Mispelernte 2018

Schön durchgefroren sind sie jetzt, so richtig batzweich, wie man sie zum Verarbeiten braucht.
Die Mispeln sind für heuer die letzte Fruchternte und werden demnächst zu einem köstlichen Gelee verarbeitet.
Wohl bekomms.

Josefa und der Sprossenkohl

Er wächst und gedeiht vor sich hin und wir freuen uns über jede Portion dieser schmackhaften Kohlröschen.
Seit dem Spätsommer dürfen die Hennen und die Enten am Nachmittag wieder in meinen Garten- sollen sie mir doch all das Ungeziefer entsorgen.
Und so hat es sich ergeben, dass auch Josefa, unsere handzahme Barnefelderin, ihre Freude am Sprossenkohl wiederentdeckt hat.
Auf meine Ermahnungen hin, erhalte ich dann immer diesen Unschuldsblick: „Aber ich picke ja nur die Blätter ein wenig zurecht. Die Röschen rühre ich ja gar nicht an.“
Hennenehrenwort.

Bereit für die Ernte

Auch das gehört zur Inventur der ersten Ferienwoche. Alle Kisten, Kistelen und Körbe werden gereinigt und so sind sie wieder einsatzbereit für Ernte und die Lagerung all der Gartenfrüchte, die dieser Hof zu bieten hat.

Wenn die großen Töpfe

aus dem Depot geholt werden, dann weiß ich, dass etwas gekocht wird, das wir dann einwecken oder einfrieren und mich an vielen Winterabenden erfreuen wird. Außerdem kann es dann des Öfteren überraschende oder geplante Besuche geben. Zum Essen, ratschen und zusammensitzen, ist dann immer etwas auf Vorrat da. Diesmal haben wir uns durch die Hochbeete gekostet. Erdäpfel, Karotten, Sellerie, Pastinaken und Petersilwurzel . Hermann hat daraus zwei herrrliche Suppen bereitet. Beide haben wir mit Maxi und Isabell verkostet, den Rest hat Hermann eingeweckt.

Ernte essen

Der frühe Kälteeinbruch hat uns ja heuer recht geplagt und uns auch veranlasst, das meiste zu ernten und zu verarbeiten. Aber ein paar Sachen haben wir dann doch dem Schicksal überlassen.
Karotten und Pastinaken etwa hat Angelika nach der Ernte im „Freiluft“-Erdlager, d.h. im Hochbeet eingegraben und mit Erde angehäufelt. Das Hochbeet selbst haben wir mit unseren Abdeckungen vor der direkten Schneedecke bewahrt. Allerdings haben wir inzwischen auch schon einige Frostnächte hinter uns.

Den Fenchel haben wir nur halb zugedeckt und der Kürbis ist – sowieso wild mitten im Weg aus dem Schotter gewachsen – unbeeindruckt von Kälte und erstem Schnee einfach weitergewachsen.

So ergab sich nun die Gelegenheit für ein Sonntagsmenü: Schnitzel mit Erdäpfelpüree und Schmorgemüse! Natürlich ein vegetarisches Schnitzel, nämlich Kohlrabi (8 Minuten in Salzwasser vorgekocht, dann wie ein Wiener Schnitzel paniert, also Mehl, Ei mit ein bisserl Parmesan, wer’s mag und Brösel). Eva hat letztes Mal gemeint, schon ok, aber es schmeckt halt etwas stark nach Kohlrabi. Naja. Eh. Aber mit dem heutigen Verhältnis (5mm Kohlrabi, jeweils 2 für die Panier) war das Schnitzlige sehr stark im Vordergrund und äußerst schmatzhaft!

Damit war dann (mit Rotwein) das sonntägliche Menü ganz traditionell und ganz herrlich und danach nur mehr ein Mittagsschlaferl angebracht. Wie es sich für einen Sonntag gehört!≤

Gedenktage sind Danktage

Die Ereignisse der letzten Tage haben mich ins Sinnieren gebracht.
Ins Sinnieren über den OKTOBER! Dieser Monat beinhaltet viel von dem, was ich als Teil unserer Werte- als Teil unseres Lebens bezeichne!

Zu Beginn gibt es Gedenktag an den Hl. Franziskus. Eine außergewöhnliche Erscheinung in der Geschichte. Die Brutalität eines Krieges hat ihn in eine Radikalität ( kommt von radix= die Wurzel) gegenüber der Welt und des Glaubens geführt. Er hat in den Tieren die Geschöpfe Gottes erkannt mit denen er Zwiesprache halten konnte. Sein Sterbetag wurde zum Welttierschutztag erklärt. Damals wie heute werden Tierschützer in die verrückte Ecke gestellt und in Österreich sogar vor Gericht gezerrt.Von einer Tierethik sind wir in diesem Land noch weit entfernt. Tiere wurden zu Lebensmitteln “gemacht”. Oder zum “Plüschwesen”. Wir versuchen im Umgang mit “unseren” nichtmenschlichen Tieren ihnen als fühlende Wesen gerecht zu werden.

Der nächste Gedenktag im Oktober ist ERNTEDANK. In jedem Essen, Einkochen, Backen, Einlegen, Trocknen und Verwerten versuchen wir diese Dankbarkeit zu leben. Das heurige Symbol für diesen Dank ist ein großer Kranz, den ich aus den abgeschnittenen Weinreben gebunden habe.

Ja und am Ende feiert die Reformation noch ihren Festtag und geleitet in den NOVEMBER, der mit Allerheiligen und Allerseelen beginnt. Jetzt bin ich beim Ausgangspunkt meines Sinnierens angelangt.
Dieses ALLERSEELEN, das ich in Kindheitstagen nicht sehr gerne mochte. So oft war es kalt am Friedhof, so oft gab es Tränen und Trauer. Und das Stehen am Grab war manchmal so lange!

Dennoch erinnere ich mich mit einem Gefühl der inneren Ruhe und des inneren Friedens daran.

Gefreut habe ich mich immer aufs Zusammensitzen nachher in Omas “Kuchl”. Da waren immer alle da und es hat immer etwas das “LEIB UND SEELE ZUSAMMENHÄLT” gegeben.

Da wurde mir auch gleich wieder warm und in den Geschichten, die erzählt wurden, im Erinnern an die Verstorbenen hat die Trauer dem Lachen Platz gemacht.
Im vergangenen Jahr sind viele Hühner von uns gegangen. Und hier ist jetzt der Raum um sich ihrer in aller Dankbarkeit, Liebe und Verbundenheit noch einmal zu erinnern:

Berta, die am Tag der Verhandlung (zeitgleich) gegangen ist

Salvatore, der seiner Liebe in der Auferstehungsnacht nachgegangen ist

Zipi, unsere Kleinste

Audrey, unsere Freche

Lucia, meine Lichtbringerin

Olga, unsere mutigste Mama

Notburga – keine 3 Monate alt

Ella, die innerhalb weniger Stunden eingeschlafen ist

Teresa und Hilde – beide von heute auf morgen- wie man so sagt

Am Samstag noch ein Erdbad in der Sonne und Montag morgen nicht mehr da.

Es dauert immer ein paar Tage bis das Wehklagen verklungen ist, bis ich den Lauf des Lebens wieder annehmen kann, bis die Tränen wieder versiegen, bis die Wunden heilen und vernarben.

Und ganz im Sinne von “DER STEIN, DER IN DEIN LEBEN FIEL, HAT EINEN TIEFEN SINN. WENN DU IHN NICHT VERSETZEN KANNST, SOLLST DU IHN ÜBERBLÜHEN” finden alle unsere verstorbenen Hennen ein Platz in einem Blumentopf( immer zu zweit, damit sie nicht so alleine sind).Echinacea, Enzian, Akelei, Rosen, Hauswurz, Kräuter, Stiefmütterchen, Gänseblümchen und Gräser blühen in den Töpfen und erinnern uns an sie

Was bleibt ist Dankbarkeit, dass sie da waren, die Liebe, die sie uns gegeben und da gelassen haben und ihr Duft-HENNEN RIECHEN SO GUT!!

Ernten, ernten, ernten, aja und nochmals ernten

Wer im Außerfern gartelt, muss damit rechnen, dass es im Frühjahr noch zwei mal friert(nämlich dann, wenn alles schon austreibt)und im Herbst kurz schneit( meist in der Zeit der Vollreife) und wieder fiert. Wer seine Pflanzen und die oberirdischen Früchte retten will, hat 24-Stunden- ernten- pro -Tag vor sich. Meist kommen dann noch viele schöne Tage, aber einmal Frost muss sein!!!! Anders habe ich den Anfang und das Ende der Anbauzeit nie erlebt.

Vielleicht kommt einmal ein Jahr, indem wir genüsslich, mit vielen Pausen und ohne Kaltfront vor der Türe, ernten werden.

Gott sei Dank ist unser Haus groß genug, sodass wir überall noch Möglichkeiten finden, den Ertrag zu trocknen oder zu lagern.” Hier sehen sie die Bauleiter mit der 3. Hopfenernte geschmückt..”

Alle Wurzeln, die ich zum Ansatz meines geplanten Spezialkräutertrunks (Miraculix würde all seinen Charme einsetzen, um an diese Rezeptur zu gelangen) brauche sind ausgegraben und liegen nun im Gästezimmer, um gut durchzutrocknen.

Die Kerne der Sonnenblumenköpfe sind der Winterbonus für die Hennen. Zielgenau wird das Korn aus den Waben geholt. Damit sind sie eine ganze Weile beschäftigt,glücklich und dann SATT!

Ganz besondere Freude hat uns heuer unser Quittenbaum beschert. Nachdem im ersten Jahr die Blüten erfroren sind, im zweiten Jahr eine Minifrucht zu finden war, hat er uns heuer 24(!!!!!) wunderschöne Quitten geschenkt.Unsere ersten eigenen Quitten.

Und beim Blumen auszupfen haben wir dann auch noch Topinambur entdeckt. Rezepte ausprobieren ist wieder einmal angesagt !!!!

Dafür kann man diese”Im Außerfern sinkt die Schneeefallgrenze und es wird frostig Tage ” nutzen.

Sauerkraut ist angesagt

Trotz einiger Raupen haben wir eine gute Krauternte. Ohne zählen zu gehen , würde ich auf zirka 20 Stück schätzen.

Der Entstieler, der Krauthobel und der Stampfer sind bereit.

Die Gärfässer warten auf die leichte Säure der Milchgärung.

Und wir freuen uns schon auf Krautfleckerln!!

Im Oktober fest ernten

dann haben wir genug Hopfen für unsere heurigen Gebräue. Das Hausbier ist schon Stammgast, letztes Jahr kam das Brennesselbier dazu (ohne Hopfen!) und Ideen hätten wir noch viele weitere.

Ich habe heute das Ernten ohne Ende genossen: in der warmen Herbstsonne, der Geruch der Hopfenblüten – harzig, würzig, von einer schweren, aromatischen Fruchtigkeit. Der gelbe Staub klebt an den Händen und riecht noch lange nach. Aromatherapie im Dabei-Stehen.

Aber der Hopfen hat ja noch wesentlich mehr Anwendungen, als Tee beispielsweise oder in einem Kräuterkissen. So sammle ich, so viel ich erwische.

PS: Fast 50 hab ich werden müssen, um zu erfahren, dass das Oktoberfest früher in jeder Brauerei gefeiert wurde, um Platz zu trinken für das neue…

Erntezeit bedeutet ein Festmahl

für die Hennen. Jedes Würzelchen wird noch zerlegt und genau untersucht.

Rho, Jota ( die Kleinste), Sigma und Tau

Haiderl mit Hilde, Vroni,, Mizzi, Kappa, Rosa und Erna. Wenn man nur mehr die Hintern oben sieht, weiß man, es schmeckt so gut.

Unsere Feinschmeckerin Poldi mit Hederl und Hannerl.

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Rosa hat den abgeernteten Kamin entdeckt und will dabei nicht gestört werden.

Während Gundel den Schubkarren leer pickt und sehr stolz auf ihr Eldorado ist.