Rosen tanzen durchs Leben

Heuer, beim Rosenschneiden, wurde mir, mitten in dieser meditativen Tätigkeit — je länger man schneidet, desto mehr sieht man — schlagartig klar, warum ich das Wachsen unserer Rosen, die unser Haus umgeben, so bewundere: wenn ein Ast abstirbt oder abgeschnitten wird, entsteht sofort ein neuer Trieb, der diesen alten, falschen oder unmöglichen Weg umgeht und wieder prächtig gedeiht und Blüten trägt. Am ganzen Rosenstock sieht man solches Wachsen und Gedeihen.

So leicht möchte ich mit dem Leben umgehen können.

Lebenskraft…

mitten im kalten Winter, wohl zu der halben Nacht.

Novemberimpressionen 2020

Der Oktober war heuer recht verregnet, kühl und trüb.
Dafür holt der November den GOLDENEN HERBST nach.
Noch einmal satte Farben für das Auge und die Seele.
Da macht das tägliche Strawanzen im Garten Spaß.

Es ist ein Ros entsprungen

kommt mir beim Flanieren durch den Garten in den Sinn.

Der Winter hat einen Vorboten geschickt

Wer ist die Schönste?

Augenweide und Seelenbalsam.

Zwei alte Rosenstöcke

Ich weiß nicht einmal mehr, wo ich sie erstanden habe, sie sind Teil meines früheren Garten gewesen.
Ehrlich gesagt hält sich meine Pflege gegenüber ihnen in Grenzen, aber sie sind unerschütterlich und bieten uns jeden Frühsommer eine hundertfache Blütenpracht, inklusive Seelenbalsam.

Frisch gewaschen

waren Salat, Kraut und all die Blüten nach dem nächtlichen Gewitter.
So eine gereinigte, frische Luft mit einem derartigen Anblick ist schon eine reine Wohltat.

Das Rosenhaus

kann es auch im Winter geben.
Im tiefsten Winter.
Nicht in der Vielfalt und der Fülle, die die anderen Jahreszeiten bieten, aber zumindest am Valentinstag soll ein Hauch vom Rosenhaus zu sehen sein.
Apropos Valentin- den haben wir ja jetzt auch noch- dazu gibt es andere Blogbeiträge.
Er ist ein Valentin im wahrsten Sinne des Wortes.

Am Ende der Gartensaison 2018

Nur zu gut erinnere ich mich an den Herbst 2017, von September an kalt und regnerisch.
Welch eine Wonne, im Vergleich dazu, der heurige Herbst.
Am Ende- nein, nicht des Tages- sondern der Gartensaison- gibt es Himbeeren, die zum zweiten Mal geblüht haben, zum Naschen.

Kann man immer noch draußen essen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

Das blieb vom Rohnenkraut…

Ich flaniere noch einmal durch den Garten und erfreue mich an den Hochzeitsrosen, die immer noch blühen.

Und als Schlussakt des Jahres haben wir unser organisches Hochbeet mit dem ersten Weidenschnitt neu bestückt.
Der Winter kann kommen.

Die Rose von Eva blüht noch einmal auf

Und das Mitte November.
Ein passendes Zeichen für ihre große Reise.

Es liegt wohl an diesen Tagen

und an diesen Momenten, dass ich die Beiträge über den heurigen Sommer immer noch nicht geschrieben habe.
Ein traumhafter Herbst, gefüllt mit Wärme und Sonne begleitet uns seit Wochen.

Ernte in Hülle und Fülle, wie hier der Rosenblätteressig, fallen uns ins Haus.

Wenn dann auch die letzten Erdäpfel auf dem Tisch liegen

und ein Teil der Schlehen als Medizin angesetzt ist, dann ist mitten in der Fülle der Moment, um den Feierabend zu zelebrieren.

Der Traum vom Rosenhaus

Dieser Traum war von Anfang an da.
Dieses Haus sollte ein Rosenhaus werden.
Damals haben wir uns sogar Rankgerüste entlang der Hauswand überlegt.
Entlang der Süd- und der Westseite haben wir verschiedene Rosenstöcke gepflanzt.
Heuer zeigen sie was sie können. Wir leben in einem Rosenhaus.
Wohltuend, wenn Träume wahr werden.

Das kann doch eine Rose nicht erschüttern

Weder die Schneefälle der letzten Wochen noch Väterchen Frost haben bei den Rosen einen Winterschlaf ausgelöst. Die knospen und blühen immer noch vor sich hin. Lichtblicke im schneebedeckten Garten.

Heuer haben wir rechtzeitig Vogelfutter in unsere Sträucher und Bäume gehängt. Dafür bekommen wir jetzt täglich allerlei zum Schauen und Staunen geboten.

Dafür haben wir das haben nicht rechtzeitig in Haus gebracht. Jetzt haben wir FROZEN BEER.

Spumante di Sambucco

So gehaltvoll klingt Holersekt auf italienisch. Wieder eine unserer Geschäftsideen. Im Laufe unserer Blogerei haben wir oft die Erfahrung gemacht, dass sich einiges von unserem Treiben großer Beliebtheit erfreut. Damit könnten wir reich werden- so unser Kommentar, wenn wir wieder einmal damit konfrontiert sind. Da wir aber nicht noch reicher werden wollen, bleibt es meist bei geistreichen Gedankenspielereien.

Der Geschmack vom heurigen Holersekt ist einzigartig. Kein Getränk kann mit diesen Aromen mithalten. Das gibt es sonst nirgendwo. Ab und zu gönne ich mir eine Flasche von diesem flüssigen Gold. An warmen Oktobertagen, als Begleiter zur Gartenarbeit schmeckt und tut er besonders wohl. Der Bogen vom blühenden Frühjahr zur Altweiberzeit wird gespannt. Halleluja, såg i då.