Da mach ich Dir was mit den Schwammerln, ich hab ein Hüftsteak da …”).

Gegessen haben wir dann genüsslich daheim auf der Terrasse, Sommer-Luft und Sommer-Temperaturen. Unglaublich gut, wie immer, paradiesisch!

Il Centro — Pizza Lounge: Habemus Italicum!!!

Vorgestern kam Angelika nachhause und erzählte, in der ehemaligen Postpassage habe sie ein neues Restaurant gesehen, mit schön dekorierten Tischen innen und einem Außenbereich — italienisch. Auch eine Webseite war schnell gefunden, viel versprechend. Heute waren wir dort.

Was versprochen wurde waren original italienische Gerichte, gutes Essen, guter Wein! Auf der Karte fanden sich gleich einige Spezialitäten, die echte neapolitanische Pizza (“Margherita verace D.O.C.“), hausgemachte Pasta (“Pasta fatta in casa — Orecchiette con pesto Genovese”). Das gibt es in hier nirgends, entsprechend groß war die Vorfreude. Auf der Webseite hatten wir bereits vom speziellen Pizzaofen gelesen — nur 60-90 Sekunden benötigt eine Pizza hier bei etwa 500°C.

Als wir ankamen waren nur wenige Gäste hier, sehr gemütlich, der kleine Tisch wurde von der zuvorkommenden Bedienung gleich zum Vierertisch umfunktioniert, den brauchten wir auch. Wir begannen zu zweit mit einem Vorspeisenteller verschiedener Aufschnitte (“Affettati”, eigenartigerweise mit ein paar Pfefferoni ergänzt), einigen salami, prosciutto crudo, pancetta: wunderbar, mit dem Weißbrot und dem Hauswein (“Apassimento” — einem Valpolicella, bei dem ein Teil aus getrockneten Trauben gepresst wird) eigentlich schon eine Mahlzeit für zwei.

Ein gemischter Salat (dieses Mal war Mais die Überraschung) war eine feine Abwechslung — die Menage aus Öl und Balsamico hatte auch als Ergänzung ein sehr scharfes Öl mit Peperoncino zu bieten.

Dann aber kamen die Hauptspeisen, und die waren überwältigend! Die versprochenen Orecchiette waren eigentlich Strozzapreti, frisch hausgemacht und perfekt gegart, mit einem traumhaften Pesto, das mit Rucola, Zitrone und Parmesan göttlich abgeschmeckt war. Einer der beiden Inhaber, Enzo Cervello, erzählte lachend, dass heute seine Hände eben bereit für diese Nudeln gewesen seien — was will man mehr?

Die Pizza, eine Margherita, gut wie ich sie noch nie gegessen habe, hat natürlich auch ihre Geschichte: im “Ferrari” unter den Pizzaöfen gebacken, beste Zutaten (San Marzano Tomaten, Büffelmozzarella, der Pizzateig — Geheimnis!): das Ergebnis ist wirklich unvergleichlich, ich legte einige Scheiben von der Vorspeise auf einen Teil der Pizza, aber wozu: etwas Perfektes kann man nicht mehr verbessern!

Ali Genc, der zweite Inhaber des Lokals, verabschiedete uns, wir liessen noch das Essen gemütlich ausklingen, die Mannschaft begab sich in die “Zimmerstunde” um am frühen Abend wieder bereit zu sein.

Auch beim Grappa ist eine große Auswahl vorhanden, wir schlenderten glücklich nachhause, wissend, dass wir wieder zurückkehren werden.

Café – Restaurant Edelweiss

Gestern waren wir zu zweit im Edelweiss, dem einzigen Lokal in Reutte mit einem Biergarten. Liebevoll sind überall Tröge mit Blumen aufgestellt, es gibt eine Hütte, einen “Marterpfahl”, hinten ein großes Rasenstück. Dass man hier im Freien sitzen kann, wenn die Witterung mitspielt, ist großartig, die Straße ist durch eine Hecke getrennt, man merkt sie gar nicht mehr.

Franz und Renate mit Tochter Marina arbeiten hier mit vereinten Kräften. Auch und gerade in der Corona-Krise, um überleben zu können: die insgesamt 1.500 Euro, die sie bis jetzt von der Regierung für zwei Monate Ausfall bekommen haben, können nicht einmal gut gemeint sein, “zum Sterben zuviel, zum Leben zu wenig” hat man früher gesagt: viel zu wenig, um damit auch nur irgendwie über diese Zeit zu kommen. Dass es Reserven gab, war die Rettung, aber die sind jetzt auch alle verbraucht. Und die anderen “Massnahmen”: Abschaffung der Sektsteuer, Abschaffung der Mehrwertsteuer für alkoholfreie (!) Getränke??

Die Zimmervermietung, die zusätzlich zum Restaurantbetrieb im Gastgarten ein fixes Grundeinkommen garantiert hat, wurde von einem Tag auf den anderen abgedreht. Franz erzählt, er hat ein paar Tage vorher geahnt, was da kommen wird, und fieberhaft überlegt: wie Weitermachen? Wie Überleben? Die Idee mit dem Lieferservice schien eine Möglichkeit zu sein und tatsächlich wurde sie begeistert angenommen. Am Muttertag war es grenzwertig: 88 Essen mussten zubereitet und zugestellt werden.

Die Grundidee, “Essen, das mir selbst auch schmeckt” (Renate), frisch gekocht, zu äußerst fairen Preisen, die sich jeder leisten kann, anzubieten und zuzustellen, ist für viele interessant und wird es auch bleiben: von Anfang an für Menschen mit kleinem Budget — Pensionisten etwa — für die ein wechselndes Tagesmenü mit Vorspeise, Hauptspeise und Salat angeboten wird. Aber auch jetzt, erzählt Franz, können sich viele einen Restaurantbesuch einfach nicht mehr leisten — das Essen von uns geliefert, die Getränke selbst: das ist machbar.

Wir haben das Tagesmenü — Leberspätzlesuppe, Schweizerschnitzel mit Rösti und Salat — und einen Toast gewählt. Die Suppe war schon ein feiner Anfang — “die mach ich selbst, da kommt mir kein Pulver rein”, erzählt Renate. Das Schweizerschnitzel dann gschmackig, die Rösti genau passend und der Riesenteller Salat die perfekte Ergänzung. Wir nahmen einen Teil mit nach Hause, die Portionen sind großzügig.

Wir kommen wieder!

Die letzten Max-Stiegl-Gläser

Nach der Böhmischen Rindsroulade, dem Szegediner Krautfleisch und dem Mangalitza-Sugo haben wir heute die letzten Gläser von Max Stiegl verspeist.

Wie bei allen anderen: sparsamst gewürzt, perfekt abgeschmeckt. Das Hendl ein Genuss, die Bohnensuppe einwandfrei. So ein Gasthaus in Reutte zu haben wär herrlich!

Szegediner Krautfleisch

Nun schon das dritte Glas aus unserem Paket von Max Stiegl — und das, das uns bis jetzt am besten geschmeckt hat! Wie schon bei den beiden anderen hat man hier das Gefühl, nur das absolut Wesentliche ist dabei: nur die Gewürze, nur gerade soviel Salz und/oder Pfeffer, nur die Zutaten, die wirklich dazugehören. Das erste Mal, dass wir zu zweit uns jetzt durchaus auch zwei Gläser gewünscht hätten!

Mangalitza Sugo

Unser zweites Glasl von Max Stiegl: nur mehr ein paar Spaghetti dazu und man hat gekocht! Bis auf etwas Muskat schmeckt man kein anderes Gewürz, es sind auch keine Tomaten dabei: Sugo pur, wunderbar!

Max Stiegl in Purbach: kocht für uns alle!

“Halten wir zusammen, damit wir beide nicht verhungern”

Dieser Satz in der Notiz am Ende der Seite von Gut Purbach hat mich sofort gefangen. Am Montag bestellt und — trotz der großen Nachfrage — am Freitag geliefert. Nett in Papier eingepackte Gläser, eines war beim Transport umgefallen und ließ sich leicht öffnen: da musste ich unfreiwillig kosten: ——–!!! (Fehlende Worte). Vor vier Jahren waren wir in Purbach, wir haben unvergessliche Eindrücke mitgenommen aus den paar Orten rund um den Neusiedlersee, die wir damals besucht haben.

Daher gibt’s heute, am Palmsonntag, eben diese böhmische Rindsroulade mit den restlichen Tagliatelle von gestern. Die Portion (ohne Beilage) ist für einen reichlich, für zwei etwas knapp: für die verlangten Preise immer noch sensationell, alles ist bio, und der Koch vom Gault-Millau mit drei Hauben bewertet.
Angelika fand sie zu sauer, zu sehr nach Essig schmeckend. Ich fand die Soße sehr gut, die hatte ich ja schon gekostet. Das Fleisch aber war, trotz bio, nicht überwältigend, eher a bissl zaach. Das vom Hofladen unseres Vertrauens ist wesentlich besser. Weitere Kostnotizen folgen!

Zum Geburtstag ins Kaffee

Zu meinem Geburtstag hab ich von Eva einen “Das Kaffee“-Gutschein bekommen, ein Gori-Frühstück mit einem kleinen Bio-Weizen. Und an diesem Tag endlich eingelöst, etwa sechs Monate später. Herrlich, wie schon so einige Male!

Muscheln aus Strunjan in der Trattoria Susič

Unsere Unterkunft im heurigen Sommer in Slowenien nahe der Küste bei Strunjan hatte auch den unglaublichen Vorteil, dass man zu Fuß zu einer von außen eher unscheinbaren Gaststätte gehen konnte. Natürlich hoffte ich, Muscheln oder Fisch zu bekommen, aber meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Erst in den Tagen darauf wanderten wir die Bucht entlang und sahen die riesigen Muschelfarmen, mit denen die Restaurants hier versorgt werden.

Besonders Gerichte mit frischen Muscheln sind unglaublich gut, die beiden offenen Weine, besonders der Refosco, gut und günstig. Die drei Kellner, zwei davon haben das Lokal übernommen, sind freundlich, flott und kompetent: Svonko verrät nicht nur das Rezept sondern auch gleich Tipps bei Pannen (versalzen? Brot mitkochen oder evtl. etwas Zucker). Und den Grappa danach hat er dann eigenmächtig durch einen abenteuerlich grünen Kräuteransatz ersetzt, den muss man trinken, sagt er, heißt “Ruta” und die Kräuter (selbst gesammelt) bringt er gleich auch. Weinraute, haben wir dann gleich nachgesehen. Bitter, aber bekömmlich!

Keine Hintergrundmusik (Danke!!), sehr familien-, kinder- und hundefreundlich, so gemütlich dass wir in dieser Woche jeden Tag hingegangen sind. Ach!!

Slow Food in der Steiermark: der Jagawirt

Die Anregung für unseren heurigen Urlaub war ein Artikel im Slow Food Magazin aus dem April 2014: “Von Grubenkraut, Käferbohne und Sulmtaler Huhn”. Wir wollten auf jeden Fall auch Graz besuchen, vor allem aber Ruhe und Entspannung finden und gut essen: der Jagawirt in der Nähe von Stainz bot sich da perfekt an.
Wir hatten schon beim Ankommen die Gelegenheit, den riesigen Kräuter- und Gemüsegarten, der hier als Permakultur gepflegt wird, zu besichtigen. Den verschiedenen Freiland-Wald-Schweinen, die hier artgerecht und mit viel Zeit aufwachsen dürfen, sind wir gleich bei der ersten Spazier-Runde um unser kleines “Gartenhaus” begegnet (allerdings haben Emma die hier freilaufenden Hasen wesentlich mehr interessiert, die herrlich kletternden neugierigen Ziegen weniger).
Das alles ist eine Grundlage für das, was hier gekocht wird: aus dem eigenen Garten, aus eigener Haltung. Die perfekte Ergänzung dazu sind eine herrliche Auswahl aus Weinen, manchmal vom Winzer “gleich då unten”, auch ein Bier vom Brauer aus St. Stefan ob Stainz (das wär dann “a bissl weiter då unten”) ist zu bekommen. Genau so haben wir uns das vorgestellt.
Trotzdem waren wir vom Gebotenen mehr als überrascht: was die Chefköchin Monika mit ihren zwei Köchen in der Küche jeden Tag wieder für uns zauberte, übertraf alle Erwartungen. Die fein überschaubare Karte (wir schafften es in einer Woche trotzdem nicht, alles zu probieren) enthält ein Schmankerl nach dem anderen. Natürlich Waldschwein in vielen Varianten, aber auch Vegetarisches war einiges geboten, die Nachspeisen dann wieder ganz anders außergewöhnlich und jeden Tag frisch und neu gebacken (die Mangoldtorte – nach das Haus- und Geheimrezept – haben wir erst zum Schluss gekostet). Aber bereits beim Frühstücksbuffet merkt man, wo man sich befindet: das Rührei mit Kernöl wurde vom ersten Tag an fixer Bestandteil; wer’s mag (und wir sind beide eher beim Pikanten, auch beim Frühstück) konnte auch schon in der Früh ein Schmalzbrot genießen.
Dass dann die gesamte Belegschaft gemeinsam mit Wirt und Wirtin sich flott und trotzdem gemütlichst um unser aller Wohl kümmerte, war mehr als herrlich. Paradiesisch!
PS: Dem Schilcher-Tresterbrand vom Senior-Chef war Angelika sofort zugetan, das herrliche Salz-Karamell-Eis war mehrmals krönender Abschluss!