nützte die Dämmerung um ganz schnell auf die rote Hollerstaude zu fliegen

um dort nach Herzenslust Beeren zu schnabulieren-

bis der Schnabel ganz rot war!

So klein und schon so frech.

Wenn wir im Garten sind, muss Bagheera immer länger warten, bis er sich der Kuschelrunde hingeben kann. Keiner meiner Kater konnte derart hingebungsvoll schlafen.
Gestern war Gartentag

Alle Stängel und Äste haben wir sortiert, entlaubt und in einer entsprechenden Höhe abgeschnitten. Bisher habe ich sie im nächsten Jahr immer als Pflanzenstäbe verwendet.Aber heuer werden wir, angeregt durch die Weidenhochbeete im Bajuwarengehöft in Mattsee unser Restl-rund-hochbeet flechten. Ich in schon sehr gespannt auf das Ergebnis.

Die restlichen Blüten schmücken unseren Tisch oder den Unterstand der Hennen, was besonders Antonius erfreut- der mag Mohnsamen. Vielleicht ist er deswegen immer so gut gelaunt?

Und Trude holt aus den unreifen Weizenähren die Keimlinge raus. Ein Leckerbissen.

Sonnenliebhaber
Wenn die Sonne scheint und dazu noch warme Temperaturen kommen,

dann haben wir immer eine glückliche und sehr fröhliche Hühnerschar um uns.

Mizzi,Erna, Hilde und Rosa bevorzugen die warmen Steine im windgeschützten Hausschatten.

Luise und Hannerl lieben den Unterstand.

Tau zeigt ihre Schönheit in der Höhe und Haiderl erfreut sich immer noch an einem Erdbad mit ihren Küken.

Lebensfreude PUR!
Salbei – Marcella Hazan

haben wir noch stehen lassen seit dem Schnee-Einbruch vor zwei Wochen. Und heute hab ich wieder geerntet, weil der “dampfende Teller Nudeln” nun endlich angesagt war. Salbei in Butter ist immer ein sicherer Tip, aber ein kurzes Suchen hat mich dann auf ein Rezept gebracht, das eine Variante des Grundrezepts in meinem geliebten “Die klassische italienische Küche” (Essentials of Classic Italian Cooking) ist: eine Zwiebelsauce (sehr speziell zubereitet), statt mit Petersil als Grünem mit Salbei. Kein Vergleich!
Spaghetti mit Zwiebeln und Salbei (nach den genannten und mir)
Die Besonderheit ist, dass die Zwiebeln (600g = 4 mittlere Zwiebeln) in sehr dünne Scheiben geschnitten EINE STUNDE bei schwacher Hitze in Butter/Olivenöl (jeweils 2 EL) sanftest gegart werden. Erst dann werden sie dunkelgoldgelb geröstet und mit Weißwein (1/8) aufgegossen, eine Hand voll Salbei geschnitten dabei dazu. Mit viel Pfeffer und Salz abschmecken. Die gegarten Spaghetti (wir haben die Linguine aus unserem Einkauf gegessen) mit etwas Kochwasser dazu und am Ende eine Hand voll in Butter knusprig geröstete Salbeiblätter gemeinsam mit dem Parmesan drüber. Mmmmmmmmmh!
Dazu haben wir den “Le Conce” getrunken, den ich schon früher beschrieben hab. Aaaaaaaah!
(Das ist mir beim MPreis schon öfter passiert, dass mein Probierflascherl (2009) ein anderer Jahrgang war als der, den ich dann eine Woche später beschlossen hab zu kaufen (das war dann ein 2011er), in diesem Fall sicher nicht zum Nachteil).
PS: Marcella Hazan, die “Julia Child of Italian Cooking” (Huffington Post), ist vor drei Wochen, am 29. September mit 89 Jahren gestorben. Ich hab ihr Kochbuch seit Jahrzehnten (so alt bin ich schon), und es ist immer die erste Anlaufstelle geblieben.
PPS: Im ersten Link ganz oben, dem Nachruf des New Yorker, schreibt der Autor (!), dass er durch das Rezept für Tomatensauce mit Zwiebeln und Butter, sein erstes, das er probiert hat (“her gift to the beginner Italian cook”), überzeugt wurde: “She made it all seem so easy”. Dieses Rezept ist seit Jahren unser Hausrezept, die am öftesten aufgeschlagene Seite, die roten Flecken an den Seiten stammen vom Blubbern dieser göttlichen Sauce…
PPPS: Wolfram Siebeck hat sich in der Zeit über ihr Kochbuch so geäußert: “Man muss nur die drei Seiten lesen, die die Autorin den Tomaten widmet, um zu wissen, dass sie Tacheles redet und ihren Lesern nichts vormacht. Ihre sachliche und anschauliche Art prägt all ihre Rezepte, welche dadurch auf beglückende Weise nachkochbar sind”.
PPPPS: Über Julia Child hab ich auch noch nie geschrieben, die Winterbrache-Liste bekommt schon wieder einen Eintrag.
Es herbstelet
In der Früh ist es jetzt so lange dunkel, dass wir die Hennen noch in der Dämmerung rauslassen.Umso mehr koste ich mich beim Frühstück durch die Marmeladenvielfalt, die wir geschenkt bekommen haben.

Und um halb sechs Uhr abends gehen unsere Gluckser, Putter, Fipser, Gurrer, Kräher und Krächzer wieder schlafen. Für mich die Zeit noch eine Gartenrunde zu machen. Die Merlotrebe schafft es, auszureifen. Für einen eigenen Wein werden wir wohl noch ein paar Jahre warten müssen, aber fürs Naschen reichts!

Der Wintereinbruch vor zwei Wochen hat die Bäume erschreckt. Seither beeilen sie sich , ihre Blätter loszuwerden.Innerhalb weniger Tage waren manche von ihnen leer. Einige zeigen noch ihre ganze Farbenpracht.

Endlich werden die Strickereien wieder ausgepackt. Meine Wollrestleverwertung:
STULPEN !
An den Knöcheln oder am Knie getragen- wo mir gerade kalt ist!
Noch sorgt der Südföhn zwar für Rekordtemperaturen (Reutte ist ob seiner beinahe “Tropennächte” in den Nachrichten!!!!!),aber die Kälte ist noch jedes Jahr gekommen.

Rote Eiser und Korkenzieher
Erinnerungen an feine Begegnungen und unsere Reise nach Mattsee machen unseren Hof wieder reicher, vielfältiger und bunter.

Wir sind viel Landstraße gefahren. Ich mag diese Hetzerei auf der Autobahn nicht mehr. Man sieht nichts von der Landschaft und kann sich nicht einfach irgendwo reinfallen lassen. Entlang der gesamten Route haben Bauern ihre Kürbisse, Artischocken und Blumen angeboten. Bei den Winteräpfeln und den Birnen konnte ich nicht mehr widerstehen. Wenn ich an die Äpfelkiachl und den Äpfelschmarren vom Hermann denke…also rechts raus, aussuchen, Münzen einwerfen und mit nach Hause nehmen. Und heute gleich ausprobieren!

Rosa und Martin haben uns mit einem herrlichen Geschenkskorb überrascht. Darin auch drei verschiedene Kaffeesorten (Harrar, Nicaragua und Selektion Nummer vier) aus der Salzburger Rösterei 220°. Jetzt schauen wir uns gerade nach einer Kaffeemühle um, damit wir diesen Genuss kultivieren können.

Und Johanna hat uns beim Abschied noch Zweige ihrer Weide mitgegeben. Die werde ich beim Hennenstall einpflanzen. Wo denn sonst? All diese Gaben werden uns noch sehr lange an diese feine Zeit erinnern!!
Botschafter der Herzen
waren uns in diesen Tagen Vega und Emma.Der letzte gemeinsame Urlaub liegt schon einige Jahre zurück. Umso überraschender war es für uns, wie unkompliziert und selbstverständlich sie alle und alles behandelt haben.
Emma im Schlosscafe.
Romeo hat sich liebevoll um Vega bemüht und hat seinem Namen alle Ehre gemacht.
Am Wartstein bei der Morgenwanderung am Sonntag.
Vega gefällt es, umworben zu werden!
Die Mädels beim anschließenden Bad im See!
Besondere Beziehungen
Mattsee hat einiges zu bieten, darunter einige Besonderheiten, zu denen wir eine Beziehung pflegen.

Das ist Elvis, einer unserer Hähne aus der ersten großen Brut. Er ist jetzt Herr über seine Schar und seit kurzem stolzer Vater von 9 Küken im ALTERSHEIM in Mattsee.
Hühner und Hasen teilen sich ein paradiesisches Abenteuergehege. Liebevoll und mit sehr viel Herz hat Johanna dort einen “BALSAM-FÜR-DIE-SEELE-ORT” für ALT und JUNG, für MENSCH und TIER eingerichtet.
Die Küken und ihre Mamis.
Nach all den Berichten und Erzählungen via Mail, war es ein ganz besonderer Moment, “DAS ALTERSHEIM, DAS AUCH HASEN UND HENNEN HAT” zu erleben.
Ich wünsche mir viele Nachahmer dieser herzerwärmenden und lebensversprühenden Idee!!!!!!
Eine Seenlandschaft
Mattsee, am gleichnamigen See, hat noch zwei weitere Seen dabei, den Grabensee und den Obertrumer See – auf ihn blicken wir im Bild unten – vom Buchberg aus (dazu später!). Dass von dort das Trumer Bier kommt, weiß ich erst jetzt, obwohl ich ja durch unseren Wohnort, dem Wolf-Dietrich-Weg, sanft darauf hingewiesen wurde: ebender, Erzbischof, hat 1601 die Braugerechtsamkeit in Obertrum bewilligt: ein gutes Werk!
Hier blicken wir Richtung Heimat.

Der See prägt den ganzen Ort, und ist natürlich auch zum Genießen da!

Unterhalb des Schlossbergs, auf dem Weg zur Weyerbucht. Das Schlosscafé haben wir am Samstag, unserem ersten Tag besucht und am Sonntag, kurz vor der Abreise. Herrliches Essen, herrliche Lage, ein einziger Genuss!

Tassilo, bayrischer Herzog, um 741 geboren, gründete im 8. Jahrhundert 18 Klöster, als erstes, 760, Stift Mattsee, vor gut 1250 Jahren. Ihm, der ein schweres Schicksal erlitt, wurde ein Denkmal errichtet, er ist aber auch sonst in Mattsee allgegenwärtig, einiges ist nach ihm benannt.

Schon seit der Jung-Steinzeit besiedelt, hielten sich hier ab dem 2. Jahrhundert Bajuwaren auf, eine nachgebaute Siedlung befindet sich in der Weyerbucht, gleich neben dem Altersheim mit den Hennen! Hier ist auch der Verein MenschenWerk tätig, wir haben als Geschenk gefilzte Seifekugeln, eine Gewürzmischung und Nüsse bekommen, wir sind schon ganz gespannt.

Ein Holzofen steht dort, der mich wieder daran erinnert hat, dass das auch noch auf unserer “ZuTun”-Liste steht. Sein Dach ist eine besondere Landschaft.

Das Land rundherum ist sanft hügelig, mit Buchenwäldern auf dem Buchberg:

Hier, wo auch ein Hahn von uns lebt (Quintessa, von Johanna Gerda getauft, hat dann irgendwann gekräht und ein neues Zuhause hier bekommen).

Eingebracht und ausgeflogen
Die Ernte ist eingebracht. Das, was in den Hochbeeten noch da ist, reicht für viele Mahlzeiten und wir werden es dort lassen, bis es zu kalt wird. Die Beete sind bereits in der Brache.Da und dort blühen noch Rosen und Mohn.
Und dieser Zustand unseres Gartens hat es uns erlaubt, AUSZUFLIEGEN.

Nach Mattsee! Ort der Geschichte,

des Genusses,

des farbenfrohen Weitblicks,

des Wanderns durch Raschellaub mit Kind und Kegel

und beinahe kitschiger Schönheit von Land und Natur.
Sonnenstrahlen
Die Sonne verschwindet jetzt schon um halb sechs hinter den Bergen.Wir versuchen jeden wärmenden Sonnenstrahl zu erhaschen und verlegen die dafür geeigneten Tätigkeiten ins Freie.
Wir haben noch einmal gemäht- der sogenannte zweite Poufl! Nach Friahah, Gruemet und Pofl war der Rasen schon wieder hoch genug, um noch einmal zu sensen. Die Hennen freuen sich über die kurzen Grashalme.

Und um die Sonnenzeit zu nutzen gibt es Restlessen- Püree von den blauen Kartoffeln, gebratene Gemüsereste ( Kohlrabi, Kürbis und Zucchini) und noch ein Schöpfer Risotto. Ein Gedicht!

Darüber haben wir uns recht gefreut. Endlich haben wir einen Versand gefunden, der unbedruckte Eierkartons zu einem guten Preis verschickt. Jetzt können wir wieder Eier verschenken und den ganz speziellen “Kundschaften” zukommen lassen.

Dieses Bild hat heute mein Herz berührt. Vroni laboriert noch an ihrer Augenentzündung, die ich mit Solewaschungen und Augentrostbädern behandle. Sie erfreut sich wie wir an den wärmenden Sonnenstrahlen. Es hat nicht lange gedauert und Hilde, ihre “Schwester” hat sich tröstend dazugesellt. Gemeinsam haben sie dann ein Gnapserle gemacht. Da wir alles wieder gut!!

Trockenecke
Den Sommer über hänge ich von den Kräuter- und Gewürzstöcken, die reichlich wachsen, immer das eine oder andere Büschele in unserer Trockenecke auf. Sie bildet die Umrandung zum Weinkellereingang und hat dadurch gutes Trockenklima.

Gestern habe ich alle abgerebelt und in Polsterziachn, Papiersackln und Gläsern verstaut.

Aus den Beerenresten des Sommers habe ich noch ein paar Marmeladegläser gefüllt- meine letzten Marmeladegläser.
Das Depot ist jetzt gut gefüllt und die Anzahl der gelagerten Güter reicht für viele Monate, Besuche und Geschenke.
Wenn ich durch diesen “Lagerraum” gehe, fällt mir immer meine Großmutter ein. Wenn nicht Holz für mindestens drei Winter im Keller war, konnte sie nicht beruhigt schlafen.
Mein Vater hat das auch.
Und bei mir isch es it lei s’Holz!
Wenn ich, geprägt von den Wintern im Ausserfern weiß, dass es uns einschneien kann, weil genug gelagert ist, dann ist das ein gutes Gefühl.
Huppelen und trösten
brauchen alle Wesen, die sich auf Gottes Erdboden herumtummeln. Es gibt immer jemand, der gerade besondere Zuwendung und Zuneigung braucht. So gerade jetzt unsere Vroni, die AUGENTROSTbäder braucht. Sie hat eine Entzündung, die ich mit dem Augentrost, den ich am Walserweg(1700m) mitgenommen habe,behandle. Jeden Tag geht die Schwellung ein wenig zurück und ihr Blick wir klarer.

An den Tagen, an denen Eva mit uns ist, werden alle ihre Vierbeiner verwöhnt und liebkost.

Bei Maxi ruft das hingebungsvolle Entspannung hervor.

Bei Emma den “hast- du-mich wirklich-lieb-Blick” und

Bagheera liebt es, von ihr gehuppelt zu werden.

Da kann schon mal passieren, dass ihre Resi eifersüchtig wartet und hofft, dass sie auch noch drankommt.
Die Hausapotheke
zu erweitern war mein Aufgabenbereich. Schafgarbenöl eignet sich bei Weiberleitsbeschwerden zum einmassieren.

Einige Fläschen sind bereitgestellt und warten auf ihren Einsatz.

Da einige der grünen Tomaten nachgereift sind, hat die Tomatenmarmelade heuer eine andere Farbe, schmeckt vielfältiger und milder.

Goldfarben zeigt sich der Rest des Schafgarbenöls, das auch noch den Alkohol, mit dem die Blüten gelöscht werden, beinhaltet. Die doppelte Wirkkraft- Tinktur und Öl in einem!!

Das ist der Ansatz zwei meines “Zaubertranks”. Da bin ich schon sehr gespannt, was geschmacklich herauskommt. Die Wirkkomponenten weiß ich ja.

Und hier reift die geschnittene Beinwellwurzel im Öl. Damit werde ich vor allem Marilyns verkrüppeltes Bein, aber auch Emmas Gelenke behandeln. Und halt alles andere, was mit Knochen, Knorpel… zu tun hat.
Leib und Seele zusammenhalten
fällt mir ein, wenn ich an das Wochenende denke.

Am Abend gemütlich an einem Tisch sitzen, oder besser um einen Tisch sitzen und gemeinsam überlegen, was wir kochen, backen und essen möchten.

Dieses Rezept aus “Frisch gekocht” hat mir schon beim ersten Mal durchblättern den Mund wässrig gemacht. Risotto mit Eierschwammerln und Weintrauben. Die Trauben von Evas Weinstock schienen mir dafür geeignet. Und Hermann hat gewerkelt. Eine gelungene Mischung von Muskateller, herben Pilzen und der Weichheit eines Risottos. Verfeinert mit frischem Thymian.Der Mund wird schon wieder wässrig.

Die Imschter Zwetschgen wollten natürlich auch sofort eine Verwendung finden.
Eva hat einen herrlichen Daaatschi gebacken.

Variante zwei des 00- Pizzateigs!!!!! Der Pizzateig kann es!!!!!!!!!!!!

Ja und weil wir gerade so im ausprobieren waren, hat uns Eva noch eine Meringue-Moccatorte fabriziert!! Es reicht ein 1cm breites Stück, um genug zu haben- eine reine Praline. Eine Tortenpraline. Ich glaube, ich hole mir jetzt noch ein Stück vom Schokohimmel!







