Der Herbst ist ins Land gezogen

Die Berge zeigen sich das erste Mal in ihrem Kleid aus Puderzucker.
Ein Großteil der Ernte ist getan und eingebracht.
Und die Blumen zeigen ihre letzten Blüten.

Pochierte Karotten mit Kapernmayonnaise

Wieder einmal ein Rezept aus “Köstlich Vegetarisch” von Yotam Ottolenghi, das sehr einfach ist aber raffiniert schmeckt — unglaublich gut! Der ganz besondere Reiz liegt im Wechselspiel der Säure der Pochierflüssigkeit (600 ml Weißwein und 150 ml Zitronensaft!), der Salzigkeit und Würze der Kapernmayonnaise und dem Eigengeschmack der Karotten, der trotzdem stark zur Geltung kommt. Was nicht warm gegessen wird schmeckt auch wunderbar auf Brot!

Pochierflüssigkeit: 600 ml Weißwein, 150 ml Zitronensaft, 200 ml Olivenöl, 2 Lorbeerblätter, ½ Zwiebel, 2 Stangen Stangensellerie, 1 TL Salz. Den Wein aufkochen und nach einigen Minuten die Zutaten dazufügen. Das Gemüse darin pochieren (kleine Karotten brauchen etwa 7-8 Minuten, Spargel, Zucchini etwa die Hälfte). Mayonnaise: aus 1 Eigelb und 75 ml Öl mit ½ Knoblauchzehe, zerdrückt, 1½ TL Weißweinessig½ TL Dijonsenf und ½ TL Salz, Saft und Schale von ½ Zitrone zubereiten.

Die übriggebliebene Flüssigkeit werde ich noch mit ein paar gestiftelten Rohnen ausprobieren, da fällt nicht auf, dass die Karotten “abgefärbt” haben.

 

 

Vorvorletzte Ernte 2017

Es war ein gutes Gartenjahr, das Jahr 2017. Eine reiche und vielfältige Ernte haben wir bekommen. Alles zur rechten Zeit und nichts im Übermaß, sodass die Verarbeitung ein rechter Genuss war. Da im nächsten Frühjahr die Hochbeete auch an einem anderen Platz stehen werden, haben wir auch jenes Gemüse herausgeholt, das ich in all den anderen Jahren bis in den Winter hinein in der Erde gelassen habe. Einen Korb voller Rohnen und Karotten habe ich noch aus der Erde geholt und bis zum Verkochen in eine Erdkiste gegeben. Das Rohnenkraut hat Hermann inzwischen schon lange zu Pesto und Gemüse verarbeitet und von Woche zu Woche werden auch die Gelbruaben und Rohnen weniger.

Lobbericher mit Cheddar-Mangold

Möhren heißen die gelben Neuzugänge, die wir heute verkostet haben. Der (von den Hennen übriggelassene) Mangold war auch erntereif und ein paar Salatblätter auch. Die Schalotten wurden versehentlich mitgeerntet.

So hat sich ganz von allein eine herrliche Kombination ergeben: die Möhren und Schalotten geschmort, der Mangold gedünstet und mit ein paar Würfeln Cheddar bestreut (Danke, danke, Gabi fürs Mitbringen aus England!); die zusätzlichen Kartoffeln — heuer Annabelle frühe — geröstet. Da kann man sich genussvoll sattessen!

13. Jänner 2016

Jetzt sind alle Hochbeete leer, das letzte Gemüse ist geerntet und wird gerade zu Gemüsesuppe und vegetarischem Chili verkocht. Für die kalten Wintertage.

Kartoffelsuppe italienisch

Angeregt durch ein Rezept, das Waltraud Schulz am 9. Marburger Suppenfest 2014 gekocht hat, hier nun unsere eigene Variante:

Einige Knoblauchzehen in großzügig Olivenöl heiß ziehen lassen (bis es herrlich riecht), dann die Kartoffeln (etwa 1 kg), eine Handvoll klein geschnitten getrockneter Tomaten, ebensoviel Oliven und etwa 1/4 kg Karotten darin anschwitzen und mit Gemüsesuppe aufgießen. Würzen mit Rosmarin und Oregano (jeweils einen frischen Zweig), gar kochen, abschmecken.

Jetzt kann man sie zwar schon essen, aber viel gescheiter: über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag noch einmal aufkochen (also eigentlich eine Ribollita) und mit Nudeln (wir hatten einen Rest der griechischen Nudeln, ein bisserl wie Pici) servieren. Ja, Nudeln in die Kartoffelsuppe. Wer’s nicht mag, soll sie weglassen, passen und schmecken tun sie! Was mir leider erst am Ende einfiel waren die Parmesanrindenreste, die ich mitkochen hätte können. Sollen! Beim nächsten Mal…

Erdlager

Unsere Hochbeete bieten ein Klima, dass wir das restliche Wurzelgemüse überwintern können. Nebenbei bietet es uns noch einiges an Salat und Frischgemüse an. Herrlich!

Risotto mit Karotten

Bei unserem letzten Besuch in Abbiategrasso haben wir wieder in der L’aia gewohnt. Unser Wirt, Max, ist mit uns Reis kaufen gefahren, und jetzt, endlich, kamen wir dazu, das erste Risotto damit zu kochen. Wir hatten damals zwei Säcke Carnaroli und, auf besondere Empfehlung von Max, einen Sack Roma gekauft (jeweils 5kg). Der Carnaroli war zufällig der erste geöffnet und so haben wir ihn heute zu einem Risotto mit Karotten verkocht – da wir gerade die letzten frischen Karotten aus unserem Hochbeet ernten: das sind fast alle diese ganz besondern mit violetter Schale, die wir von Gabi zu Weihnachten bekommen haben.

Das Rezept – wie so oft aus dem „Risotti für zwei“, ist fast Grundrezept (für zwei Personen natürlich): je 2 EL Butter und Olivenöl erhitzen, 1 Zwiebel glasig rösten und Karotten (gleich viel wie Reis – nämlich je Person 90g) gewürfelt anschwitzen, dann mit Gemüsebrühe (etwa 1l, vorher erhitzen!) schöpferweise aufgießen und Rühren, Rühren, Rühren. Am Ende mit Petersilie abschmecken, etwas Hartkäse zugeben und mit geeister Butter binden – dann rasten lassen – nicht mehr aufkochen!

Der Reis war wunderbar cremig, vom Karottengeschmack und, wie man sieht auch von der Farbe, durchdrungen. Perfekt! Ein Salat gehört unbedingt dazu, für uns war es ein einfacher grüner mit ein paar Tomatenstücken.

Leckereien

Ein Korb voll mit Apfelbeeren ist ins Haus gekommen.

Zwei verschieden Rezepte werden ausprobiert.

Heute hat mich Hermann mit Gartenvielfalt verwöhnt.Kohlrabischnitzelen mit Hosbohnen, Fenchel, Karotten und einer neuen Kartoffelsorte:Ditta

Der Brombeerdatschi kann gekocht werden!!!! Wieder ein neues Rezept zum ausprobieren. Klingt sehr verlockend!

Knackige Birnen, die geerntet wurden, warten aufs gsunde Jausensackl!!

Die Apfelbeeren/Weintrauben Marmelade ist fertig.

Und dann gibt es da noch

ein im Heustock integriertes Legenest für unsere Welsumer Trude und Traudl.

Diese Steine hat der Lech in seinem Quellgebiet freigegeben.

Der heurige Blütentee wird eine Geschmacks- und Farborgie.

Das Kraut für die Hennen, die Wurzelteile (herrliche Karotten) für uns!