Die blauen Stunden im Spätherbst

Das sind meine Stunden. Meine Lebensstunden.

Wenn alles gesagt und getan ist.

Sich dieser Frieden und diese Ruhe einstellt und noch soviel Blühkraft da ist.

Soviel Freiraum und soviel Freiheit.

Und so viele wunderbare Erinnerungen an den Sommer.

Ich mag sie, diese blauen Stunden.

Ganz besonders im Spätherbst.

Labsal und Erquickung.

Der letzte Ferientag ist uns heilig

In diesem Jahr hatte er eine doppelte Bedeutung für uns. Hieß es doch für mich zu schauen, ob mir die Arbeit und der Arbeitsplatz noch gefällt und ob ich die 30jährige Berufslaufbahn zu einem guten Ende bringen kann. Dass sich ausgerechnet für diesen Tag zwei ehemalige Schülerinnen angekündigt hatten war für uns ein Wink des Schicksals. Es war ein herzlicher, fröhlicher und genussvoller Abend. Reich an Erzählungen und Erinnerungen. Die Handschrift der jungen Frauen spiegelt sich in den Geschenken, die sie uns mitgebracht haben, wider. Einen besseren Start in dieses Schuljahr hätten wir uns nicht wünschen können.

Schau, der passt zu dir

Beim Ordnen und Sortieren all der verschiedenen Einmachgläser ist Hermann auch dieses Exemplar untergekommen. Es gab also auch eine Marke namens Phönix. Der Schriftzug aus den 50ern – alleine darüber habe ich mich gefreut.

Noch mehr über die Botschaft: Phönix aus der Asche.
Oder um es mit Tante Poldi zu sagen: #Phönixausderflasche.
Bin schon recht gespannt, welche Inhaltsstoffe die größte Heilwirkung haben.

Herz und Humor

Beim Auspacken ist dann immer wieder das von Herz – zu – Herz zu spüren. Machmal reicht diese Verbindungen über hunderte Kilometer in alle Himmelsrichtungen.

Viele Talente werden an Weihnachten ausgepackt – im doppelten Sinn.
Jahr für Jahr wird mit viel Liebe und Wissen gekocht, eingeweckt, hergestellt, gewerkelt, überlegt, ausgesucht, eingepackt, verziert und verschönert.

Neben dem Jahr für Jahr kommen immer wieder auch neue Verbindungen in unser Leben. Ihre Geschenke erinnern ganz oft an gemeinsame Zeiten, gemeinsame Stunden oder gemeinsame Vorlieben.

Was wohl die Maria dazu sagt… zum Humor dieser Allgäuer Braumeister…

Briefmarken

Irgendwann in meinen Jugendjahren habe ich Briefmarken gesammelt. Nicht sehr lange, aber 3-4 Alben sind es wohl gewesen. Diese Meisterwerke in Miniatur-Format haben es mir aber bis heute angetan. Ab und zu kaufe ich mir noch die eine oder andere Sondermarke – erzählen sie doch von der Geschichte und der Kultur eines Landes. Zur Weihnachtszeit erinnern sich viele Menschen an die Tradition, Marken statt der Poststempel zu verwenden.

Eine lange Zeit kann ich mir diese Papierstücke betrachten und es fallen mir zahlreiche Geschichten dazu ein. Und manchmal erfahre ich etwas Neues – ich hatte es nicht in meiner Erinnerung, dass es das Lied “Stille Nacht, Heilige Nacht” seit 200 Jahren gibt.

Von wegen amtsbekannt gilt nicht mehr – DIE Briefe sind angekommen!

Manchmal über – frauen mich die Emotionen

All diese Dinge, diese Gegenstände, diese Ideen, dieses Video, diese Karte haben eines gemein – sie haben mich berührt, mein Innerstes zum Klingen gebracht und viel Seelenheil über meine Wangen rinnen lassen. Es tut so wohl, wenn sich Sehnsüchte und all das, was ich mag, was mir gefällt angesprochen wird und entsprechend Raum und Zeit bekommt. Mein Gott, gibts då draußen lässige Leit… und glei sou viele…

Weihnachtskekse selbstgemacht

Das geht sich heuer nicht aus. Es ist Ruhe und Langsamkeit angesagt. Nicht ganz freiwillig, aber inzwischen ganz gut zum Nehmen. Und dann, am Gaudetesonntag, werden uns Weihnachtskekse vor die Tür gestellt. Selbst-gemachte. Unerwartet. Mit viel Herzlichkeit und noch mehr Geschmack. Mit Anteilnahme und Achtsamkeit.

Gaudetesonntag 2016

Lokum(u)

kommt aus dem Arabischen und bedeutet VERGNÜGEN/RUHE für den Gaumen. Eine treffende Beschreibung dieser Süßigkeit, die wir geschenkt bekommen haben. Ich kann mich noch an meine erste Begegnung erinnern. In diesem Kloster (Chozoviotissa) in Amorgos. Ein schweigsamer Mönch brachte mir einen Krug kühles Quellwasser und drei Stück LOKUM. Dieser Geschmack, gepaart mit dem Wind und dem Blick auf das weite Meer bleibt mir unvergesslicch.

Von der Freude

Reich beschenkt und bepackt und mit vielen guten Erinnerungen und Lebensmomenten sind wir von diesem Osterurlaub heim gekommen. Da hat schon die nächste freudige Überraschung auf uns gewartet. Ein Osterhase von Johanna aus Mattsee. An alle hat sie gedacht, für jeden war etwas dabei. Zum schönsten gehört dann diese Freude weiterzugeben. Tschippo wurde bei den Sticks wieder jung und fit, Emma und Vega haben mit Hingabe geknabbert, die Hennen könnten es kaum glauben und wir freuen uns beim Nachmittagskaffee über Kieseln und Kugeln.

Auspacken gehört zu den großen Freuden nach einer Reise. Wenn dann all die Köstlichkeiten, die immer mit Geschichten und Lebenseinstellungen verbunden sind, aus den Taschen und dem Koffer auftauchen. Jedes Teil hat seine besonderen Qualitäten und ganz in unserem Sinne- ohne Chemie, mit Sorgfalt und Bedacht hergestellt, liebevoll verpackt und mit viel Herzlichkeit übergeben. Gute Energie für kühle Tage und kühle Zeiten.

Emma hat Geburtstag

Unsere personifizierte Lebensfreude ist 6 Jahre alt geworden und macht sich auf den Weg in ihr siebtes Lebensjahr. Sie ist mein Anker und mein Gottesgeschenk.

Um das alles auch gebührend zu feiern hat Hermann eingekauft und gekocht, immerhin gab es 10 kg an Lunge, Herz und Leber zu verarbeiten. Nicht ohne Dankbarkeit, Respekt und Achtung dem getöteten Tier gegenüber.

Energiebündel

gepaart mit Kraft, Lebenslust, Ausdauer und zu großer Freude fähig- immer.

Emma in ihrem Element. Ich habe manchmal den Verdacht, sie wäre gerne ein Wildpferd geworden.

Beim Elferlen

Nein, auf neun Uhr schaffen wir das in Ferienzeiten, an Fest- und Feiertagen sehr selten. Bis wir alles ausgekostet, Ideen gewälzt und sortiert, Vergangenes gewürdigt und uns entsprechend gefreut haben, ist es meist elf Uhr. Zeit für ein zweites Frühstück. Nein, kein neumodischer Brunch, sondern Elferlen: Hermanns Brot in schwarz und weiß, neues Olivenöl- einmal aus Mittel- und einmal aus Süditalien, eingelegte Tomaten aus verschiedenen Regionen, gutes Salz und ein RiegeleBier. Das Szenario findet bei strahlender Sonne in unserem Garten statt. Umringt von 33 fröhlichen Wesen. Der Psalm dazu beginnt mit … und er liebte sie hundertfach. Das Märchen vom Sterntaler fällt mir ein. Einfach das Kleid aufhalten und hineinfallen lassen. Da strahlt und fliegt er, der Engel der Gaudete.

Zeigt her, eure Freude

war nicht nur ein Hinweis in meinen Adventmails, sondern auch in den jeweiligen Showeinlagen, die Herr Polai und seine Assistentin mit diesen jungen Menschen einstudiert haben, zu erleben. DANKE, BRAVISSIMO E COMPLIMENTI!!!!!!!!

Der Generationenwalzer

Die Mädchen holen ihre Väter, die Burschen ihre Mütter und alle miteinander tanzen einen Walzer. Ein Hauch von OPERNBALL liegt in der Luft.Ich hatte einen “Logenplatz” am Balkon und konnte somit die Tanzfläche gut einsehen. Wenige Eltern-Kind-Paare sind so übers Parkett geschwebt wie Hermann und Eva. Da kommen dann zur Gaudete auch Freudentränen dazu.