Die alten Gebetszettel

Die habe ich während meiner Schweigeexerzitien am Kraftsee in St. Michael geschrieben. Eine gute Anregung.

Das Wichtigste im Leben von EUGEN DREWERMANN

In den Zeiten der Muße finde ich wieder mehr Zeit um mich den Worten, der Sprache, den Gedanken hinzugeben. Meist fallen sie mir ja- einer Richtschnur gleich- in den Zeiten der Wellen, der Wogen und der Stürme zu. In diesen Zeiten bin ich allerdings mit Segeln und mit Rudern beschäftigt. Wenn dann alles wieder klar Schiff ist, dann mag ich es, mir die Route noch einmal anzuschauen, in diesem Falle auch aufzuschreiben.
Je abenteuerlicher die Zeit auf hoher See war,umso heimeliger der sichere Hafen, der mir eine liebgewonnene Bleibe ist.
Aber jetzt zu den Worten von Eugen Drewermann. Er ist mitverantwortlich dafür, dass mir das WORT GOTTES ein Auffangbecken fürs MENSCHELEN geworden ist. Von Beginn an.

Wir sind in dieses Dasein getreten als erwünscht, als geladen, als berufen.
Es gäbe uns nicht auf dieser Erde, stünde nicht ganz sicher fest, dass Gott uns an seiner Tafel haben möchte.
Wenn dieses Gefühl, beliebt genug zu sein, um dazuzugehören, tief genug ist, braucht die Profilierungsneurose uns nicht mehr zu verschleißen in endlosen Quälereien. Es ist möglich, ruhig dabei zu sein, den anderen gelten zu lassen…
Ist es nicht so, dass wir unser Dasein völlig anders betrachten könnten, fühlten wir uns wirklich als Eingeladene?
Wir brauchten um die Eintrittskarte nicht zu kämpfen, wir müssten nicht erst beweisen, wer wir sind, durch Leistung, Anstrengung als Emporkömmlinge.
Wir wären höchst erwünscht im Leben und es gäbe unsichtbar so etwas wie einen Anruf, der uns erreicht und bittet, da zu sein in dieser Welt:
Was wir das Leben nennen, sei nicht der Kampf der Fittesten gegen die Konkurrenten, sondern eine Vorbereitung für ein königliches Mahl;
an dieser Tafel Platz zu nehmen sei unsere Würde, die uns unsichtbar schon jetzt verliehen sei.

Buon appetito!!!!

Wer im Jordan getauft wird

Vor ein paar Wochen hat mir Melanie Wolfers diesen Text in mein Leben gebracht. Er erinnert mich an “DIE BITTE” von Hilde Domin.
Diese Worte von Andreas Knapp widme ich heute all jenen Lebensbegleitern, die gerade dabei sind, im Jordan gebadet zu werden- oder im Jordan zu baden. Je nach Sichtweise.

Wohltuende Worte

finden sich in diesen beiden Büchern von Melanie Wolfers.

Wohltuend war, sie wieder einmal zu erleben.

Wohltuend die Erinnerung an all diese Freunde.

s’ Dulcis

haben Claudia und Robert in mein Leben gebracht.
Niko hat uns den Tipp gegeben, wo wir das auch in unserer Nähe erstehen können, wenn wir gerade nicht nach Freising oder Augsburg fahren können.

Gestern war wieder einmal ein Gartentag so ganz nach meinem Geschmack. Nach getaner Arbeit habe ich mir dann ein Dulcis gegönnt.

Bei näherer Betrachtung der Etiketten fällt mir auf, dass dieses Bier MEIN Bier ist.
Meine Lebenszahl ist die 11. Die Numerologie und Elisabeth Kutmon lassen grüßen. Das Bier hat 11%.

Steht für eine 12monatige zweite Gärung.
So könnte man mein letztes Jahr auch sehen.

12 monatige zweite Gärung.

Das ganze dann auch noch mit Trappistenhefe – es lebe Bernardin Schellenberger und das SCHWEIGEN.

Das Ergebnis: Honig und Kandis und die Erkenntnis, dass das Leben immer diese süße Verführung in sich birgt.

Zum Wohlsein!!!

Prosit und Danke an Claudia, Robert, Niko und die Brauerei Riegele.

 

Weil dieses verrückte Leben unser aller kostbarstes Gut ist

und keine Generalprobe.
Solo una volta.
Viel Geduld hat er aufgebracht, jener Seelenanteil, der sich in all dem Leid noch der Freude hingegeben hat.
Und er hat dem geschundenen, zutiefst verletzten und leidenden Anteil zugesungen. Gleich dem Fiepen der Kücken.
Und er hat gesiegt.
So geht vom ERLEIDEN zum ERFREUEN.
Danke Günter für all die Anregungen an jenem Wochenende.
Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit!
Wie du siehst, bleiben wir in Verbindung.

Und Gottesgeschenke = DONATELLO, unser erstes Kücken, das überlebt hat, sind die allerbesten Geschenke.

Eigensinn

Du warst mir die Lehrmeisterin für gelebten Eigensinn und Lebenskraft.

Du hast dein Eigenes als Sinn erkannt und gelebt, dabei war dein Lebendgewicht 500g.

500g geballte Kraft.

Jeden Tag ein Sonnenschein, dein Name war wohl einer der treffendsten und passendsten, der je vergeben wurde: LITTLE MISS SUNSHINE

Ja, das warst du und an den Tagen, an denen du nicht gebrütet hast, warst du jeden Abend die Letzte, die am Zaun stand und darauf gehofft hat, dass es noch ein Gute- Nacht- Gutele gibt. Wir beide hatten da ein Zeremoniell.

Du hast es sofort verstanden und dich daran gehalten.

Fünf satte Lebensjahre durften wir mit dir verbringen und ich bin zutiefst dankbar, dich erlebt zu haben.

Du bist in deine letzte Brut hinein- oder aus ihr heraus gestorben. Das kann ich nicht genau sagen.

Ich weiß nur, dass du in den letzten Tagen lieber unter den Flügel von Fini geschlüpft bist als selber Flügel zu bieten. Bei Zipi war das auch so: noch einmal unter einen Flügel kuscheln, wie damals als Kücken.

Dein Grabl ist an dem Platz, an dem du jeden Abend gewartet hast. Gefüllt mit diesem wunderschönen orangen Mohn, der für den Balkon von Ines in Orvieto gedacht war. Vor dir eine Sonnenblume. Schön, dass du da warst…

Zum Wiedersehen:

2013 – Unter den Himbeerstauden

2013 – Erdbadln mit Afra 

2016 – Schlupfloch