Nie war mir Pablo Neruda so gegenwärtig

Langjährigen Bloglesern ist dieser Text schon lange vertraut. Manchmal habe ich das Gefühl, ich erwähne ihn jedes Jahr um diese Zeit.

Die Grundaussage lautet in etwa so: Alle Kriege der Welt können nicht verhindern, dass der Frühling kommt (Pablo Neruda).
Wir erleben gerade eine- nicht nur für mich als Historikerin- sehr spannende Zeit.

Und trotz all den Absurditäten, die die Welt gerade zu bieten hat, wird es FRÜHLING. Es riecht danach, es blüht, wächst und gedeiht.
Es erfreut und erwärmt die Herzen.

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Manchmal ist das Herz schneller

als der Verstand.
Aber wer kann diesem Blick widerstehen?

Obwohl ich im Herbst ausgesäet habe, der Rasen schon richtig gut wächst, habe ich meine Gefiederschar heute in den Garten gelassen. Das war ein Gepicke und ein Gescharre. Noch immer laufen sie herum und vertikutieren mir den Rasen und holen allerlei Ungeziefer aus dem Boden.

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Das Gehege apert aus

und unser Gefieder erfreut sich an all den Schätzen, die die Erde jetzt wieder freigibt. Einträchtig picken und schnäbeln sie auf der Suche nach nahrhaftem Futter.
Auch unser Reserveholz hat der Schnee wieder freigegeben, das kommt beizeiten ins Schupfele, für alle Fälle.

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Offenstallhaltung

Bedeutet, dass die Tiere jederzeit auch ins Freie gelangen können, um sich in der frischen Luft zu bewegen.
Auch bei unseren Hühnern habe ich mich vor Jahren dafür entschieden.
Mit Erfolg.

2003 das letzte Mal

Diese Jahreszahl hört man zur Zeit im Außerfern recht oft.
Ja, 2003 war der letzte Sommer dieser Art. Mit viel Sonne und guten Temperaturen.
Schade, dass man diese laue Luft nicht konservieren kann, um sie dann im langen Winter auszupacken und tief einzuatmen.
Ein Traum.
Herrlich.
Diese Düfte.

Meine Mädls in der arktischen Kälte

Arktische Luftmassen- WUASCHT.

Hauptsache draußen.

Gummitwist im Hennengehege

Im letzten Jahr haben wir den Versuch gestartet, die Hennen im hinteren Teil des Gartens zu lassen. Getrennt mit einem grünen Plastiksteckzaun, den wir noch aus der Kückenzeit hatten. Uns hat der Versuch überzeugt und so kam es zu der Idee, einen fixen Zaun zu machen. Um die entsprechende Gerade zu erhalten hat Hermann eine Schnur gespannt. Für unsere Mädels die Herausforderung des Tages. Als gäbe es nur noch diese Schnur. Drunter durch und oben drüber.

Fany in ihrem Element. Gummizwisten.

Agnes nimmt noch Anlauf: Oben drüber oder unten durch?

Der Arbeitsplatz ist hergerichtet.

Die Elemente auch.

So viele Wärmflaschen fürs Herz


Martha, Sara und Karla

Big Mama- Fany

Vivienne

Agnes

Coco und Hannerl

Agnes

Sie dürfen bei keiner Gartenarbeit fehlen – unsere Hühnerschar. Sie lieben es, hinter mir herzugehen, zu picken und zu scharren. So geschickte Gärtnerinnen. Manchmal sind sie so richtig “gscheidnäsed” (= naseweis), was sie so immer für Kommentare abgeben – herzerfrischend und hilfreich. Diesmal habe ich mir Agnes als Vertreterin der Schar ausgesucht. Ihr Gefieder leuchtet in diesem Herbstlicht sehr stimmig zum satten Grün. Sie ist nicht nur a gånz a Feine, sondern auch a gånz a Schöne!

Siesta

Und wenn dann wieder einmal die Sonne scheint und das Grün sich zeigt, dann gestehen sich unsere fleißigen Legerinnen und Gärtnerinnen auch ein Mittagsschlafl zu. Das ist dann wie Friede auf Erden. Da bin ich dann immer ganz dankbar ob all der liebevollen Geschöpfe, mit denen ich mein Leben teilen darf.

Dauerapril

heißt die Großwetterlage, die wir gefühlt seit 8 Wochen haben. Es regnet, es schneit, es ist bewölkt, es regnet, es schneit, für 30 Sekunden zeigt sich die Sonne, es ist bewölkt.

Unsere Mädels lassen sich dadurch nicht erschüttern und nützen ihren Freigang bis es dämmert.

Augenweiden und Lebensfreude

Wenn der Sonntag

zum Verweilen einlädt.

Balsam

Zur Farbenpracht des Gartens kommt die Lebendigkeit und die Liebenswürdigkeit dieser Wesen hinzu. Stundenlang könnte ich ihnen zuschauen, sie sind mir Ruhepol und Trost. Nicht annähernd habe ich mir vorstellen können, was diese Wesen so alles draufhaben, wie sehr sie mit uns Menschen können. Bei ihnen habe ich immer das Gefühl, dass sie einfach sie selber sind, ganz bei sich, sich an allem freuen und den Herrgott an guaten Mann sein lassen. Muss ich das jetzt auch gendern? Die Fraugott…. oh mei, oh mei

Morele

Matea

Haiderl

Josefa, Luise, Agnes

Little Miss Sunshine

Mittågsschlafl

Diese Momente des Tages gehören für mich zu den Highlights. Wenn ich nach einem langen Schultag, der dann doch immer wieder auch einige Aufregungen zu bieten hat, nach einem herrlichen Burger( vegetarisch) aus der S-Bar, auf der Terrasse sitze, bei einem guten Glas Bier, den Blick schweifen lasse und alle um mich herum dösen, gnapsen oder ihr Mittågschlafl halten. Tiefes, zufriedenes Ausatmen und langsam in die Ruhe kommen gelingt dann recht leicht.

Balsam für die Seele und Freude fürs Herz!!