Schwammerltopf

Ähnlich wie einen Rumtopf kann man auch einen Schwammerltopf machen. Wir probieren das heuer aus. Was alles dazu gebraucht wird, kann man auf einem der Fotos sehen. Wer verschiedene Schwammerlsorten hat, beginnt mit der dunkelsten Art und schichtet dann der Farbe nach nach oben. Den Sud unbedingt aufbewahren. Zum ersten für weitere Schwammerln zum kochen. Zum Zweiten hat die Essenz einen Pilzgeschmack und eignet sich somit auch zum Würzen diverser Speisen.

Spionage? Nein! Doch!!

Im Schulunterricht (ich weiß: das Sch***-Wort ist in den Ferien eigentlich verboten) gibt’s die Tradition des Erarbeitens, was bedeutet, dass irgendetwas dargeboten wird, was 1000e verschiedene Besonderheiten aufweist und Hinweis auf weiß Gott was sein könnte, gemeinsam mit der Frage: „Was fällt euch daran auf?“. Jetzt für alle zum Mittun (nicht weiterlesen, zuerst selbst Nachdenken!): Was fällt euch an den Bildern auf?
Der zweite Schritt der Methode besteht darin, die völlig sinnfreien Antworten über die Anzahl der kleinen Löffel etwa auszusortieren und die wachsende Ratlosigkeit mit der richtigen Lösung zu beenden.
Nun, zuallererst sehen wir auf den Bildern unser herrliches heutiges Sonntagsfrühstück, das eine Vielzahl von Hochzeitsfestgeschenken enthält. Und wenn wir genauer hinsehen, fällt uns auf:
1. Da sind keine ganz orthodoxen Vegetarier am Tisch, auch keine Orthorektiker (geig, geig) sondern flexible Genießer, die beispielsweise bei einer Einladung, bei einem Geschenk, bei einer Reise in fremde Länder selbstverständlich auch Ausnahmen machen. Und was für Ausnahmen! Ein herrlicher Parmaschinken von unseren „Mailändern“ (den dazupassenden Prosecco haben sie auch gleich mitgebracht). Jetzt gäbe sogar dafür einen Namen, aber der klingt eher bescheuert: Flexitarier! Es lebe das Leben und alle seine Genüsse!
2. Da gibt’s eine eigenartige Grafik, die (eh nur zur Ablenkung) Säulendiagramme enthält und eine sonderbare Statistik: „United States“ 32 Zugriffe (nur am gestrigen Tag) – nur 21 aus Österreich. Das kann nur eines heißen: die NSA ist hinter uns und unseren Kochrezepten her! Unglaublich! Wirtschaftsspionage. Und die Deutschen halten still, denn die haben auch ein bissl was davon. Geduld, es wird gleich aufgeklärt!
3. Da liegen die feinen weißen Kohlrabistreifen, jeder Leser unseres Blogs weiß, dass es sich um fermentierten Kohlrabi handelt, den ich schon Anfang Juli eingelegt habe und der auch schon bei Einladungen herrlich geschmeckt hat. Und?
Und jetzt – Wochen später kredenzt plötzlich die Zeit das Rezept Kohlrabi á la Sternekoch und präsentiert darin, als ob das was ganz Neues wäre – genau: fermentierten Kohlrabi! Braucht’s noch mehr Beweise? Ich glaube nicht: Kohlrabispionage durch die NSA und Weitergabe an die Verbündeten – ein wohlschmeckender Skandal!

Kräuterstrauß

Als Abschluss des heutigen Tages habe ich mich noch auf die Suche nach den entsprechenden Kräutern des heurigen Kräuterstraußes gemacht. Einen habe ich auf den Gartentisch aufgestellt. Alle Hennen mußten davon kosten. Von der Königskerze ist nicht mehr viel übrig geblieben.Auch sie wissen um die Kraft der Heilkräuter. Unseren gibt es erst morgen zu MARIA HIMMELFAHRT.

Wachstum

Die Stachelgurke hat jetzt nicht nur den Kamin völlig überwuchert, auch der beigestellte Stangger ist nur mehr zum Teil sichtbar. Die Bohnen haben sich im runden Hochbeet jeden nur erdenklichen Spalt genommen um zu wachsen und zu ranken. Wenn das so weitergeht braucht das Hochbeet eine Bauchbinde, sonst fällt es auseinander. Das schaut nach reicher Ernte aus. Ich habe schon einige Rezepte herausgeholt, um ein paar Varianten zu probieren.

Schepsen

Gestern wurde die Stiege ausgeschalt und alles schön verputzt. JETZT SIND ENDLICH ALLE STAFFEL GLEICH HOCH!!! Emma wartet ganz geduldig, bis sie endlich wieder nach oben gehen kann. Heute Vormittag war es meine Aufgabe alle Verputzreste zu entfernen und zu glätten ( = schepsen). Hermann hat begonnen die Holzbretter zu legen. Es wird!

Jäten und ernten

Den heutigen regenfreien Tag habe ich genützt um die Erdäpfelbeete zu jäten. Dabei passiert es mir immer wieder, dass einige von Ihnen unbedingt schon ans Tageslicht wollen. Schön und groß schauen sie aus, sogar ein Herz wollte uns wachsen. Erdige Schölfeler zum Abendessen waren das Ergebnis!!!!! Herrlich!!!! Herz, was brauchst du mehr.

Ein Drittel des Mohns habe ich auch schon abgeerntet und es sieht ganz so aus, als ob sich ein Kuchenrezept mit Mohn ausgeht. Bin schon sehr gespannt!!!!!!

Schmeichler und Streichler

Es war Seelestreicheln, am Strand entlang zu gehen und nach all den, vom Wasser umspülten Wunderwerken der Natur, zu suchen. Einige davon habe ich mitgenommen. Ich mag diese uralten Werke unseres Planeten. Es gibt wohl keinen Ort, an dem ich war, von dem ich nicht zumindest einen Stein mitgenommen habe. Sie sind Schmeichler auf der Haut und in der Hand, sie beleben meine Fußsohlen und sie erfreuen mit ihren Mustern mein Auge. Und mit ihren Geschichten mein Herz.
Heut habe ich wieder einige zur HAND genommen und sie aufgelegt- wie Ketten und Ohrringe. Jetzt fehlt mir nur noch der Könner oder die Könnerin, die daraus auch so etwas machen kann.
Noch liegen sie am Tisch und bringen mir die Erinnerung der Meeresbrandung und der Luft, die nach Salz riecht wieder. Seelenstreichler und Seelenschmeichler sind sie!!!!!

 

Alberta trifft Klockerei und Alberta

Alberta hat endlich eine Möglichkeit gefunden, zu uns zu kommen und die Klockerei, die sie aus vielen Blogbeiträgen kennt, zu besuchen.
Sie hat uns gleich ein tolles Mitbringsel mitgebracht, eine Lienz-Rose, die nun auf dem Grab unseres ersten Hennenpaars Salvatore und Berta einen würdigen Platz gefunden hat. Dieser Platz ist auch aus der Küche beim Kochen immer einsehbar.
Wir haben die Henne, die wir vom Ander mit den drei Küken bekommen haben, ihr zu Ehren Alberta genannt und auch die beiden trafen aufeinander. Als Alberta (die große) schon weg war, setzte sich Alberta (die kleine) neben die Rose, um gut auf sie aufzupassen!
Ein tolles Team – herzliche Grüße!

Mohnnudeln

Eva hat sich an die Mohnnudeln, die sie im Waldviertel oft gegessen hat, erinnert. Kurzerhand hat sie die letzten Erpfi zu einem Teig verarbeitet und zum Kaffee dann Mohnnudeln mit Waldviertler Mohn serviert. MA, WOREN DEI GUAT!!!!!!!!!!

Speziell

Es passiert uns immer wieder, dass wir in unserer Hühnerschar ganz besondere Exemplare haben. Sie entwickeln Fähigkeiten und Eigenheiten, die uns immer wieder erfreuen und unterhalten.

So wie die ausgewählten Schlafplätze von Ander, Frieda und Franzl. Im Heuschober, im hintersten Eck.

Frieda wird, nachdem sie meine Schmusestunde überlebt hat ( beim Fangen schreien sie immer um ihr Leben) immer zutraulicher. Sie war der Meinung, dass der Kakao vom Sonntagsfrühstück nicht nur für die Eva sein kann.
Oder Lisl, die anfangs sehr schüchterne Zwergcochin, die, wann immer die Türe offen ist, eine Runde durch die Küche geht, und alle Brösel aufpickt.

Wer findet, der putzt

Schon seit der letzten Woche hat Eva immer wieder vorgeschlagen: Pilze suchen! Das Wetter hat uns immer wieder einen Streich gespielt (und eh nicht wirklich auf gutes Wachsen hoffen lassen) aber am Samstag war es dann soweit: früh raus (es war Regen für Nachmittag angesagt, gekommen ist er um 12!) und rauf auf den ****berg und schon unter dem ersten Baum: ein kleiner Steinpilz, dann zwei große und dann noch einer! Sehr ermutigt gingen wir weiter und es wechselte: als wir keine Steinpilze mehr fanden (mit 19 kann man eh zufrieden sein) waren es die herrlichen Nester von Eierschwammerln, die geerntet werden wollten.
Zuhause angekommen war Putzen angesagt und dann die angenehmste Frage: was nun kochen?

Versuchung

Da ich bis zur nächsten Ernte ( Tomaten, Gurken,Bohnen….) noch genug Zeit habe und ich der Versuchung nicht widerstehen kann, habe ich den Senf abgeerntet und in einen Papiersack zum Trocknen gegeben. Ich hoffe die Körner fallen dann einfach raus und ich muß nicht jede Schote einzeln auslösen.Das wird dann eher ein Adventskalender, denn dazu brauche ich mindestens 24 Tage.

In Papier gebratene Steinpilze mit Pommes & Rosmarindip

heißt das Rezept aus dem Frisch Gekocht, das wir immer wieder gerne verwenden. Wenn ich nun herumgscheiteln wollt, würd ich sagen, das kenn ich doch vom Ottolenghi („Genussvoll vegetarisch, S. 60), dort heißt’s Waldpilze im Pergamentsäckchen, aber diese Variante hat einfachere Zutaten und ist in der Kombination mit den Pommes schon sehr, sehr schmatzig. Drei Änderungen zum Original, daher hier das Rezept so, wie wir’s gemacht haben:

Für drei Personen:
Gewürze: 4 Rosmarinzweige, 4 Knoblauchzehen, 3 Thymianzweige, 3*3 Salbeiblätter, 1 TL Paprika edelsüß
„Dip“ (=Mayonnaise mit Sauerrahm und Gewürzen): 100 ml Olivenöl, 120 ml SonnenblumenÖl, 2 TL Senf, 2 Eidotter, 1 EL Sauerrahm, 1 Rosmarinzweig gehackt, 1 Knoblauchzehe gepresst, Salz; kaltstellen
„Pommes“ (bei uns: nicht frittiert): 3/4 kg Kartoffeln, in 1 cm dicke Stäbchen geschnitten, 5 Minuten in Salzwasser gekocht, mit Salz und Paprika gewürzt und bei 200° im Backofen gebacken – bis Pilze fertig sind!
Pilze: stückeln oder in Scheiben schneiden, je 1 Zweig Rosmarin/Thymian/Salbei und angedrückte Knoblauchzehe obendrauf, etwas Olivenöl und Weißwein dazu und in Packpapier (Breite quadratisch) fest einpacken und oben zudrehen. 20’ ins Backrohr.

Dann gemeinsam servieren – allein das Öffnen ist ein Fest! Natürlich sind die Pilze dann nicht gebraten sondern im eigenen Saft gedünstet (en papillote – jetzt hab ich’s schon wieder getan!), aber herrlich aromatisch und saftig und ergänzen die satte Beilage perfekt! Dazu trockensten Weißwein, wir hatten einen Orvieto Classico (Danke! – ein Hochzeitsfestgeschenk!).

PS: die Kartoffelmenge war zwar “genug”, aber es hätt locker noch 1/4 kg mehr sein können!

Trotzdem

bohren, hämmern, stauben und Dreck lassen sich die Stockrosen- oder Bauernrosen, wie sie auch genannt werden- nicht aus ihren Spielereien mit der Sonne bringen.

Des Rätsels Lösung

Wir haben eine Baustelle!
Das Haus wird VOLLENDET!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Die Stiege wurde neu betoniert- nicht alles ist dem Baumeister gelungen. Jetzt haben wir eine Stiege, die ihren Namen verdient.
Wenn sie fertig ist, sind alle Baustellenansichten im Haus verschwunden- und es ist FERTIG!!! Innen zumindest.
GUT DING BRAUCHT WEIL! So sagt es eine alte Redewendung.