Schnittig!

Wir haben lange überlegt: als Hochzeitsgeschenk kam auch etwas Geld zusammen – zusammen mit dem Auftrag, sich dafür etwas zu leisten, was wir noch nicht hätten. Nun haben wir sehr sehr viel, unter anderem Hochzeitsgeschenke, die man am besten hauchdünn schneiden sollte: ein Stück Parmaschinken aus der Emiglia musste einfach richtig behandelt werden – da führt kein Weg vorbei!
Nach langem Studium und Vergleich verschiedener Angebote kamen nur mehr zwei Maschinen in Frage: und es ist die italienische geworden – eigentlich sehr naheliegend!

Die inneren Werte sind beeindruckend: ein 250mm Messer, alles aus Metall (Alu-Druckguss oder eloxiert), sehr massiv ausgeführt (die kleinere 195er ist bei Manufaktum angepriesen).

Die Essedue 250 AFP steht nun bei uns, ist einsatzbereit, musste sich sich aber natürlich vorher ablichten lassen: eine schnittige Schönheit mit Charakter, ein scharfes Teil!

Zurück zu den Wurzeln

hieß es vor zwei Wochen – von unserer Fahrt über den Glockner, dem Besuch der Kirche St. Andrä in Lienz, der herrlichen Hochzeit und dem Besuch bei der Klockermühle haben wir berichtet.
Nun hat mein Vater als Geschenk drei Lienz-Rosen mitgebracht, eine Rose die im Gedenken an die Geschichte von Lienz (meiner Geburtsstadt) neu gezüchtet wurde. Eine Quelle für dieses Symbol ist die manessische Liederhandschrift, in der der Burggraf von Lienz dargestellt ist – oben die fünfblättrige Rose, die dann im Wappen der Grafen von Görz erscheinen wird. (Dass diese Rose dann auch noch im Schlussstein des Mittelschiffs der Kirche St. Andrä auftaucht, haben wir erst nachher erfahren).

Wenn man durch Lienz geht, wie wir es getan haben, bemerkt man gleich, dass in der ganzen Stadt Blumenfreunde am Werk sind – viele kleine und große Gärtlein gibt’s, überall, wo Platz ist.
Aber gerade entlang der Isel sind dann nur mehr unzählige dieser Rosen gepflanzt, die so schön wie eine Heckenrose aussehen und doch keine sind.

Diese drei Rosen schlagen nun ihre Wurzeln in unserem Garten, am großen Fenster unseres Rosenhauses! Da haben viele Wirkkräfte zusammengespielt!

Verlobtenkraut ist’s keins mehr

aber vor einem Jahr hätt’s so geheißen: da haben wir unser Kraut erst nach der Hochzeit im September eingeschnitten (und Ehekraut genannt – es wurde das Beste bisher!) – heuer ist alles so früh dran, dass wir unseren ersten Sauerkrauttopf auch schon füllen: herrliches, fast unversehrtes Kraut (nur in einem Kopf war eine Raupe drin!), die Farbe der Deckblätter grün wie eine Flasche Schremser Bier, die Köpfe innen in zartgrünen Tönen.
Wir sind schon gespannt auf das Ergebnis, nur Wacholderbeeren sind dabei (und Salz natürlich – 2% vom Krautgewicht). Jetzt steht der Topf einmal im wärmsten Raum des Hauses und darf werkeln…

Bsunders Belgischs Bier

Heute, am späten Vormittag, war es Zeit für einen weiteren Koster von Herlindes Gaben: Leffe aus Belgien, versprach mit 6,6% wohl eher am Ende eines Menüs in Frage zu kommen – etwa zum Käse – und so war es dann auch: weich aber füllig, mit Frucht- und süßen Gewürznoten (Marille?) und deutlich im Alkoholgehalt waren unsere Gläser genau die richtige Wahl: in kleinen Schlucken genießen und selbst mit diesem Seiderl zu zweit eine schöne Pause lang eine Freude haben. Wer’s mag wird glücklich – helles frisches Lager ist das keines…

Fermentierter Kohlrabi

Neben den beiden Gefrierschränken haben wir auch unsere Gärtöpfe geleert und den kleinen Rest umgefüllt. Jetzt sind sie wieder bereit, neu gefüllt zu werden. Da der Versuch einen Kohlrabi zu fermentieren derartig großen Gefallen gefunden hat, hat Hermann heute die Riesenkohlrabis, die immer noch butterweich sind, geerntet und zum Fermentieren verarbeitet (Rezept hier nachgeliefert). Der erste Gärtopf ist voll. Und eine Schublade im Gefrierschrank neu auch.

Staunen und freuen

Sind untrennbar mit Garten und Tieren verbunden. Die Begegnung mit der Natur kommt ohne diese beiden Verben nicht aus.

Jeden Tag staune ich, wie groß Fany und Agathe geworden sind. Dabei sind sie erst vier Monate alt.

Und ich freue mich jedes Mal, wenn Anna- hier mit Jule und Alma- mich so anschaut. Wenn sie dabei auch noch singt( sie kann es immer noch), dann geht es von Herz zu Herz.

Zum Staunen bringt mich das Getreide, das sich nicht unterkriegen lässt und sich mitten in und an den Beeten ausbreitet oder die Beeren der Schlehe, denen eine leichte Färbung in Richtung blau schon anzusehen ist.

Dass heuer so viele Holerbeeren am Strauch sind freut mich und nährt die Vorfreude auf Holermarmelade oder Holermandl!

Wie die Lisa noch ein kleines Mädl war hat sie sehr oft ” MEI, FRÖIB I MI” gejubelt. So ergeht es mir in der Begegnung mit all den Wundern des Lebens.

Franzl

Bisher ist es mir nicht gelungen, unseren kleinsten und jüngsten Zuwachs auf einem Foto festzuhalten. Zumindest nicht in seiner ganzen Schönheit.

Daher bekommt Franzl ( nach dem Osttiroler Onkel Franz benannt) jetzt einen eigenen Beitrag.

So schön hat das Leben ihn geschaffen!!!

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Umgewandeltes

Ich mag die Worte wandeln, umwandeln und verwandeln. Sie beinhalten für mich, dass sich etwas tut. Da passiert etwas und es fühlt sich weich an.

Immer wieder stellen wir die Überlegung an, was wir damit tun oder daraus machen könnten. Oder eben welche der Wandlungen, Umwandlungen und Verwandlungen wir geschehen lassen.
Die Zwetschgen, die vom Vorjahr noch da waren, sind herrlicher Nachschub für unsere Wanderungen geworden. DÖRRPFLAUMEN sind am Berg wahre Energie und Geschmack.

Aus den Ansätzen hat die Wärme und die Zeit Medizin gemacht.

Und die Pfifferlinge des Vorjahres werden gerade in Knödel verwandelt. Sie werden uns nach manch einem harten Arbeitstag gute Nahrung sein.

Das ist kein Bud

müsste man sagen, denn nach den neuesten Entwicklungen im Namensstreit dürfte (und sollte es meiner Meinung auch ruhig) nur Budweiser heißen: ich mag das normale helle Lager sehr gerne: erfrischend und trotzdem nicht zu hart passt es eigentlich immer.
Tante Herlinde aber hat mir den zweiten Teil meines Geburtstagsgeschenks zukommen lassen – wieder ein paar sehr spezielle Fläschchen (alles 0,33er) – und ich war überrascht: eine besondere Sorte „B:Strong“,die ich nicht kannte, mit einer Bezeichnung, die mich natürlich besonders neugierig machte.
Und wieder, wieder dasselbe (wie bei vielen Bieren aus dem „Osten“): rund, mild, ohne hervorstechende Säure oder Härte, deutlich aber nicht zu bitter hopfig und fein malzig – ein Genuss! Durch die Stärke ganz gemütlich in kleinen Schlucken zu genießen; zu warm sollt’s halt nicht werden, aber die Gefahr besteht kaum.
Fazit: wer solche Tanten hat, ist gut gestärkt!

PS: der Maxi hat sich da noch schnell ins Bild geschwindelt, das macht er öfter! Fotobombe!

Geburtstagsessen Nummer Zwei

Für zwei ganz spezielle Menschen ist es zur Tradition geworden, dass wir sie zu ihrem Ehrentag bekochen.

Am Dienstag war es wieder soweit, das Geburtstagskind Nummer Zwei und ihr Peter waren angesagt. Es war eine herrliche Menüabfolge, die Freude am Kochen und am Essen war gleichermaßen groß. Ein ganz feiner und gelungener Abend.

1. Italienischer Salat nach Art des Hauses, Hermanns MayoKapernEier, Chorizzo und fermentierter Kohlrabi. Garniert mit essbaren Blättern und Blüten.

2. Linguine nach Carlo Petrini

3. Die speziellste Pfanne, die wir je kreiert haben.
Imschter Speck(!!) mit Imschter Zwetschgen geröstet haben den Anfang gemacht. Mit je einer Hand oder einer Prise Äpfelschnitz, getrocknete Berberizen, getrocknete Steinpilze, Dirndloliven, Saubohnen, getrocknete Tomaten, Schalotten und Knoblauch angereichert. Immer wieder mit Weißwein und Olivenöl aufgegossen und eingekocht. Zum Schluss noch Kohlrabi, Zucchini und Erdäpfel der heurigen Ernte dazu. Fast alles davon selber gesammelt, getrocknet, eingelegt und angebaut. UND GENAUSO HAT SIE GESCHMECKT.

Aja, nicht zu vergessen: VIEL ROSMARIN

4. Gefüllte Taglilien und Topfennocken auf Stachelbeer/Ribiselkompott als Nachtisch

Fein wars und gmiatlich und herzlich und guat!!

 

Es keirt alls grichtet

In der ersten Ferienwoche haben wir die Zeit alles wieder in Ordnung zu bringen. Hermann versucht den Herd zu reparieren, was sich als größeres Unterfangen herausstellt, weil nicht die Platte, sondern die Steuerung defekt ist. Gut, dass er als Jugendlicher sich das Elektrische beigebracht hat.
Endlich haben wir es geschafft, einen der Gefrierschränke leer zu kochen. Jetzt werden sie gereinigt und wir haben wieder ganz viel Platz für die neue Ernte!!

Frost

Der Frost kam heuer noch einmal genau zu der Zeit der Marillen- und der Kirschblüte.

Es gibt keine einzige Marille am Baum und die Kirschen kann man an zwei Händen abzählen.Die dafür sind eine Nascherei.

In den Mund gelegt


“Die im Stall, wir wissen nicht wer, weil all die Namen können wir uns nicht so schnell merken, haben gesagt, wenn wir diesen Blick aufsetzen, bekommen wir was zum NASCHEN!!”

“Seit dem Tod vom Donatello habe ich gebrütet. Die Zeit hat ihre Wirkung getan und ich bin wieder unter den Lebenden” (Little Miss Sunshine)

Jetzt haben wir uns aber eine Rast verdient. Immerhin haben wir einen Kubikmeter Misthaufen umgegraben. (Mimi, Flocke, Grauele)

Es geht nichts über diese kühlende Erde- bei den Temperaturen!! (Karla)

Da wird wohl noch eine fünfte Platz haben- mit a bisl am guaten Willen!! (Ada)

Neugier

ist wohl eine der großen Lebenskräfte. Egal, welcher Art die Wesen sind, ihre Lust zu erkunden und zu erobern und auszuprobieren ist beinahe endlos. Alles schauen sie sich ab und machen es einfach nach. Zu alle dem scheint es aber auch noch ein Spüren und ein Erkennen zu geben. Traudl, die im Moment a bisl marod isch, die sonst der Feldwebel sein kann, lässt zu, dass sich die Pipelen zu ihr ins Heu legen. Die Lebendigkeit hat eine gute Heilkraft.

Kraut und Kräuter

Das erste Kraut ist geerntet. Die Köpfe beginnen zu springen und die Vögel picken fleißig mit.

Ja, und da die Kräuter derartig wachsen habe ich den ersten Teil für die Tees abgeerntet. Schade, dass es keine Geruchsbilder gibt. Das ist für mich der Grund, warum ich jeden Tag durch all die Büsche streichen und streifen muss- diese Düfte.

So ganz nebenbei haben sich zu den Blüten der Rosen auch die Stockrosen gesellt. Pink und Schwarz!! Sie bilden einen herrlichen Schutz rund um die Terrasse und verleihen den Wandscheiben zwischen den Fenstern farbenfrohe Akzente.