Wie zu Corona-Verbots-Zeiten

bin ich nun auf dem Weg auf den Hausberg wieder gefordert: ab der Mitte laufen die Kühe frei herum, mal sind sie in der Früh ganz oben, über der Alm, heute etwa waren sie eher darunter. Da heißt es die Ohren zu spitzen. Und auszuweichen, schließlich möchte ich weder die Kühe erschrecken (wie angeblich manch abartige TikTok-Zeitgenossen) noch meine alten Hundedamen gefährden. Mich eh auch nicht.

So führt mich sowohl Auf- als auch Abweg manchmal auf die eine oder andere Seite des Bergs. Viele Wege habe ich schon vor kurzem als wunderbare Schleichwege kennengelernt — eigentlich viel schöner als der Normalweg. Und so streifen wir drei aufwärts oder abwärts durch zauberhafte Dickichte und Lichtungen, und freuen uns. Wo eine Tür zu geht, geht immer auch eine auf …

Licht und Schatten

Ziemlich kühl war’s und bewölkt, ein bisschen Sonne versprochen. Sie kam dann auch, manchmal. Zum Schauen gab’s genug für uns alle.

Der Apfel im Mund hält dich gesund

(hab ich vom Leo, wo einige andere lesenswerte Übersetzungsversuche zu finden sind). Auf jeden Fall hat sich in den letzten Wochen für uns drei das Ritual eingespielt, als Belohnung am Ende des Aufstiegs Vitamine zu uns zu nehmen. Mit größtem Vergnügen grascheln die kleinen (für Vega) und großen Apfelstücke (für mich und Emma) beim Zerbeißen, ein bisschen Erfrischung und guter Geschmack als Draufgabe.
Das kleine Bier teile ich dann nicht mehr, aber das gönnen sie mir gerne!

Ach, Emma

Du Lebensgeschenk. Unsere Spaziergänge am Hausberg sind geprägt davon, dass Du während des Aufstiegs um mich herum läufst, in Sichtweite. Du läufst ein bisschen nach vorne und schaust zu wie ich nachkomme (schnaufend, im Gegensatz zu Dir), Du machst kurz einen Abstecher zu dem einen besonderen Platzl hinter den Bäumen (da liegt was ganz besonders Gschmackiges), und kommst dann wieder, manchmal von hinten (mit einem verschmitzten Grinsen im Gesicht). Auf Pfiff immer sofort.

Am entspanntesten sind natürlich die Rasterlen, ich das kleine Bierle, Du die Gerüche, die die Luft zu uns heranträgt und die Geräusche und die Töne und die Sonnenstrahlen.

Dann trotten wir gemeinsam zufrieden ins Tal, gut gelüftet.

Auf die lange Bank geschoben

haben wir unseren Wunsch, auch einmal ein Sofa zu haben, das halt all die Stückerln spielt, die in unserem Alter schon sehr zum guten Überstehen der manchmal vollen und langen Wochen gehören: das Mittagsschlaferl, entspanntes Musikhören oder manchmal auch wieder einen Film oder ein Kabarett anzuschauen.

Und jetzt, nachdem Angelika lange gespart hatte, wurde der Traum vom Urlaub im Süden umgewandelt in die Erfüllung dieses Wunsches. Und damit ist täglich ein kleines Urläubchen möglich, manchmal ein Film, der uns in die Ferne reisen lässt.

Dass unsere Fellies (wie sie Gabi nennt) der Meinung sind, dass dieses herrliche Möbel klarerweise für sie bestimmt ist, können wir nur teilweise vermitteln. Immer noch schleicht am Abend, wenn wir noch am Tisch sitzen und ratschen, Emma sehr, sehr leise Richtung Sofa, wird mittlerweile aber immer öfter ertappt und folgsam wie sie ist, macht sie dann kehrt. Was dann in den Tiefen der Nacht passiert, wissen wir nicht.

Dass aber der Kater Maxi seine Daheim-Zeiten nur auf diesem Sofa verbringt, ist kein Geheimnis: er liegt einfach immer dort, egal ob wir es sehen, ob wir schimpfen oder ob wir ihn von dort herunterholen. Raufgehüpft ist gleich wieder. Und im Gegensatz zu Emma kann er das wirklich lautlos.

Mitspracherecht in der Quarantäne

Ob wir wollen oder nicht, sie reden dann doch immer wieder mit- unsere Vierbeiner.
In den letzten Wochen hat es diesbezüglich einige recht interessante und humorige Diskussionen gegeben.
Emma kommentiert den einzuhaltenden Abstand:

Vega kommentiert das Tragen von Schutzmasken:

Was uns Emma damit sagen will haben wir noch nicht ganz verstanden- sie geht jetzt einkaufen für ältere Menschen???
Ma was es nit.

Allheilmittel oder #LEBE!

Der heutige Spaziergang entspricht meiner Erfahrung von Allheilmittel.

Gehen, den tragenden Grund spüren, den Urgrund allen Seins unter den Füßen haben, in Bewegung sein.

In die Natur gehen und diese frische Luft einatmen und ausatmen.

Entlang dem Lebenselement Wasser.

Begleitet von den Meinen.

Geballte Ladung Lebenskraft und Lebensfreude.

Von meinem iPad gesendet

A Spaziergangl

haben wir heute gemacht, mit dabei Maxi- wie immer, wenn wir über die Felder gehen.

Von meinem iPad gesendet

Die Frühjahrsstürme sind am Werk

und werfen jedesmal wieder Bäume um, nicht immer auf den Weg, aber immer wieder: zuletzt, am Sonntag, sogar auf den Weg, an dem ich normalerweise parke. Die fallen einfach um, die Verwurzelung ist flach und überhaupt nicht tief. Weiter oben am Weg fallen sie nur deswegen nicht auf den Weg, weil sie von anderen Bäumen gestützt werden. Sonst eben so wie auf den letzten Bildern: sie brechen einfach ab wie Zahnstocher!

Dieci anni

ist unsere GROßE heute geworden.
Und wir haben ihr in guter alter Tradition ein Ständchen gesungen- diesmal mit Klavierbegleitung. Harte Schinken- und Speckreste waren der Geburtstagskuchen.
Auguri Emma!
Tanti Auguri!

Von meinem iPad gesendet

Ein Gleitschirmpärchen am Dürrenberg

haben wir beim letzten Mal knapp über der Alm beim Startplatz angetroffen. Die Schirme waren bereits säuberlich aufgelegt, alle Leinen sorgsam gerichtet, sodass ich als erstes gleich einmal Emma und Vega zu mir geholt habe, damit sie da nicht drüberlaufen und alles Durcheinanderbringen. Sie haben natürlich gleich gespürt, dass da etwas Aufregendes passiert und rannten überall hin, wollten die beiden beschnuppern und begrüßen.

Ich fotografierte gleich mit: der junge Mann gab noch einmal letzte Anweisungen, die junge Frau war hochkonzentriert. Als sie entschlossen loslief mit ihrem leuchtend orangen Schirm hielten wir alle drei ein bisschen den Atem an, ihr Gefährte folgte ihr gleich und als sie beide in der Luft waren hörte man zwei Juchezer, die all das enthielten: die Freude über die überwundene Aufregung und Anspannung, die Freude über den geglückten Start und nicht zuletzt wohl über das herrliche Fliegen an so einem Tag mit einem solchen Ausblick!

Emma beim Rasten

Immer wieder hat’s a bissl Schnee (für ein, zwei Tage) dann zieht’s uns raus, den “halben” Dürnberg rauf und mit etwas Glück bekommen wir dann etwas Sonne bei der Rast. Und genießen nur mehr. 

Hundeweihnacht

Sturmwarnung!

Zeit hätt ich gehabt am Freitag, schweren Herzens bin ich daheim geblieben: zu wild tobten die ganze Nacht bis zum Mittag orkanartige Stürme rund ums Haus (und haben wieder einmal unseren alten Hennenstall umgeworfen und ein paar Zaunbretter zum Fliegen gebracht).
Am Samstag dann war schöneres Wetter versprochen und der Föhnsturm auf jeden Fall zu Ende. Gleich zu Anfang, am Parkplatz, war wieder einmal ein Baum in halber Höhe einfach abgebrochen und lag am Wegrand. So ging’s weiter, nach 50 m ein Baum, der quer über den Forstweg gefallen war (und bereits abgeschnitten). Dann beim Aufstieg auf die Alm noch zwei, quer über den Fußweg.
Oben dann rasend schön. Beim Abstieg aber wurde bald klar, dass die Sonne vielleicht den ganzen Tag brauchen würde, um ins Tal durchzudringen. Wenn überhaupt.

Der erste Schnee!

Der erste Schnee ist für die Hunde immer eine Freude! Noch mehr als sonst ist das Laufen über eine Wiese wie Fliegen!