Sonnenblumen in der Glasschale

Ich mag es eigentlich gar nicht, den Garten winterfest zu machen. Mir nach dürfte alles stehen bleiben und blühen solange es kann und will- die Natur wird das schon machen. Dennoch ist da auch die Gärtnerin in mir, die weiß, dass das gut so ist. Bei den Sonnenblumen fällt es mir immer besonders schwer, knospen sie doch bis in den Spätherbst Blüten hervor. Nachdem ich alle großen Blüten für Hennen und Vögel abgeerntet habe, schneide ich all die kleinen Blüten und Knospen ab und lege sie in eine Glasschale mit Wasser. So klein können sie gar nicht sein, als dass sie ihre gelben Blätter nicht doch noch ausbreiten und dem Licht entgegen halten. Augenweide und Kraftspender!

Die blauen Stunden im Spätherbst

Das sind meine Stunden. Meine Lebensstunden.

Wenn alles gesagt und getan ist.

Sich dieser Frieden und diese Ruhe einstellt und noch soviel Blühkraft da ist.

Soviel Freiraum und soviel Freiheit.

Und so viele wunderbare Erinnerungen an den Sommer.

Ich mag sie, diese blauen Stunden.

Ganz besonders im Spätherbst.

Labsal und Erquickung.

Ein Gewusel und ein Gewimmel

herrscht an manchen Tagen bei den Sonnenblumen. Sie sind immer ein Blickfang, egal in welchem Zustand ihre Blüten gerade sind. Schönheiten von Dauer.

Fesch und schneidig – die Eva hålt

Es ist wieder einmal Zeit, DIR einen Beitrag im Hausbuch der Klockerei zu widmen. Bist du doch seit Jahren gewichtiger Teil davon.

Gemeinsam haben wir damals, vor dem ersten Wahldurchgang, es war schon dämmrig draußen, die Sonnenblumen ins Freie gesetzt. Drei Stück. Als Zeichen der Zuversicht und der Hoffnung. Alle drei sind sie groß geworden, sehr groß, sie haben die 4m Marke erreicht.
Und sie stehen noch immer, inzwischen sind den Wildvögeln Nahrungsquelle geworden. Und sie sind immer noch Zeichen der Zuversicht und der Hoffnung. So wie junge Menschen, die sich engagieren, die aufstehen und für etwas einstehen, die Gesicht zeigen.

Eva, ich bin sehr dankbar, dass ich dich kenne und dass du Teil meines Lebens geworden bist. Und ich bin so mächtig stolz auf dich – sou fesch und sou schneidig!

Namaste

Angelika

Kuriositäten

Sie sind die Besonderheit des heurigen Gartenjahres, die Wahlsonnenblumen. Einige der Blüten haben sich sehr spezielle Formen und Muster einfallen lassen.

Besonnenheit

Sie sind meine Begleiter des heurigen Gartenjahres. An allen Ecken und Enden des Gartens ist eine aufgegangen, manche gepflanzt, manche hat der Wind ausgesät. Ich weiß es beimSetzen, dass aus diesem Kern eine derartige Pflanze wachsen wird und dennoch erscheint es mir Jahr für Jahr wie ein Wunder.

Von Dachziegeln und der Erinnerung

Es ist schon eine ganze Weile her, dass eines der Stichwörter(tags) in unserem Hausbuch Tischgeflüster genannt wurde. Ja, unser Tisch flüstert recht oft. Immer, wenn Menschen zusammen sitzen, reden, essen, trinken und ratschen.

Und immer dann, wenn spezielle Ereignisse symbolisch ihren Platz finden.

Immer dann, wenn Erinnerungen von all den besuchten Orten den entsprechenden Rahmen zu unseren Gesprächen bilden.

Wenn Geschenke das Geflüster erweitern.

Und wenn sich Saatgut aus den Marken und aus Mühl die alten Dachziegel aus Elcito teilen.

Immer dann wird das Geflüster zu einer Melodie. Einer Melodie der Erinnerungen, die trägt.

Von der Brache und vom Sein lassen

Es hat mich einiges an Überwindung gekostet, die Beete brach liegen zu lassen. Die Pläne für die heurigen Ferien haben dazu beigetragen, dass es mir leichter fällt. Immerhin wollten wir für 6 Wochen auf dem WEG sein. Vega war dann der Auslöser, doch noch ein Jahr zu warten. Dann kam Gott sei Dank der SOMMER 2015 mit Wärme, lauer Luft und der täglichen Möglichkeit, draußen zu leben. Ja, im Moment leben wir draußen, nützen alle Zeit, um Sonnen- und Sommerenergie in uns aufzusaugen. Und um NICHTS zu tun- sein zu lassen- eben Brache. Siesta in Mühl, eine ganz neue Lebensform. Mir fällt es nicht leicht, NICHTS zu tun, ich bin ein Kind meiner Eltern, aber dieser Sommer lädt dazu ein, das SEIN zu lassen, statt selber zu tun.

Ja, und im täglichen Einüben des SEIN LASSENS erfahre ich, dass sich vieles von selber erledigt, dass weniger oft mehr ist, dass Erholung sein darf(!), dass die Gemütlichkeit oft zu kurz kommt und dass das SEIN so einiges auf Lager hat, worauf das SELBER TUN gar nicht gekommen wäre. Dieser Sommer beschenkt mich auf vielfältige und tiefsinnige Art und Weise.

Sonnenblumen

Rechts beim Stall, bei der Korkenzieherweide, am Grabl vom Marilyn, neben den Hochzeitsstangern gedeihen die Sonnenblumen. Wunderwerk der Natur, allein schon der Vergleich Samenkorn und Wachstum macht mich immer wieder staunen. Die vertrockneten Blättter eignen sich gut als Beigabe zu Tees ( habe ich von Sonnentor gelernt). Die Sonnenblumenkerne erfreuen die Vögel und die Hennen. Und beim Verblühen bekommen sie gerne Besuch von Schmetterlingen. Da komme ich aus dem Schauen und Staunen gar nicht mehr raus.

Das erste Ehekraut

Der Schneefall hat eingesetzt und plagt die beiden Sonnenblumen, die wir stehen gelassen haben.
Wir nutzen das grauslige Wetter um unser Kraut zu schneiden, zu hobeln und zu stampfen.

Wie eine tanzende, alles umarmende Figur schaut der Strunk in manchen Krautköpfen aus.

Laut Hermann wird es das beste Kraut,das wir je gemacht haben. Weil diesmal die Eheringe mitkneten.

Das erste Ehekraut !

Heuer probieren wir da erste Mal, das Kraut mit Wacholderbeeren zu verfeinern. Bisher haben wir immer nur Salz verwendet. Ehekraut mit Geschmack- und was für ein Geschmack!!

Und so kommt es jetzt in den Gärtopf. Jetzt heißt es sich in Geduld und Vorfreude üben.

Ernten, ernten, ernten, aja und nochmals ernten

Wer im Außerfern gartelt, muss damit rechnen, dass es im Frühjahr noch zwei mal friert(nämlich dann, wenn alles schon austreibt)und im Herbst kurz schneit( meist in der Zeit der Vollreife) und wieder fiert. Wer seine Pflanzen und die oberirdischen Früchte retten will, hat 24-Stunden- ernten- pro -Tag vor sich. Meist kommen dann noch viele schöne Tage, aber einmal Frost muss sein!!!! Anders habe ich den Anfang und das Ende der Anbauzeit nie erlebt.

Vielleicht kommt einmal ein Jahr, indem wir genüsslich, mit vielen Pausen und ohne Kaltfront vor der Türe, ernten werden.

Gott sei Dank ist unser Haus groß genug, sodass wir überall noch Möglichkeiten finden, den Ertrag zu trocknen oder zu lagern.” Hier sehen sie die Bauleiter mit der 3. Hopfenernte geschmückt..”

Alle Wurzeln, die ich zum Ansatz meines geplanten Spezialkräutertrunks (Miraculix würde all seinen Charme einsetzen, um an diese Rezeptur zu gelangen) brauche sind ausgegraben und liegen nun im Gästezimmer, um gut durchzutrocknen.

Die Kerne der Sonnenblumenköpfe sind der Winterbonus für die Hennen. Zielgenau wird das Korn aus den Waben geholt. Damit sind sie eine ganze Weile beschäftigt,glücklich und dann SATT!

Ganz besondere Freude hat uns heuer unser Quittenbaum beschert. Nachdem im ersten Jahr die Blüten erfroren sind, im zweiten Jahr eine Minifrucht zu finden war, hat er uns heuer 24(!!!!!) wunderschöne Quitten geschenkt.Unsere ersten eigenen Quitten.

Und beim Blumen auszupfen haben wir dann auch noch Topinambur entdeckt. Rezepte ausprobieren ist wieder einmal angesagt !!!!

Dafür kann man diese”Im Außerfern sinkt die Schneeefallgrenze und es wird frostig Tage ” nutzen.

Die Neugier und das Entdecken

Wie jeden Tag gehen wir an unserem Quittenbaum vorbei und entdecken “a Kischtl voll” reifende, pralle Früchte.

Unsere jüngste Brut sonnt sich im Rosenstock. Sie lieben es, ganz eng aneinander und ineinander und übereinander zu liegen.

Von links:Jota, Rho, Tau und Sigma- im Hintergrund Mama Lotte

Einen Tomatenstanger habe ich ihnen gemacht. Die leeren Tomatenstauden waren noch so schön, grün, satt und voll mit Kleingetier, dass ich sie auf einen Stanger gegeben habe, um dort in Ruhe abzureifen.

Und da Hennen von Natur aus sehr neugierig sind, hat es nicht lange gedauert, bis die Entdeckungstour stattgefunden hat.

Oben: Gina in der Mitte, Chaira und Gundel links.

Und hier Lotte mit Rho und Jota.

Ein guter Tag geht langsam zu Ende!!!!

Jetzt ist sie ganz aufgeblüht

die “abgestorbene” Sonnenblume!

Sonnenblumen

sind für mich immer wieder der Beweis dafür, welch unbändige Kraft in einem Samenkorn stecken kann.

Zudem haben sie die Fähigkeit im Sterben aufzublühen. Dieses Exemplar ist umgeknickt und ich habe sie auf einen der Hennenkletterplätze gelegt. Tage später habe ich im Vorbeigehen diese Blüte entdeckt.

Die Hüterin unseres Frühstücksplatzls hat sich selber ausgesäet und erfreut uns jeden Tag mit ihrer Pracht. So sind sie, die SONNENBLUMEN!