Australien im Advent

Seit vielen Jahren erweisen mir der Olivenbaum, der gemeinsam mit dem Oleander in einem Topf sitzt, über die Wintermonate hinweg ganz spezielle Dienste.
Ersatzchristbaum oder Träger der Weihnachtspost oder einfach nur Grün und Blüten und Duft.
Heuer wird er neben all den Weihnachtskarten mit ganz speziellen Bildern von Eva geschmückt.
Bilder von ihren Tagen in Australien.
Bilder, die einen besonderen Bezug zu gemeinsamen Erlebnissen haben.
Halt doch wieder ein CHRISTBAUM- halt der anderen Art.

Die Rose von Eva blüht noch einmal auf

Und das Mitte November.
Ein passendes Zeichen für ihre große Reise.

Schneidig, schneidig!

Sich allein auf eine dreimonatige Reise ans andere Ende der Welt auf den Weg zu machen! Diese Mischung aus Neugier und Mut wurde ihr sicher nicht in die Wiege gelegt. Dass sie dann auch noch alle Vorbereitungen selbst in die Hand genommen und alle Rückschläge weggesteckt hat zeigt, dass sie sich von nichts abhalten lässt, diesen Traum zu leben.

Heute haben wir eine Abschiedswanderung gemacht, haben zurückgeblickt auf die Vergangenheit. Übermorgen geht’s los in die Zukunft.

Baba und fall net, pfiat Di Gott!

Quittenernte 2018

Am 23. November 2010 haben wir unseren Quittenbaum gesetzt. Allen Wetterkapriolen, die 800m Seehöhe mit sich bringen, hat er getrotzt. So manches Jahr sind viele der Blüten erfroren. Aber jedes Jahr hat er so zwischen 20 und 30 Früchte getragen. Das hat gereicht und wir waren über jede dieser heilenden Früchte und ihren einzigartigen Geschmack glücklich.
Dass wir heuer ein ganz besonderes Gartenjahr haben, habe ich schon einige Male in diesem blog verschriftlicht.
Die Quittenernte setzt der diesjährigen Ernte die Krone auf- im wahrsten Sinne des Wortes.
Gezählte 284 Stück oder gewogene 115kg waren am Ende des Tages( das muß jetzt sein) in den Kisten und Körben.

Jede Einzelne ist mir wie ein Heiligtum.
Alleine der Duft, den sie verbreiten.
Vom Gelee, dem Saft, dem Honig und allen anderen Rezepten ganz zu schweigen.

Ich sage jetzt nicht: Man, da kommt noch ein hartes Stück Arbeit auf uns zu.(Zitat Eva)


Nein, wir freuen uns beide schon aufs Entpelzen, Schneiden, Entsaften, Verkochen, Einwecken….
Und auf all die Versuche, was man mit Quitten noch alles kochen kann.

Tanti Auguri

Paolo hat seinen ersten Geburtstag in der Klockerei gefeiert.
Es war ein gebührender und würdiger Abschluss dieser herrlichen Woche.
Danke an Anna und Eva für den außergewöhnlichen Kuchen( bisch du deppet, wor der guat).
Und Danke für euren Besuch und diese gemeinsame Woche- es war uns ein Fest- im wahrsten Sinne des Wortes.

Piano, piano in Lermoos

Ganz gemütlich haben wir es angehen lassen, diese Ecke von Tirol aufs Neue zu erkunden. Gewöhnung an die gute Bergluft, ans Gehen und an die diversen Transportmöglichkeiten. Einen Themenweg für Kinder haben wir als erstes Wanderziel ausgewählt. Mit der Gondel rauf, gemütlich sitzen, essen und ratschen und dann ganz langsam runter und dabei die jeweiligen Spiel- und Rastmöglichkeiten ausprobiert. Ein feiner Tag mit feinen Temperaturen und viel zum Schauen und zum Erzählen.

Von den Kindern. Zum 18. Geburtstag von Eva

Liebe Eva!

Von den Kindern
[…]
Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so, wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt Er auch den Bogen, der fest ist.

Auszug aus: Khalil Gibran. „Der Prophet.“

Zu diesem Geburtstag haben wir für Dich einen “Stangger” hergerichtet. Ein ganz besonderer, wir haben ihn vor vielen Jahren gemeinsam aus einem alten Stadel im Allgäu geholt. Einer der drei Außenstäbe war irgendwann gebrochen und musste geflickt werden, verlängert mit einem anderen Ast mit langer Geschichte aus unserem Garten, ein innerer, abgebrochen, neu eingehängt.

Wie der Bogen, der auf die Freude, das Leben gerichtet ist, ist der Stangger ein Gerüst, nicht immer ganz grad vielleicht, aber tragend. Da haben wir Vieles eingehängt, im Lauf der Jahre, Keime und Kerne.

Dein Stangger hat viele kleine und große Packtln dran, gemeinsam hast Du sie mit uns ausgepackt und wir haben uns erinnert. Lachend und zu Tränen gerührt.

Flieg wie ein Pfeil ins Leben!

Ich kann schon das Meer riechen

Danke Mädl

Bei euch erstrahlt ja alles

lautete die Rückmeldung von Petra zu unseren neuesten Blogbeiträgen. Ja, bei uns erstrahlt gerade alles. Im Garten, im Haus und ums Haus herum.Und weil Stefan die eine Seite in der Garage, an der noch der grüne Gipskarton zu sehen war, derart schön verputzt hat, haben wir auch diesen Raum umgestellt und neu eingeteilt. Hermann hat nicht lange überlegt und mit den abgebrochenen Besenstielen und einem Restbrett ein Snowboardregal konstruiert und Evas Kraxe hat sich perfekt für Figl und Pickel angeboten. Da Thomas uns unsere Bikes wieder fahrtauglich gemacht hat, steht jetzt allen sportlichen Aktivitäten nichts mehr im Wege. Jeder von uns geht mindestens einmal am Tag vollkommen grundlos in die Garage. Nur schauen, weil sie so schön und geordnet ist.

Kuchen für die Klockerei

oder aus der Klockerei. Ja, wie jetzt? Genau. Eva hat ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und diesen herrlichen Kuchen für uns gebacken. Buchweizentorte mit Preiselbeeren. Und wenn in der Klockerei gebacken wird, dann wird meistens gleich mehr gebacken. Hermann hat das Sonnntagsfrühstück mit lauwarmen Buchteln gekrönt. Das nenne ich einen gebührenden Abschluß dieser Ferien.

Frühlingserwachen

Nach getaner Arbeit ist gut ruhen und das herrliche Wetter ladet zu Lust und Launen ein. Die Schaukel wieder einmal auslüften lassen,sich streiten, wer sie als Erster ausprobieren darf, im Freien essen und schon allerlei Spuren der Lebensskraft namens Frühling entdecken.

Wie alt werden Hennen?

War die erste Frage, die Eva damals gestellt hat, als wir 2010 die erste Schar Seidenhühner vom Züchter geholt haben. Diese Frage konnte uns bis heute niemand beantworten. Die meisten von ihnen dürfen nur so lange leben, so lange sie Eier legen. Genug Eier. Von den Züchtern haben wir eine Schätzung, maximal 5 Jahre gehört.

Wann immer eine Henne kränkelt oder geht, hole ich die handschriftlichen Haus- und Hennenbücher, die wir seit dem Einzug in dieses Haus schreiben aus dem Regal. Dabei habe ich festgestellt, dass Paula im Jänner 6 Jahre alt wurde. Sie ist in ihrem 7. Lebensjahr und immer noch schön wie eh und je. Fast im gleichen Alter ist Gretl, die in ihrem Leben schon so einiges mitgemacht hat. Sie ist in ihrem 6. Lebensjahr und feiert im Juni Geburtstag.
Könnte man mit den beiden Zeitzeugengespräche führen, könnte man wohl ein Buch damit füllen.

Das neue Jahr am See begrüßen

Ein Spaziergang an diesem geschichtsträchtigen See war geplant, nachher eine Einkehr beim Fischer. Es war bitterkalt, nur eine Hälfte des Sees lag (wie erwartet) in der Sonne — und so kürzten wir ein bisschen ab, ließen uns aber auf einem Sonnenflecken genüsslich Zeit für eine Rotkäppchenjause: Kuchen und (Schaum-)wein fand sich in der Jausendose und so konnten wir auch mit Eva auf das neue Jahr anstoßen. Die Blicke der Hunde hingen an meinen Händen (weil da der Kuchen war)!

Das Essen im Fischer fein wie immer!

Fesch und schneidig – die Eva hålt

Es ist wieder einmal Zeit, DIR einen Beitrag im Hausbuch der Klockerei zu widmen. Bist du doch seit Jahren gewichtiger Teil davon.

Gemeinsam haben wir damals, vor dem ersten Wahldurchgang, es war schon dämmrig draußen, die Sonnenblumen ins Freie gesetzt. Drei Stück. Als Zeichen der Zuversicht und der Hoffnung. Alle drei sind sie groß geworden, sehr groß, sie haben die 4m Marke erreicht.
Und sie stehen noch immer, inzwischen sind den Wildvögeln Nahrungsquelle geworden. Und sie sind immer noch Zeichen der Zuversicht und der Hoffnung. So wie junge Menschen, die sich engagieren, die aufstehen und für etwas einstehen, die Gesicht zeigen.

Eva, ich bin sehr dankbar, dass ich dich kenne und dass du Teil meines Lebens geworden bist. Und ich bin so mächtig stolz auf dich – sou fesch und sou schneidig!

Namaste

Angelika

Über Gott und die Welt

Finde ich nach langen Überlegungen( Navi/ müde/ Hunger/…) doch den treffendsten Titel für diesen Beitrag. Viel WELT, vor allem viel Italien hast du mit uns jetzt schon erkundet. Unzähligen Diskussionen über GOTT und ebendiese WELT hast du dir angehört oder hast sie mit uns geführt. Manchmal war dir danach, die ganze WELT zu umarmen und GOTT sei Dank warst du so oft mit uns auf dem Weg durch diese WELT. Danke, Eva!!