Archiv des Autors: Angelika

In dem einzigen Lokal dort

Da, wo es auch die 4 Zimmer zum Übernachten gibt, kann man eine “Kleinigkeit” essen- so die Wirtin. Was halt der Garten und die Landwirtschaft so hergibt, hat sie gesagt und das alles mit ofenfrischem Fladenbrot. Ein Hochgenuss!

für Emma und Vega

ein Paradies, indem sie sich einmal so richtig austoben konnten- keine Autos, nur Weite und Wiesen.

Eingebettet ist dieser Ort

in eine riesige Bergkräuterwiese. Ich habe diesen würzigen Duft immer noch in meiner Nase.

Alte Fotos

erzählen die Geschichte dieses Ortes, das auch Tibet der Marken genannt wird. Vielleicht wurde es auch deshalb in seiner Geschichte von tibetischen Mönchen besucht und besungen.

Elcito

Lange und ausgiebig haben wir immer gefrühstückt und manchmal, wenn Floriano noch eine sonnenwarme Melone, frisch vom Feld auf den Tisch stellte, artete es schon zu einem pranzo- einem Mittagessen aus. Rita hat uns dann immer gefragt, was wir denn heute vorhaben, wo es denn hingehen sollte. Manchmal waren wir noch unschlüssig und erzählten von unseren Ideen. Ob wir schon in ELCITO waren, hat sie uns an diesem Tag gefragt. Nein, nicht einmal gehört oder gelesen hatten wir davon. Dort fährt sie immer hin und leistet sich eine Nacht im einzigen bed and breakfast( mit 4! Zimmern), wenn sie sich vom Weltenrummel erholen will. Es ist ein winziger Ort, an dem noch 8!! Menschen wohnen. Das war alles, was wir wussten, bevor wir uns auf den Weg dorthin machten. Ja und dann kamen wir aus dem Schauen und Staunen wieder einmal nicht heraus.

Urbino- Stadt der großen Denker und Künstler

Wer kennt sie nicht, die Raphael- Engel, die man in Dresden bewundern kann. Aber wer kennt seine Geburtsstadt, in der nur mehr ein einziges seiner Bilder zu sehen ist. Die Namensliste bedeutender Denker und Künstler, die in Urbino gewirkt haben, ist lang. Raphael Santi ist nur einer von ihnen. Zu verdanken hat das diese Stadt einem weiteren Menschen, den ich hier nicht unerwähnt lassen will: FEDERICO DA MONTEFELTRO, ein Mann von Welt.

Urbino- Weltkulturerbe im wahrsten Sinne des Wortes

Wegen seiner Architektur und seiner Kulturgeschichte ist Urbino zum Weltkulturerbe erklärt worden. Eine ganze Stadt, die im Stile der Renaissance erbaut wurde und bis heute erhalten ist. Beeindruckend. Ich komme aus dem Schauen und Staunen nicht mehr heraus. Urbino ist eine Studentenstadt, das sofort alleine anhand der Lokale zu erkennen ist. Wissenschaft wird bis heute groß geschrieben. Was mir sehr gefällt ist, dass obwohl diese Stadt mit einigen ihresgleichen in der Toskana mithalten kann, finden wir hier keine Menschenmassen, keine Anstehschlangen, keine Eintritte. Nur Schönheit für das Auge und Ruhe für die Seele.

Mare e Monti

so werden die Marken beschrieben. 200km trennen das Meer von den Bergen, dazwischen hunderte an Sonnenblumenfeldern. Der gesamten Küste entlang von Rimini bis Ancona gibt es Sandstrand- bis auf eine einzige Ausnahme, den Monte Conero, der sich wie eine Felszunge ins Meer schiebt. Ein Wanderparadies und Heimat eines guten Rotweines, inmitten einer Weißweinregion (Verdicchio!). Sirolo haben wir uns als Badeort ausgesucht. Ein reizender kleiner Ort mit netten Geschäften und zumindest einem herrlichen Fischlokal. Die Terrasse, die einen besonderen Ausblick über die Strände anzubieten hat, haben wir uns für unser Mittagessen ausgesucht. Danach sind wir einen bewaldeten Weg in Richtung Meer gegangen. Ich mit den Hunden im Strandcafe, Hermann und Eva im Meer. Danach Wechsel. Schön wars.

Die sibillinischen Berge Teil 1

Bei einem Glas Rotwein aus dem Burgenland sitze ich in unserem Garten. Einem Paradies, das über diese drei Wochen einen wahren Reichtum an Früchten gedeihen hat lassen. Einer Oase, in der alle wohlauf sind.
Ich sitze da und weiß nicht, wo ich anfangen und wo ich aufhören soll. Drei lebenssatte Wochen liegen hinter uns. Drei Wochen ohne Vernetzung( W-Lan) zur Außenwelt. Herrlich. Meinen ersten Beitrag will ich unserem Volvo widmen, der uns nach 4500km wieder sicher nach Hause gebracht hat. Ohne Hermann als Kapitän dieses schwedischen Schiffes undenkbar. Beim Aussuchen der Fotos halte ich ganz kurz inne. 19km waren wir von dem Ort entfernt, der durch das gestrige/ heutige Erdbeben besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ich halte inne für die Verstorbenen und die Hinterbliebenen. Und ich bedanke mich für den richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.

Monte Sibillini Teil 2

Von dieser Region habe ich im Studium gehört, wurde im letzten Urlaub in Umbrien wieder daran erinnert und letztendlich hat Niklas mit seinen Paragleitervideos dazu beigetragen, dass sich die Sibillinischen Berge in meinem Gedächtnis verankert haben. Rita hat uns dann noch geraten, bald dorthin zu fahren, weil noch einige Felder in voller Blüte sind.
Gesagt, getan. Unser zweiter Urlaubstag führte uns über hunderte Kurven und immer enger werdenden Straßen in diesen Nationalpark. Als wir die Anhöhe der letzten Passstraßen erreichen und diese Hochebene, die GRANDE PIANO erblicken, wird es ganz still im Auto. Die Augen werden unvorbereitet feucht und Staunen macht sich breit. Mein Gott, wie schön ist diese Welt…
Ein Meer an blühenden Felder macht sich vor uns breit. Mohnrot und kornblumenblau.

Castelluccio in den Sibillinischen Bergen Teil 3

Castelluccio, die Linsenhochburg der Marken und so ganz nebenbei Gleitschirmfliegerparadies, ist ein kleiner Ort, der sich wie eine Festung über die Hochebene erhebt. Ja genau, wegen meiner Liebe zu Linsen sind wir dorthin gefahren und wurden nicht enttäuscht. Sogar meine heißgeliebte Roveja, die Urlinse habe ich nach zweijähriger, erfolgloser Suche dort wieder entdeckt- und gleich den gesamten Vorrat dieser Verkaufsstelle mit nach Hause genommen. Wie im Himmel war dieses Linsenparadies für mich.

Dietro le Quinte

war der perfekte Ort für unser erstes Abendessen. Ein herrlicher Gastgarten über den Hügeln der Marken. Hervorragendes und unübliches Essen und eine freundliche Bedienung haben unseren ersten Urlaubstag zu einem Erlebnis gemacht.

La Storia

Die Geschichte war die Begleiterin des ersten Tages. Da wir einen langen Anreisetag hinter uns hatten, haben wir uns für den ersten Tag einen der näheren Orte für einen Besuch ausgewählt.
Jesi- und damit waren wir mitten in der europäischen Geschichte. Friedrich II wurde hier geboren. Ein deutscher Kaiser, der mitten in den Marken zur Welt gebracht wurde. Und nicht nur mitten in den Marken, sondern mitten am Marktplatz, um aller Welt zu beweisen, dass die für damalige Verhältnisse schon betagte Mutter(42 Jahre), einen Stammhalter geboren hat.

So lässt es sich aushalten

Ruhe, Ruhe und noch einmal Ruhe- oder um es in der Landessprache zu benennen:TRANQUILLO.

Unser Volvo

Hat uns wieder einmal Richtung Süden gebracht. Dieses Mal haben wir uns die Marken ausgesucht und auch dieses Mal sind wir in einem Agriturismo ganz nach unserem Geschmack untergebracht. Sehr ruhig mit herzlichen Menschen und einer wunderbaren Köchin namens Rita. Wir sind angekommen.