Fasnachtssuppe 2: Panadelsuppe oder Brotsuppe

Brotsuppe war bei uns früher oft auf dem Tisch, das waren dann wirklich Brotreste mit eingesprudeltem Ei.
Hier aber eine besondere Variante: von den Brotbrezen von der Imster Fasnacht, aus denen wir schon Brezensuppe gemacht haben, hat Angelika absichtlich drei zurückbehalten!

Um damit die Panadelsuppe, die österreichische Bezeichnung für eine Brotsuppe, zu machen, wird das Brot dünn geschnitten und in etwa 1 1/2 l kalter Suppe für eine halbe Stunde einweichen (unsere Gemüsebrühe kann man auch kalt anrühren), dann wird die Suppe aufgekocht, evtl. mit einer Schneerute durchgeschlagen – es dürfen schon noch Brotstücke drin sein! Dann mit Salz, Pfeffer, Petersil und etwas Muskat würzen (bei uns in der zweiten Runde: dazu noch Koriander und ein paar Wacholderbeeren, mit der Flockenqueschte geflockt). Nach einigen Minuten vom Herd nehmen und mit drei Eidottern legieren (d.h. die Suppe sollte nicht mehr kochen). Ein bisschen Schnittlauch, und, wer’s mag, ein paar leicht geröstete Zwiebelringe drüber.

Die Suppe kann man wunderbar wärmen (evtl. noch etwas Suppe nachgießen) und schmeckt sehr warm und wärmend.

Fasnachtssuppe, die Erste

mit Rezept. Energie pur!

Von guter Energie

So schaut der Tisch nach der Fasnacht aus. Ich erfreue mich an den Geschichten in der ROFNKATHL, freue mich über das Foto von Björn auf der Titelseite, den begeisteren Zeilen von Hubert Daum und all den Brezen, die es nur bei der Fasnacht gibt. DANKE MARKUS. Obwohl er gar nicht gewußt hat, dass es damit heuer eine ganz eigene Bewandtnis hat, hat er einige der Brezen, die er als ehemaliger Roller bekommen hat, direkt an mich weitergegeben.

Von meinen Eltern haben wir dieses Kochbuch, das von Suppen, Eiern und allerlei Philosophischem rund ums Essen handelt, bekommen. Ich als Suppenburgerin habe mir sofort meine Suppen ausgesucht und bin dabei auch auf einige Brotsuppenrezepte gestoßen. Geschmunzelt habe ich über das Bedauern des Autors, dass die Brezensuppe ausgestorben ist, weil es keine Weißbrotbrezen mehr gibt. Der sollte vielleicht einmal zu den heiligen Zeiten nach Imst kommen.

Lebenskreise

sind sich bei und um die Fasnacht herum begegnet. Die Bewerbung über die sozialen Netzwerke hat ein Video angeboten, das die Herstellung der heurigen Larveln, die man beim Einführen bekommt, zeigt. Ich schau mir das an, bin schwer beeindruckt über das Können des Künstlers in der Glasfachschule. Irgendwoher kenne ich diesen Mann? Es klingelt, die Erinnerung ist wieder da. Es ist jener Lehrer, der Adela, die vor 16 Jahren diese Schule besucht hat, das Handwerk des Glasfaches beigebracht hat.

Mein Gott,wie oft hat er ihr aus der Patsche geholfen, wenn das Glas wieder ein zersprungen ist oder sie zum Zug nach Reutte wollte, weil sie sonst in Kramsach bleiben hätte müssen.

Ihr Gesellenstück ziert eine unserer Wände und ich weiß, wer ihr das alles beigebracht hat.

Ausgerechnet dieser Mann hat diese wunderschönen Gebilde hergestellt. Den Link dieses Videos habe ich sogleich an Adela geschickt, mit der Frage, ob sie diesen Mann kennt. Wir haben beide über die unglaublichen Zufälle des Lebens gestaunt.

Die Larveln von Herrn Gritsch, eingeführt von Björn und Niklas, zieren jetzt den Stiegenabgang. Der letzte Blick des Tages, bevor ich zu Bett gehe und der erste nach dem Aufstehen.

Mit den Kaminern

beende ich mein Schwelgen in den Erinnerungen zur IMSCHTER FÅSNÅCHT. Sie waren heuer unsere Begleiter vom BONDER bis zum SCHLUSSKROAS. Wer das Dazwischen sehen und erleben will hat diese Möglichkeit 2020.

Punkt zwölfe geahts lous

In den vorigen Beiträgen habe ich schon erwähnt, dass es unsere Fasnacht war. Für dieses Schemenlaufen habe ich mir einen anderen Platz fürs ZWÖLFE LAITE ausgesucht. Die kleine Terrasse beim HIARSCHEWIRT.

Wieviele Imster und Imsterinnen schauen wohl zu diesem Zeitpunkt auf die Turmuhr?

Wenn dann der Kapellmeister den Taktstock hebt, weiß das Herz, das für einige Schläge aussetzt oder sich überschlägt, IATZ GEAHTS LOUS. Täterätätätitä,Tätärätätätätätä
Alle, die dazu in der Lage sind, singen mit: Die Fasenacht, die Fasenacht….und bei jedem Schemenlaufen und bei jeder Buabefasnacht kann ich die zweite Zeile nicht mehr singen, weil sich die Zacher und die Rührung direkt auf die Stimmbänder setzen.

Die ersten Sackner und Spritzer erscheinen und im Hintergrund hört man sie tanzelen. Bereit für ihren großen Tag.

Der Vorroller pemselt und dann ist die Klangwolke da. IATZ KLUMPERETS.

GONZ WIATIG UND GSTOUBE BAN HIARSCHEWIRT IN DAR OBERSCHTADT DOUBE.

Die Spannung