Bereit für die Ernte

Auch das gehört zur Inventur der ersten Ferienwoche. Alle Kisten, Kistelen und Körbe werden gereinigt und so sind sie wieder einsatzbereit für Ernte und die Lagerung all der Gartenfrüchte, die dieser Hof zu bieten hat.

Ein untrügliches Zeichen für Sommerferien

Das ist eine der Tätigkeiten, die in der Klockerei immer in der ersten Ferienwoche passieren. Abeisen und Inventur der Gefrierschränke. Was ist noch da, was wird demnächst verkocht, woraus wird Kuchen gemacht,…
Welch ein Fundus.
Ausgerüstet sind wir ja, dass wir jederzeit eine Hochzeitsgesellschaft bekochen könnten, aber irgendwie leert sich dann immer alles im Laufe des Jahres.
Da ein Besuch, dort ein Fest und selber sind wir beide leidenschaftliche Esser.
Heuer haben wir die Gefrierschränke in die Garage übersiedelt. Kürzerer Weg und Temperatursenkung im Depot waren die Gründe dafür. Fein, jetzt steht das Essen einfach ums Eck.

Eine (? Dutzende!) Fliege tut mir was zuleide!

Wir genießen ohne Ende unser Wohnen “inmitten des Gartens” und das Öffnen der großen Türen gehört da dazu: dann streicht die warme Sommerluft ins kühle Innere, ein bisschen noch voll von allem, was ihr begegnet ist: alle Gerüche, manche Geräusche, alle Pflanzen und Blüten, sogar die Sonne und manchmal den Sommerregen spürt man ihr noch an — viele solcher Tage hat es heuer schon gegeben! Am Abend dann verklingt der Tag und kühle, frische Luft, manchmal hört man die Grillen, begleitet den Abend in die Nacht.

Leider kommen damit auch Fliegen herein und sind dann am Abend in zweistelliger Anzahl herum, und ich muss es zugeben: ich mag sie nicht. Sie sind mir auch nicht egal, sondern ich find sie grauslich, und wer es wagt, mit seine dreckigen Füaß in mei Essen zu steigen, hat jedes Recht verspielt! Nun ist keine der Methoden, diese Plaggeister loszuwerden, wirklich appetitlich, am einfachsten und feinsten wäre es, sie einfach nicht drinzuhaben. Da haben wir lange gesucht, denn unsere große Schiebetür ist 2,70 hoch und mehr als zwei Meter breit — da passt kein Standard-Schutz mehr. Nun haben wir uns eine Maßanfertigung auf beiden Seiten des großen Wohnraums machen lassen (die Vorarbeiten dazu waren gscheit aufwendig) und freuen uns jeden Tag drüber: praktisch unsichtbar, aber effektiv. Nicht sofort kaputt, wenn irgendein Hiasl reinrennt.

Traumhaft! Mediterranes Wohngefühl, jeder Tag ein Genuss!

 

Alle für eine

Für unsere Terrasse haben wir heuer zwei Vorhaben: einmal eines, das die Lebensqualität (noch mehr) steigert —  ein Fliegengitter, sodass die riesige Terrassentür im Sommer ganz offen bleiben kann — und eines, das das Auge erfreut: die Decke bekommt endlich die Verkleidung, die ihr zusteht: die Lärchenbretter liegen schon im Depot.

Für eine zusätzliche Schiebetür braucht’s EINE ordentliche Auflage, ein Kantholz, unter Bodenniveau, und das heißt, dass die ursprünglichen Bretter um einige Zentimeter gekürzt werden müssen. Und dass die Auflage angeschraubt werden will: das heißt, ALLE (36!) Lärchenbretter müssen herausgenommen werden, gekürzt und wieder verlegt werden. Das heißt ein paar Hundert Schrauben raus, Bretter raus, ablängen und nach Montage des einen Kantholzes wieder alles rein, und schrauben, schrauben. So ähnlich wie beim Zaun damals war ich fast enttäuscht, als wieder alles drin war, dieses Verlegen hat etwas sehr Meditatives. Vielleicht hätt ich doch einen anderen Beruf erlernen sollen…

 

Doppelt genäht hält besser

Doppelter Segen auch.
Vier Burschen und zwei junge Männer haben uns heuer den Segen der Sternsinger vorbeigebracht. Mit Weihrauch — so soll es ein. Gut, dass wir so eine große Eingangstüre haben — da haben noch viele Jahre Platz.

Der Weihnachtsbaum vor der Türe

Am Ammersee habe ich mehrere solcher Bäume gesehen und diese Weihnachtsbäume haben es mir angetan. Als ich wenige Tage später beim Specki diese Kugeln gesehen habe konnte ich der Versuchung nicht widerstehen.

Ein Blickfang ist er geworden, unser Weihnachtsbaum im Garten. Egal bei welchem Wetter, er hat immer einige Einblicke und Ausblicke, Spiegelblicke und Kugelblicke zu bieten.

Bis zum nächsten Advent mache ich mich auf die Suche nach den schönen matten Kugeln, die ich in den Gärten der Uferstraßen an diesem bayrischen See gesehen habe.

Mein Garten- euer Gehege

Wie machen wir das?

Was haben wir an Materialien?

Was können wir wieder verwenden?

Brauchen wir noch etwas?
Geht sich das aus?

Diese Fragen gehen all den Haus- und Hofprojekten voraus. Auch mit diesem Trennzaun zwischen MEINEM Garten und dem Gehege der Hennen ist das nicht anders gewesen. Die Abdeckungen der Hochbeete, die alten Paletten und das Türl von unserem früheren Hauszaun haben ausgereicht, um diese Idee zu realisieren. Bis auf zwei Stipfl war alles schon da, noch in brauchbarem Zustand und somit für die Wiederverwertung geeignet. Da sind wir dann beide immer recht stolz auf das gelungene Werk. Erste Impressionen.

Gummitwist im Hennengehege

Im letzten Jahr haben wir den Versuch gestartet, die Hennen im hinteren Teil des Gartens zu lassen. Getrennt mit einem grünen Plastiksteckzaun, den wir noch aus der Kückenzeit hatten. Uns hat der Versuch überzeugt und so kam es zu der Idee, einen fixen Zaun zu machen. Um die entsprechende Gerade zu erhalten hat Hermann eine Schnur gespannt. Für unsere Mädels die Herausforderung des Tages. Als gäbe es nur noch diese Schnur. Drunter durch und oben drüber.

Fany in ihrem Element. Gummizwisten.

Agnes nimmt noch Anlauf: Oben drüber oder unten durch?

Der Arbeitsplatz ist hergerichtet.

Die Elemente auch.

Schau, Johanna

Als ob sie deine Nachricht gestern gelesen hätten.

“ERINNERUNGEN SIND WÄRMFLASCHEN FÜRS HERZ” stand auf dem display.

Und am Nachmittag haben sich dann plötzlich alle Hennen unter der Lockenweide versammelt.

Wenn sich die Hagebutte

mit den Hopfenzapfen im Weinlaub trifft, dann ist er da, der Herbst und schüttet all seine Farbenpracht aus.
Bei jeder Runde ums Haus wandern meine Gedanken zu Marmelade oder Gelee, Hopfentee und Hopfenpolster oder doch Weintrauben und Herbstkränze. Da bin ich dann immer ganz dankbar und weiß, dass ich reich beschenkt bin.

Fleißig, fleißig

Das Holz der alten Stapelpaletten, die ich vor Jahrzehnten von meinem Vater bekommen hatte, haben ihren Geist aufgegeben. Sie sind im Morschhaufen gelandet. Dort rottet das Holz mit Streu und Grasschnitt vor sich hin und züchtet uns viele Regenwürmer. Übrig geblieben sind die Metallteile und die Schrauben, die eine eigene Philosophie sind. Wenn die neuen Bretter da sind kann Hermann daraus zwei neue Hochbeete bauen.

Das letzte Stück Randstreifen, das bei den Spaliergittern haben wir jetzt auch von allem Unkraut befreit. Ganz sauber ist es jetzt rund um Haus und Garten.

Räucherplatzl

Geräuchert wird in der Klockerei nicht nur zu den heiligen Zeiten, sondern auch wann immer die Luft gereinigt werden soll. In den letzten Wochen war sie im Dauereinsatz um einigen alten Mustern und den damit verbundenen Symbolen beim Gehen zu helfen. Danach war auch eine Reinigung der Räucherschale, die eine alte Dachschindel aus den Marken ist, angesagt. Von diesem Ort aus werden jetzt die NEUEN Feuer entfacht und zum Ausgeistern auch wieder hingebracht. Ein guter Ort, umgeben von Liebe und HOCHzeit.

A Krout in der Garage

Irgendjemand hat ihm vermutlich erzählt, dass es in der Klockerei gutes Essen gibt. Warum sonst hätte sich diese Kröte oder der Frosch in unsere Garage gesetzt und gewartet. Box auf, Krout rein, Box zu und ab zum nahe gelegenen Weiher. Box auf, Krout raus, Krout gerettet. Nur ganz kurz haben wir über eine Aussiedlung nach Buchkirchen nachgedacht.

Die vierte Mahd

Im Juni haben wir das vierte Mal gemäht und sind mit dem Resultat sehr zufrieden.

5 Sterne Stall

Aja und weil Hermann ja sonst nichts zu tun hat – außer Arbeit, Schularbeiten, Matura, eine marode Frau begleiten, kochen, misten und den neuen Zaun machen – hat er den Hennen einen Sommerstall gemacht. Sonnendurchflutet und gut belüftet. Da werden die Eier gleich in der Morgensonne in die Einstreu gelegt – bei einem Sonnenbad. Luxus! und ein Tausendsassa.