Grießnockerl aus Weizen- und Maisgrieß

Für 12 Portionen (die kann man herrlich einfrieren und nach Bedarf verwenden):
165 g Butter, zimmerwarm mit 3 Eiern, 1 TL Salz und einer Prise Muskatnuss verquirlen, dann 250 g Weizengrieß, vermischt mit 75 g Maisgrieß einrühren und gut vermischen. Im Kühlschrank (am besten über Nacht) ruhen lassen. Mit zwei Esslöffeln kleine Nockerln formen (halbe Löffelgröße), auf Tablett vorfrieren und portioniert einfrieren.

Die Idee, auch Maisgrieß zu verwenden, hat zwei Ursprünge: zum einen haben wir beide die Nockerln aus unserer Kindheit in Erinnerung, die innen noch einen “Kern” hatten. Und unser Bio-Maisgrieß vom Glatzl aus Haiming ist etwas ganz Besonderes.
Das Schneidbrett Nockerln hat Eva unter andächtiger Beobachtung durch unsere beiden Hunde gemacht. Ob dabei was abgefallen ist, ist nicht überliefert.
Am besten schmecken sie in Suppe gekocht, nur leicht kochen lassen. Das dauert mindestens eine Viertelstunde bis 20 Minuten!

Smoky Frittata (Ottolenghi)

Die Legefreude unserer Hennen (und inzwischen auch: Enten) ist so groß, dass ich manchmal überlege, was ich aus Eiern noch kochen könnte (Die Zeichnung aus dem Ö1-Magazin vom 1. 5. passt da genau dazu). Frittate gibt’s bei uns immer wieder, eine ganz besondere steht bei Ottolenghi im “Genussvoll-Vegetarisch” Kochbuch. Die hab ich bis jetzt ignoriert, weil da Scamorza vorkam. Hatte ich nicht, kannte ich nicht. Das hat sich ja geändert.
Daher gleich Karfiol gekauft und los gings.
Einen Blumenkohl in kleine Röschen schneiden und in Salzwasser bissfest kochen. 6 Eier mit 4 EL Creme fraiche, 2 EL Dijon-Senf, 2 TL geräuchertem Paprikapulver vermischen, 3 EL gehackten Schnittlauch dazu. 150 g Scamorza und 50 g reifem Cheddar reiben, drei Viertel davon unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Blumenkohl in 2 EL Olivenöl anbraten, mit der Eiermasse übergießen, 5 Minuten garen. Restlichen Käse darüberstreuen und im vorgeheizten Backrohr bei 190°C gute 10 Minuten Fertigbacken, bis die Oberfläche knusprig ist.
Ein grüner Salat passt dazu perfekt.

Frittaten aus Enten-Eiern (Plachutta)

Frittaten sind eine wunderbare Suppeneinlage und auch einfach zuzubereiten. Mit den Eiern unserer Enten werden sie noch flaumiger und geschmackvoller. Man steht halt eine Zeit am Herd, aber hat dann einen Vorrat für einige Zeit. Mit unserem neuen Herd und dem Bratsensor, der die Pfanne zuverlässig auf der gleichen Temperatur hält, ist das noch entspannter geworden, und so hab ich mich gemütlich hingestellt (im Hintergrund wahrscheinlich wohl wieder Ö1, hin und wieder vom Miteinander-Ratschen unterbrochen). Das Rezept ist wieder eines der einfachen aus dem Wiener-Küche-Kochbuch vom Plachutta — nix kompliziertes, aber in seiner Einfachheit perfekt, da kann/braucht man nicht mehr zu experimentieren. Ich mach da immer ein Vielfaches des Grundrezepts, z. B. das Vierfache wie hier:

320 g Mehl (Dinkel), ½ l Milch, 4 TL gehackte Petersilie, 4 Eier, 4 Dotter. Verrühren (Eier zum Schluss), eine halbe Stunde rasten lassen, mit jeweils etwas Öl oder Butter backen. Schneiden.

Erholsame Osterferien

Nach 40 Tagen Wüste und Tod gehen wir der Auferstehung entgegen.
Wie treffend und wie passend.

Gefüllte Frittata (Tiroler Variante)

Bei Marcella Hazan findet sich diese Idee für eine Frittata, bei der zwischen zwei Lagen einer Spaghetti-Frittata eine Füllung gegeben wird: Tomaten mit Mozarella und Kochschinken — als Tiroler natürlich Bergkäse und Speck. Da muss man mit dem Salz dann a bissl aufpassen, aber es schmeckt genauso! Bei uns gibt’s dieses Essen als Resteverwertung, wenn Spaghetti übriggeblieben sind — die Mengen sind daher nicht immer so ernst zu nehmen, auch weit mehr Eier als angegeben ergeben dann eben eine etwas dickere Frittata.
Für 2 Personen nehme ich höchstens ¼kg Spaghetti, die mit 1 EL Butter, 1 EL Petersil und 1 EL geriebenem Parmesan vermischt werden und abkühlen können. In der Zwischenzeit für die Fülle 1 kleine gehackte Zwiebel in 1 EL Olivenöl goldbraun anrösten, ½ Dose abgetropfte, in Stücke geschnittene Dosentomaten dazugeben, salzen und auf kleiner Hitze 20 Minuten garen. Mit Käsewürfeln und Speckstreifen (jeweils 1 EL) vermischen und auskühlen lassen. Die ausgekühlten Nudeln unter die Eier (das Originalrezept enthält 1½, ich würd eher 5-6 kleine nehmen) mischen, die Hälfte in 1 EL Butter schonend anbraten, dann die Füllung auftragen (am Rand frei lassen) und die zweite Hälfte der Ei-Nudel-Mischung einfüllen. Ich drehe die Frittata nach einer gewissen Zeit um, die Unterseite sollte goldbraun geworden sein (in vier große Stücke geteilt), was nicht sooo schön aussieht, aber bestens funktioniert. Marcella backt sie im Rohr auf der Grillstufe, bis sie goldbraun ist.
PS: Die Bilder sind für die dreifache Menge, unsere Fani isst da fleißig mit!

Soleier

In der Fastenzeit, in der (nicht nur) die Hühner den Frühling spüren und gscheit legen, entstand angeblich der Bedarf, Eier für eine Zeit (bei Raumtemperatur) haltbar zu machen, etwa durch Einlegen in Salzwasser. Diese Sole ist ziemlich konzentriert, das Rezept dafür verwendet 6%-ige Lösung, also 60g Salz auf 1 Liter. Wenn es nur darum geht, Eier zu aromatisieren, ist 2%-ige viel schmackhafter, allerdings sollte man dann die Eier bei längerer Lagerung in den Kühlschrank geben. Dieses Mal (früher), anlässlich eines Geburtstagsgeschenks, haben wir drei verschiedene Rezepte probiert:
Soleier (aus dem Slow-Food-Magazin), Rote-Rüben-Eier und Honig-Senf-Eier (von hier). Der Reihe nach:

Soleier

12 hartgekochte Eier in der Schale lassen, diese aber rundherum anschlagen. 1 Liter Wasser mit 60g/20g Salz, 1 TL Zucker, 1 TL Kümmel, 1 TL Pfefferkörner, 3 Pimentkörner, 1 Lorbeerblatt, Schale von 1 Zwiebel aufkochen, etwas abkühlen lassen, über die Eier gießen. 1-3 Tage in der Sole ziehen lassen. Dann (wenn 20g Salz) im Kühlschrank lagern.

Rohnen-Eier

12 hartgekochte Eier schälen, 100 g Zucker und 1 TL Salz in 200 ml Wasser auflösen, 6 Rohnen schälen, die Hälfte davon in der Lösung pürieren und abseihen, 200 ml Apfelessig und 1 TL Pfefferkörner dazugeben. Rohnen und Eier abwechselnd in ein Glas schichten, die Flüssigkeit darübergießen, 1-2 Tage reifen lassen und dann im Kühlschrank lagern.

Honig-Senf-Eier

12 hartgekochte Eier schälen, 100 g Honig und 1 TL Salz in 200 ml Wasser auflösen, 100 ml weißen Essig, 3 EL scharfen Senf und 1 TL Kurkuma unterrühren. 1 Stück Kren (geschnitten oder geraspelt) und Eier abwechselnd in ein Glas schichten, evtl. Senfkörner und 3-5 Zehen Honigknoblauch dazugeben, die Flüssigkeit darübergießen, 1-2 Tage reifen lassen und dann im Kühlschrank lagern.

PS: Die Original-Sol-Eier (mit 60g) werden so gegessen: halbieren, das Dotter leicht angehoben und mit etwas (Oliven-)Öl und einem Spritzer (Balsamico-)Essig mariniert. Dann schmeckt das sehr erfrischend und man merkt das viele Salz fast nicht mehr. Gutes Katerfrühstück (angeblich 🙂 ).

PPS: Die Honig-Senf-Eier kann man vor dem Essen ruhig kurz mit kaltem Wasser abspülen. Die bleiben gelb (und würzig) und der bittere Geschmack vom Kurkuma ist dann kaum mehr spürbar.

Windgebäck und Quittengold

All die Ansätze und Versuche, die wir über den Winter angesetzt und ausprobiert haben, werden abgefüllt und eingesackelt. Viele Köstlichkeiten warten jetzt wieder darauf, verbraucht oder verschenkt zu werden. Vom Windgebäck über den Quittenessig bis hin zum 3 Jahre gereiften Quittenansatz. Wohl bekomms.

Von meinem iPad gesendet

Saibling auf Gemüse mit Bozner Sauce und Püree von blauen Kartoffeln

Auf “Essen und Trinken” hab ich vor kurzem ein Rezept für Eva gefunden: Ich hatte Saibling und es sollten Kapern dabei sein — die sind in der Bozner Sauce für dieses Rezept, das noch dazu sehr einfach ist und sehr farbenfroh! Hier das von mir etwas abgeänderte Rezept für 1 Saibling (2 Personen):
2 große (blaue) Kartoffeln würfeln und ungesalzen kochen lassen. 10 dag Karotten, 10 dag Stangensellerie und 1 kleine Zwiebel in ½ cm-dicke Stücke schneiden und in 1l Wasser (1 kleines Lorbeerblatt, ½ TL Pfefferkörner, 1 TL Salz, ½ Zitrone in Scheiben, zwei davon beiseite legen) in gut 10 min bissfest kochen. In der Zwischenzeit Dotter von 1 hartgekochtem Ei gemeinsam mit ½ TL Senf mit der Gabel zerdrücken und mit 1 EL Schafjoghurt und 1 EL Olivenöl vermischen. Das Eiklar, 1 kleine Essiggurke und 1 gestrichener EL Kapern fein hacken und unterrühren. Die Gemüsebrühe bis auf kleinen Rest in den Fischtopf geben und darin bei milder Hitze einen Saibling wieder gut 10 min ziehen lassen. Auf die Garzeit hin Gemüse wieder erhitzen und die gekochten Kartoffeln nach Abgießen des Wassers mit 1 EL Butter und ⅛l Milch verrühren (Ich nehm dafür den Schneebesen) und mit Salz abschmecken.
Dazu haben wir Weißwein getrunken und wieder einmal erlebt, wie sehr uns die Freude am Genießen, am Entdecken von Geschmäckern verbindet: dabei fällt uns viel gemeinsam Erlebtes ein, Urlaube, Begegnungen mit Freunden, dieser Wein, das erste Mal in Orvieto, unsere Essen an so vielen Orten. Ein Abend ganz nach meinem Geschmack!

Enteneier

Als unsere Enten zu uns gekommen sind, haben wir uns zuallererst nur dafür interessiert, wie wir sie gut halten können, wie sie mit den Hennen zusammen leben werden und — vor allem — wie wir sie über den Winter bringen. An Eier haben wir tatsächlich nicht gedacht, darum ging’s ja nicht.
Aber irgendwann war dann der Tag gekommen (mitten im tiefen Winter noch), wo wir im Stall, auf dem Boden, ein grünes Ei fanden, dann zwei Tage drauf das nächste und nun legen unsere beiden im Schnitt schon jeden Tag ein Ei (ins Legenest, auf den Stallboden oder ins Freie). Schon zwei Kartons sind gefüllt und heute war nun die erste Verkostung angesagt. Ein paar Dinge hatte ich schon gehört, einmal hatte ich ein Entenei gekostet (und war nicht beeindruckt).
Eine Suche auf deutschen Seiten hat wenig Gscheites ergeben, aber viel Blödes (“ich geb sie dem Hund”; müssen hartgekocht werden, weil so Salmonellen-gefährdet; “Hilfe, die sind ja grün!”, usw. usf.), Rezepte keine. Einmal eine Empfehlung, sie zum Backen zu verwenden.
Anlässlich der heutigen Verkostung (ja, zuallererst ein weiches Ei!) kam ich dann auf die Idee, englisch zu suchen (und später italienisch). Und da tun sich Welten auf. Seiten über Seiten, voll des Lobes über die Vorzüge von Enteneiern (gegenüber Hühnereiern), Rezepte ohne Ende. Also:

  • Enteneier halten länger (wegen der dicken Schale). Eigentlich egal, Hühnereier von eigenen Hühnern halten eh Monate
  • Enteneier haben bessere Inhaltsstoffe als Hühnereier: mehr Omega-3-Fettsäuren, mehr Vitamin D, mehr Vitamine und Mineralstoffe (Thiamin, Niacin, Riboflavin, Pantothesäure, Folsäure, Vitamine B6, E, A, B12 und Retinol), mehr Proteine, mehr Cholin (gut für Nerven, Gedächtnis, Stimmung).
  • Enteneier sind für das Backen besser geeignet, alles wird flaumiger.
  • Ansonsten können sie wie Hühnereier verwendet werden. Sind halt größer.

Das mit dem Größer-Sein ist relativ, oben sieht man ein paar unserer Hühnereiern (von verschiedenen Rassen), die grünen Enteneier sind von unseren beiden Enten aus der selben Brut.
Bleibt noch die Geschmacksfrage: ich selbst war skeptisch, ja, sie schmecken ein bisschen anders, aber kaum merkbar und sicher nicht schlechter. Heißt: genauso herrlich wie die unserer Hühner!

Die ersten Enteneier aus der Klockerei

Über viele Jahre habe ich jetzt mit Hennen und Eiern zu tun, aber eines hat bis heute nicht aufgehört: Dieses Gefühl, das beim Anblick von einem Ei aufkommt.
Jedes dieser Wunder der Natur sind Botschaft es Lebens.
Und so ergeht es mir gerade mit den Enteneiern auch.
Da gehst du in den Stall und es liegt vor dir, dieses Meisterwerk der Schöpfung.
Es beinhaltet alles, was neues Leben braucht.
Wie gesagt, ein Wunder.

Meringhe

Übrige Eiklar (z.B. vom Mayonnaise machen) kann man zu Meringhe, Spanischem Wind oder Windgebäck, verarbeiten. Die meisten Rezepte sind unglaublich süß, hier eine ausgewogene Mischung:

30 Eiklar, 1 kg Staubzucker, 1 Prise Salz. Die Eiklar mit dem Mixer aufschäumen, Staubzucker durch ein Sieb und die Prise Salz zugeben, weiter mixen bis eine recht feste Masse entsteht. Kleine Häufchen auf Backpapier setzen und im Rohr bei 90°C 3 Stunden trocknen lassen.

Meringhe- Rezepte gibt’s noch viele weitere, etwa eine Torte mit ganzen Böden aus diesem Schnee!

Radieschen-, Schnittlauch- und Ei-Brot

Die ersten sind immer die besten. Zart und weich, sie zergehen auf der Zunge, der Geschmack ist fein und würzig: die ersten Radieschen sind immer die besten und wir freuen uns jedes Jahr darauf, sie auf einem Butterbrot zu geniessen. Dass dabei dann auch der frische Schnittlauch (mit etwas geröstetem Koriander) und unsere Eier (auf Mayonnaise) zum Zug kommen ist klar!

Spinatomelette

Wenn ich Frittaten mache gibt’s natürlich meistens ein Omelette (und manchmal auch umgekehrt): das Rezept für das Speckomelette kann man auch vereinfacht ohne Eiertrennen und Schnee schlagen machen — ich merk da kaum einen Unterschied. Mit gedünstetem Spinat und fallweise reifem Bergkäse ergibt das dann ein besonders würziges und doch leichtes Abendessen!

Frittaten aus Gelbweizen

Aus Hohenbercha haben wir den Weizen, den sie dort verarbeiten — Gelbweizen — mitgenommen. Heute habe ich daraus Frittaten gemacht (nach dem vereinfachten Rezept für Omelette), sie sind wunderbar dünn und knusprig geworden, vor allem aber schmecken sie hervorragend. Natürlich auch gleich als Abendessen!

(Hühner-)Bouillon mit Ei

In den letzten Wochen gab es — wir können es beide brauchen — fast immer eine frische Hühnersuppe, am liebsten in der Früh eine Tasse.

Jetzt in den Feiertagen als Zugabe ein Ei in die fast kochende Suppe – immer frisch aus dem Hühnerstall, es bleibt dabei ganz wie beim Pochieren und je nach Geschmack nach ein, zwei Minuten auch innen weich. Wer hat natürlich Schnittlauch drüber. Herrlich und einfachst!