haben uns die Sonne, die Wolken und der Himmel einen warmen und weichen Abend geschenkt. Ein würdiger Abschluss dieser Ferientage.
Für alle Wolkenschauer, Geschichtenerfinder, Romantiker, …
war angesagt. Mit einer Verkosterei, damit die Ideen und die Gedanken leichter fliessen.
Als Dankeschön kam ein Korb voll mit Herzlichkeiten, Frühling und auserlesenen Köstlichkeiten ins Heft. Obst und Gemüse, von dem ich noch nie gehört und die ich noch nie gekostet habe, haben aus dem mit frischem Heu gefüllten Korb gelacht. Wir haben auch gleich gekostet und ausprobiert. Darüber schreibt der Chefkoch dann selber. Die Aromen und Geschmäcker habe ich immer noch im Mund. Die Vielfalt des Gartens Erde überrascht und erstaunt mich immer wieder. Und den Duft von Frühlingsblumen und frischem Salbei mag Hannerl genauso wie ich.
Es war eine feine Ratscherei, angereichert mit guten Ideen und begleitet von ALLERLEI AUS DER KLOCKEREI( eingelegte Eier, Eiersalat, Birnennussbrot, Schwarzbrot, Gerstensuppe, Germbäckerei).
Wir haben einen Korb Gemüse geschenkt bekommen – mit teilweise (mir) unbekannten Inhalten: Kräuterseitlinge, die angeblich wie Steinpilze schmecken (und daher auch so zubereitet wurden: 5 mm dicke Scheiben, in Butter gebraten, etwas Salz und Pfeffer) und Pak Choi (Senfkohl; roh in schmale Streifen geschnitten; mit warmer Marinade übergossen: Olivenöl, Honig, etwas Wasser fast bis zum Karamellisieren erhitzen, gehackte Walnüsse dazu, etwas abkühlen lassen) hab ich noch nie vorher gegessen.
Sehr empfehlenswert! Die Pilze machen ihrem Namen alle Ehre, der Salat frisch, aromatisch und weich zugleich. Die Bandnudeln (letzten Sommer aus Hartweizengries selbst gemacht) in Butter geschwenkt und mit frischem Parmesan bestreut. Die Kombination ist gelungen, die einzelnen Zutaten jeweils eine Freude!
Oft habe ich in meinem Leben diese Worte gesprochen, geschrieben, gebetet. Viel Gehalt und Geschmäcker waren dabei immer im Spiel. Manchmal bin ich sogar bei der Zeile hängen geblieben, weil ich mich zu intensiv der Leib- und Seelennahrung hingegeben habe.
Mit diesem Schwarzbrot kommt jetzt noch mehr Gehalt und Geschmack dazu. Allein bei der Zubereitung dabei zu sein, die verschiedenen Konsistenzen und Düfte zu ertasten und zu riechen, ist eine besondere Begleitung durch die Tage. Dann das Aufgehen und Backen, das Klopfen und Nachschauen ob der Brotstempel gut sichtbar geblieben ist.
Und dann der Anschnitt, die Scheibe fällt auf das Brett, Duft steigt in die Nase, die Sinne warten auf den ersten Biss. Das sind für mich HEILIGE Momente.
Wenn man am Unsinnigen am Morgen aufwacht, so würde man sich vielleicht als 15 jähriges Mädchen auf den Faschingsumzug freuen. Aber da kennt man die viel besseren Pläne von Papa und Angelika nicht! Ich muss dazusagen ich kannte diese Pläne anfangs auch nicht und hartnäckig wie die beiden sind, wollten sie einem armen, neugierigen, “kleinen” Mädchen diese bis zum Schluss auch nicht verraten.
Schon bald war ich mitten drin im Triathlon.
Angefangen mit einem Vormittag im Sonnenschein auf der Piste, folgte ein Ausflug mit Vega und Emma nach Zöblen. Nicht oft sieht man einen so klaren und blauen Himmel wie an diesem Tag.

“Schau Hermann, das sind Bäume für dich!” Zitat: Angelika

Wenn die Sonne einem die Richtung zum Ziel zeigt, so ist der Weg ein wahrer Genuss. In unserem Fall führte dieser Weg zu einem wunderschönen Kapellele am “Gipfel” eines Hügels.

Auch wenn Papa sagt Vega sei manchmal so blind wie ein Maulwurf, so erkennt sie an diesem Tag “die große Gefahr” auf meilenweite Entfernung.

Wir wurden durch kurzes Alarm schlagen von Skitourengeher gewarnt und gerettet.
Der dritte Teil von diesem Freudentriathlon schließt mit einem Essen in einem traumhaften Lokal ab (aber darüber schreibt Papa noch mehr).
Wenn ich an all die verkleideten Menschenmengen denke und diesen Karneval mit einem so vollen Tag vergleiche, so gehöre ich sicher nicht zu diesen 15 Jährigen, die sich am Morgen schon auf den Faschingsumzug freuen.
Angefangen hat alles damit, dass ich ein paar Weinflaschen für das Blumenwasser aufgehoben habe. So habe ich es mir bei meinen Eltern ( bei uns ist der Papa der Blumenwasserchef) abgeschaut. Nach dem Regenwasser ist abgestandenes, wohltemperiertes Wasser das Beste für die Zimmerpflanzen.
Ja und dann gab es spezielle Essen, Besuche, Feiern, Feste, Urlaubsdomizile, Geschenke ….
Diese speziellen Flaschen habe ich dann immer aufgehoben und im Haus aufgestellt. Ab und zu, unnd dazu eignen sich Ferien ganz besonders, gilt es diese auch abzustauben. Bei jeder einzelnen fallen mir dann Erinnerungen und Geschichten ein.
Und dann glänzen sie, zumindest für ein paar Tage, wieder um die Wette.
Seit Hermann das Thema um die eingelegten Eier angegangen ist, werden allerlei Arten von Eier kochen ausprobiert und zur Perfektion gebracht. Eier sollen sich beim Kochen frei bewegen können, daher kocht er sie jetzt in der Pfanne. Für mich ist es fast ein meditativer Vorgang. Die verschiedenen Farben, Formen und Größen, wasserfreie Zonen, Blaselen, die aufsteigen und die Eier ins Schweben bringen….Am erfrischendsten, im wahrten Sinne des Wortes, ist aber der Moment, wenn Hermann plötzlich vor die Türe springt, um sie dann mit EISWASSER abzukühlen. Es gibt immer was zum schauen in unserer Küche!
Jede Veränderung, die Hühnerschar betreffend, bedeutet meist eine bauliche Veränderung.
Die Brutweiber sind im Schupfele untergebracht. Eine sogenannte Tageslichtlampe sorgt für Licht und Wärme. Für die kalten Tage war das auch ausreichend, aber jetzt, da es wärmer wird und die Sonne den ganzen Tag herrlich scheint, wollte ich den ausdauernden Mädels doch Frischluft und ein Erdbad in der Sonne ermöglichen.
Hermann ist nicht nur der Meisterkoch im Haus, er ist auch ein sehr geschickter Handwerker. Im Handumdrehen hat er einen Schutz gebaut, der passgenau in den Türrahmen gesteckt werden kann. Seitdem hört man hinter der Folie ein glucksendes Gurren, die Erde fliegt gerade so durch die Luft, wenn die brütenden Damen ihr Erdbad nehmen. Während der Brut gibt es ein tägliches Bad, um ja von allen Ungeziefern befreit, wieder auf die Eier zu sitzen. Wunder Natur!
Wir haben viel darüber gesprochen, was wir uns von einem Gasthaus wünschen, was wir nicht brauchen oder auch auf keinen Fall wollen. Es kommt dann das heraus, was Slow Food ist: es soll regionale Küche mit heimischen pflanzlichen und tierischen Produkten sein, möglichst lokal hergestellt. Und auch “Buono, pulito e giusto – gut, sauber und fair“.
Das Gasthaus Morent, das wir am Jahresende erstmals kennenlernten, will und kann das alles, und das auf Haubenniveau. Und in einem Rahmen, der Platz und Zeit lässt für’s Genießen ohne Getue, in einer freundlich-gemütlichen Umgebung. Die Gespräche über die Herkunft oder die Zubereitung der Gerichte vermitteln leichtfüßig die hohe Fachkenntnis des Wirts, der Genuss der servierten Speisen ist damit (und durch die perfekte Getränkebegleitung) schön eingebettet. Wie die Wirtin Timi eine derartige Vielfalt von Gerichten allesamt so perfekt im Alleingang zaubert soll ihr Geheimnis bleiben.
Dieses Mal – Eva war das erste Mal dabei – genossen die beiden Frauen das vegetarische Menü einmal mit Langos als Hauptgang, einmal (angebotenerweise weil aktuell) mit einem Saibling aus dem Heiterwangersee. Eva, als Tirolerin mit Kiachln großgezogen war glücklich, der Saibling war saftig, zart und von den paar aromatischen Gewürzen begleitet von feinstem Geschmack.
Ich wagte mich an die zweite Fleischvariante, verlockt durch die Beschreibung “Gegrillte selbstgemachte Salsiccia vom Hirschkalb und Bergschwein mit gebratenem Sauerkraut und Bratkartoffeln”. Was ich da serviert bekam, machte mich sprachlos (keine Zeit mehr zum Sprechen) – definitiv die besten Würste, die ich je gegessen habe: nicht grob, wie ich erwartet hatte, sondern ganz feines Fleisch, feinste Gewürze, herausschmeckbar auf jeden Fall fein scharfer Paprika, wahrscheinlich Koriander, Fenchel (eine Ahnung davon: so fein sind sie gewürzt), vielleicht Thymian? Auf jeden Fall: feinst gewürzte, mild scharfe Wurst, auf wunderbarem Sauerkraut und perfekten Bratkartoffel(che)n. Den Wein ließ ich mir fast blind empfehlen: der Shiraz harmonierte tatsächlich perfekt mit allen Zutaten! Ach!!
Die Nachspeise perfekter Fruchtgenuss, ein Espresso, der den Namen verdient und dann zufrieden heim – ein Tag wie ein Geburtstag!
ein herrlicher Tag heute. Manch herzlichen Lacher haben uns unsere gefiederten Mitbewohner entlockt. Ihr Tag war heute unter dem Motto: MAL SCHAUEN, WO ES WAS ZUM PICKEN GIBT? Der Unterschied zwischen Garten und Wohnraum war ob der Intensität der Sonne nicht mehr so klar erkennbar. Die Lust, die Freude, die Unbedarftheit und der Schalk war ihnen in jedem Schritt anzusehen. Das kann sehr ansteckend sein.
eines Antragsformulars… so oder so ähnlich lautet eine Liedzeile von Reinhard Mey. Das beschreibt die EUROPÄISCHE, im speziellen die österreisch/ italienische Art und Weise einer Namensänderung in Folge einer Heirat im Ausland. Wir sind bei Antrag 038 angelangt, sind im Moment auslandsreiseunfähig und warten auf unsere neuen Dokumente, die dann auch die gewünschten Namen zwecks Eheschliessung tragen sollten.
So ganz nebenbei könnte ich Seiten füllen über die Geschichten der hier abgebildeten PAPIERE.
Und: Hätte uns jemand erkannt??? Ja, lang, lang isch es her!!!!
Wenn der Tag gegangen und der Abend gekommen ist, in der Ruhe des großen Raums nur mehr Schnurren und entspanntes Atmen der Hunde zu hören ist: dann verdichtet sich das Erlebte zu manchmal kurz geschilderten Eindrücken, manchmal wird es lang und ausführlich. Wenn so vieles zusammenkommt und in der Erinnerung sich die Querverbindungen auftun; wenn das Wesentliche, warum das, was man schreiben möchte, überhaupt geschrieben werden kann (oder manchmal auch geschrieben werden muss) klar wird, weil die Wogen und Wellen des Alltags weiter und weiter weg sind: dann gesellt sich zum Schnurren und Atmen ein leises Klappern von Tasten, manchmal hört man ein Glucksen, manchmal ein Brummeln. Wenn dann alles geschrieben ist, dann ist Feierabend. Die Ernte ist in der Scheune. Ausatmen und Auslassen.
Wenn bei uns eine Suppe gekocht wird, dann nimmt Hermann meistens einen der großen Töpfe. Gerade in den Wintermonaten mögen wir am Abend, oder nach einem Schitag, oder einer Schitour gerne eine wärmende Suppe. Damit unsere Gefrierschränke nicht gleich randvoll sind, sind wir dazu übergegangen, die Suppen einzuwecken. Es hat sich recht bewährt und in arbeitsintensiven Zeiten sind wir recht froh, wenn wir auf eine abwechslungsreiche Kost zurückgreifen können. Und unerwarteten Gästen haben wir so immer etwas anzubieten.