Kohlrabi-Suppe

Dieses Rezept kommt hier in unser Hausbuch, weil es wirklich gut schmeckt, und mit dem, was unser Garten bietet, gerade perfekt machbar ist. Schnell ist’s auch, ich hab es aus dem „Darm-Kochbuch“ von Claudia Lenz. Da geht’s darum, möglichst gut verträgliches Essen zu kochen, wer mag/braucht das nicht?

Für das Schnittlauch-Öl 2 Bund Schnittlauch, grob geschnitten, in 6 EL Öl (von insgesamt 100 ml Olivenöl) kurz andünsten, mit dem Rest pürieren, 1 Stunde ziehen lassen. Für die Suppe 40 dag Kartoffeln, ebensoviel Kohlrabi (ein großer), in ¾ l Gemüsebrühe in einer Viertelstunde weichkochen, 1 dl Süßrahm dazu, pürieren und mit Salz, Pfeffer und etwas Schnittlauch-Öl abschmecken.

Mit dem Schnittlauch-Öl und Kresse (ich hatte Kapuzinerkresse) servieren. Es passt auch Räucherlachs (wer’s mag), ist aber nicht unbedingt nötig.

Wie zu Corona-Verbots-Zeiten

bin ich nun auf dem Weg auf den Hausberg wieder gefordert: ab der Mitte laufen die Kühe frei herum, mal sind sie in der Früh ganz oben, über der Alm, heute etwa waren sie eher darunter. Da heißt es die Ohren zu spitzen. Und auszuweichen, schließlich möchte ich weder die Kühe erschrecken (wie angeblich manch abartige TikTok-Zeitgenossen) noch meine alten Hundedamen gefährden. Mich eh auch nicht.

So führt mich sowohl Auf- als auch Abweg manchmal auf die eine oder andere Seite des Bergs. Viele Wege habe ich schon vor kurzem als wunderbare Schleichwege kennengelernt — eigentlich viel schöner als der Normalweg. Und so streifen wir drei aufwärts oder abwärts durch zauberhafte Dickichte und Lichtungen, und freuen uns. Wo eine Tür zu geht, geht immer auch eine auf …

Valentin und Hannah

Vor gut einer Woche kam die Anfrage: Statt Hongkong stehe Tirol auf der Route! Wir wussten nur von einem umgebauten Ford Transit (in Corona-Zeiten) und freuten uns, viele Geschichten kamen uns in den Sinn.

Am Mittwoch Abend, Valentin und Hanna hatten den herrlichen Sommerabend am Plansee noch ausgiebig genossen, trudelten sie gerade rechtzeitig zu den gerade fertig gekochten Knödeln mit Suppe und Salat ein. Johanna und Alex waren schon da.

Der Donnerstag war dann eher ein Haus-Tag, sie frühstückten auf der Terrasse und arbeiteten auf und planten: für den Freitag die (legendäre) Tour zum Kogelsee. Das Wetter war zumindest bis Mittag gut versprochen, ein früher Aufbruch schien sinnvoll. Wir trafen uns am Abend mit Alex und Johanna beim Fischer, eine kleine Jause für die beiden war am Tisch vorbereitet. Emma freute sich außerordentlich!

Der Aufbruch gelang recht früh, das Wetter aber spielte nicht mit: bereits um 8 (im Valluga-Regenradar konnte ich es sehen) war Blitz und Donner, erst gegen Mittag klarte es dann auf. So sahen wir uns dann zum Abschied am späten Abend wieder. Der Freitag war schon zum Samstag geworden, die zukünftigen Pläne trafen sich mit alten Erfahrungen: auf nach Albanien!

Danke für die herrliche Begegnung!

Johanna und Alex (und Valentin und Valentin)

haben ein paar Urlaubstage mit uns verbracht! Dabei kamen dann — aus purem Zufall — gleich zwei Geschichten zusammen. Unsere Laufenten, die uns seit zwei Jahren begleiten, haben wir Johanna zu verdanken. Den Transport damals von Mattsee zu uns hat Valentin übernommen, deshalb heißt unser Erpel auch so. Dass Valentin mit Hannah dann auch gleich am Mittwoch ankamen und wir alle miteinander einen Abend verbringen konnten, kann nur Fügung sein. Eine glückliche!

Unser Abschiedsessen war dann beim Fischer am Heiterwangersee. Eine dritte Geschichte. Mindestens.

An die Zeit der Fernlehre

möchte ich mich eigentlich auch an diesem Ort erinnern — ist sie doch für einige Wochen Teil der Klockerei geworden.
Erinnert sie mich an so viele außergewöhnliche und ausgezeichnete Arbeiten, die ich zu lesen und zu sehen bekam, daran, was so alles geht und daran, was vielleicht nicht mehr gehen sollte.
Prägend war sie auf alle Fälle, diese Zeit in der Fernlehre.

Wenn ich mich nur satt sehen könnte

und von satt essen keine Spur.
Jetzt rinnt mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen.

Falter, da holst du mich bitte NICHT raus

Die TICKETTOTHEMOON habe ich bereits gekannt und so habe ich der Versuchung beim Verlängern unseres Falterabos nicht widerstehen können.
Also wähle ich das Kombiangebot mit der Hängematte von TICKETTOTHEMOON.

Als Einladung, die Seele doch etwas öfter baumeln zu lassen.
Oder eben dem Motto 80% Geltung zu verschaffen.

Und dann kam der Moment, sie einzuweihen…..
EUPHORIE

Das Teil ist ein Geniestreich, das ist keine Hängematte, das ist ein Biwak- Bergsteiger wissen, was ich meine.
Die macht ganz zu und du bist im schaukelnden Kokon- temperaturgeregelt.

Ja, das hat jetzt wohl zur Folge, dass ich in dieser Wiege auch die eine oder andere Nacht verbringen werde- ich warte nur noch die Gewitternächte ab.
Sehr wohlig und sehr luftig mit dem Hauch von Freiheit.
Da lasse ich mich so schnell nicht mehr rausholen.

Die Pfingstrose ist heuer pünktlich

zu Pfingsten aufgeblüht! Jetzt, zwei Wochen später erfreut sie uns immer noch mit ihren wunderbaren Blüten, die all dem Wind und den Regenfällen getrotzt haben!

Ein neues Roggenbrot!

Obwohl wir immer einen großen Vorrat im Gefrierschrank haben, war jetzt wieder einmal alles aufgebraucht. Energie und Zeit war vorhanden, also: ich probier ein neues Brot. Angespornt vom Haferbrot von Lutz Geißler suchte ich in seinem Brotbackbuch #4 nach einem einfachen Roggenvollkornbrot. Das vertrag ich einfach am besten, alles mit Weizen eigentlich gar nicht.

Das Ergebnis: sensationell! Und einfach noch dazu. Wie ich schon beim Haferbrot geschrieben hab, darf man sich nur nicht von den Begriffen (Kochstück ?!) erschrecken lassen. Dieses Roggenbrot ist perfekt und lässt sich auch nach der Reifung in Simperln direkt auf dem Stein backen.

Das vereinfachte Kurzrezept: 20 dag Roggensauerteig mit 1 kg Roggenvollkornmehl und 1,1 l Wasser vermischen und 12-16 Stunden gehen lassen. Am Backtag 20 dag Roggenschrot mit 0,6 l Wasser unter Rühren aufkochen und auf 60°C abkühlen lassen. Mit 70 dag Roggenvollkornmehl verrühren, ½ Stunde gehen lassen, dann in die Gärkörbchen füllen und weitere 1½ Stunden gehen lassen. Auf dem vorgeheizten Stein (250°C, runter auf 180°C) 90 Minuten backen.

Dieses Brot ist unglaublich saftig, herrlich mild und wird wohl mein bisheriges Gewürzbrot ersetzen!

Immer wieder der Mohn

Der große, rote — die Samen stammen aus Angelikas Verwandtschaft aus Wörgl, da stammt auch der erste Waldmeister her — ist jedes Jahr der erste und wir hoffen immer auf schönes Wetter. Meist bekommt er nur einen Tag. Prächtigst stehen die Riesenblüten dann da und jede einzelne ist ein Wunder, eine Botschaft des Lebens.

In den letzten Tagen sind zwei weitere aufgeblüht. Ein roter Seidenmohn und einer in herrlich blasslila!

Zusammenkommen und Auseinandergehen

Für mich gibt und gab es Situationen, in denen vieles zusammenfindet, plötzlich zusammenstimmt und unwiderstehlich ruft: das ist jetzt der Zeitpunkt, alles liegt vor Dir zum Greifen nah. Das passiert mir auch manchmal mit Gegenständen: das sind nur Dinge, sage ich mir dann und doch finden da weit entfernte (Lebens-)geschichten zusammen.

Eine dieser Situationen erlebte ich als 18-jähriger in Florenz. Wir waren auf Maturareise, 1982, ich schlenderte mit einem meiner Mitschüler durch die malerischen Gassen. Bei einem kleinen Laden, der gebrauchte Fotoapparate anbot, blieb ich wie elektrisiert stehen: eine Rollei 35 TE.

Sie war gebraucht, hatte eine kleine Delle, der Preis war vermutlich unverschämt (und ich hatte jetzt nicht besonders viel Geld; mein Kollege Gottwald versuchte, mir diese Idee mit größtem Eifer auszureden) aber all meine schrägen Gedanken waren hier vereint. Von dieser Kamera hatte mir mein Onkel Oswald (der auch den Volvo hatte) erzählt, er habe sie mitgehabt auf seiner Aconcagua-Besteigung, eine unverwüstliche Kamera die zusätzlich zur (damals) modernen elektronischen Belichtungsmessung eine mechanische Einstellung (1/60) besass, sodass man damit IMMER, auch wenn die Batterie versagte, ein Foto machen konnte. Bei jeder Temperatur, unter widrigsten Bedingungen. Da schlug mein Yps-Bubenherz auf Anschlag.

Das unverwüstliche Metallgehäuse (Delle??), das Kleinbildformat (35 mm, also auch für Dias brauchbar), die Kompaktheit … ich konnte nicht widerstehen und hab es dann nie bereut. Jahrzehnte hat mich diese Kamera begleitet, bis zum Umstieg auf digital. Unzählige Berg- und Schitouren hat sie mitgemacht, ein paar mehr Dellen abbekommen, aber sie hat mich nie im Stich gelassen.

Dass ich jetzt bei einer (wiederum gebrauchten) Fuji X-Pro2 gelandet bin, die sich nicht nur anfühlt, wie eine erwachsene Version der Rollei, ist kein Zufall. Es ist ein Heimkommen und Wiederfinden. Wieder ein Metallgehäuse, wieder eine Sucherkamera, wieder die Einstellmöglichkeiten, mit denen ich Fotografieren gelernt habe: Blende, Belichtungszeit, ISO. Einen Kodak-Film, oder doch den Fuji? Dem damaligen Objektiv — ein 40/3.5 — entspräche das Fuji 27er. Hmmm.

Ich habe die Rollei im Zuge einer ganz großen “Ich räum auf und trenne mich von altem Ballast”-Aktion getrennt. Sie auf Ebay eigentlich verschenkt. Platz für Neues — die Erinnerungen bleiben.

Eine andere Geschichte ist die von meinem ersten Macbook. Auch hier gab es Anlässe, Vorbilder. Ein Traum, seit ich von Computern wusste. Ein Apple II war Erzählung, Sage (für die Nerds halt), einen IIc hatte ich für ein Projekt einmal leihweise zur Verfügung.

Das war das erste Macbook (meines Lebens) — davor hatte ich geglaubt mir keinen Apple leisten zu können und war halt irgendwie stolz darauf, einen Windows-Laptop zu haben, weil ich kein Schnösel bin!

Das Design des MacBooks, die Tastatur, die Handhabung, all das war fast zu schön um wahr zu sein. Schon. Für mich halt. Ja mei. Nach der ersten Begeisterung kam dann die noch fundiertere dazu: ein winziger Laptop, eigentlich ein bisschen Schickimicki-Aussehen aber mit dem Innenleben eines wahren Biests: Unix und alle Kommandozeilen-Macht der Welt — das sollte mich noch Jahrzehnte begleiten. Sieben Jahre lang einwandfrei, dann Zweitgerät. Das Upgrade zum Macbook 2013 war logisch, bis jetzt reuefrei. Die aktuellen Neugeräte sind schneller. Aber meines läuft immer noch einwandfrei.

Es funktioniert nach wie vor einwandfrei, manche allerneuesten Programme laufen darauf vielleicht nicht mehr, aber alle wesentlichen nach wie vor.

Im Zuge einer Aktion von Peter Bernscherer werden Geräte an diejenigen verteilt, die sich Computer nicht leisten können.

Mit größter Freude und einem wehmütigen Abschiednehmen haben wir unsere iPads (auch Angelikas Geschichte ist eine ganz besondere) und eben dieses Macbook dorthin verschickt.

Il Centro — Pizza Lounge: Habemus Italicum!!!

Vorgestern kam Angelika nachhause und erzählte, in der ehemaligen Postpassage habe sie ein neues Restaurant gesehen, mit schön dekorierten Tischen innen und einem Außenbereich — italienisch. Auch eine Webseite war schnell gefunden, viel versprechend. Heute waren wir dort.

Was versprochen wurde waren original italienische Gerichte, gutes Essen, guter Wein! Auf der Karte fanden sich gleich einige Spezialitäten, die echte neapolitanische Pizza (“Margherita verace D.O.C.“), hausgemachte Pasta (“Pasta fatta in casa — Orecchiette con pesto Genovese”). Das gibt es in hier nirgends, entsprechend groß war die Vorfreude. Auf der Webseite hatten wir bereits vom speziellen Pizzaofen gelesen — nur 60-90 Sekunden benötigt eine Pizza hier bei etwa 500°C.

Als wir ankamen waren nur wenige Gäste hier, sehr gemütlich, der kleine Tisch wurde von der zuvorkommenden Bedienung gleich zum Vierertisch umfunktioniert, den brauchten wir auch. Wir begannen zu zweit mit einem Vorspeisenteller verschiedener Aufschnitte (“Affettati”, eigenartigerweise mit ein paar Pfefferoni ergänzt), einigen salami, prosciutto crudo, pancetta: wunderbar, mit dem Weißbrot und dem Hauswein (“Apassimento” — einem Valpolicella, bei dem ein Teil aus getrockneten Trauben gepresst wird) eigentlich schon eine Mahlzeit für zwei.

Ein gemischter Salat (dieses Mal war Mais die Überraschung) war eine feine Abwechslung — die Menage aus Öl und Balsamico hatte auch als Ergänzung ein sehr scharfes Öl mit Peperoncino zu bieten.

Dann aber kamen die Hauptspeisen, und die waren überwältigend! Die versprochenen Orecchiette waren eigentlich Strozzapreti, frisch hausgemacht und perfekt gegart, mit einem traumhaften Pesto, das mit Rucola, Zitrone und Parmesan göttlich abgeschmeckt war. Einer der beiden Inhaber, Enzo Cervello, erzählte lachend, dass heute seine Hände eben bereit für diese Nudeln gewesen seien — was will man mehr?

Die Pizza, eine Margherita, gut wie ich sie noch nie gegessen habe, hat natürlich auch ihre Geschichte: im “Ferrari” unter den Pizzaöfen gebacken, beste Zutaten (San Marzano Tomaten, Büffelmozzarella, der Pizzateig — Geheimnis!): das Ergebnis ist wirklich unvergleichlich, ich legte einige Scheiben von der Vorspeise auf einen Teil der Pizza, aber wozu: etwas Perfektes kann man nicht mehr verbessern!

Ali Genc, der zweite Inhaber des Lokals, verabschiedete uns, wir liessen noch das Essen gemütlich ausklingen, die Mannschaft begab sich in die “Zimmerstunde” um am frühen Abend wieder bereit zu sein.

Auch beim Grappa ist eine große Auswahl vorhanden, wir schlenderten glücklich nachhause, wissend, dass wir wieder zurückkehren werden.

Das Falter-Radio (Podcast)

Podcasts (regelmäßig erscheinende über das Internet erhältliche Hörsendungen — vergleichbar einer Radiosendung) waren einmal eine aufregende Sache: vor gut 15 Jahren haben wir versucht, sie in der Schule zu etablieren — es gelang weder dort noch in der Öffentlichkeit.

Obwohl wir den Falter nun schon seit einigen Jahren abonniert haben, zögerte ich doch, mir auch einmal den Podcast — der Falter nennt das noch mehr retro “Falter-Radio” — anzuhören. Heute war es so weit und ich war überwältigt!

Im Gegensatz zu den so geschätzten Artikeln der Journalisten, die recherchieren, berichten, einordnen, bewerten und in Beziehung setzen, kommen hier Gäste von Raimund Löw zu Wort: im Original, höchstens kurz ergänzt, man hört Menschen reden, ihre Stimme, ihre Meinung, ungefiltert, ungekürzt.

Eigentlich haben mich in beiden Podcasts die Gäste beeindruckt: Im Podcast #338 (“Die geizigen Vier”) der Ökonom Stephan Schulmeister, der klar formulierte, dass das Nein der Vier nicht nur kurzsichtig, sondern auch unsinnig ist: da wird Populismus (“die ‘faulen’ Südländer, die wir finanzieren sollen!”) vor (möglicherweise vorhandenes) Grundwissen um wirtschaftliche Zusammenhänge gestellt (Der Staat, der öffentliche Güter schützen bzw. bereitstellen soll, kann nicht gleich behandelt werden wie ein privatwirtschaftliches Unternehmen). Solidarität kommt da schon gar nicht mehr als Aspekt vor und doch geht es letztlich nur mehr darum: ist die EU eine Union, oder soll sie zerfallen?

Im Podcast #337 (“Wie Corona die Gastronomie verändert”) hatte jeder etwas Interessantes zu sagen. Alle stimmten überein, dass die Unterstützung der Gastronomie katastrophal ist: seit dem Zeitpunkt, wie Barbara Eselböck erläutert, wo das Pandemie-Gesetz außer Kraft gesetzt wurde — das für eine Entschädigung bzw. Unterstützung gesorgt hätte — ist man auf Einzelunterstützungen angewiesen, für die jeweils ein absurder Aufwand für das Ansuchen getrieben werden muss: was dabei herauskommt sind bestenfalls symbolische Beihilfen.

Also: nichts Tröstendes; oder eben doch, weil man hört — die Stimmen transportieren da weit mehr als nur den Inhalt — dass man nicht allein ist, mit seiner Meinung, seiner Verzweiflung, seinem Zorn.

Auf dem Panoramaweg

Angelika hatte die Idee für eine Unternehmung: den Panoramaweg den Plansee entlang zu gehen. Er war seit Jahrzehnten ein Waldweg, zwischen den Bäumen durch, von dem man immer wieder, durch die Stämme hindurch, einen Blick auf den Plan- und Heiterwangersee erhaschen konnte. Zu Fuß wunderbar, mit dem (Berg-)Fahrrad machbar. Ein malerischer, auch durch das Licht-Schatten-Spiel romantischer Weg.

Dass dieser Weg nun eine breite Forststraße ist nimmt diesen Zauber zu einem guten Teilweg. Die Aussichten sind nach wie vor da, vielleicht mehr als vorher. Bei strahlendem Sonnenschein verglüht man hier sicher, Schatten ist überhaupt keiner mehr vorhanden. Dass die Radler hier meistens Stromradler sind, obwohl der Weg höchstens milde Steigungen aufweist, verwundert uns inzwischen eh nicht mehr.

Wir genießen, das Wetter ist gemäßigt, den Weg- und den Rückweg trotzdem. Blumen und Bäume sind sehenswert, Ausblicke auf die wilden Schluchten des Zwieselbergs sind schön bis schaurig, wir freuen uns an den beiden Brunnen und kehren am Abend zufrieden und müde nachhause zurück.

Maxi genießt die Abendsonne

Jetzt sind es noch ein paar Wochen, in denen die Tage länger werden, wenn die Sonne am Abend ewig lang scheint und erst am rechten Rand hinter der großen Schlicke untergeht. Dann färben die letzten Strahlen ein paar Berggipfel und Bergrücken in ein tiefes Orange. Danach wird es kühl.

Die letzte Stunde habe ich heute auf der Terrasse verbracht, Zeitung lesend, Maxi kam vorbei, legte sich, wie selbstverständlich auf den Tisch, putzte sich und schaute dann, mit zusammengekniffenen Augen, genauso wie ich, in die untergehende Sonne.