Der Juchezer-Engel

ist ein Erbstück von Hermann.
Zwei Leben, zwei Lebensgeschichten und zwei Lebensphilosophien sind da in Holz geschnitzt.
Es sind nicht meine Geschichten und schon gar nicht meine Philosophien.

Ich trage lieber eines meiner lässigen Kleider statt dem Nachthemd.
Hab die Schuhe lieber trittsicher zugebunden und die Flügel gern dort wo sie hingehören, nicht unterm Arm.

Aber in Zeiten, wo es so richtig dick kommt, stelle ich ihn mir auf den Tisch, trägt er doch eine weitere zentrale Botschaft in sich:
AUCH IN ZEITEN, WO DU NUR MEHR EIN NACHTHEMD ANHAST, DIE SCHUHE OFFEN SIND UND DIE FLÜGEL UNTERM ARM, GIBT ES AN JEDEM TAG DEN MOMENT FÜR EINEN JUCHEZER .

Ein Ausruf der Freude ob der Erkenntnis, dass dieses verrückte Leben das größte Geschenk ist( Brunners).
JUCHUI!!!!!!!!

Ausräuchern und einsegnen

Es war mir eindeutig ZUVIEL, was da an Boshaftigkeit — einschließlich all ihrer Kollegen — ins Haus gebracht wurde und so habe ich einen Seelsorger gebeten, unser Haus auszuräuchern und einzusegnen.
Es war sehr feierlich, so ganz im Sinne: Befreiend nach hinten und stärkend nach vorne.
Danke für deine Seelsorge.

Quittengschichten

Auch heuer hat er reiche Ernte gebracht, DER Quittenbaum, kurz DIE Quitte genannt.
Es ist wohl jener Baum oder jene Frucht, die die meisten Gespräche am Gartenzaun entstehen lässt.
Nur wenige Menschen kennen diese Frucht und so ergibt sich meist ein feiner Ratscher, gehört sie doch für mich eigentlich zu meinen Lebensbegleitern.
Im heurigen Gartenjahr war sie für drei erfrischende Begegnungen verantwortlich.
Die Besucher haben Quitten und das Wissen darum mitgenommen und uns haben sie Freude, ein Miteinander, gute Ideen, guten Wein, Schpeck! und gute Bücher dagelassen.
Es war einfach nur fein, wohltuend, ermutigend und gemütlich.

Wohlgeschmack zum Ferienende

Mama Mia, was war das für ein Schulbeginn.
Alarmstufe ROT ist gleich von mehreren Seiten ausgerufen worden.
Ja, Halleluja und Saggrahaxn…
Umso tröstlicher und erfreulicher die Geschenke, die auch eine Punktlandung hingelegt haben.
Guat waren sie, die Schwammerln und die Süßigkeiten.
Das Bier wartet noch auf den Zeitpunkt, wo Weißglut und Rotglut sich wieder beruhigt haben- dann schmeckt es gleich doppelt so gut.
Und das Prosit auf das Meisterstück kann ich kaum erwarten.
Was für passende Biernamen…

Ein lautes und beherztes JA zu…

Jetzt war ich über einige Tage schwer versucht, dieses Bild zum Anlass zu nehmen, um all die NEINS zu benennen,
die ich ENDLICH lernen sollte, in meinem Leben klar und deutlich zu sagen.

Oder um es mit den Worten vom Klockervater zu sagen“ Wehr dich endlich, damit auf die Fiaß kimmsch!!“
Ja, das mit dem sich wehren ist so eine Sache…
Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt…oder
Wer sich bückt, wird gedruckt.

Da wäre allerdings in der Aufzählung und Auflistung a bisl VIEL Grausliges und Bodenloses zu Tage gekommen.
Nein, das will ich in unserem Hausbuch NICHT lesen.
Daher habe ich mich entschieden, all die JAs zu benennen, um die es geht.

JA, was für ein Geschenk und Wunder des Lebens bist du.
Wachse und gedeihe.
Hör auf dein Herz.
Was bist du für ein wunderbarer Mensch.
Wie liebenswert bist du.
Lass dich umarmen.
Lass dich fallen.
Nimm meine Hand.
Nimm meinen Arm.

Ich verstehe dich.
Ich bin da.
Ich komme vorbei.
Ich muntere dich auf.
Ich tröste dich.
Ich schenk dir meine Zeit.
Ich streich dir über den Kopf.
Dann wirst du es schon schon brauchen.
Lass es dir gut ergehen.
Nimm dir die Freiheit.
Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun.
Schau dir die Wolken an und in den Sonnenuntergang.
Lass deine Seele in den Schönheiten der Schöpfung baumeln.

Sei liebevoll mit dir.
Und bescheiden in deinen Ansprüchen an dich.
Mach die Tür zur Freiheit auf.
Halt nicht dagegen, dann geht es schneller vorbei.
Geh wohin dein Herz dich trägt.

Falter, da holst du mich bitte NICHT raus

Die TICKETTOTHEMOON habe ich bereits gekannt und so habe ich der Versuchung beim Verlängern unseres Falterabos nicht widerstehen können.
Also wähle ich das Kombiangebot mit der Hängematte von TICKETTOTHEMOON.

Als Einladung, die Seele doch etwas öfter baumeln zu lassen.
Oder eben dem Motto 80% Geltung zu verschaffen.

Und dann kam der Moment, sie einzuweihen…..
EUPHORIE

Das Teil ist ein Geniestreich, das ist keine Hängematte, das ist ein Biwak- Bergsteiger wissen, was ich meine.
Die macht ganz zu und du bist im schaukelnden Kokon- temperaturgeregelt.

Ja, das hat jetzt wohl zur Folge, dass ich in dieser Wiege auch die eine oder andere Nacht verbringen werde- ich warte nur noch die Gewitternächte ab.
Sehr wohlig und sehr luftig mit dem Hauch von Freiheit.
Da lasse ich mich so schnell nicht mehr rausholen.

Aus allen Wolken gefallen

Andere Titelvorschläge: Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund! Rumpel die pumpel, weg war ich, Kumpel! Wer hoch steigt, der fällt tief. Auch Paulus fiel vom hohen Ross usw. usf.
Anlässlich einer Bleib-Daheim Aktion (“Ich werf jetzt alle alten Skripten und unnötigen Bücher(!) weg”) hab ich dieses Buch, das ich vor gut 20 Jahren gekauft habe, wiedergefunden. Dass dieser etwas geistesabwesende “Kumpel” auch mit mir zu tun hat, hab ich damals schon so empfunden — und musste schallend über jede Seite lachen. Länger analysiert hab ich das nicht.
Auch das Raufklettern (auf’s Garagendach) war eine solche Aktion (“Ich stell jetzt die Schaukel auf, die seit 10 Jahren darauf wartet, zum In-den-Himmel-Schauen zu verführen.”).
Dass ich jetzt über diese meine Runterfall-Geschichte und auch noch über das Buch lachen kann, liegt an einem weiteren Sprichwort: die Blöden haben das Glück. Und einen Stock Rosmarin am richtigen Platz. Der wiederum soll ja das Herz stärken. Konnte ich brauchen!

Was für eine Karwoche

Diese beiden Texte waren meine Begleiter in dieser Karwoche. Und sie haben mich recht aufgewühlt und zugleich berührt. Im Innerstes.

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Humor, Herz und Hirn

gibt es auch in diesen Zeiten.

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Nie war mir Pablo Neruda so gegenwärtig

Langjährigen Bloglesern ist dieser Text schon lange vertraut. Manchmal habe ich das Gefühl, ich erwähne ihn jedes Jahr um diese Zeit.

Die Grundaussage lautet in etwa so: Alle Kriege der Welt können nicht verhindern, dass der Frühling kommt (Pablo Neruda).
Wir erleben gerade eine- nicht nur für mich als Historikerin- sehr spannende Zeit.

Und trotz all den Absurditäten, die die Welt gerade zu bieten hat, wird es FRÜHLING. Es riecht danach, es blüht, wächst und gedeiht.
Es erfreut und erwärmt die Herzen.

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…dann kommt die Fåsnåcht eben zu mir

Es war mir heuer nicht möglich das Imster Schemenlaufen zu besuchen.
Das ist für jemanden wie mich nicht ganz einfach … zwecks dem berühmten Virus und dem dazugehörigen Fieber.

Den glücklichen Umstand, dass die Fåsnåcht in dieser Form trotz alle dem, den Weg zu mir gefunden hat, habe ich Eva zu verdanken.
Jetzt mag ich ein wenig ausholen, weil es für mich eine sehr schöne Geschichte ist.
Wer in Imscht in mei Huamhaus geht, erkennt auf den ersten Blick die tragenden Säulen der Familie: Die Bergwelt und alles was so dazugehört und die Fåsnåcht.

Wer das Haus zur Weihnachtszeit besucht, erhält auch einen Einblick in das dritte Element- die Krippen.
Davon war mein Aufwachsen geprägt und so habe ich vor einigen Jahren Hermann und Eva das erste Mal die IMSCHTER Fåsnåcht gezeigt. Mit all den Geschichten und Informationen, die man als Mark so kennt und weiß.

Viele Jahre sind seither ins Land gezogen und heuer wollte Eva mit ihrem Freund Alexandro und ihrer Freundin Miriam das Schemenlaufen besuchen, was sie dann auch getan haben.
Vor ein paar Tagen hat sie uns dann besucht, es war ein sehr lebendiger und berührender Abend. Immer wieder war da ihre Frage:” Habe ich das richtig gesagt, dass….?”
Ja, sie hat alles richtig gesagt und erzählt. Alles von damals hat sie sich gemerkt und an ihre Lieben weitergegebn.
Als sie dann noch die Rof’n-Kathl aus ihrer Tasche zieht:” Schau, hab ich dir mitgenommen.” hat mich das im Innersten berührt.
Berührt haben mich auch ihre Erzählungen darüber, was ihren Freunden an diesem Spektakel gefallen hat. Sie haben schon ein gutes Gespür für das Wesentliche… dia jungen Leit.

Ja, und damit bin ich auch bei meinem zweiten Geschenk vom heurigen Schemenlaufen.
Dies habe ich Alexandro Huber, einem begeisterten und versierten Filmemacher zu verdanken. Ein atmosphärisches Video.
Schnitt und Ton ( auch von ihm) sind beeindruckend.
Als ob man dabei wäre… So wie man schaut, wenn man den Aufzug geht.

Und NEIN, weder Eva noch ihm war klar, dass Björn und Niklas am Ende des Filmes zu sehen sind.
Und JA, Miriam hat genau Ausschau gehalten nach dem Markenzeichen von Gabi und Pia- die kleinen Spiegel am Deckel vom Aufputz. Zufälle gibts- oder doch eine Regie.
Die des Lebens und die der Herzen.

Dieci anni

ist unsere GROßE heute geworden.
Und wir haben ihr in guter alter Tradition ein Ständchen gesungen- diesmal mit Klavierbegleitung. Harte Schinken- und Speckreste waren der Geburtstagskuchen.
Auguri Emma!
Tanti Auguri!

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Februar 2020

So hat er begonnen, der Februar.
Herrliches Winterwetter lässt die Eiszapfen wachsen, der Frühling kommt via Blumenstrauß ins Haus und s`Mädele, eine unserer Welsumerinnen entscheidet sich nicht mehr zu essen und dann zu gehen. Wieder eines dieser freundlichen, liebevollen Wesen weniger in der Klockerei.
Ich habe sie zur Fany gebettet, jetzt ist die nicht mehr ganz alleine in ihrem Grabl.

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Der Magier hat zum Fest geladen

Harald, der Magier hat zum Fest geladen.
Zum chinesischen Neujahrsfest, das er jährlich für seine Frau, seine Familie, seine Freunde und Nachbarn ausrichtet.
Das Jahr der Ratte hat begonnen.
Bereits auf dem Weg dorthin bot sich uns ein Bild, das in dieser Gegend nur selten zu sehen ist.
Von allen Seiten strömten Menschen mit Taschen, Körben oder Kartons zu ein und demselben Ort.

Das Ambiente:
Kinder sitzen in hohen Bäumen, schaukeln oder versuchen Tannenreisig doch zum Brennen zu bringen.
Bierbänke und Tische sind aufgestellt, umrahmt von Feuerstellen.
Eine Garage, in der Getränke und Süßigkeiten angeboten wurden und
MITTENDRIN die Bienenkönigin, deren Ladefläche ein reichhaltiges Buffet anbot.
Die Gastgeber in ihren Hochzeitskleidern gewandet.
Gelächter, Getratsche und Gustieren der Besucher.
Dass man in diesem Garten auch eine Gondel aus Val d’Isere, bestückt mit einem alten Paar Ski findet, ist genau das, warum er für mich ein Magier ist.

Wer genau hinschaut findet auf der Ape den Hinweis seiner Tätigkeit, die wohl von sehr vielen Menschen mit einer gewissen Schwere verbunden wird.

Wir waren das erste Mal dort und es ist auch ein Novum, dass die Klockerei nicht ausführlichst über das Buffet berichtet- zwecks unserer Fastenkur.
Einen Koster KIMCHI haben wir uns gegönnt, weil uns diese Speise schon seit einem Artikel in der SLOW-FOOD-Zeitung und dem Hinweis von Harald, dass es auf dem Fest auch koreanische Küche geben wird, angetan hat.

Und eines sage ich euch, liebe Leser, darüber werdet ihr in diesem blog noch einige Male lesen, denn Hermann ist infiziert.
Und noch eines sage ich euch: Das nächste Mal koste ich mich durchs Buffet und durch all die Süßigkeiten.

Die Bewegung in den Fastenwochen

erhält nicht das Ausmaß, das wir uns manchmal wünschen.
Es gehen sich meist nur kleinere Runden aus.
Aber heute haben wir eine gute Runde zur Christl ans Grab gemacht, bei der wir endlich wieder einmal unsere Hochzeits-Handschuhe an die frische Luft gebracht haben.
Fein wars.
Frisch und feierlich.