Der Håhntennen isch wieder offen

Meist schafft es die Straßenmeisterei mit all der Gerät- und Mannschaften die Passstraße über das Hahntennjoch bis Pfingsten wieder befahrbar zu machen. Dann dauert es nicht lange bis meine Eltern sich auf den Weg machen um sich mit uns irgendwo im Lechtal auf einen Ratscher zu treffen. Am liebsten würden sie, glaube ich, gleich hinter der Schneefräse, so als Polier der Strasse übers Joch fahren….Diesmal war neben dem schon traditionellen Speck auch Bier aus Oberösterreich dabei. Eine lange Reise von Buchkirchen über Imst hat es hinter sich und ist nun endlich am Bestimmungsort angelangt. Mit einem herzlichen Vergaltsgott steht der Verkostung jetzt nichts mehr im Wege. Mahlzeit und Prost.

Kardamon und Garam Masala

Ein Christkind war der Meinung, dass es an der Zeit ist, mich in die Heilkunst der Gewürze einzuführen. Und ein anderes Christkind hat uns mit hochwertigen Gewürzen aus dem Orient beschenkt. Was für ein Zufall.

Bisher war ich immer eine Vertreterin der heimischen Gewürze und der heimischen Heil- und Küchenkräuter. Seit ich allerdings am Morgen einen Kardamonkaffee trinke und dessen wohltuende Wirkung spüre, wird dieses Neue Jahr wohl ein Experimentierjahr zum Thema: Die Heilkraft der Gewürze.

Vom Geschmack bin ich seit meinem ersten Tee mit Kardamon in der Wüste des Oman angetan. Dass sie, die Kardamonkapsel, die Königin der Gewürze genannt wird, weiß ich erst seit Weihnachten.
Und bei dem Gedanken an Linsen mit Garam Masala wird mir jetzt schon ganz warm ums Herz und der Mund recht wässrig. Ich sage ja, das wird ein gutes Jahr. Ein sehr gutes.

1493km und eine 80er Feier später

machen wir Rast am Mondsee. Nein, Angelika, ICH war noch nie mit dir da. Nach der Heimreise von den Marken, mit einem Zwischenstopp in TRENTO ( wir treffen Altea, Erica, Zoe und übergeben Eva an ihre Freunde), einer Geburtstagsfeier zu Ehren meines Vaters- so viele alte Bekannte- und einer Nacht in unserem Heim sind wir auf dem Weg ins Burgenland- nein, da war Hermann noch nie da- außer einmal beim Taubenkobel. Die Raststation Mondsee empfängt uns mit einem warmen Sonnenuntergang und entlässt uns gestärkt auf die nächsten X00km auf die Autobahn.

Neulich waren wir im Theater

Am 22. November 1965 wurde dieses Musical in New York(ANTA Washington Sqaure Theater) uraufgeführt. Am 6. Dezember war im Tiroler Landestheater die Premiere.
Eine herzerfrischender Abend mit herausragenden Schauspielern (Miguel Herz-Kestranek und Dale Albright!!!!!!)
Eine Geschichte, die uns über all die Jahre begleitet und wohl immer begleiten wird. Daher gibt es an dieser Stelle einmal Zitate aus der Feder von Cervantes und Karl Vossler.

Vielleicht ist es Wahnsinn,
sich Träumen hinzugeben.[…]
Aber gewiss ist es
der allergrösste Wahnsinn,
das Leben so zu sehen, wie es ist,
und nicht so, wie es sein soll.

Cervantes in “Der Mann von La Mancha”

Karl Vossler schrieb in “Aus der romantischen Welt” im Jahre 1940:

“Es gibt vielleicht kein zweites [Menschheitsgedicht],
das so wenig verneinend,
so grossherzig bejahend,
so gütig verstehend
zu allen lebendigen Kräften des Menschen steht[…]
welche Seltenheit,
ein satirischer Roman von echter Güte,
mit einem Lachen,
das, statt zu verwunden und zu töten,
unwiderstehlich belebt, verklärt, heilt und versöhnt.”

Diesen Abend habe ich mit Hermann und meiner Mama, der ich die Liebe zum Theater verdanke, verbracht. Wer kann, HINGEHEN!!!!!!!!!

Gloria

Nachdem ich schon beim Jubeln bin, ist mir noch nach Gloria.

Gloria für die Krippe meines Papas. Nur er baute sie in dieser Art und dieser Weise!

Gloria für die Handwerker unter unseren Freunden, weil sie Nistplätze für neues Leben gestalten!

Gloria für die Ideen meines Trauzeugen.

Gloria für das Aufblühen der ersten eigenen Barbarazweige.

Und ein Gloria auf die Braumeister, die ein derartiges Gebräu zustande bringen.