Archiv des Autors: Angelika

Hausgemachte Orangenmarmelade aus Sizilien

Das Sonntagsfrühstück in unserer Unterkunft war derart ausgiebig, dass wir einen Teil mit nach Hause genommen haben. So verlängert das erste Frühstück in Tiroler Landen dann das Urlaubsgefühl. Und zu jedem dieser gehaltvollen Lebensmittel gibt es eine Geschichte:

Eine Freundin der Hausherrin, die in Sizilien lebt, dort alte Orangenbäume hegt und daraus diese köstliche Marmelade macht, die sie dann in die Nähe von Bergamo schickt, die dann dort den Gästen serviert wird und diese sie dann mit heim nehmen… Sie schmeckt nach Sonne, Natur, Liebe zum Leben und viel innerem Wissen.

Der – der Hl. Antonius – ist auch einer unserer ständigen Begleiter auf unseren Reisen. Diesmal Ton in Ton mit dem Rittersporn.

Über den Splügen

Der Iseosee liegt für Autobahnschnellirgendwohinkommer ungünstig. Aber er liegt herrlich, wenn man die Gegend und die Landschaft dieser wunderbaren Region erkunden will. Schon einige Male sind wir auf dem Weg Richtung Süden an der Abzweigung Splügen vorbei. Diesmal sind wir dieser Abzweigung gefolgt. Nach einer zweiten Rast in Chiavenna lag der krönende Abschluss dieser Heimreise vor uns. Kehre um Kehre- nein Spitzkehre um Spitzkehre windet sich die Strasse über 1000 Höhenmeter hinauf in diese einmalige Hochgebirgslandschaft. Die Hänge waren ein Meer an blühenden Almrosen. Das sind die Zeiten, in denen ich mit offenem Mund fahre- da komme ich aus dem Schauen und Staunen und SCHAU und MEIN GOTT nicht mehr heraus. Im wahrsten Sinne des Wortes ATEMBERAUBEND SCHÖN.

Eine Oase am Lago di Lecco

war unsere erste Rast auf der Heimreise. Ruhig und freundlich, ein Ort des Friedens und Raum für die Seele ist diese Abbazia, die am äußersten Ende einer Halbinsel liegt. Dass uns der Hl. Bernhard und der Hl. Benedikt an der Eingangspforte begrüßt haben war mehr als eine warme Erinnerung an den Jakobsweg und die Crete.

Floating piers

Ja, wo hat sich Herr Christo denn das mit den schwimmenden Strahlen wohl abgeschaut?

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Sarnico

heißt einer der Orte am Iseosee, dort wo der Oglio mündet. Sarnico bot eine der Möglichkeiten mit dem Schiff zu den orangegelben Stegen zu fahren. Abgesehen davon, dass bereits das Parken eine Prozedur war- war es nicht möglich Schiffskarten für einen späteren Zeitpunkt zu kaufen. Nur stundenlanges Anstehen war möglich. Das war uns das Gehen auf diesen Stegen nicht wert. Wir haben uns für das Eintauchen in die Atmosphäre entschieden und wie so oft ein Lokal so ganz nach meinem Geschmack gefunden. Dass dort neben dem Ambiente, der guten Musik, der freundlichen Bedienung auch noch ein gehaltvolles BIRRA ARTIGINALE angeboten wurde, machte die Zeit zu einem Genuss.

Heubett

Cipollino freut sich sehr, dass wir das Heu heuer anders trocknen müssen.

Abendstimmung

Wunder gibt es immer wieder

So lautet die erste Zeile von einem Lied. Luise und das Leben haben mich wieder einmal diese Wunder gelehrt. Es ist mir recht vorgestanden, mit ihr zum Tierarzt zu gehen, um die Fäden ziehen zu lassen. Der Reflex war immer noch deutlich erkennbar und die Folgen sehr bedrohlich.

In der Ordination werde ich sehr schnell eines Besseren belehrt. Ein Griff, ein Blick, ein Zupfer und der Faden, den Luise bereits geöffnet hatte, war in den versierten Händen unseres beherzten Tierarztes. Dass sie seitdem täglich in die Küche spaziert, um ihre Ration MEDIZIN zu holen, ist wohl selbstredend. So kluge und mutige Wesen, diese Hühner.

Holundersekt

Es ist wohl schon einige Jahre her, dass ich das letzte Mal ein Houlerkracherle angesetzt habe. Pfingsten 1999, in Europa war der Kosovokrieg das Thema. Heuer sind unsere beiden Houlerstauden derart voll, dass wir recht großzügig mit all den Blüten umgehen können. Es bleiben noch genug für dei Beeren übrig. Und wir haben zwei Tage Sonnenschein genützt, um dieses herrliche Getränk zum Reifen zu bringen.

Sommersonnenwende

Heuer war an DER Sommersonnenwende Vollmond. Krafttag und Kraftpaket des Lebens. Und dann kann es passieren, dass mein Tag damit beginnt, dass sich einer der Paragleiter am frühen Morgen dem abnehmenden Mond entlang zu Boden schraubt. Das verleiht dem Tag dann Leichtigkeit und einen Hauch von Freiheit.

Rittersporn und Rosen

Das sind zwei Blumen, die ich mag. Überhaupt in Kombination in einem Strauß. Allein ihre Namen passen gut zu diesem Haus, zu uns und zum Leben- so ist es.
Zugleich zeigen die Bilder die Wetterkapriolen der letzten Wochen an. Regenschauer und Hitze wechseln sich ab. Manchmal liegen alle Pflanzen klitschnass und sturmgebeutelt am Boden, dann strahlen sie wieder mit der Sonne um die Wette.

Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?

Diese Frage werden alle Klockereibesucher, die schon einmal mit uns bei schönem Wetter auf der Terrasse gegessen haben, sofort beantworten können: DIE JOSEFA

Sie erscheint bei jedem Essen und schwupp sitzt sie auf einer Schulter, um mitessen zu können. Ja mit dem draußen essen ist das zur Zeit eher eine seltene Angelegenheit, aber Gott sei Dank machen wir ja immer wieder einmal die Türen auf, um die herrliche Regenluft herein zu bitten. Und so kommt Josefa eben ins Haus, um mitzuessen. Es ist ein sogenanntes Bild für Götter wie zielstrebig und geschäftig sie in Richtung Tisch marschiert, kurz schaut, wer gerade “FREI” ist und schwupp sitzt sie auf einer Schulter oder auf einem Schoß.

Luise hingegen holen wir herein, um ihr ein kräftigenden Essen zu bereiten- zwecks der Rekonvaleszenz waret deis. Sie hat das schnell gelernt, auch sie weiß jetzt, was die offene Terrassentüre bedeutet.

Geteilte Freude

Ich kann mich gar nicht sattsehen an der Engelwurz. Bis ich alle Feinheiten dieser Heilpflanze entdeckt habe, vergeht oft eine ganze Weile. Vielleicht hat es ja doch etwas mit der Namensgleichheit zu tun. Obwohl in der Botanik wird sie Archangelika/Erzengel genannt. Diesbezüglich bestreite ich eine Ähnlichkeit. Wenn sich dann noch die Bienen in ihr tummeln, weiß ich nicht, wer gerade die größere Freude mit unserer Türwächterin hat.

Holunderblüte

Heuer ist es gar nicht so einfach, trockene Blüten vom Holunderstrauch zu holen. Regen, Regen, Regen,…
Trotzdem habe ich mit Hilfe des Windes die ersten Blüten zum Trocknen ausgelegen. Bevor aus diesen herrlichen Geschenken der Natur irgend etwas anderes gemacht wird, brauche ich die Gewissheit, dass ich GENUG Holunderblütentee für den langen Winter in den Gläsern habe.

Eine schöner als die andere

So langsam beginnen jetzt auch die anderen Rosenstöcke ihre Knospen zu öffnen. Selbst bei diesem GRAUINGRAUWETTER eine Farbenpracht.