Archiv für den Monat: März 2019

Frühlingsgelüste

Es ist sehr schnell gegangen jetzt. Während ein Linseneintopf bis vor kurzem genau passend erschien für die kalte Zeit, die Brache, ist nun die Sonne schon früh da, die Luft warm, die Vögel singen schon früh, überall warten schon die kleine grünen Triebe darauf zu explodieren.
Im Gleichklang haben sich die Sehnsüchte, die Gelüste geändert, plötzlich scheint nichts herrlicher sein zu können als frisches Gemüse (das dauert noch bei uns!), Obst!
So haben wir dieses Wochenende bereits aus Italien erhältliches Gemüse gekauft und mit großem Genuss gegessen: in einfachster Zubereitung: in einer 2:1-Mischung aus Wasser und Butter gedünsteten Fenchel (ein paar Minuten auf jeder Seite) und ebensolchen Mangold (die weißen Stielteile zuerst für ein paar Minuten, dann erst das Grün dazu). Behutsam salzen und auf vorgewärmten Tellern servieren. Wer so glücklich ist, Olivenöl mit Orangen zu besitzen möge es darüberträufeln, das passt zu beiden! Rotwein!

Pasta fresca

Immer wieder weiß ich zwar, dass es gar nicht so viel Aufwand wäre, Nudeln selbst zu machen, aber ich tu’s dann doch nicht. Gestern hab ich mich aufgerafft und — was ich wusste — hat sich bestätigt: ist wirklich einfach und nicht viel Aufwand, nicht einmal die Nudelmaschine braucht man wirklich.
Beim Teig hab ich mich an Marcella Hazan gehalten, die einen einfachen Teig aus zwei Eiern und 150 (-180) g Mehl (“00”) empfiehlt. Die Mehlzugabe ergibt sich von alleine aus der Konsistenz des Teigs: ich hab mit 150 begonnen und, auch durch das Bemehlen, dann schlussendlich wohl etwa 180 g. Tobias Müller hat da einiges ausprobiert, landet dann aber auch bei der Empfehlung: Ei und Mehl im Verhältnis 2:3, Mehl eigentlich egal (120 g), statt ganzer Eier empfiehlt er nur Dotter zu verwenden (4) und den Rest durch Wasser oder Milch (15 g) zu ersetzen.
Auf jeden Fall: lange (mit der Hand) kneten, mindestens 8 Minuten. Und ruhen, 90 Minuten reichen auf jeden Fall, meint er.
Naja, wir hatten Hunger, als waren es eher 9 Minuten Ruhe, aber geschmeckt hat es trotzdem gottvoll, die im Salzwasser einige Minuten gekochten Nudeln zu in Butter gebratenen Salbeiblättern (eine gute Hand voll, braten bis sie knusprig sind! Da ist die Butter dann auch schon braun) geben und kurz schwenken. Parmesan passt, grüner Salat auch, Rotwein sowieso!

Saatteppich und Samenkugeln

Ich kann es kaum erwarten, dieses Saatgut in die Erde zu bringen. Aber als erfahrene Außerfernerin weiß ich, dass ich mich da noch einige Wochen in Geduld üben muß. Aber ich sehe sie schon vor mir, all die Blütenpracht und all das keimende Grün. Es wird kommen, das Frühjahr. Es wird kommen, wie jedes Jahr. Und ich werde mich an der neuen Blütenpracht erfreuen. Wie jedes Jahr.

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Windgebäck und Quittengold

All die Ansätze und Versuche, die wir über den Winter angesetzt und ausprobiert haben, werden abgefüllt und eingesackelt. Viele Köstlichkeiten warten jetzt wieder darauf, verbraucht oder verschenkt zu werden. Vom Windgebäck über den Quittenessig bis hin zum 3 Jahre gereiften Quittenansatz. Wohl bekomms.

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Wenn Burger, dann Burger

Ich tu mich ein bissl schwer das zuzugeben. Ja, das ist mein Teller. Mein Name ist Hermann und ich bin Fast-Foodie.
Manchmal. Aus rein wissenschaftlichen Gründen natürlich, “der Vergleich macht dich sicher”.
Also heute ein “Burger”. Und wenn schon, denn schon, also Ketchup, Mayonnaise (eigentlich eher Maio, lächerliche Frauen-Portiönchen, diese blauen und roten Sackerln) und das schrecklich weiche Brot, das überraschend gut schmeckt.
Schon gut und “Viel hilft viel” (altes Tiroler Bauernmotto)!

Einmal um den Hopfensee

während bei uns Wolken, Graupelschauer und Wind abwechseln schaut es 10 km nördlich schon freundlicher aus. Zumindest eine Zeit lang ist die Sonne da, die Luft und die Bewegung tun auf jeden Fall gut!

Kohlsprossen fermentieren

Das ist ja wirklich äußerst einfach: Kohlsprossen ins Glas, 4%-ige Salzlake drauf (40g auf 1 l), drei Tage in Helligkeit reifen lassen, dann ab ins Dunkle und nach einigen Wochen kosten…
Aber: es darf nix rausschauen aus dem Salzwasser und da war das erste Glas, das ich verwenden wollte, vollkommen ungeeignet, das Glas-Gwichtl (die Masontops bekommen noch einen eigenen Beitrag) im Durchmesser unpassendst (der Deckel sollt schon zum Topf passen 😊) Die Kohlsprossen selbst haben mir das gezeigt, eine davon sprang sogar vor Unmut selbst raus!
Bei den passenden Stangengläsern waren dann alle zufrieden!!

Das Gehege apert aus

und unser Gefieder erfreut sich an all den Schätzen, die die Erde jetzt wieder freigibt. Einträchtig picken und schnäbeln sie auf der Suche nach nahrhaftem Futter.
Auch unser Reserveholz hat der Schnee wieder freigegeben, das kommt beizeiten ins Schupfele, für alle Fälle.

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Winterernte

Am Ende des Winters hat die Sonne auch den Sprossenkohl wieder freigelegt. Über viele Wochen war er unter einer meterdicken Schneedecke.
Mit der Baumschere musste ich die Stiele abschneiden, um sie aus dem Hochbeet zu bekommen.
Und dann kamen die guten ins Töpfchen und der Rest zu den Hennen, die dieses Gemüse sehr schätzen. Unglaublich wie zart so ein winterhartes Gemüse schmecken kann.

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Getrüffelte Erdäpfel (patate trifolate), Gott und die EU-Wahlen

Ich habe am Sonntag mit großem Vergnügen das Buch „Einfach essen!“ — Kochbuch für die harten Zeiten — von Reinhard P. Gruber gelesen. Wenn mich nicht „Aus dem Leben Hödlmosers” und einiges anderes von ihm so sehr beeindruckt hätten, hätt ich das Buch eh nicht in die Hand genommen. So aber hab ich’s aufgeschlagen und gelesen und gelesen und gelacht und mich an mein eigenes u. A. kulinarisches Aufwachsen erinnert.
Vom Suppenwürfel und der Maggiflasche bis zum Schätzen des frischen Gewürzkrauts. Von den begeisterten Zeilen über den (einfachen) Genuss: “Der Weg zum Genuss führt über die Würze des Lebens“ zu den konkreten Rezepten „Der Erdapfel kann einen als Genussmittel das ganze Leben lang begleiten. “ und am Ende philosophischen Erkenntnissen „Essen ist wichtig, Leben ist notwendig. Vergiss das Essen, denk drüber nach, wie man leben kann.“
Im Gedächtnis geblieben sind dann Rezepte wie etwa die „getrüffelten Erdäpfel“ (patate trifolate) die er so beschreibt, dass ich sie einfach nachkochen musste: heute hat es sie gegeben, gemeinsam mit einigen nicht eingefrorenen Kohlsprossen und einem grünen Salat: grüner wär nur noch Spinat, das ganze Teller hoffentlich eine Vorausdeutung auf die EU-Wahlen und auf jeden Fall aber neben dem Bier wieder einmal ein Gottesbeweis: wenn so einfaches schon so köstlich schmecken kann — wieviel andere Genüsse warten noch auf uns und sagen uns: seids ihr deppert, nicht jeden Tag das Leben zu genießen!

Pralinen von Venchi

Begonnen hat alles mit der Erinnerung an das Zitat aus Forrest Gump ” Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was drin ist.”
Und dann kamen all die Erinnerungen an frühere Zeiten, wo eine Flasche Wein und eine Schachtel Pralinen das klassische Geschenk bei Einladungen und Besuchen war. Ob es das noch gibt- so Pralinenschachteln?
Vielleicht sogar von Venchi- einer Schokoladenfirma, die für unseren Geschmack die beste Schokolade, die wir kennen produziert. Seit über 20 Jahren ist sie eine unserer Lebensbegleiter.
Und ob die welche haben, eine mit dem Namen DOLCE VITA.
Die nehmen wir.
Und dann kam das Paket, mit viel Geschmack und Stil verpackt. Ein Staunen und Raunen war beim Auspacken zu hören.
Seither gibt’s jeden Abend ein BETTHUPFERLE.
Eine Praline, zerteilt in vier gleiche Teile, für jeden von uns zwei.
Dann hört man lange nichts, bis dieser wunderbare Geschmack am Gaumen und auf der Zunge verflogen ist. Und das kann bei einer Venchi dauern.
Man merkt einfach das Wissen und die Erfahrung von 140 Jahren Genußhandwerk.

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Captain Fany

Sie ist so eine großartige Kämpferin und es schaut nicht ganz schlecht aus, was die medizinischen Maßnahmen betrifft. Noch ist es nicht ausgestanden, aber in guten Momenten scherzen wir über ihre Situation.
Fany mit schwarzer Augenklappe- wie die Piraten oder die verwegenen Kapitäne sie tragen. Sie hatte immer schon etwas von einem Piraten an sich.
Essen entern war eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen.
Scharr, scharr, alles raus aus der Schüssel.
Toi, toi, toi Captain Fany.

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Motto für die kommenden Wochen

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Mühl im März 2019

Bis auf ganz wenige Tage hat sich der März heuer so präsentiert. Grausig, aber dafür mit Kuschelfaktor.

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Das Rätsel von DJ Ötzis Kappl ist geklärt

Ich stöbere gerade in meinen alten Fotoschachteln.
Mamma mia, was für ein Leben.
Da ist mir dieses Bild untergekommen.
Ja, ich bin es.
Im Jänner 1980: Wir haben bei der Fringer Gerda Gabis Geburtstag gefeiert.
Und ja, das Kappl habe ich selbst gehäkelt.
Das waren Zeiten.