Spielereien

Auf sie ist einfach Verlass, auf die Dirndln und Schlehen. Egal wie der Winter war, egal welche Wetterkapriolen es gibt, sie blühen jährlich aufs Neue in all ihrer Pracht und in all ihrer Fülle. Allem Anschein nach hat ihnen auch der kräftige Rückschnitt gut getan.

Seit der vordere Teil des Gartens MIR gehört, das heißt, ich teile nicht mehr mit den Hennen, erlauben sich sowohl der Garten als auch ich einige Spielereien. Ich baue Stuanmandeln, da ich sie ja jetzt nicht mehr zum Schutz gegen das Scharren brauche und der Garten treibt unterirdisch aus. Der Sanddorn hat zwei Meter weiter einen Ableger getrieben und die Lilien habe ich seit zwei Jahren nicht mehr austreiben gesehen. Eine tägliche Entdeckungsreise.

Betrachtet die Lilien des Feldes

ist eine Aussage aus einer Bibelstelle, die mich seit Jahren begleitet. In meiner Schrift wird sie “Hingabe an die Vorsehung” überschrieben. Selbst Salomo in all seiner Pracht war nicht gekleidet wie eine von Ihnen ( obwohl sie weder arbeiten noch spinnen).
Der Grund, warum ich mir diese Stelle immer wieder herhole liegt in anderen Versen begraben.
SORGT EUCH NICHT UM DEN MORGIGEN TAG, DENN DER MORGIGE TAG WIRD FÜR SICH SELBER SORGEN! Diese Worte hole ich mir immer wieder hervor, wenn das Planen und in die Hand nehmen und kontrollieren wieder einmal überhand nimmt.
Und daran werden mich diese Lilien, die wir jetzt in unserem Garten haben, erinnern und mahnen.
Und diese Farbe!!! Das ist meine Lebensfarbe- zum hineinlegen, und zugleich zum Verbrennen.

Die Klockermühle

Dieser Besuch war das Ende unserer Tage in Osttirol. Neben all den Erzählungen, dem guten Essen, dem fein zammsitzen und ratschen, der Herzlichkeit und der Wärme, die wir dort erlebten, wurden wir reich beschenkt.
Über die Lilien und den Nussbaum werde ich später berichten. Aber einen Teil des Hochzeitsgeschenks von Hermanns Taufpaten und seiner Frau muss ich heute noch vorstellen. Eine wunderschöne Glucke und drei noch schönere Puschelen haben die Heimreise mit uns angetreten.

Ihre Namen stehen ganz im Sinne der Verwurzelung und der Familienbande fast:

ALBERTA, ANDER, FRIEDA UND FRANZL. Und wie man sieht, beherrschen sie auch den Boarischen, der auf der Hochzeit ausgiebig getanzt wurde!