Im Walzertakt

Ö1 haben wir gehört und ich habe mich auf 17.00 Uhr gefreut, wenn sie das erste Mal STILLE NACHT spielen. Das ist ein Walzer.Wir haben dem Lied und der Nacht die Ehre mit einem Tanz gegeben. Wir haben uns in diese heilige und stille Nacht getanzt.

Und da waren all die Karten, Wünsche und Pakete. All die Grüße und der Segen. Wir haben uns gefreut, uns erinnert und gestaunt. Ob all der Ereignisse und der Fülle haben wir gegen Mitternacht festgestellt, dass die Kerzen am Baum immer noch auf ihren großen Moment warten. Weihnachten 2015.

Wir haben das am HEILIGEN TAG, am CHRISTTAG, an EVAS GEBURTSTAG nachgeholt.

Es war sehr lebendig und sehr stimmig. Wir haben dabei alle Strophen gesungen, begleitet von Hermann am Klavier. DIE UNERHÖRTE MENSCHWERDUNG GOTTES.

Einmal möchte ich

den Christbaum und die Krippen am 23. Dezember am Abend bereits stehen haben. Das war und ist einer meiner Wünsche. Dann hätte ich für mich und meine Lieben den ganzen Tag lang Zeit. Auch heuer ist sich das nicht ausgegangen, weil es so viele Lieben gibt.
Dafür habe ich sie, den Baum und die Krippen, im strahlenden Sonnenschein geschmückt. Da kommt alles noch einmal viel heller und lichtvoller zum Vorschein.
Mit jedem Teil hänge ich eine Geschichte meines und unseres Lebens an den Baum. Reich und vielfältig steht er dann da und ist bereit für den großen Moment.

Vollmond am Heiligen Abend

Früher haben wir Kinder von unserer Mama immer das Friedenslicht und eine Rose mit Grünzeug geschenkt bekommen. Es war immer ganz etwas besonders mit der Laterne im Auto und der duftenden Blume am Beifahrersitz wieder ins Außerfern zu fahren. Das Friedenslicht zu holen ist Ritus geblieben, die Rose hätte ich heuer sogar aus dem Garten holen können. Vielleicht sollte ich auch diese Tradition, wie das Räuchern, weiterführen.

SCHUTZ UND SEGEN FÜR HAUS UND HOF
FIARS GUATE, DEIS WOCHST UND GEDEIHT
FIARS VIECH UND FIAR DI LEIT.

Räucherspruch aus der Klockerei und für die Klockerei

und eine Maus( mindestens)

so unterschreibt Hermann die Grüße aus der Klockerei, wenn er alle mit einbeziehen möchte.
Vor zwei Wochen hatte es so den Anschein, als ob wir eine Maus in der Garage haben. Um sicher zu sein und um das Wesen nicht verhungern zu lassen, habe ich immer wieder ein paar Essensrestl rausgelegt. Siehe da, sie waren alle weg. Als Dankeschön haben wir die Gagelen gefunden.

Soweit die Vorgeschichte. Da heuer das Wetter so sonnig und warm ist, wollte ich unsere Krippen einmal so richtig durchlüften und das Moos wieder einmal von der Sonne bescheinen lassen.

Bei der jährlichen Kontrolle, ob wohl alles noch an seinem Platz ist, traue ich meinen Augen kaum. Getrocknete Nudeln liegen im Stall, schön zu einem Nest zurecht gelegt. Die Maus, da hat die Maus gewohnt und gelebt. Ein guter Platz. Da aber von ihr weit und breit nichts mehr zu sehen war, habe ich den Stall gereinigt und wieder Herberge werden lassen.

La Marescialla

Ich habe dir einen Kuchen gebacken und es gibt kein Rezept dazu, weil ich ihn nach meiner Phantasie gemacht habe. Mit diesen Worten hat Eva mir diese Torte überreicht und gemeinsam mit Hermann ein Ständchen angestimmt.

Ja, und da es diesen Kuchen noch nicht gibt, hatte er auch keinen Namen. Und ja, ich darf mir einen Namen dafür aussuchen. Nach einigen Scherzen und Übersetzungen und Vergewisserungen, was denn was bedeutet, habe ich mich für LA MARESCIALLA entschieden. Marschall war eines der fünf Hofämter im Mittelalter. Er hatte die Oberaufsicht über das Geschehen am Hof. Er hatte dafür zu sorgen, dass alle und alles gut versorgt waren. Zeichen seines Amtes ist der Marschallstab. Ja, genau, in jungen Jahren nennt man das Gschaftlloch oder Kommandoloch 🙂 Im fortgeschrittenen Alter: LA MARESCIALLA

Ich habe mich nach reiflicher Überlegung für die weibliche italienische Form entschieden( da steckt auch noch das MARE drinnen).

Die Creme in der Mitte war mit karamellisierten Nüssen bestückt und wurde von allen Kostern als der allerbeste Teil dieser Torte benannt.

Im Anflug(!!) haben Fany und Josefa sich ein Stück von Evas Torte geholt.

Die Bäckerin hat schwesterlich geteilt.

Logenplätze

Der Garten ist um einige Behausungen, Nistplätze und Futterstellen reicher geworden. Reini und Tini haben mir die Wohnmöglichkeiten für Gartenhelfer vorbeigebracht und ich konnte im Lechweggschäftl dem Meisenknödelhalter nicht widerstehen. Hoffentlich wird es so lebendig, wie es ausschaut.

Beim Elferlen

Nein, auf neun Uhr schaffen wir das in Ferienzeiten, an Fest- und Feiertagen sehr selten. Bis wir alles ausgekostet, Ideen gewälzt und sortiert, Vergangenes gewürdigt und uns entsprechend gefreut haben, ist es meist elf Uhr. Zeit für ein zweites Frühstück. Nein, kein neumodischer Brunch, sondern Elferlen: Hermanns Brot in schwarz und weiß, neues Olivenöl- einmal aus Mittel- und einmal aus Süditalien, eingelegte Tomaten aus verschiedenen Regionen, gutes Salz und ein RiegeleBier. Das Szenario findet bei strahlender Sonne in unserem Garten statt. Umringt von 33 fröhlichen Wesen. Der Psalm dazu beginnt mit … und er liebte sie hundertfach. Das Märchen vom Sterntaler fällt mir ein. Einfach das Kleid aufhalten und hineinfallen lassen. Da strahlt und fliegt er, der Engel der Gaudete.

A Gulasch

war für mich – das muss ich zugeben – immer schon etwas ganz Besonderes. Zu Weihnachten haben wir besonderes Fleisch von meinen Schwiegereltern bekommen – Almtiere von der Hanauer Hütte. Das wollte ich natürlich besonders verkochen.

DIE Koch-Legende in Österreich für ein Wiener Gulasch (mit dem Ferenc muss ich darüber noch sprechen 😉 ) ist der Plachutta – wir waren letztes Jahr bei ihm an der Oper. 2014 ist von Plachutta Vater und Sohn ein Kochbuch erschienen: “Wiener Küche“, da hab ich natürlich nachgeschaut. Und anderswo auch. Aber wozu? Die wenigsten Zutaten und eine raffinierte Abfolge – so hab ich’s nachgekocht:

In Olivenöl und Butter (etwa 5 EL) 3/4 kg Zwiebeln unter ständigem Rühren braun braten, von der Platte nehmen und 2 EL Paprika edelsüß einrühren, mit 1 EL Essig ablöschen und mit 1 l Wasser aufgießen, eine halbe Stunde köcheln lassen. 1 kg Rindfleisch, in Würfel geschnitten, mit 1 EL Tomatenmark, 1 TL Kümmel (gequetscht), 1 TL Majoran (getrocknet), 2 gehackten Knoblauchzehen und der Schale von 1/4 Zitrone (höchstens!) in den leicht abgekühlten Ansatz geben, salzen, aufkochen lassen und dann 3 bis 3 1/2 Stunden köcheln lassen. Am Ende mit 1 EL Mehl, in kaltem Wasser eingerührt, noch einmal aufkochen lassen.

Für’s erste haben wir mit je einer Semmel eine kleine Portion genossen. Morgen – Gulasch wird ja eh bei jedem Wärmen immer besser – gibt’s dann dazu ungarische Nudeln und dazu das Ator 20.  Denn es bleibt als Begleitung – kulinarisch und musikalisch – nur mehr: A Seidl Bia.

Auf nach Augsburg!

Von unseren Freisinger Freunden haben wir ein Probierpaket von der Biermanufaktur Riegele zu Weihnachten bekommen – und waren überwältigt. Durch die italienischen Biere, die wir verkostet haben, finden wir zwar immer wieder auch Biere, die “nur” Hopfen und Malz enthalten, toll, aber die müssen schon besonders sein.

Naja. Was soll ich sagen? Das Dulcis 12 ist das erste Bier, von dem ich definitiv weniger bekommen hab. A. war derart begeistert, dass sie (zu Recht) das Bier auf ihre Seite stellte. Mit Naturhonig gemacht (übrigens sind auch Haferflocken drin – wie die Italiener sagen: Reinheitsgebot??). 12 Monate gereift. Trappisthefe. Bei 14°(!) trinken. Nix dazu essen. Da brauchst nix mehr. Außer mehr davon. Auf nach Augsburg!

Das erste – Simco 3 – mit starken Marillen-Aromen – begleitete unser Essen am Heiligabend, eine Fischsuppe. Wunderbar. Die beiden anderen – Ator 20 und Noctus 100 – warten noch auf ihre Bestimmung, ersteres aber nicht mehr lange, denn das Gulasch, zu dem es passt, gibt’s heute Abend!

Lesestoff

Jede Menge Lesestoff habe ich geschenkt bekommen. Mit Worten, Gedanken, Ideen und Weisheiten von CARLO PETRINI. Jenem Mann, der vor 25 Jahren seine Idee der Welt zum Geschenk gemacht hat: SLOW FOOD und TERRA MADRE.

Die ausgewählten Zitate auf den jeweiligen Paketen waren mir Balsam. Da benennt jemand das, was ich in meinem Tun in Haus und Garten und allem, was dazu gehört, empfinde. Reine Wohltat, solche Gedanken zu lesen.

Von großartigen Mitmenschen

Es ist so eine Art Ritual, die heimische Tageszeitung einmal durchzublättern. In der Schule liegen jede Menge Exemplare auf und irgendwann im Laufe des Tages blättere ich darin. Die Fundstücke, die ich für das eine oder andere Thema brauchen kann, reiße ich dann heraus.

Heute waren es ganz besondere Fundstücke. Sie passen gut zu meinem Adventthema: Seelenruhe.

Diese Herzensangelegenheit, wie sie im Impressum genannt wird, halte ich für eine preisverdächtige Kampagne. Genial und berührend! Da fallen mir viele Gesichter und Geschichten dazu ein.

Ja, und bei diesem Artikel über Melanie Wolfers sind zeitgleich hunderte Bilder und Worte aufgetaucht. Schon damals, während der Ausbildung, war ich zutiefst dankbar über die Begegnung mit dieser Frau.

Mit dieser Ordensfrau, die sich ihren Professspruch von Hilde Domin ausgeliehen hat: “Ich setzte meinen Fuß in die Luft und sie trug.” Auch nach all den Jahren stelle ich fest, dass sie diese Worte immer noch lebt.

Sie war und ist eine ganz spezielle Frau. Manchmal hatte ich das Gefühl, die kommt direkt vom Himmel. Manchmal hat sie uns aus selbigem geholt, wenn wir uns in der Harmonie oder in der Verklärung verstecken wollten. Von diesem Buch habe ich schon Vorabdrucke gelesen, die mir Erinnerung und Wohltat waren. Auch die wenigen Aussagen, die im Artikel benannt sind, erinnern mich an ihre Strahlkraft und an die Sprengkraft ihrer Gedanken und ihrer Sichtweisen.

Die Zeit dieser Ausbildung mit ihr, war A LÄSSIGE ZEIT, von der ich bis heute ohne Ende profitiere.

Manchmal schmunzelt sogar die Reue über mein so schön aus mir herausgehen.

Forelle mit Kürbis und Tagliatelle

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Ich hab irgendwo in einem Rezept gelesen, dass (Salat-)gurke mit Forelle gemeinsam gut passen würden. Ich hab mich davon inspirieren lassen und eine der Forellen, die in Folie gebraten worden war, übrig gehabt. ein Restl. Also? Aus unserem Garten hatten wir noch einen Ufo-Kürbis (Patisson) im Lager, der war frisch und knackig wie eh und je – etwa faustgroß. Das müsste sich ausgehen, dacht ich mir und es wurde wunderbar:

Eine Forelle oder einen Saibling in Folie garen (mit Zitrone, Salz und Pfeffer, etwas Petersil und etwas Butter). Am besten frisch aufessen oder eben eine “übriglassen” für dieses Rezept für zwei:

etwa 1/8 l Weißwein mit 1/8 l Suppe und 1/8 Sahne aufkochen, den gewürfelten Patisson dazu, ein paar Minuten ziehen lassen, dann den Fisch dazu und alles einreduzieren lassen. Mit Salz, tüchtig schwarzem Pfeffer und Zitrone abschmecken. Die Tagliatelle kochen, mit der Sauce (und etwas Kochwasser) vermengen und mit etwas Basilikum dekorieren. 

Ausnahmsweise schmeckt hier Parmesan sehr gut!

Zeigt her, eure Freude

war nicht nur ein Hinweis in meinen Adventmails, sondern auch in den jeweiligen Showeinlagen, die Herr Polai und seine Assistentin mit diesen jungen Menschen einstudiert haben, zu erleben. DANKE, BRAVISSIMO E COMPLIMENTI!!!!!!!!

Der Generationenwalzer

Die Mädchen holen ihre Väter, die Burschen ihre Mütter und alle miteinander tanzen einen Walzer. Ein Hauch von OPERNBALL liegt in der Luft.Ich hatte einen “Logenplatz” am Balkon und konnte somit die Tanzfläche gut einsehen. Wenige Eltern-Kind-Paare sind so übers Parkett geschwebt wie Hermann und Eva. Da kommen dann zur Gaudete auch Freudentränen dazu.

Gaudetewoche

Wie so oft im Leben laufen viele Fäden zusammen. Und so haben wir beschlossen, dass ob all der erfreulichen Ereignisse, Erlebnisse und Begegnungen, wir eine ganze Woche GAUDETE ausrufen. Mindestens eine.

Dazu gehört auch der Abschlussball des Tanzkurses der Tanzschule Polai.

Evas erster Ball.

Voila` die Polonaise.