Nigelnagelneu

erscheint diese Oase unseres Hauses jetzt wieder.
Helmut, der Handwerker, der das bewerkstelligt hat, ist ein GENIE.
Wie am ersten Tag erstrahlt dieses Herzstück unseres Hauses wieder.
Sogar die Palmen fühlen sich wieder rundum wohl.
Wellness pur.

Diese alten Rucksäcke

können mit ihren Lebensgeschichten ganze Bücher füllen.
Ich habe es nicht übers Herz gebracht sie einfach zu entsorgen und so habe ich sie für ihren Lebensabend in Pflanzsäcke umgewandelt.

Einmal Papas alter Bergsteigerrucksack und einmal ein alter Rucksack, den Hermann über viele Jahre zum Transport wichtiger Güter auf seiner Vespa verwendet hat.
In beiden wachsen Sonnenblumen und Kapuzinerkresse.

Das Eigene leben

Mit dem Rausschwärmer ausschwärmen

Ein paar Nachträge zu unseren Tagen in Wien gibt es doch noch.
Damit mir diese Ideen nicht abhanden kommen- man weiß ja nie.
Wir waren beeindruckt von der Palette an Ideen und der Palette an Kreativität, die es da am Feschmarkt in der Ottokringer Brauerei zu sehen gab.
Und wer weiß, vielleicht verkaufen wir irgendwann alles und vagabundieren mit diesem Gefährt( wir haben ja jetzt eine Anhängerkupplung) mit all unseren Tieren nur mehr über Land.
Wer weiß.

Der Feschmarkt in der Ottakringer Brauerei

Allerlei Handwerkskunst, Kunsthandwerk, Mode, Design und Delikatessen waren da auf dem ehemaligen Hopfenboden und dem alten Gerstenboden zu bewundern und zu verkosten.
Ein stimmiger Abschluss unserer gemeinsamen Tage in Wien.
A biserl Wiener Luft schnuppern.

Damit’s no a Zeitl hebt

Vor gut 35 Jahren, am Beginn meines Lebens nach der Schule (wo noch alles möglich war und nix fix), wollte ich mir einen Bubentraum verwirklichen: eine Ledertasche als Begleiter (zumindest dass ich weder Bauer, Tischler oder Förster werden würde, schien klar: das wär jetzt ganz anders…). In Wien, in der Spiegelgasse, fand ich die Tasche, die es mir angetan hatte, auf einer Vespa im Regen fuhr ich damit nach Hause und hatte den ersten Wasserfleck drauf, bevor ich sie überhaupt benutzt hatte.

Viel, sehr viel Verschiedenes, viel Unerwartetes kam auf uns beide zu und hat Spuren hinterlassen. Jede mag ich. Auch die aufgegangene eine Naht war eine Zeitlang kein Thema.

Jetzt aber wollte ich uns in Ordnung bringen. Angelika wusste um das richtige Werkzeug, eine Nähale, letzte Woche kam sie mit der Post und nach einer Übungsnaht traute ich mich ans Werk. Was für eine schöne, handgreifliche Tätigkeit, schnell lernt man das ganz flott zu machen und im Nu ist die Naht fertig! Der obigen Liste also angefügt: Taschner!

Hochbeete neu

Bereits im letzten Herbst, als wir den Garten aufgeteilt haben in ein Gehege für die Hühner und in mein Gehege, war der Plan gereift, uns neue Hochbeete anzufertigen.

Über den Winter haben wir getüftelt, geplant und überlegt. Die alten Eisenbahnerkästen zerlegt und bei unserem Holzlieferanten die Bretter bestellt. Diesmal in Lärche.

Die Skizzen von Hermann erstaunen mich immer wieder, bis ins kleinste Detail ist alles auf ihnen “verankert”.

Die alten Schrauben haben wir in Öl gelegt und entrostet, einen Teil davon konnten wir noch verwenden. Hermann war dann ganz begeistert von dem genialen Konzept dieser Transportkisten.

Unerschütterlich hat er sich ans Werk gemacht und mit viel Freude Brett für Brett verarbeitet.

“Angelika, uans nåchn åndern –

und auf deis uane konzentriersch di.”
Diesen Tipp hat mir mein Vater als Überlebensstrategie vor einem Jahr mit auf den Weg gegeben. Vor einigen Jahrzehnten mußte er lernen, dass nicht ALLES ( manchmal AUF EINMAL) geht. Jetzt bin ich dabei, das zu lernen.

Da mir unser Hausbuch ein wichtiges Anliegen ist, tut es mir manchmal recht leid, dass ich nicht mehr in der Regelmäßigkeit schreibe. Das eine oder andere ereilt uns oder erschwert die Bedingungen und so hinke ich wieder einmal hinten nach.

Allerdings macht es so den Anschein, dass an diesem Wochenende viel Zeit ist, um den einen oder anderen Beitrag nachzureichen. Dies ist der Beginn.

Heinihausen

Heini Staudinger, sein Tun und sein Wirken ist wohl eine der Konstanten in unserem Leben. Hermanns erste Waldviertler, meine ersten Schuhe von Gea, der Brennstoff, die Decken, die Vinzinudeln, die Handschuhe, die Tanzwunder, die Stiefel, die Adler, unser Heinizimmer, das Telefonat mit ihm an einem Sonntag( laut Hermann kann man auch am Sonntag in einer Firma anrufen) um unsere Anser zu bestellen, unsere Reise nach Schrems – zwecks dem Gasthaus und jetzt flattert mit dem Falter dieser Artikkel in unser Haus. Es ist ermutigend und bestärkend um solche Menschen zu wissen. Hochwertigste Produkte aus Heinihausen begleiten uns seit Jahrzehnten.

Handwerkskunst oder Kunsthandwerk

Bei unseren Renovierungsarbeiten wird jedes Teil in die Hand genommen, gereinigt und gesäubert, notfalls auch repariert. Beim Kanapee, das mich jetzt schon über 30 Jahre begleitet, bin ich beim Anblick des Aufbaus ehrfürchtig ob der Handwerkskunst geworden. Ausgetüftelt ist diese Liegerstatt bis ins kleinste Detail. Ob das heute noch in einem Lehrberuf gelernt wird? Oder fällt das schon unter Kunsthandwerk? Übrigens der Stoffbezug ist meine Pfuscherei, aber vielleicht lerne ich das fachgerechte Polstern auch noch. Kommt Zeit, kommt Wissen.

Zusammenhalten

Jetzt sind nur mehr die Feinheiten übrig — und da warten schon lange Eisenklammern auf ihren Einsatz. Sie waren schon an anderen Stellen in Verwendung und haben davon deutliche Spuren davongetragen, wie fast alles bei diesem Zaun.

Jetzt halten einige an wichtigen Stellen den Zaun zusammen, wir werden sehen, was da sonst noch ergibt.

Jetzt mit Tür!

Mit einer neuen nämlich. Oder besser gesagt einer ganz alten, nämlich eine aus dem dritten Stall, dem zweiten gekauften: wir brauchten damals einen Platz für unsere Brutweiber, nach einigen Brütereien wars dann auch das Männerkloster für die wilden Junghähne, wenn wieder ein bisschen Ruhe benötigt wurde.

Diese Tür hat wie die vielen anderen Teile unserer Ställe nun ein Zuhause gefunden, als zentrales Element der neuen Gartentür, außenherum die letzten Reste der Stadlbretter. Dadurch wird das recht leicht und luftig und der Pfosten hält das leicht aus. Das alte kleine Gatterle hat ausgedient (und wird natürlich auch einen neuen Platz finden).

Der Zaun ist fertig!

Jetzt ist er fertig, der Zaun. Dabei mussten auch die Stiele der Werkzeuge erneuert werden — mit dem Lagerhaus-Mitarbeiter Franz, der mich da ganz fein beraten hat, teile ich die Freude, altgediente Werkzeuge wieder instandzusetzen anstatt einfach was neues zu kaufen.

Gerade in der Morgensonne sind die Farben intensiv, das alte graue Holz hat einen silbernen Glanz. Ich bin mit dem Ergebnis (und mir) sehr zufrieden!

Der Duft von Wuchteln

im Haus und die Wärme der Sonne vorm Haus. Das sind die Tage, die ich mag. Alles kann gewaschen werden und ist innerhalb weniger Stunden trocken. Während ich mir zum Kaffee einmal Dinkel- und einmal Marmeladewuchtel gönne. Hochsommer.

Was vom Zaune übrigblieb

Eine der wichtigsten Ideen für die Sanierung unseres Zauns war die Wiederverwendung der alten Bretter — und da haben wir dann gleich alle verwendet, auch wenn sie einige Verwitterungsspuren abbekommen haben.

Das tolle Ergebnis: wir haben gar keine neuen Bretter zusätzlich gebraucht, es blieben sogar noch eine Handvoll der Originalbretter als Reserve übrig, und natürlich die ehemaligen Zaunsäulen.

Und die Querlatten, die ja die eigentliche Schwachstelle waren, fast alle morsch und brüchig. Die wurden in kleine Stücke geschnitten. Dabei haben uns die tüchtigen Nachwuchshandwerker aus der Nachbarschaft nicht nur fleißig geholfen sondern hatten auch eigene Ideen zur Resteverwertung. So viele, dass gleich schweres Gerät aufgefahren wurde, um all das “Bauholz” abzuholen, fachmännisch aufgeladen und gesichert!