Wenn sich die Hagebutte

mit den Hopfenzapfen im Weinlaub trifft, dann ist er da, der Herbst und schüttet all seine Farbenpracht aus.
Bei jeder Runde ums Haus wandern meine Gedanken zu Marmelade oder Gelee, Hopfentee und Hopfenpolster oder doch Weintrauben und Herbstkränze. Da bin ich dann immer ganz dankbar und weiß, dass ich reich beschenkt bin.

Fleißig, fleißig

Das Holz der alten Stapelpaletten, die ich vor Jahrzehnten von meinem Vater bekommen hatte, haben ihren Geist aufgegeben. Sie sind im Morschhaufen gelandet. Dort rottet das Holz mit Streu und Grasschnitt vor sich hin und züchtet uns viele Regenwürmer. Übrig geblieben sind die Metallteile und die Schrauben, die eine eigene Philosophie sind. Wenn die neuen Bretter da sind kann Hermann daraus zwei neue Hochbeete bauen.

Das letzte Stück Randstreifen, das bei den Spaliergittern haben wir jetzt auch von allem Unkraut befreit. Ganz sauber ist es jetzt rund um Haus und Garten.

Räucherplatzl

Geräuchert wird in der Klockerei nicht nur zu den heiligen Zeiten, sondern auch wann immer die Luft gereinigt werden soll. In den letzten Wochen war sie im Dauereinsatz um einigen alten Mustern und den damit verbundenen Symbolen beim Gehen zu helfen. Danach war auch eine Reinigung der Räucherschale, die eine alte Dachschindel aus den Marken ist, angesagt. Von diesem Ort aus werden jetzt die NEUEN Feuer entfacht und zum Ausgeistern auch wieder hingebracht. Ein guter Ort, umgeben von Liebe und HOCHzeit.

A Krout in der Garage

Irgendjemand hat ihm vermutlich erzählt, dass es in der Klockerei gutes Essen gibt. Warum sonst hätte sich diese Kröte oder der Frosch in unsere Garage gesetzt und gewartet. Box auf, Krout rein, Box zu und ab zum nahe gelegenen Weiher. Box auf, Krout raus, Krout gerettet. Nur ganz kurz haben wir über eine Aussiedlung nach Buchkirchen nachgedacht.

Die vierte Mahd

Im Juni haben wir das vierte Mal gemäht und sind mit dem Resultat sehr zufrieden.

5 Sterne Stall

Aja und weil Hermann ja sonst nichts zu tun hat – außer Arbeit, Schularbeiten, Matura, eine marode Frau begleiten, kochen, misten und den neuen Zaun machen – hat er den Hennen einen Sommerstall gemacht. Sonnendurchflutet und gut belüftet. Da werden die Eier gleich in der Morgensonne in die Einstreu gelegt – bei einem Sonnenbad. Luxus! und ein Tausendsassa.

Günter, schau åber

Ja, jetzt gibt es noch einen Beitrag zum Thema Zaun. Wahrscheinlich werden eh noch einige folgen, weil wir sind schon recht stolz auf diese neue Begrenzung unseres Hofes.
Mein Aspekt kommt allerdings aus einer etwas anderen Richtung, obwohl es letztendlich doch wieder dasselbe ist.
Über viele Jahre habe ich mich in einigen Lehrgängen mit der Idee von Viktor E. Frankl auseinandergesetzt. Ich und später auch wir hatten das große Glück dabei einem Mann zu begegnen, der es verstand, uns diese Idee schmackhaft zu machen: Günter Funke
Als mir Hermann dieses Foto gezeigt hat war ich recht berührt: das ist Existenzanalyse zu Bild gebracht. Der alte Zaun, der nicht mehr gepasst hat wird zerlegt und in einer neuen Form wiederverwendet. Wie im Leben: das, was nicht mehr passt/stimmt wird zerlegt und das, was noch gut zu haben ist in den neuen Lebensabschnitt eingebaut. Der wichtigste Teil dieses Tuns ist für mich auf diesem Foto schön zu sehen: Das Nichts und die Leere dazwischen – die geben den Blick auf den Raum und Zeit FREI. Freiraum und Freizeit.