Erdlager

Unsere Hochbeete bieten ein Klima, dass wir das restliche Wurzelgemüse überwintern können. Nebenbei bietet es uns noch einiges an Salat und Frischgemüse an. Herrlich!

Der Kreislauf und die Wechselwirtschaft

gehören zu den aufwändigen Arbeiten im Garten. Gut bedacht und eingeteilt ist die Versorgung unserer Kompostbehälter. Sechs Stück an der Zahl werden bewirtschaftet.

Jede Schichtung überlegt und die dafür notwendigen Arbeiten, wie mähen, sicheln, misten, Rückschnitt gut eingeteilt. Ein Hochbeet brauchen wir immer als Winterlager für das Wurzelgemüse und so waren die letzten Wochen eine zeitaufwändige Schaufelei für Hermann. Lockern, Engerlinge verfüttern, halbieren, Grobschnitt vorbereiten, Kompost umschaufeln, mit der vorhandenen Erde vermischen- bei jeder Hochbeethälfte. Jetzt sind zwei Hochbeete gefüllt mit braunem GOLD.

Die restlichen Behälter mit altem Kompost, Mist und Grasschnitt werkeln schon wieder, um daraus das regenwurmdurchzogene Gold zu produzieren. Heuer haben wir das erste Mal keine Erde zukaufen müssen, obwohl wir pro Hochbeet drei Kubikmeter Füllung brauchen. SUPER!!

Μακαρούνες Καρπάθου

Schon lange liegen die Nudeln aus Olympos auf Karpathos in unserem Depot und immer wieder erinnern wir uns gerne an diesen herrlichen Urlaub und das Essen dort. Die Stimmung dort war magisch, das Essen herzhaft und bodenständig. Also hab ich mich auf die Suche gemacht und bald mehrere Vorschläge gefunden – entschieden haben wir uns für den einfachsten. Zwiebeln, dünn geschnitten (ich hab die Schneidemaschine verwendet) – zwei große reichen gerade für drei, besser mehr! – langsam auf kleiner Flamme in Olivenöl goldbraun rösten. Über die frisch gekochten Nudeln geben (das waren übrigens Vollwertnudeln, die hier die einzig richtige Wahl sind) und mit geriebenem Schaf-hartkäse bestreuen. Unglaublich, dass diese einfache Kombination so gut sein kann. Sensationell!

Wenn der Sonntag

zum Verweilen einlädt.

Fermentierte Quitten

Wir sind jedes Jahr noch glücklicher mit unserem Quittenbaum: er ist ein so schöner Baum und er trägt jedes Jahr noch größere, schönere Früchte. Seit letztem Jahr schon angedacht haben wir’s heuer endlich geschafft: der erste Versuch eines Quittenmets! Die Idee stammt von da, gerade sind 2 kg Quitten, 2 l Wasser mit etwa 1/3 l Honig (der herrliche vom Ferenc!) im Gärtopf gelandet, nun muss sich was tun (*): zuerst, offen, einige Tage gären, bis es schäumt (dabei dreimal täglich durchrühren), dann abseihen und in Flaschen füllen, kühlen – den sollte man so bereits genießen können. Oder fertiggären, wie steht in der Quelle, wir werden wohl die Hälfte gleich genießen und den Rest weitergären lassen.

(*) Ab hier ist das nur eine Aussicht – wir werden sehen und ich werde berichten!

Risotto mit Karotten

Bei unserem letzten Besuch in Abbiategrasso haben wir wieder in der L’aia gewohnt. Unser Wirt, Max, ist mit uns Reis kaufen gefahren, und jetzt, endlich, kamen wir dazu, das erste Risotto damit zu kochen. Wir hatten damals zwei Säcke Carnaroli und, auf besondere Empfehlung von Max, einen Sack Roma gekauft (jeweils 5kg). Der Carnaroli war zufällig der erste geöffnet und so haben wir ihn heute zu einem Risotto mit Karotten verkocht – da wir gerade die letzten frischen Karotten aus unserem Hochbeet ernten: das sind fast alle diese ganz besondern mit violetter Schale, die wir von Gabi zu Weihnachten bekommen haben.

Das Rezept – wie so oft aus dem „Risotti für zwei“, ist fast Grundrezept (für zwei Personen natürlich): je 2 EL Butter und Olivenöl erhitzen, 1 Zwiebel glasig rösten und Karotten (gleich viel wie Reis – nämlich je Person 90g) gewürfelt anschwitzen, dann mit Gemüsebrühe (etwa 1l, vorher erhitzen!) schöpferweise aufgießen und Rühren, Rühren, Rühren. Am Ende mit Petersilie abschmecken, etwas Hartkäse zugeben und mit geeister Butter binden – dann rasten lassen – nicht mehr aufkochen!

Der Reis war wunderbar cremig, vom Karottengeschmack und, wie man sieht auch von der Farbe, durchdrungen. Perfekt! Ein Salat gehört unbedingt dazu, für uns war es ein einfacher grüner mit ein paar Tomatenstücken.

Wenn Wünsche und Träume

wahr werden. Wir haben neue Nachbarn. Zumindest für die nächsten paar Tage oder Wochen, solange es noch so schön ist. Jetzt wird es wohl des öfteren passieren, dass mich Hermann von der Nachbarin holen muß, weil ich auf einen Ratscher bin.

So langsam

haben wir alle notwendigen Gartenarbeiten getan und alle baulichen Veränderungen erledigt.

Jetzt ist es an der Zeit, meine Adventbegleiter hervorzuholen.

Und meine Erdäpfelkrippe warten schon sehr gespannt auf ihre Zeit.

Gut angewachsen

ist er, der Mispelstrauch. Wie die Apfelbeere, die ich im gleichen Jahr gesetzt habe, hat er heuer das erste Mal geblüht und Früchte getragen. Das ist unsere erste Mispelernte. Die ersten Früchte habe ich, da ich der Meinung war, die sind faul geworden, ins Gras gelegt. Als ich dann sah, wie blitzschnell die Hennen die Früchte leer gepickt hatten, war ich mir nicht mehr sicher. Und siehe da, eine Nachschau hat ergeben, die gehören so. Jetzt überlege ich mir noch, welche Köstlichkeit ich davon zubereiten werde.

Wie heißt es so schön:

Die späten Rosen sind die schönsten. Ich kann mich da nicht festlegen, ich freue mich vom Frühjahr bis zum Herbst an ihnen. Aber jetzt, Mitte November sind die schon ganz besondere Farbtupfer im Garten.

In den Pausen

Zwischen schneiden, zerkleinern, Kompost umschöpfen, Kompost anlegen, Stöcke versetzen, sensen und sicheln geht sich immer eine Pause aus, um mich am Verfärben und am Verändern der Sträucher und der Bäume zu erfreuen.

Wo bleiben die Spielkarten?

und außerdem brauchen wir noch zwei Stühle, sonst geht sich der Viererwatter nie aus.

Naturzaun

Das Wort Zaun ist gerade in aller Munde und teilt die Gemüter, je nach Sicht der Dinge. Oder je nach Sicht der Menschen. Unseren Zaun, der INNERHALB unseres Gartens zu finden ist, mag ich sehr. Er verstellt die Sicht auf die Kompostanlagen, die zum Teil in schiachem Plastikgrün sind.

Und er ist gewachsen im Laufe dieser Tage und Wochen, da wir den Garten für seine Ruhezeit bereit machen. Jede Schicht erzählt vom Frühjahr und vom Sommer. Die Hennen picken noch die letzten Reste raus und über den Winter wird er sich verändern und verwandeln, bis wir ihn dann wieder neu bestücken. Ein Zaun, der erinnert und erzählt. Von Gurken, Brombeeren, Weinblättern und Sonnenblumen. Drum mag ich ihn, unseren Zaun.

oder an Luise

Sie ist unsere weise, alte Dame in der Frauenrunde.

Oder am satten Grün des Rasens.

oder an den Wolkenschleiern und dem Halo.

Staunen nur kann ich und staunend mich freuen….

oder an Vega