In die Jahre gekommen

sind manche Stellen am Haus und Reparaturen sind angesagt. Heuer haben im Frühjahr zwei Stellen der Holzterrasse nachgegeben, die darunterliegenden Balken sind morsch geworden, nach fast 10 Jahren Wind, Wetter, Eis, Schnee und Regen nicht überraschend — nicht alle waren wie der Oberbau aus Lärche. Wir haben aus Telfs sehr schöne Lärchenbalken bekommen, die wurden nun verbaut, dabei gleich alles gereinigt und überprüft.
Die alten Balken waren ganz verschieden beieinander, aber an den morschen Stellen gscheit verrottet. Ein Paradies für Asseln, die sich dort große Siedlungen errichtet hatten.
Nach dem Ausbau und dem Säubern habe ich einige Zeit damit verbracht, die neuen Balkenmit ebenfalls aus Lärche geschnittenen kleinen Brettern auf die richtige Höhe zu bringen. Dann war nur mehr Wiederanschrauben nötig. Fertig!

Ein – kleines – Mitbringsel aus Prag

So steht es auf der Karte, die Eva beigelegt hat, in ihrer unverkennbaren, gestochen schönen Schrift.
Nein, klein ist es Beigottnicht.
Eva war für einige Tage in Prag und wir beide hatten einen Deal.
Ihr Beitrag dazu war, mir etwas aus dieser herrlichen Stadt, die ich schon -zig Male besucht habe, mitzubringen.
Während ihres Aufenthalts ist sie in ein Lokal „gestolpert“, hat diese Fotografien von ALES DUSA gesehen und war von ihnen „verzaubert“.
Jetzt hängt eines der Werke, die mit „der Queen“ gemacht wurden, in der Galerie der Klockerei.
Was für ein Foto.
Was für ein Gesicht.
Was für eine Lebensgeschichte.
Danke für den Zauber und die Magie.

Das Rosenhaus

kann es auch im Winter geben.
Im tiefsten Winter.
Nicht in der Vielfalt und der Fülle, die die anderen Jahreszeiten bieten, aber zumindest am Valentinstag soll ein Hauch vom Rosenhaus zu sehen sein.
Apropos Valentin- den haben wir ja jetzt auch noch- dazu gibt es andere Blogbeiträge.
Er ist ein Valentin im wahrsten Sinne des Wortes.

Kohlrabenschwarz

war die Scheibe von unserem Ofen. Musste er doch über zwei Wochen das ganze Haus befeuern.
Gedacht und gebaut wurde er so als „Spinnerei“ von Hermann- zum a bisl Fuierle schauen- ab und an.
Heilfroh waren wir in den Tagen ohne Heizung, dass es diese „Spinnerei“ in unserem Haus gibt.
Nach einer abschließenden und intensiven Reinigung der Scheibe haben wir jetzt wieder klare Sicht und hoffen, dass wir ihn in den nächsten Jahren wieder nur mehr fürs Fuierle schauen, für die Romantik und fürs Kuscheln brauchen.

Feuer und Eis

Warnung: der Bericht ist sehr ausführlich und lang. Als Kurzfassung empfiehlt sich der erste und der letzte Tag!
Mittwoch, 23. 1.: die Wärmepumpe, die in den letzten saukalten Tagen durchgehend gelaufen war gibt keinen Laut mehr von sich. Hmm. Nachdem ich wusste, dass die Kurbelwannenheizung kaputt war (das Ergebnis aufregender Fehlersuchtage im Dezember, Notheizung mit Föhn aber immer erfolgreich), beschloss ich, die Ersatzheizung nun endlich zu montieren. Kann aber erst am Donnerstag. Haus bereits ziemlich ausgekühlt. Boiler nur mehr auf 30°. 1. Telefonat mit Technikern, Bilder über Whatsapp. Trage das erste Holz ins Haus. Zum Glück haben wir einen Ofen, der eigentlich nur für wohlige Atmosphäre sorgen soll. Nun muss er alles heizen!
[Schnipp ———————]
Donnerstag, 24.1.: Bereite alles vor. Nach drei Telefonaten Montage, sicherheitshalber auch noch Originalzustand belassend, nur mehr Anschluss und Umklemmen nötig. Beschließe die Pumpe ein letztes Mal händisch anzuwerfen. Föhn. Kompressor läuft! Heizt aber nicht. Drei Stunden, fünf Telefonate später: läuft, heizt aber nicht. Alle ratlos. Trage die nächsten Holzkörbe ins Haus. Müssen durchgehend einfeuern, sonst kühlt’s sehr schnell aus.
Freitag, 25.1.: In der Früh 17°, kein Warmwasser. In den Pausen zwischen den Schulstunden hektisches Telefonieren: was könnte der Grund sein? Was kann man machen? Vor allem aber wer? Die Firma, die die Anlage vor 9 Jahren geliefert hat gibt’s nicht mehr. Ortsansässig gibt’s niemanden. Ein Techniker aus Oberösterreich, der uns schon bei den Problemen vor einem Jahr (Wasserverlust) sehr geholfen hat, diagnostiziert via Telefon sofort (richtig) Kompressorschaden und schätzt die Kosten, immer auch Fahrtkosten dabei, für hunderte Kilometer.Die geschätzten Kosten sind grausam hoch und es ist grausam kalt.
Samstag, 26.1.: Warten auf Rückruf. Keine Klärung. Kaum Fehlersuche auf die Ferne möglich. Woher Ersatz-Kompressor bekommen, die Firma ist letztes Jahr pleite gegangen? Gibt noch welche, irgendwo in Spanien. Holz ins Haus tragen. Einheizen. Wasserkocher einschalten.
Sonntag, 27.1.: Holz holen. Einheizen. Wasser kochen. Herumdenken: vielleicht gleich die ganze Anlage tauschen, hat ja genug gezickt. Kostet dann das Dreifache. Unmöglich.
Montag, 28.1.: Ein Berater in Süddeutschland mit offensichtlich viel Erfahrung trifft nicht nur die gleiche Einschätzung wie schon der Kollege am Freitag, sondern erklärt mir auch, dass den Tausch jeder Kältetechniker durchführen kann: die haben wir in Reutte! Also ans Telefon. Erster Tipp: nein. Zweiter: Techniker kommt am Dienstag und schaut sich das an. Holz holen.
Dienstag, 29.1.: Techniker kommt, schaut sich das genau an. Glaubt dass er das machen kann, Angebot wird kommen. Angebot kommt. Kompressorpreis enorm. Holz holen. Spanier anrufen. Kann Lieferung nicht bis zum Wochenende garantieren. Holz holen.
Mittwoch, 30.1.: Verhandlungen mit Kältetechnik-Firma. Kompressorpreis? Antwort: a bissl geht, dafür die nächste Hiobsbotschaft: kann Lieferung nicht in dieser Woche garantieren, vielleicht eine Woche Lieferzeit. JETZT verschmeiß ich die Nerven. Eine Woche kalt und keine Lösung in Sicht. Noch nicht einmal sicher, dass die Diagnose richtig war. Ich spring ins Risiko, der Oberösterreicher liefert nur den Kompressor (der kann in Bad Aibling abgeholt werden), der lokale Kältetechniker montiert ihn.
Donnerstag, 31.1.: Daniel, der Techniker beginnt mit der langen Prozedur, die alle Sicherheits- und Sorgfaltsregeln erfordern: Propan ablassen, Stickstoff einblasen. Dann Kompressor umrüsten (aufdornen, verlöten, Verrohrung umbauen), Vakuumieren.
Freitag, 1.2.: Kompressor wird eingebaut, verlötet. 3,5 kg Propan werden eingefüllt. Die Heizung wird nun am neuen Kompressor installiert. Dann der große Moment. Einschalten. Wartezeiten abwarten. Klick! Mit einem eigenartigen neuen Geräusch, einem leichten Rasseln, springt der Kompressor an. Eine halbe Stunde später steigt die Temperatur an der Umwälzpumpe. Wow! Am Abend dann Wasserverlust an der Umwälzpumpe: Murphys Gesetz schlägt noch einmal zu und beschert ein defektes Sicherheitsventil. Schalte entnervt ab. In der Früh löst beherztes mehrmaliges Auf- und Zudrehen das Problem aber.
[Schnapp ———————]
Samstag, 2.2: Wir haben’s warm! Die Boilerladung hat funktioniert. Die Heizung auch. Meine Anspannung beginnt sich langsam zu lösen. 10 Tage Eis draußen und drinnen. Und ein Feuer.


Wenn dieses Licht zu sehen ist,

dann neigt sich wieder einmal ein guter Tag seinem Ende entgegen.
Das Federvieh im Stall bekommt noch einmal vor dem Einschlafen eine feine, wärmende Bestrahlung, um gut durch die frostigen Nächte zu kommen.
Sie sitzen dann meist ganz nah bei den Lampen und gönnen sich das Rotlicht.
Und ich sitze dann in meinem Arbeitszimmer, lasse den Tag Revue passieren und halte fest, dass es trotz mancher Widrigkeiten, ein guter Tag war.
Trotz Ausfall der Wärmepumpe- wir haben einen Kamin und reichlich Holz.
Das lodernde Feuer verbreitet immer wieder eine heimelige Atmosphäre.
Trotz: es gibt nur kaltes Wasser- machen wir halt Kneippkuren oder gehen ins Reuttener AMALIENBAD.
Trotz alledem: ein guter Tag.

Danke Nachbar

Bernhard ist einer unserer Nachbarn und hat allerhand schweres Gerät in seinem „Geräteschuppen“ zur Verfügung.
Unter anderem einen Traktor mit Schaufel.
Es war reiner Zufall und dann die Idee- „Fragen können wir ihn ja, ob er uns auch ein paar Schaufeln voll Schnee ins gegenüberliegende Feld führt?“
Dann hätten wir wieder Platz für den nächsten, angekündigten 1m Schneezuwachs.
Gesagt, gefragt, getan.
Danke für die Hilfsbereitschaft.
Danke für die Erleichterung.
Eine Sorge weniger.
Apropos Sorge.
Beim Dach sind wir bei der Hälfte der Belastbarkeit angelangt.
Laut Baumeister: „Wir sind bei 250kg.“
Bei 380-400kg sollten wir etwas tun.
Na, dann…wissen wir ja ungefähr, was auf uns zukommt.

Mit blauem Himmel

schaut das alles noch einmal ganz anders aus.
Noch schnell ein paar Fotos knipsen, bevor ich mich auf den Weg zur Arbeit mache.
Vom Wohnraum aus.
Der Spaziergang zum Arbeitsplatz war dann ein großes Staunen.
Mama Mia, ist das beeindruckend, was das Auge da geboten bekommt.

Die Blüte der Königskerze,

die im heurigen Sommer stattliche 1,5m hoch wurde, habe ich trocknen lassen und an die Stallwand gestellt.
Damals habe ich noch geschrieben, dass man sie früher immer wieder als Gradmesser für die Schneemengen des Winters genommen hat.
Voila!

Impressionen vom 10.1.2019

So hoch und so viel

Ich habe versucht, ein paar Bilder zu machen, die das Ausmaß der Schneemenge zeigen.
Es ist unglaublich.
Wir können uns nicht erinnern, das je so erlebt zu haben.
Laut TT soll bis Dienstag noch einmal 1m dazukommen.
Dann muß ich in den ersten Stock, um aus dem Fenster schauen zu können.
Vom Wohnraum aus. Das Rundbeet ist in voller Höhe eingeschneit.

Hermann ist 1, 92m. Der Schnee geht bis zu seinen Hüften.

Der Volvo ist 1, 70m hoch. Links davon ist einer der zwei „freigeschaufelten“ Häufen.

Eingangsbereich

Das Wegele zum Stall.

Das ist vom dreibeinigen Stange noch zu sehen.

Der kleine, grau- rostige Teil auf dem Foto ist ein 100l Ölfass.

Der Stamm des Quittenbaums ist eingeschneit. Nur noch die Krone ist sichtbar.

Schneepflugfahrer

In solchen Ausnahmesituationen sind sie wohl im Dauereinsatz und machen möglich, dass die wichtigsten Straßen befahren werden können.
Der Antoniusweg ist das erste Mal seit wir hier wohnen nicht geräumt- es ist ja auch nur eine Seiten-Seiten-Seitenstraße.
Ich genieße es gerade einmal sehr, nicht um 4.00 Uhr morgens schon mit den Geräuschen der Straßenräumung konfrontiert zu werden.
Außerdem schafft unser Schwede das mit links…und sonst gehen wir zu Fuß.

A Wächte wie an der Taschacheiswand

Die Taschacheiswand war berühmt für ihre Wächte (ja, die alte Schreibweise), die man ganz zum Schluss erklimmen mußte.
Bei unserem Haus wächst gerade auch eine anständige Wächte den Hauswänden entlang nach unten.
Wann immer ich mich sorge, ob der Schneemenge am Dach, bekomme ich die Antwort: 8-fach gesichert.
Was das heißt, wissen wohl nur Statiker.
Die sollten es halt wissen- oder zumindest berechnen können.

Schneeschaufeln am 9.1.2019

Innenansichten

Das gehört für mich zu den ganz speziellen Besonderheiten an diesem Haus- diese raumhohen Fenster, die diese Blicke ermöglichen.
Wenn der Lärchenboden direkt in den Schnee übergeht.
Und noch dazu die Barbarazweige immer noch ihre Blüten- inzwischen auch Blätter und Früchte treiben.