Gummitwist im Hennengehege

Im letzten Jahr haben wir den Versuch gestartet, die Hennen im hinteren Teil des Gartens zu lassen. Getrennt mit einem grünen Plastiksteckzaun, den wir noch aus der Kückenzeit hatten. Uns hat der Versuch überzeugt und so kam es zu der Idee, einen fixen Zaun zu machen. Um die entsprechende Gerade zu erhalten hat Hermann eine Schnur gespannt. Für unsere Mädels die Herausforderung des Tages. Als gäbe es nur noch diese Schnur. Drunter durch und oben drüber.

Fany in ihrem Element. Gummizwisten.

Agnes nimmt noch Anlauf: Oben drüber oder unten durch?

Der Arbeitsplatz ist hergerichtet.

Die Elemente auch.

So viele Wärmflaschen fürs Herz


Martha, Sara und Karla

Big Mama- Fany

Vivienne

Agnes

Coco und Hannerl

La Dottoressa e Fany

Seit Tagen steht und liegt Fany recht viel in der Gegend herum. Leider ist es bei Hennen so, dass sie recht marod sein müssen bis man sie mühelos, sprich ohne stressige Fangerei, halten kann. Fany hatte keine mir bekannten Symptome, daher habe ich ihr die Generalstärkungskur der Klockerei verordnet.
Ein verquirltes Ei, Silberwasser und Knoblauch.
So eine tolle Patientin hatte ich noch nie. Üblicherweise muss man ihnen die Medizin recht vehement reinspritzen. Fany hat mir sehr klar zu verstehen gegeben: das kann ich selber.

Und den Rest trinke ich aus dem Glas.

Anschließend eine Massage mit Kieselgur und

ganz viele Streicheleinheiten. Ob’s was nützt werden sie sehen. Es schwankt zwischen Essensverweigerung und doch wieder ein paar Happen Nudelsalat. Toi, toi, toi Fany.

Grandezza

Zwei ganz große, liebenswürdige und sehr kluge Damen. Gretl und Fany. Schön, dass es euch in meinem Leben gibt.

Wir haben KEINEN Platz zum Legen

Es ist jeden Tag dasselbe Gegacker, wenn das richtige Legenest von einer anderen Henne besetzt ist. Eines der Legenester ist zur Zeit von Gretl belegt. Sie mag auch im hohen Alter noch brüten. Alle anderen waren frei. Trotzdem hatte es den Anschein, dass der Korb die einzig wahre Möglichkeit war, an diesem Tag das Ei zu legen.

Fany auf Kur

Stundenlang kann sie auf der Erde liegen, scharren, sich ein wenig eingraben, schlafen, rasten, wieder scharren, noch ein bißchen tiefer, bis sie fast IN der Erde liegt. Wenn ich sie dabei beobachte, habe ich das Gefühl, sie erlebt einen Kuraufenthalt. Sauber und vollkommen entspannt verlässt sie irgendwann ihre BadeWANNE, um dann doch wieder einmal picken und trinken zu gehen.

La Marescialla

Ich habe dir einen Kuchen gebacken und es gibt kein Rezept dazu, weil ich ihn nach meiner Phantasie gemacht habe. Mit diesen Worten hat Eva mir diese Torte überreicht und gemeinsam mit Hermann ein Ständchen angestimmt.

Ja, und da es diesen Kuchen noch nicht gibt, hatte er auch keinen Namen. Und ja, ich darf mir einen Namen dafür aussuchen. Nach einigen Scherzen und Übersetzungen und Vergewisserungen, was denn was bedeutet, habe ich mich für LA MARESCIALLA entschieden. Marschall war eines der fünf Hofämter im Mittelalter. Er hatte die Oberaufsicht über das Geschehen am Hof. Er hatte dafür zu sorgen, dass alle und alles gut versorgt waren. Zeichen seines Amtes ist der Marschallstab. Ja, genau, in jungen Jahren nennt man das Gschaftlloch oder Kommandoloch 🙂 Im fortgeschrittenen Alter: LA MARESCIALLA

Ich habe mich nach reiflicher Überlegung für die weibliche italienische Form entschieden( da steckt auch noch das MARE drinnen).

Die Creme in der Mitte war mit karamellisierten Nüssen bestückt und wurde von allen Kostern als der allerbeste Teil dieser Torte benannt.

Im Anflug(!!) haben Fany und Josefa sich ein Stück von Evas Torte geholt.

Die Bäckerin hat schwesterlich geteilt.

Eier legen

Alma brütet wieder einmal. Sie hätte es schon lange verdient, so oft wie sie es schon versucht hat. Aber keine Hähne, keine Küken- so ist es zur Zeit. Rosa leistet ihr seit gestern Gesellschaft.

Gemeinsam sitzen sie in einem der 12 Legenester. Das hindert Fany, unser größtes Huhn, nicht daran, ihr Ei dazuzulegen. So ganz nach dem Motto: Da wird doch noch ein Platz für mich sein???

Mei, dia Haut

Gemeint ist unsere Fany. Sie hat nach der Brüterei und der Mauser wieder begonnen, Eier zu legen. Riesige Eier. Hoffentlich pendelt sich das wieder ein, sie derbårmt mir, wenn ich sie gackern höre, während sie legt.

Die letzten Sonnenstrahlen

des Tages mögen sie zur Zeit sehr gerne. Da sitzen und liegen dann alle noch eine zeitlang auf der angewärmten Erde und es hat so den Anschein, als ob sie einen Tagesrückblick halten. Eine große Ruhe und Frieden liegt dann in der Luft.

Sonntagsausflug

Fany und die Stachelbeeren

Bis jetzt war es mir kein Thema, dass die Zwerghühner im unteren Bereich die Stachelbeeren kurz nach der Blüte abpicken. Seit ich Fany habe weiß ich, dass die Staude wohl noch ein ganzes Stück wachsen muß, bis sie die Früchte nicht mehr erreicht. Noch habe ich dieses herrliche Kompott und ein paar Beeren wird sie mir wohl übrig lassen, mein Stachelbeerdieb.

Aus eins mach zwei

Wir haben es wieder ausgepackt, unser Sonnenbett. Der Platz, der zum Gnapserle, zum Ausruhen, zum Lesen und zum Durchatmen einladet. Und wir haben zwei Paletten dazugestellt, jetzt hat jeder der Länge und der Breite nach Platz. Den Kopfpolster ziert ein Überzug mit den Initialen FB- Fany Bonvicin. Gute Qualität hat es früher gegeben, viele Waschgänge hat die Polschterziachn schon überstanden und sieht dennoch aus wie neu. Und wenn ich jetzt zurückrechne, dass sich das meine Großmutter als Aussteuer angelegt hat, dann ist das gute Teil wohl 70 bis 80 Jahre alt.

Wenn die Sonnenstrahlen

die Erde dann genug aufgewärmt hat, heißt das Motto: WIEVIELE VON UNS PASSEN IN DAS KÜKENERDBADL?

Das, was diese Tage so besonders macht, ist nicht auf die Bilder zu bringen. Das Gezwitscher der Vögel, die Arien, die Anna seit ihrer Brut wieder singt. All die Laute, wie sie sich miteinander unterhalten. So sanft, so voller Zartheit und so liebevoll, durchwachsen vom kraftvollen Krähen der Hähne.

Wenn eine Gefahr lauert,

dann überlassen sie nichts dem Zufall. Da wird genau beobachtet und abgewogen.