Archiv des Jahres: 2015

Heimlich unterm Tisch

shoppen, wird sie wahrscheinlich, hab ich mir gedacht, und niemals vermutet, dass sie Maße durchgibt! Heute ist meine neue Paulette-solls-kuschlig-haben-Laptop-Tasche (15“ MB Pro) gekommen und ich bin begeistert: so feine Materialien, innen und außen, so passgenau und natürlich ein Unikat auch noch! Auch meine Spezialanforderung – soll in der Schultasche platz haben, wenn nötig, einwandfrei erfüllt.
Petra – herzlichsten Dank – sensationell!

Eingelegte Eier

Allerhand haben wir schon gekocht, gebacken, gebraten, gerührt, paniert mit den Eiern, die wir täglich geschenkt bekommen. In letzter Zeit haben wir eine Vielzahl erhalten. Immer wieder haben wir uns überlegt, was und wie wir damit machen können.

Wie so oft, kam die SERVUS gerade rechtzeitig. Da gab es einen Bericht über einen Wachtelliebhhaber, der diese kleinen Eier einlegt und verkauft. Unsere Seidenhühner, die Zwergcochins und die federfüßigen Gartenzwerge legen auch recht kleine Eier.

Nach genauerer Recherche war es dann soweit. Hermann probiert aus. Verschiedenste Rezepte, verbunden mit minutiösen Kochanleitungen, von kernweich bis hartgekocht, werden ausprobiert. Jetzt heißt es ein paar Tage warten, bis die Verkostung stattfindet.

Vor der Haustür

gelegen ist unser Dürrenberg, wir könnten die Schi schon zuhause anziehen und über die Straße in fünf Minuten zum Urisee und dann den Forstweg entlang Richtung Alm aufsteigen – heute sind wir vom Urisee weg. Schon letzte Woche war das ein Sonntagsausflug, der sich trotz anfänglicher Schneeschauer und Wolken dann als sogar sonnig entpuppt hat, mit glitzerndem Schnee. Eine Schitour für Genießer (die wahren, die das in der Sonne sitzen und gemütlich haben wichtiger nehmen als der erste in einem Pulverhang sein zu müssen). Heute noch einmal, Eva mit der Rodel dabei. In beiden Fällen ein Fest für die Hunde, die beim Aufstieg den Schnee genießen und beim Runterfahren dann so richtig ins schnelle Laufen kommen: auch Vega mag das sehr und zuhause liegen dann auf jeden Fall die Hunde flach.
Ein großer Spielplatz nicht nur für Kinder, einige andere treffen wir, die das auch gemacht haben, nur lachende Gesichter, die mit der Sonne um die Wette strahlen.

Kein Wunder,

dass Ander sich ob all der Schönheiten nicht entscheiden kann. Ja, so ist das, wer die Wahl hat, hat auch die Qual.

Orange macht sich besonders gut im Schnee

Die letzten Schneeflocken fallen ins erste Sonnenlicht, das einen strahlenden Tag verspricht.
Das ist dann die Zeit, die unsere Schar nützen darf um Wärme zu tanken und im mit Heu ausgelegten Grasfleck zu picken und zu scharren.

Besonders auffallend sind dann unsere orangefarbenen Hennen. Fini, die sich bei ihrer letzten Mauser ein schillerndes Orange in das ockerfarbene Gefieder gezaubert hat. Schön ist sie, mit den kleinen schwarzen Tupfen und den schillernd blauen Ohrscheiben.

Das Orange von Hannerl wird hingegen mit jeder Mauser weniger. Dafür die weißen Tupfer immer mehr. Jede Mauser eine Reihe Tupfer!

Agnes war gestern auf Wanderschaft. Jeden Weg, der freigeschaufelt war, ist sie ausgegangen. Ganz gschaftig war sie dabei, der orange Knäuel.

Dörrobst

Auf der einen Seite gibt es immer mehr Menschen, die das Obst nicht mehr von ihren Obstbäumen holen und auf der anderen Seite gibt es Einrichtungen, deren Grundidee Lebensmittel zu teilen ist. Dort kann man sich melden, wenn die Bäume nicht mehr abgeerntet werden, oder wenn man Bäume sucht, deren Obst man verwenden möchte. Diese Birnen stammen von einem Baum, dessen Früchte nicht mehr beachtet werden.

Die geschmackvollste Reife erreichen sie erst, wenn sie einige Monate abgelegen sind. Die gelbe Haut beginnt dann zu runzeln. Dann, ja dann ist es Zeit sich an ihnen zu erfreuen.

Ganz langsam, Bissen für Bissen essen, oder Kompott machen, oder trocknen und sie dann am Berg als Energielieferant verspeisen.

Hühnerglück und Hühnerlachen

Es hat so den Anschein, als ob sich der Zugang zu Hennen und der Umgang mit Hühnern so langsam entwickelt, oder sich doch wieder daran erinnert, welch erfrischende Wesen diese Zweibeiner sind.

Den Tipp zu diesem Buch von Anny Duperey, einer französischen Schauspielerin und Schriftstellerin, habe ich von jener britischen Hühnerseite, die sich für die Rettung von Hühnern aus Legebatterien, einsetzt.(British hen welfare trust)

Die Beschreibung zu diesem Buch ist recht kurz zusammenzufassen: Ein Muss für jeden Hühnerfeund.

Ich kann dem nur beipflichten. Die Bilder und Worte sind derart liebevoll, dass ich gerade schwer in Versuchung gerate, meine Damen, die gerade brüten, die Eier nicht mehr wegzunehmen. Sprich: brüten lassen!!!!

Ein nettes Beispiel, wie das Hühnerleben so laufen kann, war auch neulich in der Tiroler Tageszeitung zu lesen. Eine von vielen Geschichten, die das Leben so schreibt.

Gar nicht zum Lachen fand Antonia, dass ich ausgerechnet sie ausgewählt habe, um die Hühnerpullis anzuprobieren. Für Zwergwelsumer viel zu klein. Also Schnitt vergrößern und neu zuschneiden.

Ein ganz spezielles Kochbuch

wurde neu aufgelegt.
In den 70ern wurde die leidenschaftliche Köchin Sophia Loren gefragt, ob sie ein Kochbuch schreiben möchte. Sie hat es getan und jetzt ist dieses Kochbuch neu aufgelegt worden. IN CUCINA CON AMORE- KOCHEN FÜR DIE ITALIENISCHE SEELE.
Ein bißchen wie ein Geschichtsbuch. Rezepte, die es heute in dieser Art nicht mehr gibt, mit herrlichen Fotos der LOREN und netten Geschichten rund ums Kochen und ums Essen. Oder der italienischen Seele entsprechend rund ums TAFELN.

Guter Schutz

war im zweiten Paktl zu finden.

Meinem Hals und meinem Nacken kann mit diesem Loop nichts mehr passieren und ich habe festgestellt, dass es nicht nur um goldene Nähnadel, sondern auch um die goldene Häkelnadel geht.

Zum Schutz unserer Goggelen.

Aber ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, ob sich diese fröhlichen Hauben nicht auch für unsere Hennen eignen. Christl war SICHTLICH nicht erfreut!!

Frucht und Sinne

Manchmal ist es gar nicht so einfach, alles, was mit einem Paktl so mitgeliefert wird, in Worte zu fassen. Gemeinsamkeiten, Zufälle, Erinnerungen sind bei den Köstlichkeiten mit dabei. Es beginnt mit der Karte, die mit einem Zitat von MEINEM Thoreau bedruckt ist. Jener Mann, dessen Schriften von einem Mahatma Ghandi an seine Schüler weitergegeben wurden. Jener Mann, dessen Worte immer die Eröffnungsworte der geheimen Treffen beim CLUB DER TOTEN DICHTER waren.

Dass Hermann morgen wieder einmal Schwarzbrot machen möchte hat wohl nichts damit zu tun, dass da auch ein Paktl mit Schwarzbrotgewürz dabei war. Die anregenden Zusatzinformationen verleiten uns dazu, wieder einmal zu suchen, was es denn im Osten Österreichs für spezielle Betriebe gibt. Weil neben der Gewürzmühle wollen wir uns auch noch über Frucht und Sinne( eine noch unbekannte Schokolade) informieren.

Wir sind beschäftigt, ABER dabei werden wir probieren und verkosten. Darauf freue ich mich am allermeisten!!!

Es paktelt

und alleine die Verpackung bringt es mit sich, dass da ein Lächeln ins Gesicht gezaubert wird und die Worte die dabei zu hören sind, gleichen wohl eher einem Stammeln. Mei, schau, mei, liab, mei,….

Anregend sind sie, die Adressen. Mühl deutet wohl darauf hin, dass es an diesem Ort einmal Mühlen gegeben hat. Hermann weiß, dass es neun an der Zahl waren und nicht nur Getreide- auch Ölmühlen waren dabei. Jetzt machen wir uns auf die Suche nach genaueren Informationen und vielleicht finden wir gar das eine oder andere Foto.

Kinderzeichnungen auf einem Paktl, das habe ich noch nicht oft erhalten. Ganze Geschichten sind drauf zu finden. Und dass der Hermann von oben herab zum gemeinsamen Namen fällt, finde ich sehr passend. So ist das mit den Geschöpfen, die zumindest einen Flügel haben.

Wenn es wimmelt

auf der Terrasse bei der Wohnzimmertüre, dann kann das nur eines bedeuten: Sie kommt mit der Extraration Futter zur Türe raus. Die verblieben Mandelsplitter der Weihnachtsbäckerei sind heute dran. Da wird gepickt und gemampft und Energie gegen die Kälte gesammelt. Und, ganz klar, meine Fany zeigt mir schon, wo der Nachschub zu finden ist. Reden tun sie noch nicht- also nicht in der Sprache der Menschen- aber sonst haben sie so ziemlich alles drauf- meine Mädels. Die Burschen natürlich auch. Zumindest tun sie dann, nachdem alle schon picken so, als ob sie das Futter gefunden hätten.

Honigquitte

war die Entdeckung des letzten Jahres. Jetzt sind sie noch gehaltvoller und bieten eine wahre Aromabombe, wenn man sie am Gaumen zergehen lässt. Die heurigen Quitten sind jetzt gut ausgereift und abgelegen. Einen Teil heben wir uns noch für die diversen Rezepte, wie das Rohnencarpaccio, auf. Den anderen Teil habe ich zu Honigquitten und meinem heiß geliebten Quittenkompott verarbeitet. Obwohl ich gerade davon genascht habe, läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Und so ganz nebenbei: SEHR GESUND!!!!

Germspeisen,

ein Backbuch von Maria Drewes habe ich neulich im Depot wieder einmal hervorgeholt. Hermann kocht immer wieder eines ihrer Rezepte nach und- er liebt Germspeisen.

Ein bisschen Blättern im Fundus der Rezepte, ein wenig nachdenken, was denn so an Schätzen noch im Depot lagert und schon waren die Ideen für eine stattliche Menge Germteig da:

Mohn aus dem Waldviertel, Trockenfrüchte aus der Klockerei und Anders Nüsse aus dem Osttirol.

Ich war fürs Nüsse knacken abgestellt. Für mich eine herrlich meditative Arbeit, die mich ins Staunen versetzte. Jede einzelne Frucht ein Meisterwerk der Natur. Fein ausgebildete Windungen und Rundungen, mit Maserungen versehen und einem dünnen Blättchen abgeteilt.

Vom Geschmack haben sich Emma, Vega und ich in einer gemeinsamen Verkostung überzeugen lassen. Das Ergebnis: MMMMMMMMmmmmmmhhhhhhhhh!!

Am Ende des Tages lagen da Nussschnecken in Hülle und Fülle, ein Mohnstrudel, wo die Fülle Guten Tag gesagt hat( Zitat Pumuckl) und ein Kranzkuchen. Das verbliebene Sechstel Teig wird noch im Glas gebacken.

Verkostet. Portioniert und eingefroren. Jetzt bleibt die Vorfreude auf gemeinsame Ratscher bei Kuchen und Kaffee. Nach einer gemeinsamen Skitour oder Schneestapferei ein Hochgenuss.

Ob sie mich noch kennen

meine Weiberleit, Flocke und Ander, wenn ich mit meiner neuen Schürze in den Stall komme?

Ich mag Schürzen, weil es so bequem ist, sich die Hände darin abzureiben, abzuputzen oder einfach abzutrocknen. Dementsprechend ist mein Verschleiß, so hat man das bei uns genannt. Jetzt habe ich wieder auf Vorrat.

Auf Vorrat habe ich jetzt auch die Hennenpullis, die eigentlich auch nur wärmende Schürzen sind. Falls meine Damen wieder einmal meinen, dass sie sich im Winter mausern müssen, ist jetzt vorgesorgt.