Archiv des Autors: Angelika

Seelsorger und Tröster

sind sie.
Die Tiere, die mit uns leben.
Jedes Einzelne.
Alle.
Konstante des Alltags.
Einfach da.
Ohne Bedingung.
Lebensfreude und Herzenswärme.
Gleichen Gräuel der Menschen aus.
Entlocken die Lächeln.
Hüter der Träume.
Leibliche Vertreter von Glaube, Hoffnung und Liebe.

Du muasch amol nåch England

Wie oft hat meine Freundin Gabi (schön, dass es dich in unserem Leben gibt) diesen Satz zu mir gesagt. Aber es hat mich nie so richtig gerufen und da waren auch immer einige andere Ideen und Pläne.

Aber jetzt höre ich schön langsam den Ruf der Insel und ich glaube, dass ich jetzt auch mehr darüber weiß, was ich mir den anschauen möchte. Der Grund dafür liegt im weltweiten Netz. Dort bin ich auf eine Organisation namens British hen welfare trust gestoßen. Bereits bei der ersten Durchsicht ihrer homepage habe ich sie auf facebook gelikt. So schräge Sätze sind Folge der modernen Technik. Auf guat deitsch: Bei der Durchsicht der Übersicht ihrer Tätigkeiten, der Artikel und Fotos habe ich ihnen im Gesichterbuch die Botschaft geschickt, dass mir gefällt, was sie tun. Es geht um HENNEN, Garten, Essen!!!

Also MEINS. Ganz meins.

Beim weiteren Stöbern habe ich dann eine Künstlerin entdeckt, die endlich das gestaltet, was ich in Tirol so vermisse. Hennen als Motiv.

Gestern ist es dann angekommen.

Das Paket. Mit ROYAL MAIL Pickerl und royaler Briefmarke.

Karten, Geschirrtücher, Geschenkpapier und Tassen mit liebevollst gestalteten Hennenmotiven.
Jetzt wird er langsam lauter- der Ruf der Insel. Wir werden sehen, wann und wie und mit wem?????
Und wie so oft im Leben gibt es jetzt auch in Reutte eine Frau, die Hennen näht. Siehe Fotos

Dinnerclub im Integrationshaus

Der Dinnerclub ist mit seinen 12 Jahren und seinen 800 Veranstaltungen schon längst eine Institution. Für mich untrennbar mit den Namen Maria und Jusuf Windischer verbunden. Jedesmal wenn ich den Programmfalter erhalten habe, war mir danach, jede dieser Veranstaltungen zu besuchen.

Aber zwischen Mühl und Innsbruck liegen nun einmal 100km.

Am Mittwoch haben wir uns allerdings verlocken lassen. Zum einen von einem alten Bekannten, Yeti Christian Beirer und von einer Neuentdeckung Markus Koschuh.

Auf den radelnden Karikaturisten Yeti, der mir über viele Jahre seine Kalender vorbeigebracht hat mussten wir allerdings verzichten. Er hatte den 80. Geburtstag seiner Mutter vergessen!!????
Mehr als würdiger Ersatz für den Chefkoch erwies sich Markus Koschuh. Keineswegs kümmerlich. Eher in der Liga seines Wortwitzes und seiner Sprachgewandtheit, die wir bei seinen Kabarettauftritten kennengelernt haben und in seinen Texten immer wieder gerne nachlesen.

Gemüsesuppe, Rohnenkisch und SCHEITERHAUFEN waren die nächtliche Hin- und Rückfahrt über den Fernpass allemal wert. Wer Lust auf andere Mentalitäten, Menschen, Kulturen und Küche hat, der ist im Dinnerclub gut aufgehoben. Alle Veranstaltungen sind einem besonderen, meist sozialem Zweck gewidmet.

Und wer die Möglichkeit hat Markus Koschuh auf der Bühne zu sehen, HINGEHEN!!!!!

Unaushaltbar

Diese Ecke in unserem Hausbuch ist nicht an prominenter Stelle wie etwa unser Blog. Man muss danach suchen, um das Spirituelle und die Gedanken zu finden. Außer denjenigen, die via der jeweiligen Möglichkeiten ( z.B.: Twitter) davon informiert werden.
Das war eine bewusste Entscheidung, weil an diesem Ort – auch oder gerade – Unangenehmes, Unrechtes und Unverstandenes zu lesen ist.
Ich kann mich noch sehr gut an meinen Lehrgang zur Geistlichen Begleitung erinnern. Dort tauchte irgendwann die Frage auf: WAS TUN SIE MIT DEM, WAS SIE NICHT AUSHALTEN?
Die Antwort war recht schnell und recht klar spürbar, da ich mir das über all die Jahre eingeübt hatte. ICH LEGE ES VOR GOTT HIN.
Immer dann, wenn mir mein Menschsein keine Möglichkeiten mehr angeboten hat, irgendetwas an Situationen zu ändern, wenn es darum geht, anzunehmen oder zu zweifeln oder zu verzweifeln, habe ich das Thema ÜBERGEBEN.

Im diesem Zusammenhang geistert mir seit einiger Zeit die Organisation Amnesty International und deren Tätigkeiten im Kopf herum.
Ich kann mich noch gut erinnern, als ich die erste Ausgabe ihrer Zeitschrift in meinen Händen hielt. Damals waren in der Mitte noch die vorgedruckten Briefe und Postkarten, die man an die jeweiligen Staatsoberhäupter mit der Bitte um Einhaltung der Menschenrechte, geschickt hat. Ich kann mich noch an das lila und blaugrau der Briefmarken erinnern, die ich von meinem Taschengeld gekauft habe. Ich weiß das deswegen noch so genau, weil das Porto SEHR TEUER war (nur Ausland, nur Luftpost). Also entweder meine heißgeliebten Manner-Stollwerk oder Einsatz für Würde und Recht. Nicht nur einmal habe ich es als Frechheit von Seiten der Post empfunden derartige Aktionen( zumindest für Jugendliche) nicht günstiger zu machen.
Heute lebe ich diesbezüglich in einer anderen Zeit. Via Email kann man Petitionen unterschreiben und kostenlos gleich an mehrere Adressaten schicken.
Die Themen um die es geht sind immer noch nicht zum Aushalten für mich. Nur zwei Namen an dieser Stelle: RAIF BADAWI, jener dreifache Vater, Ehemann und blogger, der vor zwei Wochen seine ersten 50 von 1000!!!!!!!!!!!!! Peitschenhieben erhalten hat. Oder BOKO HARAM, die Mädchen im Alter von 10 Jahren zu lebenden Bomben machen.
Nein, ich befinde mich nicht mehr im 30jährigen Krieg, der für seine Gräueltaten bekannt ist. Ich lebe 400 Jahre später!!!!!!!!! Die Gräuel unterscheiden sich nicht.
Ich bin zutiefst dankbar, dass es Organisationen wie Amnesty gibt. Sie sind mir manchmal Licht in der Dunkelheit.

Und ich bin zutiefst dankbar, dass mir das BETEN gelernt und eingeübt wurde.

Fehler machen

“WENN ICH MEIN LEBEN NOCH EINMAL LEBEN KÖNNTE, WÜRDE ICH DIE GLEICHEN FEHLER MACHEN. ABER EIN WENIG FRÜHER.
DAMIT ICH MEHR DAVON HABE.”
Marlene Dietrich (1901-1992)

Vieles hat sich geändert

Wir versuchen es.

Wir versuchen, dass wir wissen, woher unsere Lebensmittel kommen. Ein ganz großer Teil wird von uns angebaut, selber hergestellt oder wir bekommen sie geschenkt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Erreichten. Ich kann es mir gar nicht mehr vorstellen, zum Beispiel Brot zu kaufen. Manchmal komme ich in die Situation,Gekauftes essen zu “müssen”. Es schmeckt NICHT mehr. Es pappt. Es kommt jetzt keine Abhandlung über die Kulturgeschichte des Brotes und dessen Bedeutung für den Menschen. Nein, ich möchte wieder einmal meiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen, dass es in unserem Haushalt seit Jahren selbstgebackenes Brot gibt. Manchmal glaube ich ja im Depot fällt ein Regal zusammen, bis ich realisiere, Hermann schlägt wieder einmal den Teig zusammen, um diesen noch einmal gehen zu lassen.

Und dann der Duft im Haus und erst der Geschmack.

In derselben Liga sind die Goggelen. Inzwischen legen sie an manchen Tagen Berge. Mei und sie sind so gut!!!!

Unbezahlbar ist es, solche Möglichkeiten zu haben.

Frühlingsgefühle

waren heute in der Klockerei zu sehen und zu spüren.

Rechtschaffen müde sind wir heute am Nachmittag wieder daheim gewesen. Darüber berichtet Hermann. Er hat die schöneren Bilder gemacht. Bei einer Tasse Kaffee und Süßem unserer Schar bei GSCHAFTELN zuschauen und den Blüten beim Öffnen ihrer Blätter erinnert an den Frühling. Mei, fein.

Viel zu selten

schreibe ich über unsere Stubentiger, die uns durch den Tag begleiten. Dabei sind sie die Ruhepole unseres Heims. Fünf der sechs Sessel um unseren Tisch sind meistens besetzt, drei von den Katern und wenn wir Glück haben, bleiben zwei für uns.
Wenn Bagheera von seinen ausgedehnten Ausflügen in die Frauenwelt wieder heim kommt, ist er meist derart erschöpft, dass er es nicht einmal mehr bis zum Fress- oder Schlafplatz schafft. Vega glaubt, er will Verschteckerligs spielen und kläfft ihn jedesmal freudig an, wenn sie ihn gefunden hat.

Meinem treuesten Begleiter Cipollino, der seit 9.9.1999 bei mir lebt, mag ich einfach Danke sagen. Wau, was für ein Kater, was für eine Geschichte, was für ein Leben. Danke, Zwiebele!!!!

Nimm uns etwas Gutes mit

habe ich Hermann heute nachgerufen, als er sich auf den Weg Richtung Einkauf machte.

Das Ergebnis hat mich sehr berührt und sehr gefreut. So lässt sich der Winter aushalten.

Vom Wahren, Guten und Schönen

und der Schule, hat er gesprochen, der Franziskus, am Petersplatz.
Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich jung, noch recht lebensunerfahren, ausgestattet mit einer gehörigen Portion Gutmütigkeit diese Zeilen in einem Gesetzestext der Schule gelesen habe. Unterhalb waren noch Unterrichtsprinzipien( das bedeutet, alle Fächer sollten ihren Beitrag zu dieser Thematik leisten) wie Friedenserziehung zu lesen.

Damals, das ist jetzt 30 Jahre her, war ich sehr erfreut solche Sätze zu lesen, ich war mir sicher, da bin ich am richtigen Ort.

Jeder, der so seine Erfahrungen im Leben gemacht hat, kann sich jetzt schon ausmalen, dass ich eine satte Summe an Ent-Täuschungen gesammelt habe.

Mir begegnete Macht,Ohnmacht, Willkür, Unkenntnis der Gesetze, Vereinsmeierei, Missbrauch, Verzweckung, tun wir halt so, Versäumnis von Pflichten, Denunziantentum, Fahrlässigkeit, Austausch von Ebenen, Mobbing, Gewalt, Lügen, Dünkel, Entwertung, Respektlosigkeit,Verachtung…halt die ganze Palette, die das Alte Testament schon benennt.

ABER, und deswegen mag ich Menschen, die daran erinnern und daran glauben, IMMER NOCH UND BIS HEUTE gibt es auch das Wahre, Gute und Schöne. Nicht nur in der Natur, der Schöpfung, beim Essen, sondern auch im Miteinander von jungen Menschen und älteren Menschen, die diese jungen Menschen ein Stück des Weges begleiten.

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS – SCHULEN

Ich mag ihn, diesen Jesuiten, der immer noch an das Wahre, Gute und Schöne glaubt.
Beim Lesen der Sätze höre ich die Worte in der charmanten Sprache der Italiener. Schmelz! Diesen Text hat das Schulamt heute an Religionslehrer verschickt. Ich möchte ihn an dieser Stelle weitergeben.
Dream the impossible dream!!!!!

Download (PDF, Unknown)

Sterntaler

Wie in dem Märchen komme ich mir grad vor. Gut, dass ich gerade ein Kleid anhatte.
Jeden Tag trudeln Geschenke ein. Wir haben wirklich sehr viele kreative Menschen um uns herum und so werden wir gerade durch viel SELBERGMÅCHTE Köstlichkeiten und liebevoll gestalteten Kunstwerken beschenkt. Mir rinnt jetzt schon das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an das Quittenkompott, die Quittenmarmelade und die Marillenmarmelade aus dem Osten Österreichs denke. Die Kappen werden beim nächsten Spaziergang eingeweiht. Und dem Stern folgen wir durch das Jahr- ein himmlisches Sternenjahr. Danke euch ALLEN!!!

Die goldene Nähnadel für [JT]recycling – DER SHOP

In unserem Hausbuch ist es üblich über Essen, Nahrungsmittel, Rezepte, Kochkünste und Restaurantbesuche zu schreiben. Das hat mich auf die Idee gebracht, dass es neben den berühmten Essens- und Restaurantkritiken mit ihren Sternen und Hauben auch eine Kritik kreativer Unikate geben soll.

Damit beginne ich jetzt:

Ich bin ein Taschenfreak. In allen Farben, in allen Materialien habe ich sie erstanden. Man kann nie genug Taschen haben. Vor einiger Zeit habe ich dann bei Petra, der Gestalterin der abgebildeten Taschen meine erste Jeanstasche erstanden. Nein, keine normale Tasche aus Jeansstoff. Alte Jeans werden umgenäht.

Seit jenem Tag haben meine anderen Taschen ausgedient( bis auf ganz wenige Ausnahmen). Sogar meine wunderschöne Lederschultasche bleibt im Regal.

Diese Jeanstaschen sind nicht nur robust ( viele Kilos an Schulbüchern und Heften haben sie schon transportiert), sondern auch pflegeleicht ( Waschmaschine auf, Tasche rein, aufhängen, trocknen, wie neu) UND sie haben einen unwiderstehlichen Charme. Die Innenausstattung ist ausgetüftelt und erweist sich als sehr praktisch.

Inzwischen habe ich mir schon einige dieser Taschen zugelegt. Für das Schwimmzeug, zum Einkaufen und als Theatertasche (schaut zu nur in schwarz gekleidet recht pfiffig aus).

Die Lieferung war immer PROMPTISSIMO. Aja, und allesamt sind sie UNIKATE, was dem ganzen noch einen VIP Touch gibt.

Jetzt hätte ich fast vergessen, zu erwähnen, dass es in diesem Shop noch ganz viele knuddlige Kleinteile gibt, die ich besonders gern den Kindern meiner Freunde zukommen lasse.

Die Produkte aus diesem Shop haben nur einen Nachteil: SIE WERDEN NICHT KAPUTT. Also fällt die AUSREDE, ich brauche eine neue Tasche, weil die alte kaputt ist, flach. Jetzt muß ich mir eine Neue einfallen lassen, oder ich kauf sie mir EINFACH so.

Hiermit vergebe ich als langjähriger Taschenfreak die höchste Bewertung: Fünf goldene Nähnadeln!!!!!

Unser Christbaum

Ich mag ihn, unseren Christbaum.

Wenn er im Sonnenschein all seine Schönheit zeigt und mit der Krippe und dem Thaneller um die Wette strahlt. Ich mag ihn, weil er schon so viele Geschichten zu erzählen hat. Und weil ich ihn so mag, darf er auch ein paar Tage länger als es so üblich ist stehen bleiben. Gestern war es dann so weit, mit ein wenig Wehmut habe ich die einzelnen Herzen, Schleifen, Maschen und Hennen wieder in die jeweiligen Schachteln geräumt. Jetzt ist er im Garten und dient unseren Hennen als Spielwiese.

Um a jede dia geaht

isch mer load!!
Alle hätte ich sie am liebsten für ganz lange Zeit um mich herum.

Jede ist so einmalig und einzigartig.
Jede ein Teil des großen Wunders Leben.

Aber manche gehen vor ihrer Zeit…

Lisl, schaug auf di. Baba und fåll nit….