Archiv für den Monat: Januar 2017

Impressionen Jänner 2017

Winterblüten

Das Knospen und das Aufblühen in den Wintermonaten vermittelt mir immer aufs Neue das Wunder der Natur.

Was haben Rügen und Zöblen gemeinsam?

Gånz guate Såchen zun essen und zun trinken.

UND wenn Hermann einkaufen geht, dann werden wir immer wieder mit guten Lebensmitteln verwöhnt. Die Leberwurst vom Käthrer, einem Hofladen in Zöblen, der Teil einer ansehnlichen Landwirtschaft ist, hat es uns seit einiger Zeit schon angetan. Prädikat: Sehr Gut

Das Bier war in meinem Adventkalender und kommt aus Rügen. Alleine die Zeichnungen auf den Verpackung sind es wert, vom Geschmack ganz zu schweigenn. Kraft tanken über den Winter… Feierabend genießen…gustieren.

Am besten nur wundern

und das Beste drausmachen. Was soll ich denn zu dem leidigen Thema HXYZFUNZENVIRUS sagen. Wer sich informiert, wer selber denkt, der weiß schon längst Bescheid. Nutzt nichts, Österrreich glaubt wieder einmal, dass sie das Geflügel einsperren muss – oder eben überstallen. Die Klockerei lässt ihrer Kreativität freien Lauf und trinkt ein entsprechendes Bier, das uns Gabi aus England mitgenommen hat.

Pasta Madre Teil 2 (Sauerteig)

Nach einigen Überlegungen haben wir uns für zwei Versuche entschieden. Einmal Quitte und einmal Schlehen. Die Grundidee der Pasta Madre ist es, eine Mutterhefe aus der Umgebung zu gewinnen. Aus dem eigenen Garten oder dessen Früchte. Somit ergibt es einzigartige Backwaren – kein Brot, keine Pizza…. schmeckt dann so, wie eben das eigene Brot, die eigenen Backwaren. Laut der Geschichte gibt es eine Pasta Madre, die bereits 65 Jahre alt ist, aus Erde gezogen wurde, einen Namen hat und bereits an Generationen weitergegeben wurde.

Unsere ist aufgegangen und wird jetzt täglich gefüttert. 50g Mehl und 50g Wasser, das ganze dann bei einer konstanten Temperatur zwischen 24-26° gehen lassen. Am Mittwoch können wir das erste Mal damit backen.

Im Feld

sind wir da gemeinsam, wir waren da die letzten Wochen öfter, der Mäuse wegen. Aber der zweite Grund war immer auch die Gelegenheit für eine schnelle Feld-Runde. Da merkt man den beiden ihr Schäfergemüt an: während Emma das ganze große Feld in einem gescheiten Tempo umrundet, läuft Vega immer nur ein paar Meter (die aber so flott wie schon lange nicht mehr) und blickt dann rund um sich – prüft in alle Richtungen, läuft dann wieder ein Stück, bleibt stehen und schaut wieder.

Da ist sie dann ganz versunken, schaut und wittert und ich kann ein Foto machen, weil ich gar nicht interessant bin.

Am und im Archbach

Und ich schaffe immerhin schon die Ebene und das Gestrüpp.

Drei strahlende Gesichter

sind heute am frühen Nachmittag in der Klockerei eingetroffen. Hermann war mit den Hunden eine kurze Skitour auf unseren “Hausberg”.

Vega ist nach einer langen Phase der Erholung und der Regeneration wieder recht fit.

Am Umkehrplatzl

So gelaufen ist sie schon lange nicht mehr.

Immer in Hermanns Spur. Super Mädl!

Emma wie sie leibt und lebt. Ich sag es LAUUUUUUUT, dass ich euch lieb…

Zu diesem Bild braucht es wohl keine Worte. Wenn man so angestrahlt wird, geht das Herz über und geteilte Freude ist dreifache Freude.

Che sera, sera

bei so vielen Köstlichkeiten und Kostbarkeiten,

bei so viel Humor und Herz,

bei so vielen Talenten und Fähigkeiten,

Bei so vielen Menschen, die mir und uns so gut tun.

Diese beiden Krippenfiguren

symbolisieren die Themen, mit denen ich mich gerade beschäftigen muss/kann/darf – das wechselt, je nach Verfassung.

EINHALT hat mir mein Körper geboten. Dafür bin ich ihm dankbar, wenn auch die Ungeduld immer wieder andere Töne darüber von sich gibt. Letztendlich weiß ich, welch großen Dienst er mir erwiesen hat.

Alles hat sie in ihren Körben mit, sogar s’ Regedåch ist dabei. Lauter Köstlichkeiten und Kostbarkeiten hat sie eingepackt, für alle Fälle, man weiß ja nie.

Es ist nicht das erste Mal in meinem Leben, dass ich erkenne, dass aus dem Korb ein Karren geworden ist. Ein Karren, gefüllt mit allerlei, das mir nicht gut tut – gar nicht gut. Und diesen Karren versuche ich auch noch durch einen Sumpf zu ziehen…

Dank der Einhalt lasse ich DEN Karren jetzt im Sumpf stehen. Dort gehört er hin. Ich werde mich wohl noch ein paar Mal umdrehen, mit gemischten Gefühlen.

Aber weitergehen tu ich leichten Fußes und langsamen Schrittes in Richtung Orte, die mir gut tun und Menschen, die mir gut tun. Ultreia! Buen Camino!!!

Das neue Jahr am See begrüßen

Ein Spaziergang an diesem geschichtsträchtigen See war geplant, nachher eine Einkehr beim Fischer. Es war bitterkalt, nur eine Hälfte des Sees lag (wie erwartet) in der Sonne — und so kürzten wir ein bisschen ab, ließen uns aber auf einem Sonnenflecken genüsslich Zeit für eine Rotkäppchenjause: Kuchen und (Schaum-)wein fand sich in der Jausendose und so konnten wir auch mit Eva auf das neue Jahr anstoßen. Die Blicke der Hunde hingen an meinen Händen (weil da der Kuchen war)!

Das Essen im Fischer fein wie immer!

Und täglich grüßt das Mäusetier

oder: „eine(n) hab ich noch!“. Über unsere Maus im Depot haben wir schon berichtet, und irgendwann war klar, dass sie nicht alleine ist. Am 24. hatten wir schon 6 Mäuse zu ihrer neuen Heimat, einem schönen, warmen, trockenen Fleckchen am Waldrand gebracht und alles(!) geputzt, alle Kornspeicher der Mäuse geleert – literweise hatten sie Vorräte angelegt, unter anderem in allen herumstehenden Stiefeln.

Die Freude war von kurzer Dauer – bereits am nächsten Tag waren wieder Spuren zu sehen, beim Eintreten ins Depot immer ein kurzes Rascheln zu hören, manchmal klang es wie vielstimmiges Kichern 🙂 Am 27. war ich der erste im Laden, erwarb weitere zwei Lebendfallen nebst einer Zwölferpackung Krapfen: das ist es nämlich, was sie am liebsten mögen. La dolce vita. Wer nicht?

So verging kaum ein Morgen, an dem ich nicht eine oder zwei als Gast hatte, eine große aber sah ich immer nur kurz davonhuschen. Eines Tages dann endlich saß auch sie drin, mit einem Viertelkrapfen, den sie zwar genüsslich angebissen hatte, aber niemals ganz vertilgen hätte können. Bei strahlendem Sonnenschein ging’s zum Waldrand, ich stellte den Käfig auf den Boden und öffnete die Tür: die nächsten Sekunden erlebte ich wie in Superzeitlupe. Die Maus schaut zu mir, dann zum Krapfen, dann noch einmal zu mir – beißt in das riesige Krapfenstück und springt damit in einem Halbmetersatz ab ins Gebüsch zu den anderen. Das wird ein Fest und eine Freude gewesen sein!

Allerdings bleibt solch seltsames Tun auch den Behörden nicht verborgen. Wie oft sie mich schon dabei beobachtet hatten, mit einem Rotkäppchen-Körbchen (in dem sich die Mäuse befanden) zum Waldrand zu marschieren, dort in ein Gebüsch zu kriechen und zufrieden wieder wegzugehen und zu -fahren, weiß ich nicht. Aber eines Tages sah ich die Gemeindarbeiter im Riesen-Pickup an der Kreuzung anhalten, um dann einfach quer übers Feld zu mir zum Waldrand zu fahren um mich mißtrauisch zu fragen, ob ich da was “entsorge”. Nach der Aufklärung mussten sie dann auch lachen und meinten, ich solle mich beeilen, sonst seien die Mäuse vor mir wieder zuhause.

Täglich gings dann weiter, ich glaubte schon gar nicht mehr an ein Ende, bei 13 sind wir jetzt und es ist im Moment nichts mehr los, seit zwei Tagen Ruhe. Aber wer weiß, vielleicht schlafen die und verdauen die vielen Krapfenstücke, die sie stibitzt haben, ohne dass das Türchen auslöste. Im Moment kann ich nur hoffen, dass unsere Hausnummer vor der Tür nicht die Anzahl der Mäuse angibt, die bei uns wohnen…

Ein Spaziergang zum Alatsee

Am Dreikönigstag wollten wir zum Alatsee – einfach eine Seerunde und dann einkehren. Unser Navi “Hermann” wählte den Weg und wir landeten in Faulenbach – wo nur der Radweg zum See führt. Kurz entschlossen marschierten wir los, die Beschilderung verhieß etwa eine Stunde, es war klirrend kalt beim Hinweg, der Schritt entsprechend zügig.

Wir waren fast allein, die Landschaft und die Luft berauschend, die Sonne allerdings war nur auf den Baumwipfeln zu sehen. Am See dann war das Restaurant zwar noch offiziell bis halb zwölf geschlossen, aber wir wurden freundlich in die warme Stube gebeten und etwas zu trinken bekamen wir auch. So entschlossen wir uns zu bleiben und dort auch zu Mittag zu essen: was für eine gute Idee: beide bestellten Speisen – ein Hirschrücken (mit Spätzle) und Kässpätzle jeweils mit Salat waren hervorragend – alles schmeckte wie hausgemacht! Als Nachspeise noch ein wunderbarer Zwetschken-Streusel-Kuchen mit sehr gutem Espresso. Also: sehr zu empfehlen – man sollte sich vom unscheinbaren Äußeren nicht täuschen lassen.

So war der Rückweg nicht nur sonnig, immer leicht abwärts und daher leichten Fußes, sondern auch immer noch voller Zufriedenheit mit dem glücklichen Zufallsfund.

Unerschrocken

sind sie, auch bei Minus 10°.

Der erste Schneefall 2017