Allerlei

passiert im Garten so ganz nebenbei und im Vorbeigehen. Hege nennt man das wohl, das Hermann mit seinem Nussbaum betreibt. Der Osttiroler Setzling, der ein bedeutsames Verbindungselement der Patenschaft darstellt, ist angewachsen. Und er traut den Hennen nicht, daher ist jetzt ein Maschendrahtring( nein kein Maschendrahtzaun) um den Nussbaum gezogen worden. Da hat der gute Baum drei Jahre Platz. Hege ist Hege!!

Und wieder blüht eine neue Tulpensorte auf.

Den Hopfen, ja der, aus dem wir unser Bier brauen, haben wir im Herbst zum Spalier versetzt. Gut ist er angewachsen und er rankt sich der Höhe entgegen.

Wie jedes Jahr gibt es ein Kräutlein, das vermehrt im Garten auftritt. Heuer ist es dieser zarte, in allen Blautönen gehaltene Bodendecker. Ich weiß, dass ich um den Namen weiß. ABER er fällt mir gerade nicht mehr ein:-))

Noch eine Heilpflanze

Es ist wohl fast 15 Jahre her, da war ich das erste Mal im Schaugarten von Arche Noah in Schiltern. Damals habe ich mir, noch recht ahnungslos, drei oder vier Säckchen an Saatgut mitgenommen. Eines davon war die NACHTKERZE. Seither wächst sie in all meinen Gärten. Sie hat mir immer gefallen, ob ihrer Blüten und ihrer Höhe. Heuer bin ich bei verschieden Anlässen immer wieder auf sie gestossen. Jetzt weiß ich, dass sie eine Heilpflanze ist, deren Blätter und Blüten man verwenden kann. Die Wurzeln kann man im Herbst des ersten Jahres( sie ist zweijährig) zu Salat und Gemüse verkochen. Besondes wertvoll aber sind ihre Samen. Aus ihnen kann man OMEGAFETTSÄUREREICHE ÖLE ( so ein Wort muss man erst einmal erfinden) herstellen. Aber auch als Beigabe im Salat oder ins Müsli sind sie ein guter Lieferant.
Zwei Polsterziachn voll mit Kapseln warten darauf, dass die Samen rausfallen. Und im nächsten Jahr möchte ich die Wurzeln und den Tee probieren. Mit sovielen Heilpflanzen um uns herum fühlle ich mich manchmal recht behütet!!

unscheinbar und gehaltvoll

In zwei Wochen tut sich in einem Garten, auch wenn es fast nur regnet sehr viel. Ernten, zupfen, zurückschneiden und jäten sind angesagt.

Da kann es dann leicht passieren, dass man ob der Fülle an Ertrag und Arbeit die feinen und unscheinbaren Wunderwerke übersieht. Viele der Kräuter blühen gerade.

Unscheinbar und leicht zu übersehen.

Beim Kosten zeigen sie ihren gehaltvollen Geschmack und ihre belebende Wirkung!

Inconspicuous and substantial – In two weeks much is going on in a garden, even if it almost only rains a lot. Harvest, pluck, prune and weeding has to be done.
So it can easily happen that because of the abundance of income and work one overlooks the subtle and inconspicuous marvels. Many of the herbs are blooming now.
Inconspicuous and easy to miss.
Taste them and you get the rich taste and invigorating effect!

Kräuterstrauß

Als Abschluss des heutigen Tages habe ich mich noch auf die Suche nach den entsprechenden Kräutern des heurigen Kräuterstraußes gemacht. Einen habe ich auf den Gartentisch aufgestellt. Alle Hennen mußten davon kosten. Von der Königskerze ist nicht mehr viel übrig geblieben.Auch sie wissen um die Kraft der Heilkräuter. Unseren gibt es erst morgen zu MARIA HIMMELFAHRT.

50 verschiedene

Heil- und Küchenkräuter wachsen auf unserem Grund. Von Alant, Beinwell, Brennnessel, Wegerich über Johanniskraut, echter Kamille, Vogelmiere, Borretsch, Lorbeer, Minze- und Thymianvarianten, Ysop bis hin zu Kräutern aus dem asiatischen Raum. Wir haben uns neulich die Mühe gemacht alle zu zählen. Bei 50 haben wir aufgehört und waren wieder einmal sehr erstaunt und verwundert über den Reichtum der Natur!!

Beginn der Kräuterernte

Die Ringelblumen haben bei uns ein eigenes kleines Beet, das um diese Zeit ein gelb-oranges Blütenmeer ist. Ein paar Pflanzen, die sich über den Kompost auch in den Hochbeeten aussäen, lasse ich immer stehen. Aber jetzt haben die Tomaten und die Pfefferoni ihren Platz gefordert und so sind die ersten Heilkräuter zum Trocknen eingebracht. Heuer werde ich alle einzeln aufbewahren und die Teemischung nach Bedarf herstellen. Gläser sollte ich genug haben.

Die Niewelkblume

wurde die RINGELBLUME früher genannt und war deswegen auch die Blume der Frauen, der Liebe und des ewigen Liebeszaubers. So wie sie immer wieder neue Knospen und Blüten treibt, so auch die Liebe!!

Das beste Beispiel dafür sind die Ringelblumen vor unserem Eingang. Vor dem Winter haben sie ausgetrieben, Schneefälle, Frost und Schnee schaufeln überlebt. Jetzt blühen sie, als ob nichts gewesen wäre.

Sie ist eine große Wundheilerin, desinfiziert, zerteilt Geschwüre, ist granulationsfördernd und wirkt entzündungshemmend. Auch für empfindliche Körperstellen geeignet!

Brennnessel als Wundheiler

Ein großes Glasgefäß mit 90%igem Alkohol halb füllen, den Rest mit frischen Brennnesseln vollstopfen, schließen, in die Sonne stellen und mindestens 10 Tage lang ziehen lassen. Den Verband mit dieser Lösung tränken. Die Wunden verheilen unglaublich schnell.

Das Tausendgüldenkraut

oder die Wunder der Anzucht. Jedes Mal erscheint mir dieses Wunder des Lebens. Körner werden in Erde gelegt und mit Licht und Wasser versorgt. Nach einiger Zeit, je nach Keimdauer, schauen dann mutig die ersten grünen Spitzen hervor und zeigen sehr bald die Struktur der Pflanze.

Am meisten verwundert mich das Tausendgüldenkraut, Heilpflanze des Jahres 2004. Bereits beim Anblick der Samen traute ich mich kaum zu atmen. So winzig erschien mir das Saatgut. Mohnsamen sind dagegen Fußbälle. Jetzt wagt es sich hervor. Wer auf dem Foto mit dem Eierkarton ganz genau schaut- noch viel genauer- erkennt Winzlinge. Dagegen ist die Kamille mit ihren 10 Millimetern ein Riese. Wie ich die je rausbringe in den Garten, ist mir noch ein Rätsel. Aber es wird schon irgendwie gehen??!!

Alle anderen wachsen kräftig vor sich hin und wollen endlich raus- ES IST MITTE MAI !!!!!!

Für die ganz wertvollen Essenzen

habe ich mir spezielle Flaschen bestellt. Heute haben sie den Weg über den winterlichen Fernpaß gefunden. Mit ihnen auch Saatgut. Von Heil- und Küchenkräutern. So kann ich dem Schnee und den Minusgraden( die wegen der paar Tage wirklich unnötig sind) TROTZEN!!

Ansetzen, einlegen und verkosten

Was wäre der Winter ohne getrocknete Tomaten. Bei unserer Höhenlage und dem rauhen Klima müßte man 9 Monate auf diesen herrlichen Geschmack der Paradeisfrucht verzichten. So aber habe ich die nächste Ration wieder eingelegt und hoffe darauf, wenn diese Gläser leer sind, die reifen Tomaten aus dem Garten zu holen.

Und weil ich schon dabei war, habe ich die Heilungsansäätze abgefüllt und verkostet. Mit der Wurzelbeerenmischung und dem Dirndlansatz bin ich hochzufrieden. Die beiden anderen haben zuviel Süße. Aber inzwischen weiß ich ja, dass das alles auch ohne Zucker sehr schmackhaft sein kann. Auf einen neuen Versuch im kommenden Gartenjahr freue ich mich schon.

Schutz und Pflege

für die dünnen Saurierbeine unserer Schar habe ich am Freitag angesetzt. Ölauszug vom Lavendel (aus dem eigenen Garten) in Melkfett verrührt. 80 Beine damit eingeschmiert, um sie gegen die Nässe und die Kühle zu schützen. Heute sind alle, wie frisch von der Pediküre, geschwebt.
Der Rest kommt auf die Ballen der Hunde. Die mögen das im Winter auch recht gern. Nur nicht die Socken, die sie dann erhalten, bis der Balsam eingezogen ist.

Tinktur

Die Reifezeit für die Salbeitinktur ist zu Ende, somit eröffnet sie den Reigen der Heilsaftln für dieses Jahr.

Die Ansätze gehen in die zweite Runde

Heute war noch einmal ein wolkenloser, sonnendurchfluteter Tag. Gerade richtig um meine Heilansätze in die “Vollendung” zu schicken. Abseihen und mit wenig (!) Rohzucker versetzen. Die Süße verstärkt die Heilkräfte noch einmal zu einem runden Aroma. Da beim Verkosten alle derart gschmackig waren und wir uns nicht entscheiden konnten, habe ich den Beerenansatz mit dem Wurzelansatz als eine der Varianten gemischt. Jetzt dürfen sie bis zur nächsten Verkostung eine gute Weile ruhen. Und dann bin ich schon sehr gespannt auf die Wirkung und den Geschmack.

Kraft und Duft

Heute habe ich mir die Zeit genommen alle Ansätze zu kosten (sie versprechen gute Elixiere zu werden) und die angesetzten Öle abzufüllen.

Jetzt können kleinere und größere Wunden hilfreich behandelt werden.Es ist eine angenehme Tätigkeit. Es riecht und duftet nach frischen Blüten.

Und wenn ein Tropfen auf die Hände fällt, kann man gleich die Probe aufs Exempel machen.
Jetzt werden Hennenbeine auf den Winter vorbereitet und den gebrochenen Schweif von Maxi habe ich gleich mit Beinwellöl behandelt. Und für unser Hinkebein Marilyn ist ein spezielles Fläschchen bereitet. Bin schon gespannt auf die Wirkung.

Das Öl hat den Lavendel überraschend gut aufgenommen. Eine gute zweite Wahl zum Blütenöl.