Archiv für den Monat: Dezember 2018

Spaghetti Cacio e Pepe

Ein klassisches Rezept, an das ich mich lange nicht gewagt habe: zu genau musste man da wissen, was man tut, dachte ich, und die Zutaten muss man auch erst haben. Oder halt wissen, welche zusammenpassen.

Als wir heuer in Abbiategrasso waren, hat Fabrizio, er ist aus Rom, eine persönliche Variante für uns gekocht und mir ein spezielles Geheimnis verraten (“nimm zum Nudelkochen Wasser, das bereits die Stärke eines Nudelkochens in sich hat”) — also hab ich mich jetzt getraut: und es war gut, unglaublich gut!!

Hier also das Rezept, ergänzt um Alessandra Dorigatos Erläuterungen, die wichtigen Stellen sind hervorgehoben:

  1. Käse und Pfeffer frisch reiben/mahlen: 4 EL Käse (Pecorino romano, eher dolce!), ½ TL schwarzer Pfeffer pro Person. 100 g Nudeln pro Person. Einen kleinen Teil für die Schluss-Bestreuung aufheben.
  2. Nudeln (Spaghetti oder z.B. Rigatoni) in Wasser kochen, in dem schon einmal Nudeln gekocht wurden — bei uns einfach: die Hennen/Enten/Hunde/Wir  bekommen immer wieder einmal einfach Nudeln, vielleicht mit etwas Olivenöl, Parmesan und Pfeffer (nur bei “Wir”)!
  3. Mit dem Nudelwasser, das schon recht dick daherkommt, die Käse-Pfeffer-Mischung vorsichtig mit einem Schneebesen aufschlagen (in einer Schüssel, darf nicht mehr kochen) und zum Schluss die entsprechende Nudelmenge untermischen. Mit dem Rest bestreuen, dafür
  4. Vorgewärmte Teller! verwenden!!

Ein grüner Salat, Romano; und ein roter Wein; das passt immer!

In Biersocken zum Gaudetesonntag

Gaudete- Freut Euch!
Der dritte Adventsonntag ist der sogenannte Gaudetesonntag.
Der Sonntag der Freude.
Und wie wir uns gefreut haben, schon ein paar Tage vorher, als ein Paket abgegeben wurde.
Und dann erst beim Öffnen.
Biersocken, liebevollst gearbeitet waren ein Teil des Inhalts.
Wir freuen uns schon auf den Sonntag, wenn wir in diesen Kunstwerken mit unserem Schlafbier anstoßen.
Hoffentlich haxeln wir uns dabei nicht.
Und wer weiß, vielleicht wird sogar der Neujahrswalzer diesmal in diesen Socken getanzt.
Asterixleser wissen sicher um die Passagen, wenn Obelix, jedesmal wenn er Kleopatra sieht, in Verzückung gerät und immer wieder stammelt:“ Die Nase, diese Nase.“
So ähnlich ergeht es mir mit der Ferse dieser Handarbeit: Die Ferse, diese Ferse- sie hat es mir echt angetan.
Danke für soviele Momente der Freude.

Josefine hat Hautschorf

Erstens kommt es anders, als man zweitens meistens denkt…
Wieder einmal hatten wir den Punkt erreicht: So, alles ist getan, wir haben Feierabend.
NEIN, doch nicht.
Josefine ist mir aufgefallen, weil ihr Gang nicht ganz so flott war, wie gewohnt.
Also gut, ich schaue nach.
Dazu muß ich allerdings bis zum Abend warten- so leicht lassen sich meine Mädels nicht fangen und stressen will ich sie auch nicht.
Im Dunkeln hole ich sie aus ihrem Nest und spüre in einer Handfläche etwas, das sich wie Plastik anfühlt.
Das will ich mir näher anschauen.
Um Gottes Willen, was ist denn das?
Da traue ich mich jetzt mit Bäder oder Salben nicht mehr drüber, was bedeutet: Hermann fährt zum Tierarzt.
Nach einiger Zeit kommt er mit Diagnose und Medikationen zurück.
Um wieder einmal Eva zu zitieren: Mann, da liegt noch ein Stück Arbeit vor euch…
Das kann dauern, bis sich all die Hautzellen wieder erholt haben und Josefine ihren Schorf los ist.
Und das im Winter und bei der Kälte.
Aber sie ist eine ganz tapfere Kämpferin, dafür wird sie bei jeder Behandlung auch entsprechend belohnt.
Gute Genesung Mädel- wir schaffen das.

Valentin und seine Mädels im Schnee

Es ist unser erster Winter, den wir mit Enten verbringen.
Wir waren recht gespannt, zum Teil auch besorgt, wie das wohl werden wird.
Womit wir nicht gerechnet haben ist, dass sie sich derart am Schnee erfreuen, dass man manchmal gar nicht mehr weiß, wo der Kopf ist.
Ein herrliches Schauspiel.

Kugelbaum mit Schnee

Weil er eine tägliche Augenweide ist.

Australien im Advent

Seit vielen Jahren erweisen mir der Olivenbaum, der gemeinsam mit dem Oleander in einem Topf sitzt, über die Wintermonate hinweg ganz spezielle Dienste.
Ersatzchristbaum oder Träger der Weihnachtspost oder einfach nur Grün und Blüten und Duft.
Heuer wird er neben all den Weihnachtskarten mit ganz speziellen Bildern von Eva geschmückt.
Bilder von ihren Tagen in Australien.
Bilder, die einen besonderen Bezug zu gemeinsamen Erlebnissen haben.
Halt doch wieder ein CHRISTBAUM- halt der anderen Art.

music was my first love

Musik ist einer der Grundpfeiler unseres Lebens.
Leider geben wir ihr viel zu selten den Raum, den wir uns wünschen.
Beide haben wir eine stattliche Sammlung an Vinyl, CDs und noch älteren Tonträgern.
Damals haben wir sie übersiedelt, seither lagern sie im Depot.
ABER jetzt- in diesem Advent werden sie hervorgeholt, abgestaubt, sortiert, inventarisiert und mit so manchem ACH und so mancher Träne abgespielt.
Was wäre diese Welt ohne Musik?- so lautete der Titel meines ersten Gedichts im Teenageralter- oder um es mit ABBA zu sagen: music was my first love.

Untrügliche Zeichen der Vorweihnachtszeit

Wenn Marias Apfelbrot uns den Kaffee versüßt und stimmige Sprüche die Atmosphäre bereichern, dann haben wir uns wieder einmal zur Bibelrunde getroffen und uns eingestimmt auf Weihnachten.

Prüfung bestanden

So schaut er aus, der Hausherr, wenn er gerade die Prüfung als Heizungstechniker bestanden hat.
Ja, sie zickt wieder einmal- unsere Heizung.
Sehr selten, meist aber in Momenten, wo wir gerade tief durchatmen und feststellen: So, alles ist erledigt.
Dann telefoniert und mailt Hermann und die Techniker kommen und die reparieren und dann streikt sie doch wieder….
In der heutigen Zeit ja alles kein Problem: Zwei Profis an den Handys, den Schraubenschlüssel in der einen Hand, den Föhn in der anderen.
Fotos und Anweisungen „appen“ hin und her.
Das Ergebnis: Sie läuft wieder wie am Schnürchen und die Prüfung ist bestanden.

Ganz ohne schlepping

Weil es das Leben um so viel leichter macht.
Danke Bianca für diese Nachricht und die Erinnerung daran.
Ein Wegweiser für die kommenden Zeiten.
Viva la vita.
Hakuma matata.

Barbarazweige

Die heurigen Barbarazweige habe ich nach einigen Jahren wieder einmal in der Gärtnerei gekauft.
Unserem Kirschbaum haben wir gegen Ende des Sommers einen Radikalschnitt verpasst, so als letzte Chance- wegen all seiner Erkrankungen.
Schön hat er wieder ausgetrieben. Aber diese jungen Lebenstriebe wollte ich nicht noch einmal schneiden.
Also ab, in die Gärtnerei, um der Zeit entsprechend auch noch gleich einen Mistelzweig mitzunehmen.
Geblieben sind die vertrauten Anhänger des letzten Jahres.
Jetzt gilt es wieder, sich in der Geduld und der Hoffnung zu üben.
Und jeden Tag nachschauen, ob sich da schon ein zartes Grün oder ein helles Rosa zeigt.

Eigene Etiketten

hat sie jetzt, die Klockerei.
Seit langer Zeit hege ich den Wunsch, all den Produkten aus der Klockerei auch die entsprechenden Etiketten zu verpassen.
Hermann hat geübt und entworfen.
Einfach, schlicht mit gefälliger Schrift- so lautete mein Wunsch.
Da sind sie und zieren zum ersten Mal die Flaschen und Gläser.

4 Kanthölzer und 4 Kerzen

bilden seit vielen Jahren die Grundelemente unseres leuchtenden Adventbegleiters.
Das Holz ergraut, die Metallklammern verwittert- fast so wie damals im Stall…
Schlicht wollte ich es heuer haben, schöne Kerzen sprechen für sich.
Drei Maschen und ein paar Zweige vom Buchs.
Seit Samstag stimmt uns dieses vertraute Gebilde in die Abende des heurigen Advent ein.

Fertig ist der Kugelbaum

Ein paar Kugeln haben wir noch erstanden und Hermann hat den Schmuck an der Weide noch ergänzt.
Jetzt schaut der Baum recht lebendig aus und ist zugleich Blickfang für so manchen Spaziergänger.
Vom Wohnraum aus haben wir noch einmal einen ganz speziellen Ausblick: Die Mispel mit den verbliebenen Früchten( für die Vögel) steht unweit der Weide. So viele Kugelen, kleine und große- alle tanzen sie im Wind und glitzern im Regen.

Waldbier von Kiesbye

Das Waldbier begleitet uns schon von Beginn an, wir waren von der Idee (und dem Geschmack) sofort begeistert, ein Besuch bei Kiesbye im Bierkulturhaus am Obertrumer See blieb unvergesslich. Es begann 2011 mit Tanne, dann 2012 mit Zirbe, dann Lärche, Schwarzkiefer, und Fichte. 2016 kam dann Wacholder, darauf folgte Wilde Kirsche (unser Favorit im Moment) und heuer, 2018 die Holzbirne. Bei letzterer sind schon etliche Waldzutaten an verschiedenen Stellen des Brauprozesses beteiligt: Blüten und Blätter beim Läutern der Maische, gehäckselte und getoastete Zweige in die Würze und im Lagertank sogar getrocknete Früchte — all das kann man genüsslich herausschmecken!

Die Zutaten werden in Zusammenarbeit mit den Bundesforsten geerntet, das Bier, bei den Holz-Sorten hochprozentiges Bockbier, löst auch Harzaromen. Auch ein Sauerbier wurde gebraut!

Diese Biere sind herrliche Aperitife, passen aber auch gut als Essensbegleiter, viele etwa zu geräuchertem Fisch oder Wild.